Meldung vom 29.01.2026

BMD Systemhaus GmbH: Geplante Mehrwertsteuersenkung stellt viele Kassensysteme vor Anpassungsbedarf

Dr. Markus Knasmüller (Geschäftsführer BMD) sieht überschaubaren Aufwand – warnt aber vor kurzfristigen Umstellungen ohne Vorbereitung

BMD Geschäftsführer Dr. Markus Knasmüller © BMD Systemhaus GesmbH @Gabor Bota, Abdruck honorarfrei)

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Steyr, am 29. Jänner 2026 – Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wie Brot oder Milch erfordert bei vielen Registrierkassen technische Anpassungen. Betroffen sind nicht nur große Handelsketten, sondern auch kleinere Betriebe wie Bäckereien oder Lebensmittelhändler. Das erklärt Dr. Markus Knasmüller, Geschäftsführer des österreichischen Softwareunternehmens BMD, das im Rahmen seiner Business Software auch Kassensoftware entwickelt.

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Viele moderne Kassensysteme lassen sich zwar relativ einfach an neue Steuersätze anpassen. Allerdings stößt ein Teil der im Einsatz befindlichen Systeme an technische Grenzen. „Einige Kassen unterstützen nur eine begrenzte Anzahl von Steuersätzen oder ausschließlich ganzzahlige Prozentsätze. In diesen Fällen sind Umbauarbeiten notwendig“, führt Knasmüller aus. Insgesamt stuft er den Aufwand als überschaubar ein, weist jedoch auf mögliche Mehraufwände in einzelnen Betrieben hin.

Umstellung erfordert Vorbereitung
Die Umstellung beschränkt sich in der Praxis selten auf einen einfachen Knopfdruck. Händler müssen mehrere Details berücksichtigen: neue Steuersätze, Anpassungen am Kassenbon-Layout oder Software-Updates, damit auch Steuersätze mit Kommastellen korrekt verarbeitet und ausgewiesen werden. Besonders ältere Kassensysteme benötigen dafür häufig technische Nachrüstungen. Der zeitliche und finanzielle Aufwand hängt stark vom bestehenden Wartungsmodell ab. „Kundinnen und Kunden mit aktivem Wartungsvertrag und automatischen Software-Updates entstehen in der Regel weder nennenswerte Kosten noch größerer Aufwand“, so Knasmüller. Auch da können jedoch Kosten zwischen 500 und 1.000 Euro anfallen, etwa durch Serviceeinsätze. Ohne Wartungvertrag kommen dazu noch notwendige Softwareanpassungen. In Einzelfällen kann sogar eine Neuanschaffung erforderlich sein.

Worauf Händler jetzt achten sollten
Der Geschäftsführer rät Betrieben, frühzeitig zu prüfen, ob ein Wartungsvertrag mit dem Kassenhersteller besteht. Ebenso wichtig sei ein Blick auf den Kassenbon und die Software: Steht dort z.B. 20,0% oder nur 20%. Unterstützt das System Steuersätze mit Kommastellen? Lassen sich neue Steuersätze selbstständig anlegen? Wer diese Fragen rechtzeitig klärt, vermeidet Probleme bei Inkrafttreten der neuen Regelung.

Einzelfälle bei Software-Manipulationen
Im Zusammenhang mit jüngst bekannt gewordenen Fällen von Software-Manipulationen bei Registrierkassen mahnt Dr. Knasmüller, der auch gerichtlich zertfizierter Sachverständiger in diesem Bereich ist, zu einer sachlichen Einordnung. Nach seiner Einschätzung handelt es sich nicht um ein systemisches Problem etablierter Kassensoftware. „Die bekannten Fälle betreffen eine sehr kleine Anzahl von Betrieben und deute n auf einen Einzelfall bei einem kleinen Anbieter hin“, sagt er. Er verweist darauf, dass die österreichische Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) ein robustes und wirksames System darstellt. Die Kombination aus technischer Signatur und Belegerteilungspflicht biete ein hohes Maß an Sicherheit gegen Manipulationen. Entscheidend bleibe jedoch, dass tatsächlich ein Beleg erstellt wird – egal ob gedruckt oder künftig digital angezeigt.

Statement des Geschäftsführers
„Die RKSV funktioniert: Sie ist einfach, effizient und sehr manipulationssicher. Probleme entstehen nicht durch das System selbst, sondern dort, wo Belege gar nicht erst erstellt werden. Händler, die ihre Kassen korrekt betreiben und regelmäßig warten lassen, sind auf der sicheren Seite – auch bei kommenden steuerlichen Änderungen.“

BMD

Über die BMD Systemhaus GmbH
BMD besteht seit 1972 als stabiles und innovatives Unternehmen. Es hat sich vom universellen EDV-Anbieter zu einem führenden österreichischen Hersteller hochwertiger Business Software in den Bereichen Buchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Lohnverrechnung, HRM, ERP und CRM entwickelt. Über 30.000 Kundinnen und Kunden in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Ungarn und der Slowakei verlassen sich auf BMD Lösungen für Unternehmen sowie Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien. BMD ist in Österreich Marktführer bei Steuerberater/innen, bei Rechnungswesen-Software-Lösungen für Unternehmen und bei Lohnabrechnungssystemen. Die BMD Business Software zeichnet sich besonders durch ihre Vielfalt und einfache Anpassbarkeit an unterschiedlichste Kundenanforderungen aus. www.bmd.com

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