Meldung vom 16.09.2026

REMAX-ImmoSpiegel: Immobilienmarkt feiert starkes Comeback: Österreich kauft wieder!

Gesamtmarkt 1. Halbjahr 2026

Zu dieser Meldung gibt es: 13 Bilder 3 Dokumente

Kurztext 3857 ZeichenPlaintext

Amstetten, 16. September 2026 Mit 66.591 Verbücherungen im ersten Halbjahr 2026 ist die Durststrecke am österreichischen Immobilienmarkt seit 2023 endgültig zu Ende, denn das Halbjahr endet mit einem Zuwachs von +22,3 % zum Vorjahr und vor allem mit + 6,1 % über dem Zehnjahresschnitt. Auf das Rekordjahr 2021 fehlen nur noch -13,1 % oder -9.998 Kaufakte.

  • Mit 66.591 verbücherten Immobilien im ersten Halbjahr ist der Immobilienmarkt gegenüber 2025 (54.465) um +22,3 % oder +12.126 Kaufobjekten gewachsen. In den letzten zehn Jahren war die Handelsmenge nur 2020 bis 2022 höher. Vor allem diese drei Jahre trieben den Zehnjahresschnitt zum Halbjahr auf 62.747 Einheiten. Damit lag das erste Halbjahr heuer um +6,1 % darüber.
  • Auf das Allzeithoch von 2021 (76.589 Verbücherungen) fehlen 2026 zwar noch -13,1 %, aber nicht mehr -28,9 % wie 2025 oder -37,6 % wie 2024.
  • Gegenüber dem Vorjahr haben sich alle Bundesländer-Verbücherungsmengen positiv entwickelt, prozentuell am stärksten die Steiermark mit +29,4 %, gefolgt von Tirol (+29,0 %) und Vorarlberg mit
    +28,1 %. Am schwächsten Wien mit +12,9 % hinter dem Burgenland
    mit +17,6 %.
  • Auf den Zehnjahresschnitt hat Vorarlberg einen Vorsprung von +11,9 % und die Steiermark von +10,0 %. Tirol liegt um -0,8 % darunter und Kärnten um -1,2 % im Rückstand. Die anderen Bundesländer sind positiv, haben aber vergleichsweise geringer zugelegt.
  • Beim Zuwachs in absoluten Stückzahlen (Halbjahr 2025 zu Halbjahr 2026) führt Niederösterreich (+2.587) vor der Steiermark (+2.377) und Oberösterreich (+1.930).
  • Mit 19,59 Mrd. Euro ist der österreichische Immobilienmarkt im Vergleich zum Halbjahr 2025 um +27,9 % gewachsen. Das sind in Euro +4,27 Mrd. Der Transaktionswert befindet sich damit beinahe auf dem Niveau von 2021 (19,61 Mrd. Euro), dem zweitstärksten Jahr der Geschichte nach 2022 mit 21,73 Mrd. Euro.
  • Wien ist mit 5,41 Mrd. Euro − nach einem Zuwachs zum Vorjahr von
    +1,22 Mrd. Euro (+29,1 %) – wie immer der größte Markt. Rang zwei geht an Niederösterreich mit 2,89 Mrd. Euro und einem Anstieg von +494 Mio. Euro (+20,6 %). Den dritten rettet Oberösterreich mit 2,49 Mrd. Euro (+20,4 %) vor der Steiermark mit neuem Rekord von 2,44 Mrd. Euro und einem fulminanten Wachstum von +49,1 % und +805 Mio. Euro.
  • Tirol überschreitet mit 2,04 Mrd. Euro (+23,0 %) nach 2021 und 2022 das dritte Mal die 2 Mrd. Euro-Marke. Dennoch nur Rang fünf. Mit 1,61 Mrd. Euro folgen Salzburg (+25,3 %) und mit 1,22 Mrd. Euro Vorarlberg (+32,7 %). Kärnten kommt auf 1,01 Mrd. Euro (+23,4 %) und das Burgenland mit der zweithöchsten prozentuellen Steigerung (+38,1 %) auf 468 Mio. Euro.
  • Top-Ten-Städte und Bezirke nach Anzahl der verkauften Objekte im ersten Halbjahr 2026: Neben der erwartbaren Nummer eins, Graz, mit 3.045 Verbücherungen sind Baden mit 1.449 und Graz-Umgebung mit 1.428 auf dem Podest. Dahinter landet der Bezirk Wien-Donaustadt mit 1.395 hauchdünn vor dem Salzburger Flachgau mit 1.392 und Innsbruck-Land mit 1.318 Transaktionen. Platz sieben geht an die Stadt Salzburg (1.292), acht an Bregenz (1.187) und zehn an Tulln (1.167). Der zweitstärkste Wiener Bezirk, Favoriten, kommt erst hinter Linz-Land (1.080) auf Rang zwölf mit 1.047 Verkäufen.
  • Top-Ten-Bezirke und Städte mit Minimum 400 Mio. Euro: Graz nähert sich mit 914 Mio. Euro dem Umsatz von ganz Kärnten und ist doppelt so stark wie das Burgenland. Rang zwei belegt die Stadt Salzburg mit 533 Mio. Euro vor dem Bezirk Wien-Donaustadt mit 512 Mio. Euro. Auf den Plätzen vier bis sechs folgen Wien-Leopoldstadt mit 496 Mio. Euro und mit jeweils 447 Mio. Euro Salzburg-Umgebung und Wien Floridsdorf. Wien-Favoriten kommt auf 438 Mio. Euro, Innsbruck-Land auf 419 Mio. Euro, Graz-Umgebung auf 415 Mio. Euro und Wien-Innere Stadt auf 405 Mio. Euro. Auffallend: Unter den Umsatz-Top-Ten findet sich keine Region mit weniger als 400 Mio. Euro.

Pressetext 58593 ZeichenPlaintext

VERGLEICH BUNDESLÄNDER GESAMT

Alle Bundesländer im Plus zum Vorjahr
Vorarlberg liegt zum Halbjahr 2026 mit 3.449 Verbücherungen um +11,9 % über dem Zehnjahresschnitt von 3.082 und um +28,1 % über dem Vorjahr. Die Steiermark hat um rekordmäßige +29,4 % zum Vorjahr auf 10.457 Kaufakte (Rang drei) zugelegt und sieht sich um +10,0 % über dem Zehnjahresmittel. Niederösterreich kommt mit dem stärksten nominellen Zuwachs von +2.587 (+22,7 %) Transaktionen auf 13.975 Verkäufe, auf die Mengenführerschaft und auf einen Vorsprung auf die letzten zehn Jahre von +9,2 %. Das Bundesland Salzburg erreicht um +18,9 % mehr Immobilienverkäufe als im Vergleichszeitraum. Ein Zuwachs von +747 und ein Endergebnis von 4.695 Verträgen sind um +7,8 % mehr als im Zehnjahresdurchschnitt. Die Bundeshauptstadt ist mit 11.114 Transaktionen zum Halbjahr 2026 zwar der zweitgrößte Markt, beim Zuwachs schaut mit +1.272 (+12,9 %) ebenso wie beim Abstand zum Zehnjahresvergleich (+5,5 %) nur Rang fünf heraus. Oberösterreich steht mit +1.930 mehr Verkäufen als 2025 zum Halbjahr nominal gerade noch auf dem Podest (+25,8 %). Beim Gesamtergebnis sind 9.397 Verbücherungen Platz vier und bringen +4,4 % beim Abstand zum Zehnjahresschnitt. Um +17,6 % konnte das Burgenland seine Immobilienkäufe steigern, das sind 3.388 Stück und +507 mehr als zuletzt und +4,0 % über dem langjährigen Mittel. Tirol erreichte mit +29,0 % in Prozenten die zweithöchste Stück-Wachstumsrate. Ein Zuwachs von +1.288 Objekten auf gesamt 5.726 sicherte in der Bundesländermengenwertung noch Rang fünf. Grund ist die schwache Ausgangbasis von 2025, dennoch bleibt Tirol 2026 nur um -0,8 % unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Fehlt noch Kärnten: 4.390 Verbücherungen sind um +662 oder +17,8 % mehr als 2025, aber um -1,2 % weniger als im Mittel die zehn Jahre zuvor.

„Wenn sieben der neun Bundesländer wieder über ihrem Zehnjahresschnitt liegen, dann ist das nach den Rückgängen in den vergangenen Jahren höchst erfreulich. Dass die Immobilienmarkttrendsetter Vorarlberg und Wien so gut unterwegs sind, und auch das Schwergewicht im Westen, Tirol, sich mit einer enormen Zuwachsrate wieder zurückmeldet, lässt ungeachtet aller realpolitischen Entwicklungen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken“, sagt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von REMAX Austria und fügt hinzu: „Auch wenn die Neubaurate viel zu gering ist und dies die Preise unnötig antreibt, wie wir schon seit geraumer Zeit warnen.“

Drittbestes Umsatzjahr bisher
19,59 Mrd. Euro Immobilienumsatz sind um +27,9 % mehr als im Vorjahr, um +46,6 % mehr als 2024 und nur mehr -9,9 % weniger als im Rekordjahr 2022. In anderen Worten: Der Umsatz 2026 entspricht nominell beinahe dem vom Jahr 2021 (19,61 Mrd. Euro) und liegt ohne Inflationsbereinigung um +21,0 % über dem Zehnjahresvergleich.

Über eine Milliarde Euro mehr in Wien
Wien erreicht, wie der Bund, seinen bisher dritthöchsten Halbjahresumsatz: 5,41 Mrd. Euro sind um +29,1 % oder +1,22 Mrd. Euro mehr als 2025, aber noch um -1,27 Mrd. Euro weniger als 2022. Niederösterreich kommt mit 2,89 Mrd. Euro ebenfalls auf sein bisher drittbestes Ergebnis. Ein Aufschwung von +494 Mio. Euro ist der dritthöchste Zuwachs nominell, +20,6 % dennoch nur Rang acht. Noch einmal so ein Zuwachs wie von 2025 auf 2026, nämlich +477 Mio. Euro und der Rekord von 2022 ist Geschichte. Den dritten Umsatzplatz hat sich Oberösterreich mit 2,49 Mrd. Euro knapp vor der Steiermark gesichert. Ein Umsatzplus von nominell +423 Mio. Euro oder in Prozenten von einem Fünftel, +20,4 %, wäre in anderen Jahren eine klare Poleposition im Bundesländervergleich gewesen, bringen 2026 aber nur die rote Laterne. Im Vorjahr lag die Steiermark nur -21 Mio. Euro hinter Tirol. 2026 bedeutet zum Halbjahr ein Immobilienumsatz von 2,44 Mrd. Euro einen Vorsprung von +401 Mio. Euro für die „Grüne Mark“ auf das „Heilige Land“ und Platz vier. Ein Zugewinn von +805 Mio. Euro oder +49,1 %, die höchste Steigerungsrate im Land, machte es möglich. Zum dritten Mal nach 2021 und 2022 schafft es Tirol 2026 zum Halbjahr über die 2 Mrd. Euro-Marke, mit einem Sicherheitspolster von 43 Mio. Euro und damit auf Rang fünf. Auch der Zuwachs von +382 Mio. Euro bedeutet die goldene Mitte unter den Bundesländern oder +23,0 % zum Vorjahr. Salzburg legt prozentuell mehr zu: +25,3 % – in Euro aber weniger: +325 Mio. Euro sind Rang sechs bei der Entwicklung sowie beim Gesamtumsatz von 1,61 Mrd. Euro, dem zweithöchsten bisher. Vorarlberg erreicht sein bisher dritthöchstes Halbjahresergebnis. 1,22 Mrd. Euro sind um +301 Mio. Euro mehr als zuletzt und das entspricht einem Anstieg um satte +32,7 %, der dritthöchste Prozentzuwachs im Land. Das dritte Mal schafft es Kärnten über die 1 Mrd. Euro-Marke – nämlich auf 1,01 Mrd. Euro. Notwendig dafür war ein Wachstum von +191 Mio. Euro oder +23,4 %. Zu guter Letzt erreicht das Burgenland ein All-Time-High: 468 Mio. Euro sind um +129 Mio. Euro mehr als zum Halbjahr 2025 und das bedeutet die zweithöchste prozentuelle Steigerungsrate im Bund mit +38,1 %.

 

VERGLEICH IMMOBILIENTYPEN

Die großen Fische sind zurück!
Während die 100 größten und teuersten Verbücherungen in Summe zum Halbjahr 2024 noch 1,50 Mrd. Euro und 2025 nur 1,48 Mrd. Euro wert waren, stieg ihr Handelswert heuer auf 1,99 Mrd. Euro, also um ein Viertel. Auch ein zweiter wesentlicher Aspekt verdeutlicht die positive Entwicklung: Die Untergrenze für die Top 100, die im Rekordjahr 2022 bei 10,0 Mio. Euro lag, und schrittweise auf 7,8 Mio. Euro, 7,0 Mio. Euro und 2025 sogar auf 6,2 Mio. Euro gesunken war, sprang wieder nach oben, nämlich auf 8,7 Mio. Euro. „Der wieder gestiegene Gesamtwert der Top-100-Verbücherungen und der Anstieg der Untergrenze sind ein klares Indiz dafür, dass der Aufschwung am Immobilienmarkt in breiter Front angekommen ist“, erklärt Mag. Anton Nenning, Head of Research, REMAX Austria.

Ein weiterer Indikator deutet darauf hin, dass es „gesund“ aufwärts geht, nämlich der durchschnittliche Immobilienpreis, ein über alle Immobilientypen gemittelter Wert. Er reagiert sowohl auf Preisänderungen in einer Kategorie als auch auf Mengenverschiebungen zwischen den Kategorien (z. B. mehr Parkplätze und weniger Einfamilienhäuser). Er stieg 2026 insgesamt um +4,3 %, also geringer als zwischen 2024 und 2025 (+5,4 %). Im unteren Viertel lag 2026 der Anstieg bei
+7,1 % nach +12,0 % im Vorjahr. Im oberen Preisviertel blieb er mit +4,6 % gegenüber +4,8 % nahezu unverändert. „Auch das ist wiederum ein Zeichen, dass bei entsprechender Finanzierbarkeit der Wunsch nach Immobilieneigentum stark ausgeprägt ist und zuletzt auch wieder vermehrt realisiert wurde“, so Reikersdorfer.

Wohnungen um ein Viertel mehr in Bewegung!
Wie schon angemerkt, kommt der Aufschwung auch stark aus dem privaten Sektor: Doppelhaushälften haben 2023 um -34,3 % verloren, im Jahr danach um -14,2 %. Der 2024er-Einbruch wurde 2025 mit +18,6 % wieder aufgefüllt und der aus 2023 mit +52,5 % von 2025 auf 2026.

Die Reihenhausmengen haben sich von 2023 bis 2025 nicht entwickelt. Das holen sie jetzt nach, und zwar mit einem Zuwachs von +40,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Anscheinend werden sie als günstigere Alternative zum Einfamilienhaus stärker als zuvor nachgefragt. Hausanteile sind zweistellig positiv, aber weit entfernt vom allgemeinen Trend: 2026 mit +12,2 % ist dennoch deutlich freundlicher als 2025 mit +7,2 %. Wohnungen entwickeln sich weiter über dem allgemeinen Markt: ein Zuwachs von + 25,3 % zum Vorjahresvergleichszeitraum treibt die Menge in Höhen, die noch unter dem Rekordjahr 2022 liegen, aber der Anzahl schon erheblich näherkommt, als alles, was seither war.

Einfamilienhäuser nochmals ein Viertel draufgesetzt!
Separat verkaufte PKW-Abstellplätze sind das erste Mal seit 2022 wieder fünfstellig. Auch wenn sie die Umsatzstatistik kaum beeinflussen, so finden sie in der Mengenstatistik ihren Platz: +28,9 % sind ein klares Zeichen für einen aktiven Markt. 2024 haben die Einfamilienhäuser die Trendwende eingeläutet, 2025 um +31,6 % an Menge zugelegt und 2026 kommen sie zurück in alte Höhen mit einem weiteren Zuwachs von +26,7 %.

Endlich wieder ein Grund zum Bauen!
Die Grundstücke und mit ihnen auch die Baugrundstücke haben sich in der Vergangenheit mit -15,1 % (2023), -22,2 % (2024) und +3,4 % (2025) schwergetan. +13,4 % zum Halbjahr 2026 sind in Bezug auf den Gesamtmarkt kein Feuerwerk, aber im Vergleich zur Vergangenheit ein deutliches Licht am Ende des Tunnels. „Für viele junge Menschen ist der Bau eines neuen Eigenheims aufgrund der stetig steigenden Baukosten kaum finanzierbar. Viele Hausbauinteressenten weichen derzeit auf eine gebrauchte Immobilie und damit auf eine wesentlich günstigere Alternative aus“, erläutert Reikersdorfer.

Positive Trendumkehr bei Landwirtschaftsverkäufen
Die Verkäufe von Landwirtschaften sind im ersten Halbjahr 2023 um -34,7 % zurückgegangen, 2024 um -14,0 % und 2025 um -57,4 %. Da kommt ein Zuwachs von +79,4 % im ersten Halbjahr 2026 gerade recht, trotzdem sind die Mengen von 2022 bis 2024 noch in weiter Ferne. Waldverkäufe sind von der allgemeinen Immobilienmarktsituation anscheinend völlig unbeeindruckt:
+0,6 % im Jahr 2023, +5,7 % im Jahr 2024, -4,9 % im Vorjahr und heuer eine Mengensteigerung von +14,6 %. Auch Weingärten sind vom Privatimmobilienaufschwung abgekoppelt: Wie schon im Vorjahr erfolgte auch 2026 ein Rückgang um weitere -1,1 %, nach +8,6 % (2024) und -4,5 % (2023). 

Mehrfamilienhäuser im Trend, Zinshäuser konsolidieren
Zinshäuser haben 2025 mit +25,0 % erheblich zugelegt und 2026 eine kleine Verschnaufpause mit -5,0 % eingelegt. Damit fehlt auf die Menge von 2022 noch immer ein Drittel. Die wesentlich kleinere Kategorie der Zinshausanteile liegt jedoch mit +12,9 % deutlich über dem Vorjahr, auch wenn der Zuwachs von 2025 mit +37,8 % bei weitem nicht erreicht wurde. Doch auch hier fehlt auf 2022 noch ein Drittel. Mehrfamilienhäuser haben den Aufschwung bei den Wohnungen endlich angenommen: Nach -45,3 % (2023), -7,1 % (2024) und
-2,0 % 2025 endlich die erwartete Morgenröte mit +24,5 % (2026). Dass damit die Anzahl der Verbücherungen noch um mehr als ein Drittel hinter 2022 liegt, liegt auf der Hand. Einen wesentlichen Schritt weiter in der Entwicklung ist dagegen die Gruppe der Gebäude mit nicht weiter definierter Nutzung: Nach +16,0 % im Jahr 2025 und +21,2 % im Jahr 2026 fehlen auf das Ergebnis von 2022 nur mehr -7,8 %.

Gewerbeimmobilien uneinheitlich
Bürogebäude haben 2023 unbeschadet überstanden und die Schramme von 2024 (-44,3 %) bereits 2025 mit +67,6 % wieder ausgebügelt. Mit +3,5 % bleiben sie unspektakulär auf Kurs. Bei den Büroeinzelflächen setzte der Rückgang schon 2023 (-33,2 %) ein und setzte sich 2024 fort (-16,2 %). Die Erholung 2025 (+21,3 %) brachte wieder das Niveau von 2023, der weitere Zuwachs von nur +3,1 % ist aber nur ein Zehntel dessen, was nötig wäre, um die Lücke zu 2022 zu schließen. Geschäftslokale des stationären Handels wurden zum Halbjahr 2026 um +10,8 % mehr gehandelt als 2025. Aber selbst zusammen mit der Erholung aus 2025 (+13,8 %) fehlen nach -7,7 % (2023) und -31,0 % (2024) noch immer ein gutes Viertel auf die Mengen von 2022. Überraschenderweise ist die Anzahl der gehandelten Lagerflächen 2026 mit -26,0 % massiv gesunken, sie liegt damit knapp über dem Niveau von 2024 und 2023. Der Aufschwung von +38,3 % aus 2025 ist damit wieder verflogen.

 

ERKENNBARE MUSTER und TRENDS

Regionale Unterschiede: Westen stärker als Osten
Muster im Aufschwung sind erkennbar: Der Westen nimmt mengenmäßig mehr vom Aufschwung mit als der Osten: Tirol +29,0 %, Vorarlberg +28,1 %, dagegen nur +12,9 % in Wien und +17,6 % im Burgenland. Auch Oberösterreich ist mit
+25,8 % besser dran als Niederösterreich mit +22,7 %. Nicht in die These passen die top performende Steiermark mit +29,4 % und Kärnten mit +17,8 %, nur knapp über dem Burgenland-Niveau sowie die vergleichsweise mittelmäßige Agilität in Salzburg (+18,9 %).

Mehr Aufschwung am Land als in der Stadt
Der Aufschwung, den die Zentralregionen und Landeshauptstädte 2025 für sich als Vorsprung verbuchen konnten, wurde 2026 von den ländlichen Regionen wieder egalisiert: Während Kärnten mit 17,8 % im Plus liegt, kämpft Klagenfurt mit einem Minus von 2,0 %. In Oberösterreich ein ähnlicher Abstand: +25,8 % für das Land, jedoch nur +8,9 % für Linz. Detto in Salzburg: Das Bundesland feiert +18,9 %, die Stadt jedoch nur die Hälfte (+9,8 %). Ebenso Innsbruck (+4,1 %) im Vergleich zu Tirol (+29,0 %) und Vorarlberg (+28,1 %) zu Bregenz (+17,6 %). Nicht ins Bild passt Graz mit +33,9 % und +29,4 % für die Steiermark. Ebenso wenig die beiden kleinsten Landeshauptstädte St. Pölten (+105,2 %) gegenüber gesamt Niederösterreich (+22,7 %) und Eisenstadt samt Umland und Rust mit +25,2 % im Vergleich zum gesamten Burgenland mit
+17,6 % – die beiden waren schon 2025 entgegen dem Bundestrend unterwegs. Wien als einzige Metropole mit der schwächsten Zuwachsrate unter den Bundesländern (+12,9 %) passt dagegen wieder zur These.

Begründeter Aufschwung
„Das Auslaufen der temporären Gebührenbefreiungen für die meisten privaten Grundbuchseintragungen mit Mitte 2026, die Gewöhnung an das Zinsniveau und die Inflation sowie sicher eine Menge von Nachholeffekten haben den Immobilienmarkt im ersten Halbjahr beflügelt“, so Reikersdorfer. Die Tagebuchzahlen des Grundbuchs, also die Anträge auf Verbücherungen, sind ein guter Indikator für zuvor abgeschlossene Kaufverträge und die weitere kurzfristige Verbücherungsentwicklung. Im zweiten Halbjahr 2025 lag die Steigerungsrate zu 2024 pro Monat zwischen +6 % und +14 %. Nur der Dezember lieferte einen Ausreißer mit +64 %. Dieses hohe Niveau hielt noch im Jänner und Februar mit +41 %, sank im März auf +21 %, im April auf +13 % und im Mai auf -3 %.

Der Juni sprang mit +38 % wieder an. Möglicherweise für manche ein Antrieb, um die auslaufende Gebührenbefreiung noch zu mitzunehmen. „Die vorliegenden Zahlen deuten eher darauf hin, dass sich der Markt auf diesem Niveau einpendeln wird, als dass die Rallye ungehindert weitergeht“, so Nenning, „insbesondere, wenn man davon ausgeht, dass die Leitzinserhöhung um ein Viertelprozent eher dämpfend als berauschend auf den Markt wirken wird, und die Verbücherungsantragszahlen zum Halbjahr kumuliert nur mehr um -3,8 % unter jenen von 2022 liegen."

Jetzt ausreichend Angebot schaffen für leistbare Preise in der Zukunft
„Die Schaffung von Eigentum während der Berufszeit muss unbedingt gefördert werden – Eigentum bedeutet mehr frei verfügbares Einkommen in der Pension und schützt gleichzeitig vor Altersarmut. Es muss auch dringend in die Schaffung von neuem Wohnraum intensiviert werden. Wir brauchen bei steigender Nachfrage nach Wohnraum dringend mehr Angebot, damit spürbare Preissteigerungen aufgrund einer absehbaren Angebotsknappheit in Zukunft hintangehalten werden“, mahnt Reikersdorfer.

Marktführer mit bestem erstem Halbjahr
REMAX überzeugte 2025 mit dem besten Jahr in der Firmengeschichte, im ersten Halbjahr 2026 konnte dieser Trend weiter fortgesetzt werden. Die Gründe für die großartige Entwicklung des REMAX-Netzwerkes sind für Reikersdorfer vielfältig und im Vergleich zu den Vorjahren unverändert. „Die bekannteste Immobilienmakler-Marke in Österreich, das täglich gelebte Netzwerk, Kooperationsgeschäfte zum Wohle der Kunden, die permanenten Investitionen in Technologie und Werbung auch in herausfordernden Zeiten, unsere Servicequalität dank Aus- und Weiterbildung und nicht zuletzt das positive Mindset in der Gruppe haben dem gesamten Netzwerk ein stabiles Fundament gegeben. Dass wir uns dermaßen gut entwickeln, macht uns stolz und gleichzeitig dankbar gegenüber unseren zahlreichen Kunden und all unseren Kolleginnen und Kollegen im REMAX Netzwerk. Derartige Erfolge sind keineswegs selbstverständlich und sind sicher nur gemeinsam möglich.“

 

BUNDESLÄNDER im DETAIL
In manchen Bundesländern und Bezirken setzte der starke Aufschwung früher ein, in anderen erst später. Da der Anstieg im zweiten Jahr meist geringer ausfällt als im ersten, können einfache Vorjahresvergleiche in besonders bewegten Zeiten zu einem verzerrten Bild führen: Frühstarter werden mit Spätstartern verglichen. Eine stabilere Vergleichsbasis bildet in volatilen Zeiten dagegen ein langjähriger Durchschnitt. Daher haben die REMAX-Experten diesmal für den Mengenvergleich den Durchschnitt der letzten zehn Jahre verwendet. Beim Umsatz wurde wie gehabt das Vorjahr herangezogen, weil die Inflation den langjährigen Wertvergleich stark beeinträchtigen würde.

 

WIEN

Nach drei vierstelligen Jahren wieder fünfstellige Verkaufsmengen
11.114 Eintragungen schafften es im Halbjahr 2026 ins Grundbuch und bedeuten einen Zugewinn von +12,9 % gegenüber dem Halbjahr 2025 bzw.
+5,5 % im Vergleich zum Zehnjahresschnitt, der bei 10.536 liegt. Auch wenn der Jahresanstieg von +12,9 % im Bundesländervergleich der schwächste ist, reicht er aus, damit die Zahl der Immobilientransaktionen in der Bundeshauptstadt erstmals seit 2022 wieder fünfstellig werden.

Umsatz-Aufschwung hält an
Auch bei den Umsatzzahlen sieht es gut aus. Vom Halbjahr 2024 zum Halbjahr 2025 stieg die Summe von 3,64 Mrd. Euro auf 4,19 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum ein Jahr später hält sich Wien mit einer Steigerung von +29,1 % auf 5,41 Mrd. Euro weiterhin klar an der Spitze. Prozentual ist es im Vergleich zu den anderen Bundesländern das viertstärkste Plus, nominal das stärkste mit +1,22 Mrd. Euro. In den vergangenen zehn Jahren lag der Umsatz im Durchschnitt bei 4,70 Mrd. Euro, aktuell liegt Wien also um +15,3 % darüber. Bei derartigen Summen bleibt Wien zweifelsfrei mit Abstand der wichtigste Immobilienmarkt Österreichs und weist zum Halbjahr 2026 um +87,6 % mehr Umsatzkraft auf als Niederösterreich, die Nummer zwei.

Überwiegend Mengengewinne in den Bezirken
Blickt man auf die durchschnittliche Verkaufsmenge der vergangenen zehn Jahre zurück, konnte eine klare Mehrheit von 16 Wiener Bezirken bei den Handelsmengen zulegen. Nur bei sieben der 23 Bezirke liegt die Zahl der verkauften Immobilien darunter. Den stärksten Zuwachs mit mehr als +20 % gab es in den Bezirken Wieden, Währing und Mariahilf, den stärksten Rückgang in Innere Stadt, gefolgt von Josefstadt und Ottakring.  

Wieden hat gegenüber dem Zehnjahresschnitt am meisten zugelegt
Im Detail sieht das Wiener Bezirksranking wie folgt aus: Im Vergleich zum Zehnjahresschnitt von 2025 bis 2016 hat Wieden die höchste prozentuale Steigerung geschafft, nämlich um +45,5 % auf 252 Verbücherungen. Es ist erst das dritte Mal, dass der vierte Bezirk mehr als 200 schaffte. Dies war ihm bisher nur in den Jahren 2016 (268) und 2015 (259) gelungen. Rund ein Viertel über dem Zehnjahresschnitt liegen die Verkäufe der Bezirke Währing (+24,6 %) mit 427 Kaufakten und Mariahilf (+23,3 %) mit 210. Zwischen +12 % und +20 % liegen die Bezirke: Neubau (+19,8 %; 247 Einheiten), Hietzing (+18,6 %; 390), Döbling (+15,5 %; 489), Brigittenau (+15,2 %; 412), Floridsdorf (+14,1 % und 925 Verbücherungen und Platz drei) und Simmering (+12,6 %; 446).

Neben Donaustadt auch Favoriten vierstellig
Einstellige Prozentzuwächse zum Zehnjahresschnitt konnten weitere sieben Bezirke aufweisen: Der Bezirk Margareten liegt um +8,4 % über dem Zehnjahresdurchschnitt und kommt im Halbjahr 2026 auf 326 Kaufakte. Die Donaustadt meldet 1.395 Einträge ins Grundbuch und bleibt damit mengenstärkster Wiener Bezirk, auch wenn es im Vergleich zum Halbjahr 2025 ein Rückgang von -15,8 % bedeutet, sind es im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt um +6,8 % mehr. Der dritte Wiener Gemeindebezirk, Landstraße, übertrifft den Zehnjahresschnitt mit 691 Vertragsabschlüssen um +6,5 % die Leopoldstadt mit 703 Objekten um +6,0 %. Ex aequo bei +4,2 % über der Vergleichsstrecke liegen die Bezirke Hernals und Favoriten. Hernals steigerte sich mit 356 Einheiten auf das Niveau des Jahres 2018 und Favoriten ist mit 1.047 Einheiten seit 2022 erstmals wieder vierstellig bei der Verkaufsmenge und auf Platz zwei. Seit 2016 ist es für den zehnten Wiener Gemeindebezirk der fünftbeste Wert, im Zehnjahresdurchschnitt waren es 1.005. Zuletzt ist auch Liesing noch im einstelligen Zehnjahres-Plus: Mit 564 verbücherten Objekten liegt Liesing um +1,9 % über seinem Zehnjahresdurchschnitt.

Siebenmal noch mit Rückstand auf die letzten zehn Jahre
Alsergrund ist der erste Bezirk, der unterhalb des Zehnjahresdurchschnitt liegt. Von 2016 bis 2025 erzielte der neunte Bezirk durchschnittlich 253 Verkäufe, im Halbjahr 2026 waren es hingegen 243 (-4,0 %). Einstellige Minuswerte finden sich auch in Meidling (-8,0 %) mit 457 Kaufakten und in Rudolfsheim-Fünfhaus (-8,9 %) mit 336 Einheiten. Die übrigen vier Bezirke bleiben im zweistelligen Prozentbereich unter ihrem Zehnjahresdurchschnitt. Den Anfang macht Penzing mit -11,2 % und 552 Verbücherungen, Ottakring folgt mit -14,2 % (479) und danach Josefstadt mit -15,4 % (89). Der Bezirk Innere Stadt macht den Abschluss: Er lag im Durchschnitt der letzten zehn Jahre bei 103 verbücherten Objekten, schaffte im Halbjahr 2026 nur 78, ein Minus von 24,1 % − dennoch sind es im Vergleich zum Halbjahr 2025 +4,0 % und mehr als 2024 und 2023.   

Für Währing bedeuten die 427 Vertragsabschlüsse einen neuen Mengenrekord. Für Brigittenau, Hietzing und Floridsdorf sind es immerhin die zweitbesten Werte innerhalb der letzten zehn Jahre.

Umsatzzahlen: Innere Stadt mehr als verdoppelt
Wie schon im Halbjahr 2025 waren es auch im Halbjahr 2026 wieder 18 Bezirke mit Umsatzwachstum. Die Top-5-Zuwächse mit dreistelligen Millionen-Beträgen kommen aus den Bezirken Leopoldstadt (+222 Mio. Euro), Innere Stadt (+211 Mio. Euro), Floridsdorf (+196 Mio. Euro), Favoriten (+184 Mio. Euro) und Döbling (+112 Mio. Euro).

Seit 2018 war der Bezirk Donaustadt stets der umsatzstärkste Bezirk. 2024 fiel er mit 388 Mio. Euro auf Rang zwei, abgelöst von Landstraße. 2025 ging das Zepter mit 545 Mio. Euro wieder an den 22. Wiener Gemeindebezirk und bleibt ihm auch 2026 – trotz einem Umsatzrückgang von -6,0 %, aber insgesamt 512 Mrd. Euro – erhalten. Mit großen Schritten nähert sich auch die Leopoldstadt der halben Euro-Milliarde. Zum Halbjahr 2026 erzielte der zweite Wiener Bezirk 496 Mio. Euro Umsatz, was ein Anstieg von +80,8 % bedeutet – der Rekord lag dennoch bei 578 Mio. Euro im Halbjahr 2022. Drei weitere Bezirke beenden das Halbjahr mit über 400 Mio. Euro Umsatz: allen voran Floridsdorf. Der Bezirk katapultiert sich von 251 Mio. Euro (2025) auf 447 Mio. Euro, ein Anstieg um +78,2 %. Auch Favoriten überspringt zwei Hundert-Millionen-Euro-Grenzen, nämlich von 254 Mio. Euro um +72,5 % auf 438 Mio. Euro. Die Innere Stadt erzielte jedoch den größten Umsatzgewinn und verdoppelte (+109,0 %) sich von Halbjahr 2025 auf das Halbjahr 2026 von 194 Mio. Euro auf 405 Mio. Euro.

Umsätze unter 400 Mio. Euro
Mehr als 300.000 Euro Umsatz zum Halbjahr 2026 erreichten die Bezirke Döbling (330 Mio. Euro; +51,4 %) und Landstraße (315 Mio. Euro; +30,0 %). Vier weitere Bezirke schafften mehr als 200.000 Euro: Liesing mit 240 Mio. Euro und einem Anstieg von 20,8 %. Hietzing folgt mit 223 Mio. Euro (+30,4 %). Meidling und Penzing liegen ex aequo bei 211 Mio. Euro. Doch während Meidling um +55,5 % erhöhte, waren es bei Penzing „nur“ +18,6 %.

Die Gruppe der Bezirke mit Umsätzen zwischen 200.000 Euro und 100.000 Euro eröffnet der Bezirk Währing, dessen Umsatzsumme im Halbjahr 2026 bei 189 Mio. Euro (+1,8 %) lag. Wesentlich stärker über den Vorjahresergebnissen liegen Wieden (163 Mio. Euro; +44,5 %) und Brigittenau (156 Mio. Euro; +87,1 %).

Simmering schafft einen Umsatz von 155 Mio. Euro, das bedeutet einen Rückgang von -46,3 %. Nach einem Umsatzplus im Halbjahr 2024, einem Umsatzminus im Halbjahr 2025, verzeichnete Alsergrund 2026 wieder ein Umsatzplus, nämlich +23,7 % und kommt auf einen Transaktionswert von 152 Mio. Euro. Verbessern konnten sich auch die Bezirke Neubau auf 140 Mio. Euro (+68,1 %), Rudolfsheim-Fünfhaus auf 134 Mio. Euro (+35,2 %) sowie Hernals auf 127 Mio. Euro (+19,6 %). Ottakring meldet nach Simmering das prozentual zweitstärkste Minus (-43,4 %), bleibt aber mit 120 Mio. Euro im dreistelligen Euro-Millionen-Bereich. Auch Margareten schafft 120 Mio. Euro Umsatz, doch handelt es sich hier um einen Anstieg von +28,0 % gegenüber dem Halbjahr 2025 und um eine Rückkehr zu den von 2014 bis 2023 üblichen dreistelligen Millionen-Beträgen. Nach sieben Bezirken 2024 und sechs 2025 sind es 2026 nur noch zwei Bezirke, die unter der 100-Millionen-Euro-Halbjahres-Transfersumme bleiben: Mariahilf mit 82 Mio. Euro (-1,1 %) und Josefstadt mit 49 Mio. Euro (-21,3 %). 

    

NIEDERÖSTERREICH

Verkäufe und Umsatz: Annäherung an Spitzenjahre
13.975 Immobilienkäufe wurden heuer zwischen Jänner und Juni in Niederösterreich getätigt. Gegenüber dem Halbjahr 2025 ist das ein Zuwachs von +22,7 % und auch der Zehnjahresdurchschnitt von 12.795 wurde somit um +9,2 % überschritten. Die Ergebnisse der Spitzen-Halbjahre aus 2021 und 2022 rücken damit wieder in greifbare Nähe und sind nur noch -10,7 % bzw. -8,3 % entfernt, vor allem wenn man bedenkt, dass die Entfernung im Halbjahr 2024 noch bei -37,8 % bzw. bei -36,1 % lag. Rang eins im Bundesländermengenvergleich ist damit erneut gesichert, gefolgt von Wien. Beim Blick auf die Umsatzzahlen gewinnt Niederösterreich – wie auch 2025 – erneut ein Fünftel (+20,6 %) dazu und verbessert sich von 2,39 Mrd. Euro auf 2,89 Mrd. Euro, bleibt damit wie gewohnt auf Rang zwei hinter Wien.

3-facher Erfolg für die Stadt St. Pölten
Mengenmäßig fällt die Stadt St. Pölten unter allen niederösterreichischen Bezirken eher ins letzte Drittel. Zum Halbjahr 2026 erzielte der Bezirk 515 Immobilienverkäufe. Das mag nicht viel sein (Rang 14 im Bezirks-Mengenranking), ist aber in dreierlei Hinsicht ein beachtlicher Bezirkserfolg: Im Vergleich zum Durchschnittswert der letzten zehn Jahre (326) ist das eine Steigerung von +58,1 %, im Vergleich der Halbjahre 2026 zu 2025 ist es sogar mehr als eine Verdoppelung
(+105,2 %) und es ist zudem ein neuer Mengenrekord (bisher: 423 im Halbjahr 2022).

Mehr als +30 % über ihrem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 liegen der Bezirk Bruck/Leitha mit 976 Verbücherungen (+32,5 %) und der Bezirk Tulln mit 1.167 (+31,1 %) – der erstmals seit dem Halbjahr 2022 wieder ein vierstelliges Ergebnis vorweisen kann und damit Vizemeister wird. Rund ein Fünftel über ihrem Zehnjahresschnitt liegen folgende Bezirke: Melk mit 527 Kaufakten (+20,2 %), St. Pölten-Land (932; +19,6 %), Baden (mit 1.449 Verbücherungen mengenstärkster Bezirk und erstmals seit 2023 wieder vierstellig; +19,3 %) – und Neunkirchen mit 653 Vertragsabschlüssen und somit +18,6 % über dem Zehnjahresmittel.

Etwas moderater, aber nichtsdestotrotz auch über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, liegt der Bezirk Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs. Er kommt auf 666 Grundbucheinträge im Halbjahr 2026, ein Anstieg von +14,6 %. Dahinter reihen sich die Bezirke Scheibbs mit 211 Vertragsabschlüssen (+12,7 %), Wr. Neustadt (Stadt und Land, 939; +10,4 %), Krems
(Stadt und Land, 802; +9,1 %) sowie Zwettl (312; +4,6 %).

Neunmal unter dem Zehnjahresschnitt
Neun niederösterreichische Bezirke konnten laut REMAX-Analyse ihren Halbjahresdurchschnittswert der Jahre 2016 bis 2025 zum Halbjahr 2026 nicht erreichen. Nur knapp darunter liegen: Mödling, der als dritter und letzter Bezirk die Tausender-Marke knacken konnte und auf 1.012 Verbücherungen kommt, womit ihm auf seinen Zehnjahresschnitt nur -0,1 % fehlen und der Bezirk Gänserndorf, der schon sieben Mal (2016, 2018 bis 2022, 2025) vierstellig war, 2026 aber „nur“ 998 Kaufakte meldet und somit um -0,6 % den Zehnjahresschnitt verpasst. Zudem ist Gänserndorf der einzige niederösterreichische Bezirk, der auch im Vergleich der Halbjahre 2026 zu 2025 einen Rückgang verzeichnet, nämlich -14,1 %.

Korneuburg liegt im Zehnjahresdurchschnitt bei 829 verbücherten Objekten pro Halbjahr. Bis Ende Juni 2026 waren es jedoch nur 802, also -3,2 % weniger. Weitere Bezirke, die ihren Zehnjahresschnitt zur Jahresmitte nicht erreicht haben: Horn (249 Einheiten; -3,9 %), Hollabrunn (502; -7,9 %), Waidhofen/Thaya (196; -10,8 %), Gmünd (256; -11,5 %), Mistelbach (686; -12,1 %) und Lilienfeld (125; -12,9 %).     

18 Bezirke im Umsatzplus, Mödling führt
Führend im Umsatzranking ist der Bezirk Mödling. Er kämpft sich nach den Halbjahren 2024 und 2025 mit weniger als 300 Mio. Euro Umsatz zum Halbjahr 2026 wieder zurück auf 353 Mio. Euro, ein Anstieg um +21,9 % gegenüber dem Vorjahr. Baden folgt auf Rang zwei mit 350 Mio. Euro, steigert sich sogar um ein Drittel (+32,1 %). Rang drei besetzt Tulln etwas abgeschlagen mit 257 Mio. Euro (+39,7 %). Ebenfalls noch mehr als 200 Mio. Euro schaffte der Bezirk Bruck/Leitha: 232 Mio. Euro waren es bis Ende Juni 2026, wenn auch mit einem Rückgang um -14,7 %.

Drei Bezirke sind nahezu gleich umsatzstark: Wr. Neustadt (Stadt und Land) sowie St. Pölten-Land kommen beide auf 197 Mio. Euro. Wr. Neustadt erhöhte dabei um +12,7 %, St. Pölten-Land etwas mehr, um +20,5 % und Korneuburg mit 196 Mio. Euro und +14,5 %. Gänserndorf schließt sich mit 190 Mio. Euro an und hält den Umsatz gegenüber dem Halbjahr 2025 sehr stabil (-0,6 %). Krems (Stadt und Land) kann trotz beachtlichen +47,5 % nicht ganz mithalten und kommt auf 148 Mio. Euro, für den Bezirk ist es jedoch das zweitbeste Umsatzergebnis seit dem Rekordjahr 2022 mit 158 Mio. Euro. Dreistellige Millionenbeträge erzielten außerdem noch: Neunkirchen mit 119 Mio. Euro (+37,1 %), die Stadt St. Pölten mit 117 Mio. Euro (+35,7 %) und Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs mit 109 Mio. Euro (+2,1 %).

Neun Bezirke unter 100 Mio. Euro Umsatz
Zweistellige Millionen-Beträge finden sich zunächst im Bezirk Melk, der auf 93 Mio. kommt, ein deutlicher Zuwachs von +66,5 % und eine neue Rekordsumme nach 69 Mio. Euro zum Halbjahr 2022. Mistelbach schließt sich mit 92 Mio. Euro an (+11,2 %), hatte jedoch bereits dreimal ein höheres Ergebnis. Zweifelsfrei legt Scheibbs den größten Umsatzsprung aufs Parkett, denn 63 Mio. Euro sind für den Bezirk, der in den vergangen zehn Jahren im Durchschnitt bei 25 Mio. Euro lag, eine Ausnahmeerscheinung. Im Vergleich zum Halbjahr 2025 bedeutet die Summe eine Verdreifachung, einen Anstieg um +216,6 %. Wesentlich moderater war die Veränderung im Bezirk Hollabrunn, der um +15,3 % auf 56 Mio. Euro erhöhte. Deutliche, positive Umsatzentwicklungen registrierten die REMAX-Experten auch in Zwettl mit einem Umsatz von 33 Mio. Euro (+48,7 %), in Lilienfeld (27 Mio. Euro; +50,9 %) und Horn mit 25 Mio. Euro (+20,1 %). Gmünd ist der dritte und letzte Bezirk mit negativem Vorzeichen zum Vorjahr, er reduziert um -9,5 % auf 21 Mio. Euro – der Zehnjahresdurchschnitt liegt dennoch bei 20 Mio. Euro, somit liegt der Umsatz im Vergleich dazu um +10,1 % darüber. Den Abschluss bildet Waidhofen/Thaya: 13 Mio. Euro sind zum Halbjahr 2026 um +16,3 % mehr als im Vorjahr und fast dasselbe Ergebnis wie 2024.      

 

STEIERMARK

Verkaufsmenge und Umsatz: bundesweit stärkster Anstieg
Mit einer Verkaufsmenge von 10.457 und einem Zuwachs von +29,4 % liegt die Steiermark im Halbjahr 2026 wie auch 2025 auf Rang drei hinter Niederösterreich und Wien. Prozentual ist es bundesweit der stärkste Anstieg, nominal der zweitstärkste. Für die „Grüne Mark“ ist es die zweithöchste Verkaufsmenge innerhalb der letzten zehn Jahre, der Rekord lag bei 11.350 im Halbjahr 2022. Auch beim Umsatz kann sich die Steiermark gut positionieren: 2,44 Mrd. Euro sind auch hier prozentual das stärkste und nominal das zweitstärkste Plus Österreichs. In Zahlen ausgedrückt: +49,1 % bzw. +805 Mio. Euro. Im nationalen Umsatzranking kann das Bundesland einen Rang gut machen und landet auf Rang vier hinter Oberösterreich und vor Tirol. Bisher lag die Steiermark nur zweimal über 2 Mrd. Euro, nämlich in den Halbjahren 2019 (2,24 Mrd. Euro) und 2022 (2,25 Mrd. Euro). 2026 handelt es sich also um einen neuen Rekordumsatz.

Dreimal neue Rekord-Verkaufsmengen
Bruck-Mürzzuschlag hat in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich pro Halbjahr 566 Objekte verbüchern können. Im Halbjahr 2026 lag die Verkaufsmenge bei 724, also um +27,8 % darüber, gleichzeitig ist es für den Bezirk eine neue Rekordmenge und auch im Vergleich zum Halbjahr 2025 sind es +20,9 %. Genau 150 Einheiten mehr, nämlich 874, waren es in Liezen, ein neuer Rekordwert, der um +26,8 % über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt. Auch der Bezirk Murtal kann sich diesen Erfolgen anschließen: 503 Verbücherungen lösen den bisherigen Spitzenwert aus 2023 (490) ab und übertreffen den Zehnjahresdurchschnitt um +22,7 %.

Der Bezirk Voitsberg liegt ein Fünftel (+20,2 %) über seinem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre, kommt auf 414 Kaufakte und schließt dabei an die Halbjahre 2021 bis 2023 an, mit jeweils mehr als 400 Einheiten. Leoben folgt mit +18,2 % bei 426 Vertragsabschlüssen. Drei Bezirke haben im Vergleich zum jeweiligen Zehnjahresschnitt ähnlich hohe Zuwächse: Die steirische Landeshauptstadt und Graz-Umgebung liegen sogar ex aequo bei +9,8 % und kommen auf 3.045 (Graz) bzw. 1.428 Grundbucheinträge im Halbjahr 2026. Deutschlandsberg reiht sich knapp dahinter mit +8,2 % ein und meldet 419 verbücherte Objekte. Auch Leibnitz konnte sich zum Zehnjahresvergleich verbessern, und zwar um +6,4 % und landet bei 787 Kaufakten.

Weiz liegt im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 bei 528 Einheiten im Halbjahr. 2026 konnte der Bezirk mit 520 diesen Wert nicht ganz erreichen, ein Rückgang von -1,6 %. Beim Blick auf den Vergleich zum Halbjahr 2025 sind es jedoch starke +44,0 %. Rückläufig war die Verkaufsmenge 2026 mit 612 verbücherten Objekten auch in Hartberg-Fürstenfeld. Dort aber sowohl im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (-2,1 %) als auch zum Vorjahresergebnis
(-21,8 %). Dasselbe gilt für Murau: 185 sind -6,9 % zum Zehnjahresschnitt bzw. -2,1 % zum Vorjahr. Der Bezirk Südoststeiermark reduzierte mit 520 Grundbucheinträgen zwar seine Menge im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (-11,3 %), erhöhte aber im Vergleich zum Halbjahr 2025 um +5,9 %.

Zwölf von dreizehn Bezirken mit Umsatzplus
Bis Ende Juni 2025 lag die Mehrheit der steirischen Bezirke noch hinter ihren Umsatzwerten des Vorjahres. 2026 sind bis auf eine Ausnahme alle Bezirke Gewinner mit positiven Vorzeichen. Die höchste Umsatzsumme war mit 914 Mio. Euro (+54,2 %) in der Landeshauptstadt zu finden – der zweithöchste Wert bisher. Der Grazer Rekordwert liegt mit 1,27 Mrd. Euro im Halbjahr 2019.

Viermal dreistellig
Hinter Graz reiht sich umsatzmäßig Graz-Umgebung ein, mit nicht einmal halb so viel Umsatz. Aber 415 Mio. Euro sind ein bemerkenswerter Zugewinn von +66,0 % gegenüber dem Halbjahr 2025 und ein neuer Rekord. Dreistellige Millionenbeträge waren es außerdem in Liezen (205 Mio. Euro; +48,5 %), Leibnitz (167 Mio. Euro; +52,3 %) und in Bruck-Mürzzuschlag (131 Mio. Euro; +15,3 %). Murtal und Weiz liegen mit jeweils 97 Mio. Euro gleichauf. Murtal konnte sich jedoch fast verdoppeln (+91,2 %), Weiz legte um +39,2 % zu. Hartberg-Fürstenfeld ist mit 94 Mio. Euro (+3,7 %) Umsatz nicht weit entfernt. Der Abstand zur nächsten Gruppe beträgt rund 20 Mio. Euro: Deutschlandsberg erzielte 76 Mio. Euro, was einen Anstieg um +61,7 % bedeutet. Voitsberg verdoppelte (+100,8 %) seinen Umsatz von 36 Mio. Euro auf 73 Mio. Euro und Leoben schafft es mit einem Umsatzplus von 60,0 % auf 70 Mio. Euro. An vorletzter Stelle positioniert sich der Bezirk Südoststeiermark, mit dem einzigen Umsatzrückgang: -5,0 % ergeben 63 Mio. Euro. Den Abschluss bildet Murau mit 44 Mio. Euro im Halbjahr 2026, eine Verbesserung
um +36,7 %.         

      

OBERÖSTERREICH

Umsatz knapp unter dem Spitzenjahr 2022
Das fünfte Jahr in Folge bleibt Oberösterreich stabil auf Rang vier im bundesweiten Mengenranking. 9.397 Immobilienverkäufe sind um +25,8 % mehr als im Halbjahr 2025 und auch mehr als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre (8.997,
+4,4 %). Nach einem Einbruch im Halbjahr 2024 unter die 2 Milliarden Euro-Marke, erholte sich der Umsatz 2025 wieder auf 2,07 Mrd. Euro. Mit anhaltendem Anstieg der Verkaufsmenge konnte Oberösterreich auch 2026 den Wert der verbücherten Immobilien weiter erhöhen, und zwar auf 2,49 Mrd. Euro, ein Zugewinn von +20,4 %. Nur im Spitzenjahr 2022 mit 2,57 Mrd. Euro war es mehr Umsatz. An der Reihenfolge im Umsatzranking ändert dies jedoch nichts: Oberösterreich bleibt auf Rang drei, hinter Niederösterreich und vor der Steiermark.

Drei Bezirke mit mehr als 1.000 Kaufverträgen
2024 und 2025 fand sich zum Halbjahr kein Bezirk in Oberösterreich, der eine vierstellige Verkaufsmenge erzielen konnte. 2026 sind es allerdings drei: die Stadt Linz, Vöcklabruck und Linz-Land. Mit Blick auf den Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre konnte der Bezirk Grieskirchen am meisten zulegen. Durchschnittlich schaffte er 381 Kaufakte je Halbjahr, 2026 sind es hingegen 467, ein Anstieg um +22,7 %. Auch Schärding liegt mit 384 Verbücherungen um +22,1 % gut über seinem Zehnjahresschnitt. 607 Vertragsabschlüsse sind auch um ein Fünftel (+20,0 %) mehr in Urfahr-Umgebung. Fast gleich stark steigerten sich die Bezirke Braunau und Vöcklabruck. Braunau schaffte von 2016 bis 2025 im Halbjahresdurchschnitt 722 Verkäufe, 2026 waren es 800 (+10,8 %) und der Bezirk Vöcklabruck im Schnitt 966, bis Ende Juni 2026 jedoch 1.066 (+10,4 %). Der Seenbezirk ist damit erstmals seit 2023 wieder vierstellig. Wie bereits zuvor angesprochen, registrierten die REMAX-Experten in Linz-Land erstmals seit 2022 wieder eine vierstellige Verkaufsmenge: 1.080 waren es heuer zum Ende des ersten Halbjahres, ein Anstieg um +9,6 % gegenüber dem Zehnjahresschnitt. Positive Vorzeichen meldeten auch die Bezirke Eferding (175; +8,0 %), Wels (Stadt und Land, 925; +6,9 %), Ried im Innkreis (429; +6,1 %) und der Bezirk Rohrbach, der sich mit 323 Verbücherungen und +0,7 % über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre am stabilsten gehalten hat.

Nur Perg reduziert doppelt
Bis auf Perg liegen die nachfolgenden Bezirke zwar über ihren Halbjahresmengen von 2025, aber noch unter ihrem Zehnjahresschnitt: Steyr (Stadt und Land) meldet 534 Einträge ins Grundbuch, um -1,9 % weniger als der Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025. Die Stadt Linz – der dritte Bezirk mit vierstelligen Verkäufen – kommt auf 1.005 Verkäufe, zum Zehnjahresvergleich ein Rückgang um -3,6 %. In Gmunden sind es 754 Vertragsabschlüsse (-6,9 %) und in Freistadt 290 (-11,5 %). Der Bezirk Perg, wie gesagt, reduzierte mit gesamt 283 Immobilienverkäufen sowohl zum Zehnjahresschnitt um -11,9 % als auch im Vergleich der Halbjahre 2026 zu 2025, da allerdings etwas geringer, um -2,4 %. Bleibt noch Kirchdorf, wo 275 Verkäufe, um +25,6 % mehr als 2025, stattfanden. Da der Zehnjahresschnitt des Bezirks bei 325 Verkäufen liegt, ist das dazu ein Rückgang um -15,4 %.

Immobilienumsätze: fünfmal über +50 %
Hieß es im Halbjahr 2024 nur viermal „Zuwachs!“, waren es im Halbjahr 2025 elf, doch im Halbjahr 2026 waren es schon 15. Die Stadt Linz steht wie zuletzt 2025 auch 2026 wieder an der Spitze mit 349 Mio. Euro (+0,9 %). Linz-Land vermeldet 336 Mio. Euro, steigert sich also gegenüber 2025 um +11,2 %. Der Bezirk Vöcklabruck erhöhte eher moderat um +2,3 % auf 273 Mio. Euro, nähert sich aber langsam wieder seinem Spitzenwert aus 2021 mit 278 Mio. Euro. Noch näher an seinem bisherigen Rekordwert liegt Wels (Stadt und Land) mit 273 Mio. Euro (+13,5 %), 2022 waren es 274 Mio. Euro. Enormes Umsatzwachstum gab es in den Bezirken Gmunden mit 241 Mio. Euro (+54,1 %), in Braunau mit 168 Mio. Euro (+48,0 %) – jeweils das zweitbeste Ergebnis bisher – und im Auswertungsbezirk Steyr (Stadt und Land) mit 159 Mio. Euro
(+48,4 %), der damit ein neues Rekordergebnis verzeichnen konnte. Vergleichsweise moderat war der Zuwachs in Urfahr-Umgebung um +13,1 % auf 149 Mio. Euro und dennoch ein Allzeithoch.

Ab Rang neun werden die Millionenumsätze zweistellig. Den Anfang macht der Bezirk Ried mit 99 Mio. Euro (+11,2 %). Grieskirchen legte um mehr als ein Drittel (+36,2 %) auf 95 Mio. Euro zu und Kirchdorf (75 Mio. Euro; +50,0 %) sowie Schärding (67 Mio. Euro; +50,5 %) jeweils um die Hälfte. Noch mehr steigerte sich Freistadt, nämlich um +62,8 % auf 64 Mio. Euro – das zweitbeste Ergebnis bisher. Wie bei den Verkäufen liegt Perg auch beim Umsatz als einziger oberösterreichischer Bezirk im Vorjahresvergleich im Minus: Er fällt um -8,9 % auf 58 Mio. Euro, liegt aber immer noch um +14,3 % über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Der größte prozentuelle Umsatzgewinner ist Rohrbach. Der Bezirk verdoppelte vom Halbjahr 2025 zum Halbjahr 2026 um +109,6 % bzw. von 23 Mio. Euro auf seinen Rekordumsatz von 49 Mio. Euro. Eferding erhöht noch um starke +44,1 % auf 40 Mio. Euro, was für den Bezirk sein zweitbestes Ergebnis bedeutet.

 

TIROL

Wieder 2 Milliarden Euro Umsatz
Mit 5.726 Verbücherungen im ersten Halbjahr 2026 bildet Tirol auf Rang fünf im bundesweiten Ranking nach wie vor die goldene Mitte. Das Bundesland steigerte sich damit um +29,0 % − österreichweit der zweitstärkste prozentuale Zuwachs und +6,7 Prozentpunkte mehr als der Österreichdurchschnitt. Beim Umsatz sieht die Lage ähnlich aus: +23,0 % lassen Tirol wieder die 2 Milliarden Euro-Marke knacken, genau waren es 2,04 Mrd. Euro. Bisher gelang das nur in den beiden Spitzenjahren 2021 und 2022. Auch im nationalen Umsatzranking belegt Tirol weiterhin Rang fünf.

Verkäufe: Lienz mit neuer Rekordmenge
In den Halbjahren 2024 und 2025 konnte nur jeder dritte Bezirk seine Verkaufsmenge gegenüber dem Vorjahr steigern. Zum Halbjahr 2026 gelang das allen Tiroler Bezirken – allerdings nicht im Hinblick auf den Durchschnitt der letzten zehn Jahre. In den Jahren 2016 bis 2025 kommt Lienz im Durchschnitt auf 307 verbücherte Objekte je Halbjahr. Ende Juni 2026 waren es 379. Das ist einerseits um +23,5 % mehr als im Zehnjahresschnitt, anderseits auch knapp ein neuer Spitzenwert (2021: 377). Zweistellige Prozentwerte über dem Zehnjahresschnitt verzeichnen auch die Bezirke Imst
(545 Einheiten; +19,0 %) und Schwaz (704; +12,3 %). Prozentuell einstellige Zugewinne verzeichnen Reutte (267; +5,3 %) und Kufstein (806; +3,0 %).

Die Verkäufe im mengenstärksten Bezirk Innsbruck-Land entsprachen zum Halbjahr 2026 mit 1.318 Objekten ziemlich genau dem Zehnjahresschnitt von 1.325 – ein leichter Rückgang um -0,5 %. Recht stabil hat sich auch Landeck gehalten mit 314 Einheiten und -0,8 %. Jeweils unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegen auch die Bezirke Stadt Innsbruck mit 862 Grundbucheinträgen (-11,0 %) und Kitzbühel, der statt der „üblichen“ 732 Verbücherungen der letzten Dekade im Halbjahr 2026 auf 531 kommt, was einem Minus von 27,5 % entspricht. Jedoch der Lichtblick: Im Vergleich zum Vorjahr sind es +5,4 %.

Umsatz: Innsbruck-Land überholt erstmals Kitzbühel
Seit Beginn der REMAX-Analyse 2009 war Kitzbühel führend im Umsatzranking. Im Halbjahr 2026 kann aber erstmals Innsbruck-Land Rang eins für sich beanspruchen. Während Innsbruck-Land nämlich um +21,6 % gegenüber dem Halbjahr 2025 zulegen konnte und somit 419 Mio. Euro erzielte (Rekord 2022: 424 Mio. Euro), hielt sich Kitzbühel mit 356 Mio. Euro stabil (-0,1 %). Die Landeshauptstadt, knapp dahinter, vervollständigt die Top 3: 351 Mio. Euro sind ein Anstieg um
+15,2 %. Kufstein erzielte bisher nur in den Halbjahren 2021 und 2022 mehr als 300 Mio. Euro, nähert sich aber 2026 mit 292 Mio. Euro (+38,5 %) dieser Schwelle wieder an. Schwaz hingegen übersprang zum zweiten Mal nach 2021 die 200 Mio. Euro-Marke, von 176 Mio. Euro um +15,6 % auf 204 Mio. Euro.

Der Tiroler Gewinner-Bezirk ist aber eindeutig Imst. Der Umsatz lag zwar bereits in den Halbjahren 2019 bis 2022 im dreistelligen Millionenbereich, doch 2026 sind 160 Mio. Euro mit Abstand ein neuer lokaler Spitzenwert, liegt er doch um
+26,0 % über dem bisherigen Rekordwert von 127 Mio. Euro aus dem Jahr 2021 und um +87,4 % über dem Vorjahreswert. Landeck kann sich mit 126 Mio. Euro und starken +75,4 % über das bisher zweithöchste Umsatzergebnis freuen. Auch Lienz schließt sich dem Tiroler Aufschwung und mit neuem Bezirks-Rekord an: 75 Mio. Euro sind ein Zuwachs um +44,1 %. Reutte beschließt das Umsatzranking mit 61 Mio. Euro, die immer noch +3,1 % Zugewinn und das drittbeste Ergebnis für den Bezirk bedeuten.  

 

SALZBURG

Bisher vierthöchste Menge bringt bisher zweithöchsten Umsatz
4.695 Immobilienverkäufe fanden zum Halbjahr 2026 im Bundesland Salzburg statt. Das sind um +18,9 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und um +7,8 % mehr als im Schnitt der zehn Jahre davor. Auch finanziell registrierten die REMAX-Experten ein Plus. Den Umsatz konnte Salzburg um ein Viertel (+25,3 %) auf 1,61 Mrd. Euro steigern – ein Ergebnis, das knapp unter der Rekordsumme von 1,63 Mrd. Euro aus dem Halbjahr 2022 liegt.  Sowohl im bundesweiten Mengen- als auch Umsatzranking liegt Salzburg auf Rang sechs.

Verkaufsmengen: Flachgau vor der Stadt
Seit dem Halbjahr 2018 war der Flachgau Salzburgs mengenführender Bezirk. Im ersten Halbjahr 2025 änderte sich dies und die Stadt Salzburg zog an Salzburg-Umgebung vorbei. Ein Jahr später führt wieder der Flachgau das Bezirks-Mengenranking mit 1.392 Verbücherungen an. Kein Wunder: Der Flachgau liegt um +16,3 % über seinem Zehnjahresdurchschnitt von 1.197 verbücherten Objekten, aber auch zum Halbjahresvergleich von 2026 zu 2025 mit 42,0 % im Plus. Die Landeshauptstadt liegt mit 1.292 Kaufverträgen zwar ebenfalls um +15,7 % deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025, aber „nur“ um +9,8 % über dem Halbjahr 2025. Der Tennengau meldet 343 Kaufakte, übertrifft damit seinen Zehnjahresschnitt um +10,0 %.

Unterhalb des Zehnjahresschnitts liegen der Pongau mit 665 statt der durchschnittlichen 682 Objekte (-2,5 %), der Pinzgau mit 860 statt 888 (-3,1 %) und der Lungau mit 143 statt 163 (-12,1 %). Tamsweg ist auch der einzige Bezirk in Salzburg, der auch unter der Vorjahresvergleichsmenge blieb, nämlich um -10,1 %.

Umsatz: nur Gewinner
Sowohl im Halbjahr 2024 als auch im Halbjahr 2025 meldeten drei Bezirke eine Umsatzsteigerung und drei Bezirke einen Rückgang. 2026 jedoch sind alle Bezirke im Aufschwung. Den höchsten Umsatz findet man – wie zu erwarten – in der Stadt Salzburg, nämlich mit 533 Mio. Euro und Steigerungen um +19,7 % bzw. um +88 Mio. Euro gegenüber dem Halbjahr 2025. Seit 2022 waren im Flachgau die Umsätze rückläufig, doch 2026 stiegen sie um +50,4 % auf 447 Mio. Euro.

Der Pinzgau steigert sich eher moderat um +6,9 % auf 284 Mio. Euro, der Pongau etwas mehr, nämlich um +13,8 % auf 205 Mio. Euro. Der Tennengau kann sich über die höchste prozentuale Steigerung freuen, denn er kommt mit +63,2 % auf 108 Mio. Euro und damit erstmals seit dem Halbjahr 2022 wieder auf ein dreistelliges Millionen-Ergebnis. Der Lungau konnte sich bereits zum Halbjahr 2025 über das höchste prozentuale Plus (+36,9 %) freuen, zum Halbjahr 2026 sind es zwar „nur“ +9,0 %, doch dafür ist die Umsatzsumme von 34 Mio. Euro für den Bezirk ein neuer Rekordwert – wenn auch knapp, nach dem bisherigen Spitzenjahr 2022 mit 33 Mio. Euro. Historisch betrachtet erzielten somit die Stadt, der Flachgau, St. Johann und Hallein zum Halbjahr 2026 jeweils ihren bisher zweithöchsten Immobilienumsatz.

 

KÄRNTEN

Mehr Verkäufe knacken die Umsatz-Milliarde
In den Halbjahren 2023 und 2024 gingen die Verkaufszahlen erheblich zurück, im Halbjahr 2025 stellte sich mit +7,9 % eine Verbesserung ein. 2026 hält der positive Trend an: 4.390 Einträge ins Grundbuch sind ein weiterer Anstieg um +17,8 %, wenn auch um -4,5 Prozentpunkte geringer als der Bundesdurchschnitt. Damit bleibt Kärnten im bundesweiten Mengenranking − wie beim prozentuellen Zuwachs − auf Rang sieben und um -1,2 % unter seinem Zehnjahresschnitt. Beim Umsatz sieht es etwas besser aus: +23,4 % sorgen für eine Umsatzsteigerung um +191 Mio. Euro von 817 Mio. Euro im Halbjahr 2025 auf 1,01 Mrd. Euro im Halbjahr 2026. Dies bringt weiterhin Rang acht im Umsatzranking zwischen Vorarlberg und Burgenland. Kärnten schaffte die Umsatz-Milliarde erst zweimal: in den Spitzen-Halbjahren 2021 und 2022.

Villach mit vierstelliger Verkaufsmenge
2024 und 2025 gab es zum Halbjahr keinen Kärntner Bezirk mit 1.000 oder mehr Verkäufen, doch 2026 schafft es Villach. Beim Vergleich mit der Zehnjahresdurchschnittsmenge zum Halbjahr zeigt sich, dass St. Veit 2026 den größten Zuwachs hat, denn 357 (2026) sind um +17,8 % mehr als die durchschnittlichen 303 Verbücherungen. Einstellige prozentuale Zuwächse gegenüber dem Zehnjahresmittel gab es in den Bezirken Völkermarkt mit 289 verbücherten Objekten
(+7,6 %), in Klagenfurt-Land mit 587 (+4,4 %) und Spittal/Drau mit 677 (+4,3 %). Villach (Stadt und Land) meldet erstmals seit 2022 wieder über 1.000 Kaufakte, nämlich 1.077, was ziemlich dem Zehnjahresschnitt entspricht (1.068; +0,9 %). Im Vergleich zu 2025 ist dies ein Anstieg um +9,6 %.

Landeshauptstadt mit zweitschwächstem Ergebnis
Die übrigen vier Bezirke konnten ihre durchschnittlichen Werte der vergangenen zehn Jahre nicht erreichen. Den Anfang macht der Bezirk Wolfsberg, der im Durchschnitt bei 283 Verbücherungen je Halbjahr liegt, doch 2026 sind es 261 geworden, ein Rückgang um -7,6 %. In Feldkirchen waren es 215 statt 239 (-9,9 %) und in Hermagor 150 statt 168 (-10,6 %). Die Landeshauptstadt ist der einzige Kärntner Bezirk, der 2026 mit einer Verkaufsmenge von 777 nicht nur im Vergleich zum Zehnjahresschnitt weniger Kaufverträge abgeschlossen hat (-13,9 %), sondern auch im Vorjahresvergleich, nämlich um -2,0 %. Für die Stadt Klagenfurt ist es zudem seit 2015 der zweitschwächste Wert (2024: 593).

Villach unangefochtener Umsatzsieger
Seit 2018 kann Villach (Stadt und Land) die Umsatzführung für sich beanspruchen. Die gesteigerte Verkaufsmenge beschert Villach (Stadt und Land) das drittbeste Umsatzergebnis bisher. Der Rekord liegt bei 300 Mio. Euro im Halbjahr 2022. Zum Halbjahr 2026 sind es 242 Mio. Euro, ein Anstieg um +6,0 % gegenüber 2025. Bisher hat Klagenfurt-Land nur 2021 und 2022 mehr als 200 Mio. Euro Umsatz erreicht. Bis Ende Juni 2026 waren es 202 Mio. Euro, im Vergleich zum Vorjahr +75,8 %. Die Stadt Klagenfurt kommt auf 189 Mio. Euro (+15,8 %), gefolgt von Spittal/Drau mit 122 Mio. Euro (+9,4 %). Ab Rang fünf reihen sich die Bezirke mit zweistelligen Millionen-Beträgen: St. Veit mit 74 Mio. Euro (+76,8 %) und Wolfsberg mit 55 Mio. Euro (+18,1 %). Beide Bezirke stellen damit eine neue Rekordsumme auf, St. Veit mit der höchsten Kärntner Umsatzdynamik.

Völkermarkt schließt sich mit 52 Mio. Euro an, was eine Steigerung gegenüber dem Halbjahr 2025 um +12,0 % bedeutet und dem Niveau von 2022 entspricht. Feldkirchen reiht sich dahinter mit 48 Mio. Euro und +13,3 %. Abgeschlagen, aber ebenfalls im Aufwind, befindet sich Hermagor mit einer Transaktionssumme von 24 Mio. Euro – das sind +9,5 % mehr als 2025 und das zweithöchste je erzielte Ergebnis für den Bezirk, aber immer noch mehr als -10 Mio. Euro von seinem Spitzenumsatz im Jahr 2022 entfernt.   

    

VORARLBERG

Umsatzmilliarde wieder geknackt
Zum Halbjahr 2024 registrierte Vorarlberg mit 2.086 Grundbucheintragungen nur mehr halb so viele wie im Spitzenjahr 2021 mit 4.124. 2025 erlebte das Ländle nach drei Jahren steiler Talfahrt wieder einen Aufschwung auf 2.693 Verbücherungen. 2026 folgt die Fortsetzung mit 3.449 Kaufakten. Das ist nicht nur der bundesweit drittstärkste prozentuale Zuwachs von +28,1 %, es sind auch +11,9 % über den Durchschnittswert (3.082) der Jahre 2016 bis 2025 und das ist Österreichspitze! Der Zuwachs bei den Verkaufszahlen spiegelt sich auch im Umsatz wider, und das nicht zu knapp: 1,22 Mrd. Euro sind um +301 Mio. Euro bzw. +32,7 % mehr – auch hier ist es das drittstärkste prozentuale Plus unter den Bundesländern.

Verkäufe: Dreimal über dem Zehnjahresschnitt, aber alle im Mengenplus
Feldkirch schaffte zum Halbjahr 2026 erstmals seit 2022 wieder eine vierstellige Verkaufsmenge. Genau genommen waren es 1.025 Vertragsabschlüsse. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 864 Einheiten, ein Anstieg also von +18,7 %. Auch Dornbirn überbietet seinen Schnitt: 767 verbücherte Objekte sind um +100 bzw. um +15,0 % mehr. Wie gewohnt schafft es auch diesmal wieder Bregenz auf Rang eins mit den meisten Verbücherungen in Vorarlberg. 1.187 Einheiten bedeuten eine Steigerung um +12,9 % zum Zehnjahresvergleich. Bludenz kommt nicht ganz an den Zehnjahres-Durchschnitt von exakt 500 Kaufakten heran und meldet 470 abgeschlossene Kaufverträge. Das sind zwar zum Zehnjahresvergleich um -5,9 % weniger, doch im Vergleich der Halbjahre 2026 zu 2025 ist es dennoch ein Zugewinn von satten +41,1 %.

Bludenz großer Gewinner beim Umsatz
Der Umsatz ist in allen vier Bezirken gestiegen, zweimal davon sogar um mehr als die Hälfte. 376 Mio. Euro für Bregenz, das entspricht sowohl prozentual als auch nominal dem schwächsten Zuwachs von +10,2 % bzw. +35 Mio. Euro. 328 Mio. Euro sind es für Feldkirch (+21,9 %) und 313 Mio. Euro für Dornbirn (+54,7 %). Zwar etwas abgeschlagen im Bezirksquartett, aber mit dem höchsten prozentualen Umsatzanstieg liegt Bludenz, mit 203 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg um +89,8 % und für den Bezirk das zweite Mal seit dem Halbjahr 2022 ein Ergebnis mit mehr als 200 Mio. Euro Umsatz.   

 

BURGENLAND

Mehr Transaktionen, höchster Umsatz
Bis Ende Juni 2026 fanden im Burgenland 3.388 Immobilientransaktionen statt. Im Vergleich zum selben Zeitraum ein Jahr zuvor ist das ein Anstieg um +17,6 %. Zum Halbjahresdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre mit 3.257 Verbücherungen, liegt die Verkaufsmenge 2026 um +4,0 % darüber. Dennoch: Im Vorjahresvergleich ist der prozentuale Zuwachs bundesweit der zweitschwächste, weshalb das Burgenland im nationalen Mengenranking knapp von Rang acht auf Rang neun fällt. Auch beim erwirtschafteten Umsatz liegt das Bundesland auf Rang neun, aber: 468 Mio. Euro sind nicht nur ein neuer Rekordumsatz für das Burgenland, national ist es auch das zweitstärkste prozentuale Plus im Vorjahresvergleich (+38,1 %) sowie das stärkste prozentuale Plus zum Zehnjahresschnitt (+39,3 %).

Keine Mengenrückgänge
Von Jänner bis Juni 2023 zeigten alle Bezirke negative Vorzeichen. Seitdem hat sich von Halbjahr zu Halbjahr die Stimmung weiter ins Positive gedreht, sodass zum Halbjahr 2026 alle burgenländischen Bezirke ihre Verkaufsmenge steigern konnten. Der mengenstärkste Bezirk, Oberwart, liegt mit 714 verbücherten Objekten auch im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (600 Einheiten) deutlich über dem Bundeslanddurchschnitt, nämlich bei +19,1 %. Neusiedl/See lag in den Jahren 2016 bis 2025 im Durchschnitt bei 584 Grundbucheintragungen, schaffte zum Halbjahr 2026 aber 643, also um +10,1 % mehr. Gleiches gilt für den Bezirk Mattersburg, der mit 397 Verbücherungen um +10,0 % darüber liegt. Jennersdorf überbietet seinen Zehnjahresschnitt zum Halbjahr 2026 mit 234 Kaufakten um +4,8 %.

Die übrigen drei Bezirke liegen zwar allesamt unter ihrem Zehnjahresschnitt, nämlich Oberpullendorf mit 407 verbücherten Objekten um -2,7 %, Güssing mit 431 um -6,4 % und Eisenstadt (Stadt und Umgebung samt Rust) mit 562 um -7,9 %, doch im Halbjahresvergleich 2026 zu 2025 gingen auch hier die Verkaufsmengen nach oben: In Oberpullendorf um +8,5 %, in Güssing um +4,4 % und in der Landeshauptstadt um +25,2 %. Somit gibt es heuer bis Ende Juni keinen burgenländischen Bezirk mit einem Mengenrückgang.

Umsatz: fünf Bezirke mit Rekord! 
Zum Halbjahr 2025 meldeten vier Bezirke ein Umsatzminus, drei ein Umsatzplus, davon nur Jennersdorf einen Rekord. Ein Jahr später: Alle Bezirke sind Umsatzgewinner, fünf mit Rekordergebnissen. An der Spitze steht Neusiedl am See mit 149 Mio. Euro Transaktionswert. Die bisherige Höchstleistung lag im Halbjahr 2023 bei 144 Mio. Euro, dieser Wert wurde also um +3,6 % übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr 2025 sind es +50,6 %. Der Umsatz von Eisenstadt (Stadt und Umgebung samt Rust) lag von 2021 bis 2024 im dreistelligen Millionenbereich, sank 2025 auf 92 Mio. Euro und erholte sich 2026 wieder auf 105 Mio. Euro, im Vergleich zu 2025 ein Anstieg um +14,1 %.

Oberwart komplettiert die Top 3 im Umsatzranking mit 76 Mio. Euro zum Halbjahr 2026. Das ist nicht nur im Vorjahresvergleich ein beeindruckender Aufstieg um +88,4 %, sondern auch zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre, denn es kommt einer Verdoppelung nahe: +95,4 %. Über ein Plus kann sich aber auch der Bezirk Mattersburg freuen. Er legte gegenüber dem Halbjahr 2025 um +17,7 % auf 49 Mio. Euro zu und Güssing steigert sich nach Oberwart am zweitstärksten, nämlich um +57,0 % auf 34 Mio. Euro. Einen wellenförmigen Markt findet man in Oberpullendorf:  30 Mio. Euro 2022, 26 Mio. Euro im Jahr 2023, 29 Mio. Euro dann 2024 und 25 Mio. Euro im Jahr 2025. 2026 sind es 33 Mio. Euro, um +33,1 % mehr als im Vorjahr. 21 Mio. Euro (+12,6 %) sind es im Bezirk Jennersdorf, der zum zweiten Mal in Folge eine Rekordsumme vermelden kann. Weitere bisher unerreichte Umsatzhöhen berichteten die Bezirke Neusiedl, Oberwart, Güssing, Oberpullendorf und eben Jennersdorf.

DATENSICHERHEIT zählt für den Marktführer
Der REMAX-ImmoSpiegel und weitere Analysen von REMAX Austria, Österreichs klarer Nummer 1 in der Immobilienvermittlung, basieren auf der Gesamtauswertung aller Immobilien-Kaufverträge, die im amtlichen Grundbuch verbüchert und von IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht wurden. „Wir verlassen uns bei unseren Marktanalysen und Marktwerteinschätzungen ausschließlich auf Gesamtauswertungen und nicht auf Stichproben und verwenden nur die Preise tatsächlicher Verkäufe und nicht Möchtegern-Angebotspreise im Web, von denen niemand weiß, zu welchem Preis die Objekte gekauft, ja, ob sie überhaupt gekauft wurden“, versichert Mag. Anton Nenning, REMAX Austria Head of Research.

Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Gründer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.

Alle Informationen und Grafiken finden Sie unter: www.remax.at/de/presse/presseaussendungen

REMAX
Über REMAX
Derzeit sind in Österreich rund 620 Maklerinnen und Makler, verteilt auf über 120 Büros in allen neun Bundesländern, für REMAX tätig. Das Unternehmen ist Marktführer und zugleich die bekannteste Immobilienmakler-Marke Österreichs, sowohl bei spontaner als auch gestützter Bekanntheit. Weltweit gehört REMAX zu den bekanntesten Marken der Branche: Über 144.000 Maklerinnen und Makler arbeiten in mehr als 9.000 Büros in über 110 Ländern.

Weitere Informationen zu REMAX Austria: www.remax.at
Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (13)

REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_BundesländerKarte_STÜCK,Entwicklung_2026HJ1,2025HJ
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX ImmoSpiegel Gesamtmarkt HJ1 2026_Wien_Pixabay-EM80
1 280 x 853 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Anzahl verkaufte Immobilien_2016HJ-2026HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Bezirke__WERT_2026HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Bezirke_Anzahl verkaufte Immobilien_2026HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Bezirke_ENTWICKL.STÜCK_2025HJ1, 2026HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Bezirke_ENTWICKL.STÜCK_Vgl. Schnitt 2015-2025HJ1 zu 2026 HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_BundesländerKarte_STÜCK, Vgl. Schnitt 2015-2025HJ1 zu 2026HJ1
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_Wert verkaufte Immobilen_Entw. 2016HJ1-2026HJ
3 508 x 2 480 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_WIEN-ENTWICKL.STÜCK_2026HJ1,2025HJ1
2 480 x 3 508 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_WIEN-ENTWICKL.STÜCK_Vgl Schnitt 2015-2025HJ1 zu 2026 HJ1
2 480 x 3 508 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
REMAX-ImmoSpiegel_Gesamtmarkt_WIEN-ENTWICKL.WERT_2026HJ1,2025HJ1
2 480 x 3 508 © REMAX (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von REMAX Austria
5 000 x 6 667 © C. Postl, REMAX Austria (Abdruck bei Nennung honorarfrei)



Kontakt

25  Verena Schwarzinger
Verena Schwarzinger
PR Manager

REICHLUNDPARTNER
Public Relations
 
Mobil +43 (0) 664 882 49 748
verena.schwarzinger@reichlundpartner.com 

www.reichlundpartner.com