Meldung vom 27.05.2026
1. DIE BASIS: DIE SITUATION IM ÖSTERREICHISCHEN HANDEL
Die heimische Wirtschaft hat nach mehreren äußerst schwierigen Jahren zwar erstmals wieder ein leichtes Wachstum erzielt, von einer echten wirtschaftlichen Trendwende kann jedoch weiterhin keine Rede sein.
1.1 BIP-Entwicklung
Nachdem das österreichische BIP im Jahr 2023 um -0,8 % zurückging und die heimische Wirtschaftsleistung 2024 nochmals um -0,8 % gefallen ist (Statistik Austria), entwickelte sich auch das Jahr 2025 schwächer als ursprünglich erwartet. Laut Statistik Austria ist das reale Bruttoinlandsprodukt 2025 lediglich um +0,6 % gewachsen (Statistik Austria, März 2026).
1.2 BIP-Prognose
Während man noch Ende 2024 davon ausgegangen ist, dass sich die Wirtschaftslage 2025 spürbar erholen würde, haben sich diese Prognosen erneut als zu optimistisch erwiesen. Das WIFO war ursprünglich von einem Wachstum von +1,8 %, das IHS von +1,5 % ausgegangen. In weiterer Folge mussten die Prognosen jedoch mehrfach nach unten revidiert werden. Zwar gehen WIFO und IHS aktuell davon aus, dass die österreichische Wirtschaft 2026 moderat wachsen wird, gleichzeitig bleiben die Risiken hoch.
1.3 Geopolitik
Vor allem geopolitische Unsicherheiten, steigende Energiepreise, die schwache Industriekonjunktur in Europa sowie die Auswirkungen des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran sorgen wieder für zunehmende Unsicherheit (WIFO/IHS Prognose April 2026; Handelsverband, März 2026).
1.4 Problemursachen
Besonders stark betroffen bleiben zentrale Bereiche der österreichischen Wirtschaft. Industrie und Bauwirtschaft kämpfen nach wie vor mit schwacher Nachfrage, hohen Finanzierungskosten und rückläufiger Investitionstätigkeit.
1.5 Konsumausgaben
Wie schon in den Vorjahren wirkt sich die schwache Konjunktur auch auf die privaten Konsumausgaben aus. Die erhoffte Trendwende war zwar in Ansätzen sichtbar, insgesamt bleibt die Konsumdynamik jedoch verhalten. Laut WIFO ist die Konsumnachfrage der privaten Haushalte 2025 real lediglich moderat gewachsen.
1.6 Einzelhandelskonjunktur
Gleichzeitig entwickelte sich auch die Einzelhandelskonjunktur weiterhin schwach. Laut Statistik Austria stiegen die Umsätze des österreichischen Einzelhandels (ohne Kfz) im Jahr 2025 nominell um +2,9 %, real lag das Wachstum allerdings lediglich bei +0,7 % (WIFO Konjunkturreport Einzelhandel 2026; Statistik Austria, März 2026). „Es ist nach wie vor ein vorsichtiges Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Gleichzeitig sehen wir aber, wie fragil diese Entwicklung bleibt. Hohe Kosten, geopolitische Risiken und die anhaltende Kaufzurückhaltung sorgen dafür, dass von einer echten Entwarnung für den österreichischen Handel noch keine Rede sein kann“, sagt Mag. Stefan Krejci, MRICS, von REMAX Commercial Austria.
1.7 Unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Handelsbranchen
Die Entwicklung innerhalb des österreichischen Handels verlief auch 2025 äußerst unterschiedlich. Während einzelne Branchen leichte Stabilisierungstendenzen gezeigt haben, standen vor allem klassische Non-Food-Bereiche weiterhin unter erheblichem Druck.
1.8 Marktentwicklung Möbelhandel
Besonders schwierig blieb die Situation im Möbelhandel. Nachdem die Branche bereits 2024 deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen musste (-5,4 %), gingen die Umsätze im Bereich „Einrichtung und Hausrat“ auch 2025 weiter zurück. Laut WKO lag das Minus zuletzt bei -2,1 %. Belastend wirkten dabei insbesondere die schwache Baukonjunktur, hohe Finanzierungskosten sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung bei größeren Anschaffungen (WKO „Konjunktur im Handel 2025“).
1.9 Marktentwicklung Elektro, Spielwaren, Bücher, Schmuck
Auch andere klassische Handelssegmente entwickelten sich weiterhin schwach. Während der Elektrohandel bereits 2024 um -0,6 % rückläufig war, blieb die Situation auch 2025 angespannt. Laut WKO verzeichnete der Spielwarenhandel zuletzt ein Minus von 1,5 %, der Bücher- und Zeitschriftenhandel einen Rückgang von -1,6 %. Besonders schwierig blieb die Lage im Schmuckhandel, dessen Umsätze um -3,2 % nachgegeben haben (WKO „Konjunktur im Handel 2025“).
1.10 Marktentwicklung Lebensmittelhandel
Leichte Stabilisierungstendenzen zeigten sich hingegen in einzelnen konsumstärkeren Bereichen. Der Lebensmittelhandel entwickelte sich – auch inflationsbedingt – weiterhin vergleichsweise robust, nachdem die Branche bereits 2024 um +4,6 % gewachsen ist.
1.11 Marktentwicklung Sportartikel
Auch Teile des Sport- und Freizeitsegments entwickelten sich zuletzt weiterhin schwach. Nachdem der österreichische Sportfachhandel laut VSSÖ bereits 2024 einen Umsatzrückgang von -4,9 % verzeichnet hatte, setzte sich die rückläufige Entwicklung 2025 fort. Laut VSSÖ lag das Umsatzminus zuletzt bei weiteren -2,7 %. Gleichzeitig blieb der Konsum vieler Haushalte stark preis- und aktionsorientiert. Davon profitieren insbesondere Diskonter sowie preisaggressive Handelskonzepte.
1.12 Marktentwicklung Textil, Schuhe
Auch im Textil- und Schuhhandel zeigte sich 2025 eine differenzierte Entwicklung. Während die Branche 2024 noch moderat um +0,8 % wachsen konnte, entwickelte sich insbesondere der Schuheinzelhandel 2025 deutlich positiver. Laut WKO verzeichnete der Schuheinzelhandel real ein Wachstum von +7,4 %, wenngleich dies teilweise auf das niedrige Niveau der Vorjahre zurückzuführen ist. Gleichzeitig bleibt der Druck durch den Online-Handel hoch. Laut aktueller E-Commerce-Studie Österreich zählen die Bereiche „Mode“, „Schuhe“ und „Sport“ weiterhin zu den Warengruppen mit den höchsten Distanzhandelsanteilen.
1.13 Marktentwicklung Spielwaren
Im Spielwarensegment werden mittlerweile bereits über 40 % der Umsätze online erzielt, auch in der Mode- und Schuhbranche liegt der Online-Anteil weiterhin auf sehr hohem Niveau (E-Commerce Studie Österreich 2025). Zwar konnten einzelne Anbieter und Handelskonzepte Marktanteile gewinnen, insgesamt bleibt die Branche jedoch von hoher Wettbewerbsintensität, steigenden Kosten sowie einer zunehmenden Verlagerung von Umsätzen in den Online-Handel geprägt.„Der Handel in Österreich sieht sich immer noch mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. Hohe Personal-, Energie- und Raumkosten, Kaufzurückhaltung und daraus resultierende rückläufige Kundenfrequenzen stellen viele stationäre Händler nach wie vor auf eine harte Probe. Gleichzeitig sehen wir eine immer stärkere Polarisierung innerhalb des Marktes – zwischen Diskont, Premium und der zunehmend unter Druck geratenen klassischen Mitte“, stellt Krejci fest.
1.14 Online-Handel auf Wachstumskurs
Der Online-Handel hat sich in den vergangenen Jahren endgültig als einer der großen Gewinner des strukturellen Wandels im Handel etabliert. Nachdem der Distanzhandel während der Pandemie massiv an Bedeutung gewonnen hatte, kam es in den Jahren 2022 und 2023 kurzfristig zu einer gewissen Stabilisierung. Der Anteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandelsumsatz ging damals erstmals seit über einem Jahrzehnt leicht zurück – von rund 11,9 % auf 11,6 %. Diese Entwicklung hat sich mittlerweile allerdings klar umgekehrt. Laut eCommerce Studie Österreich 2025 des Handelsverbandes lag der Anteil des Distanzhandels zuletzt wieder bei über 14 % der gesamten einzelhandelsrelevanten Konsumausgaben. Nach bisherigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass sich dieser Wert im Jahr 2025 weiter auf rund 15 % bis 16 % erhöht hat. Damit bewegt sich der Online-Handel wieder klar in Richtung der Höchststände aus den Pandemie-Jahren (Handelsverband / KMU Forschung Austria 2025).
1.15 Online-Handel nach Hardware-Segmenten
Besonders dynamisch entwickelt sich weiterhin der Bereich „Mobile Commerce“. Bereits mehr als 4 Mrd. Euro wurden zuletzt über Smartphones und Tablets umgesetzt – ein Anstieg von rund +28 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich immer stärker, dass nicht mehr primär neue Kundengruppen online einkaufen, sondern bestehende Nutzer deutlich höhere Summen im Distanzhandel ausgeben. Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben im Online-Handel liegen mittlerweile bereits deutlich über 1.200 Euro.
1.16 Online-Handel nach Produktsegmenten
Die höchsten Online-Anteile verzeichnen weiterhin die Branchen „Spielwaren“, „Sport“, „Mode/Schuhe“ und „Elektro“. Im Spielwarenhandel werden mittlerweile bereits deutlich mehr als 40 % der Umsätze online erzielt. Noch vor zehn Jahren lag dieser Wert bei rund 30 %. Gerade in klassischen Non-Food-Bereichen bleibt der Druck auf den stationären Handel dadurch enorm hoch (Handelsverband / KMU Forschung Austria 2025).
1.17 Logistikfolgen des Online-Handels
Mit dem Wachstum des Distanzhandels steigt auch die Anzahl der Paketzustellungen weiter deutlich an. Laut aktuellen Branchenangaben werden in Österreich mittlerweile bereits mehr als 400 Millionen Pakete pro Jahr transportiert – Tendenz weiter steigend (Verkehr / CO, Februar 2026).
1.18 BIP-Folgen des Online-Handels
Besonders kritisch sehen viele heimische Händler dabei die zunehmende Dominanz internationaler Plattformanbieter. Ein erheblicher Teil der Online-Umsätze fließt mittlerweile an ausländische Anbieter ab und trägt damit nur eingeschränkt zur heimischen Wertschöpfung sowie zum österreichischen Steueraufkommen bei.
1.19 Wettbewerbsdruck aus Fernost
Vor allem Plattformen aus Fernost wie Temu oder Shein haben den Wettbewerbsdruck auf europäische Handelsunternehmen zuletzt nochmals deutlich erhöht. „Der Distanzhandel hat sich in den vergangenen Jahren von einem zusätzlichen Vertriebskanal zu einer dominierenden Marktgröße entwickelt. Gerade internationale Plattformanbieter verändern den Wettbewerb massiv. Für viele stationäre Händler wird es dadurch immer schwieriger, bei Preis, Geschwindigkeit und Marketingaufwand mitzuhalten“, erläutert Mag. Stefan Krejci, MRICS von REMAX Commercial.
1.20 Generell hohe Insolvenzzahlen
Die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat tiefe Spuren bei den Unternehmensinsolvenzen hinterlassen. Während die Firmenpleiten im Zuge der Pandemie zunächst auf ein historisches Tief gefallen sind und im Jahr 2022 erstmals wieder ein „Vorkrisenniveau“ von rund 4.800 Insolvenzen erreicht hatte, stiegen diese in den Folgejahren deutlich an. Nach rund 5.400 Insolvenzen im Jahr 2023 erhöhte sich die Zahl 2024 bereits auf rund 6.500 Fälle. Auch 2025 blieb die Situation angespannt. Laut KSV1870 wurden im abgelaufenen Jahr österreichweit rund 6.700 Fälle registriert. Damit wurde ein neuer Höchststand der vergangenen Jahre erreicht, wenngleich sich zuletzt erste Anzeichen einer leichten Stabilisierung zeigen (KSV1870, Unternehmensinsolvenzen 2025).
1.21 Insolvenzzahlen Handel
Diese Entwicklung trifft auch den Handel besonders stark. Bereits in den vergangenen Jahren war ein deutlicher Anstieg der Zahlungsunfähigkeit im Einzelhandel sichtbar. Während 2022 noch rund 820 Einzelhandelsunternehmen betroffen waren, stieg diese Zahl 2023 auf über 940 und erreichte 2024 mit 1.146 Handelsinsolvenzen einen vorläufigen Höhepunkt und auch 2025 blieb das Niveau im Handel hoch. Die aktuellen Zahlen deuten allerdings darauf hin, dass sich der starke Anstieg der Vorjahre zuletzt etwas verlangsamt hat.
1.22 Insolvenzahlen Handel Prognose
Darauf deuten auch die aktuellen Zahlen des KSV1870 für das erste Quartal 2026 hin. Zwar liegen die Insolvenzen weiterhin klar über dem langjährigen Durchschnitt, gleichzeitig hat sich das Wachstum der Unternehmenspleiten zuletzt etwas verlangsamt. Von einer nachhaltigen Entspannung kann allerdings noch keine Rede sein (KSV1870 Insolvenzstatistik Q1 2026).
1.23 Abgewiesene Konkursanträge
Besonders problematisch bleibt dabei die hohe Zahl an Verfahren, die mangels kostendeckenden Vermögens gar nicht mehr eröffnet werden. Laut KSV1870 betrifft dies mittlerweile einen erheblichen Anteil aller Zahlungsunfähigkeiten und verdeutlicht zusätzlich die wirtschaftlich angespannte Situation vieler Betriebe.
1.24 Prominente Handelspleiten
Besonders sichtbar wurde die schwierige Situation im Handel erneut durch prominente Pleiten und Standortschließungen. Nach den Problemen rund um Kika/Leiner im Jahr 2024 sorgten auch 2025 mehrere bekannte Handelsunternehmen für Schlagzeilen. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt dabei die Insolvenz der Palmers Textil AG. Trotz angenommener Sanierungspläne kam es bereits zu zahlreichen Standortschließungen. Weitere prominente Insolvenzen waren die österreichische Tochter des Modeschmuckhändlers Claire´s mit 14 Filialen, „Goldwelt Juweliere & Uhrmacher“, oder der mit hohen Erwartungen in den Markt gestartete Mode-Discounter „Higgins“, der nach wenigen Monaten auch schon wieder verschwunden ist. „Die hohe Anzahl an Zahlungsunfähigkeiten war nach dem Auslaufen der Corona-Hilfsmaßnahmen grundsätzlich zu erwarten. Was viele Unternehmen allerdings massiv belastet, ist die Kombination aus schwacher Nachfrage, hohen Kosten und steigender Wettbewerbsintensität. Positiv ist, dass sich die Dynamik der Zahlungsunfähigkeiten zuletzt zumindest etwas abgeschwächt hat. Von einer echten Entwarnung kann derzeit aber noch keine Rede sein“, schätzt Krejci die Lage ein.
1.25 Selektive Expansion im stationären Handel
Während sich viele klassische Handelsbranchen weiterhin mit Konsolidierung, Filialschließungen und einer zunehmenden Verlagerung von Umsätzen in den Online-Handel konfrontiert sehen, zeigt sich der stationäre Markt in Österreich 2025 differenzierter denn je. Expansion findet nach wie vor statt – allerdings deutlich selektiver und sie konzentriert sich zunehmend auf klar definierte Gewinnersegmente.
1.26 Expansion nach Branchen
Besonders dynamisch präsentieren sich preisorientierte Konzepte, Nahversorgung, Entertainment-Nutzungen sowie international expandierende Handelsketten mit hoher Flächenproduktivität.
1.27 Expansion nach Marken
Vor allem Diskonter und value-orientierte Konzepte bleiben auf Expansionskurs. Unternehmen wie Woolworth, Action, Tedi, NKD, JYSK oder Takko bauen ihre Präsenz in Österreich konsequent weiter aus und profitieren dabei von einem anhaltend hohen Preisbewusstsein der Konsumenten sowie von attraktiven Nachnutzungsmöglichkeiten ehemaliger Handelsflächen. Woolworth, welcher erst 2023 nach Österreich zurückkehrte, expandiert weiterhin aggressiv und eröffnet laufend neue Standorte – vielfach in regionalen Fachmarktzentren oder auf ehemaligen Flächen klassischer Handelsketten.
1.28 Konsolidierung
Gleichzeitig zeigt sich aber auch innerhalb des Diskontsegments eine zunehmende Differenzierung. Während viele Anbieter weiterhin expandieren, werden bestehende Filialnetze gleichzeitig stärker auf Profitabilität und Standortqualität überprüft. So hat beispielsweise KiK angekündigt, europaweit rund 300 Filialen zu schließen und das Standortportfolio zu optimieren. Auch im preisorientierten Handel zeigt sich damit zunehmend, dass langfristiger Erfolg nicht allein von niedrigen Preisen abhängt, sondern ebenso von Frequenz, Lagequalität, Erreichbarkeit und einem funktionierenden Umfeld.
1.29 Umnutzung als Expansionsfläche
Auffällig ist darüber hinaus, dass sich Expansionen zunehmend auf Fachmarktzentren und retail-orientierte Nahversorgungsstandorte konzentrieren: Projekte wie neue Retail-Nutzungen in ehemaligen Kika-Immobilien in Stockerau oder auch Wiener Neustadt und Erweiterungen bestehender Fachmarktzentren oder neue Nahversorgungskonzepte zeigen, dass großflächige Handelsimmobilien weiterhin gefragt sind – allerdings mit deutlich verändertem Nutzungsmix.
1.30 Erlebnisfaktor als Treiber für stationären Handel
Parallel dazu gewinnt der Faktor „Erlebnis“ im stationären Handel massiv an Bedeutung. Immer mehr Centerbetreiber setzen auf Entertainment-, Freizeit- und Gastronomiekonzepte, um Aufenthaltsqualität, Frequenz und Verweildauer zu erhöhen.
1.31 Beispiele für erfolgreiche hybride Nutzungsarten
Besonders sichtbar wird dies bei großflächigen Freizeitnutzungen wie dem 5.500 m² großen Funpark „Woop!“ im Grazer Center West. Im Trend sind Indoor-Spielplätze in Einkaufszentren oder Freizeitkonzepte wie Minigolf-, Kletter- und Gaming-Angebote. So entstehen beispielsweise mit „Smiley’s Playgarden“ in der Rosenarcade Tulln neue Indoor-Freizeitangebote für Familien, während zahlreiche Center ihre Gastronomie- und Entertainmentflächen gezielt ausbauen. Auch Konzepte wie Food-Gardens, Virtual-Reality-Angebote, Escape-Rooms oder interaktive Freizeitflächen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Parallel dazu werden ehemalige Handelsflächen immer häufiger für ergänzende Nutzungen wie Fitnessstudios, medizinische Einrichtungen, Dienstleistungen oder Co-Working-Angebote adaptiert.
1.32 Lösungsansätze
Handelsflächen werden damit zunehmend multifunktional gedacht und entwickeln sich stärker zu hybriden Erlebnis-, Freizeit- und Begegnungsräumen. Insgesamt zeigt sich damit eine klare Marktverschiebung: Wachstum findet weiterhin statt, jedoch nicht mehr flächendeckend über alle Handelssegmente hinweg. Gewinner sind vor allem preisorientierte Konzepte, frequenzstarke Nahversorgung, Entertainment-Nutzungen sowie hybride Mixed-Use-Ansätze.
1.33 Expansion internationaler Marken
Auch internationale Modeketten bleiben selektiv expansiv. Marken wie Only, New Yorker, TK Maxx oder Peek & Cloppenburg erweitern bestehende Flächen oder eröffnen zusätzliche Standorte in hochfrequentierten Centern und Fachmarktlagen. Only eröffnete zuletzt unter anderem neue Standorte in Wolfsberg sowie zusätzliche Flächen in modernisierten Einkaufszentren wie dem City Center Amstetten. New Yorker wiederum erweiterte seine Verkaufsflächen in der Rosenarcade Tulln, während Peek & Cloppenburg eine neue rund 2.500 m² große Filiale im Auhof Center in Wien eröffnet hat. Auch Outlet- und Premiumstandorte wie Parndorf oder das Westfield Donau Zentrum profitieren weiterhin von einer hohen Nachfrage internationaler Marken.
1.34 Verlust der Mitte
Parallel dazu zeigt sich jedoch eine zunehmende Polarisierung innerhalb des Modehandels. Während preisorientierte und klar positionierte Konzepte Marktanteile gewinnen, bleibt der klassische Midmarket-Bereich vielerorts unter Druck. Insbesondere mittelpreisige Mode- und Schuhanbieter kämpfen weiterhin mit rückläufiger Frequenz, hoher Wettbewerbsintensität und steigenden Kosten. Der Schuhhandel etwa konnte die zahlreichen Flächenaufgaben der vergangenen Jahre – unter anderem durch den Rückzug von CCC oder MyShoes – bislang nur teilweise kompensieren. Neueintritte bleiben in diesem Segment selten.
1.35 Lebensmittel und Drogerie als Anker
Stabil expansiv zeigen sich darüber hinaus Lebensmittelhandel und Drogerie. Allerdings liegt der Fokus vieler Betreiber inzwischen stärker auf Modernisierung, Flächenoptimierung und Standortverbesserung als auf großflächiger Neuerschließung.
1.36 Bürokratie als Bremse
Gleichzeitig erschweren restriktivere Widmungs- und Genehmigungsverfahren die Entwicklung neuer Stand-Alone Standorte zunehmend. Handelsgruppen investieren weiterhin massiv in bestehende Netze, Refurbishments und frequenzstarke Nahversorgungsstandorte.
1.37 Stimmungsprognose bei den Konsumenten
Auf Konsumentenseite zeigt sich weiterhin ein vorsichtiges Bild. Die österreichischen Haushalte verzeichneten zuletzt zwar einen deutlichen Anstieg ihrer real verfügbaren Einkommen, gleichzeitig entwickelte sich der private Konsum jedoch nur schwach. Die gegenläufige Entwicklung von Einkommen und Konsum führte zu einer erhöhten Sparquote. Die Vertrauensindikatoren der privaten Haushalte deuten damit weiterhin auf eine zurückhaltende Konsumstimmung hin. Größere Anschaffungen werden vielfach verschoben oder selektiver getroffen. (OeNB, Juni 2025)
1.38 Stimmung im Handel: Verhaltender Optimismus
Die Stimmung im österreichischen Handel hat sich zuletzt leicht verbessert, von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch weiterhin keine Rede sein. Laut dem aktuellen WIFO-Konjunkturreport „Einzelhandel“ sowie den Auswertungen des Handelsverbandes zeigen sich zwar erste Stabilisierungstendenzen bei den Geschäftserwartungen, gleichzeitig bleibt die Branche jedoch von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt.
1.39 Stimmungsprognose für 2026 beim Handel
Der österreichische Einzelhandel startete zwar laut Handelsverband und WIFO Anfang 2026 mit verhaltenem Optimismus ins neue Jahr, allerdings wird die weitere Entwicklung stark von externen Faktoren beeinflusst. Neben der schwachen europäischen Konjunktur sorgen insbesondere geopolitische Unsicherheiten, volatile Energiepreise, die Auswirkungen internationaler Zollkonflikte sowie die budgetären Einsparungsmaßnahmen in Österreich immer noch für Zurückhaltung bei Unternehmen und Konsumenten. Besonders die Investitionsbereitschaft vieler Handelsunternehmen bleibt zurückhaltend, da sich die allgemeine Konjunkturlage weiterhin nur schwach entwickelt (WIFO Konjunkturreport Q1/Q2 2026). „Es gibt erste Anzeichen einer Stabilisierung, allerdings bewegen wir uns weiterhin in einem wirtschaftlich sehr herausfordernden Umfeld. Viele Handelsunternehmen agieren derzeit deutlich vorsichtiger als noch vor einigen Jahren. Investitionsentscheidungen werden genauer geprüft, Expansion erfolgt selektiver und die Unsicherheit in Bezug auf Konjunktur, Energiepreise und geopolitische Entwicklungen bleibt hoch“, erklärt Mag. Stefan Krejci, MRICS von REMAX Commercial.
1.40 Herausforderungen für den Handel
Die größten Herausforderungen für den stationären Handel liegen nach wie vor in der allgemeinen Kaufzurückhaltung, steigenden Kostenblöcken sowie dem hohen Wettbewerbsdruck. Besonders häufig genannt werden dabei Personal- und Energiekosten, steigende Mieten und Betriebskosten, Preissteigerungen bei Lieferanten sowie der zunehmende Bürokratieaufwand. Gleichzeitig bleibt die Kundenfrequenz in vielen Handelslagen hinter den Erwartungen zurück.
2. AUSWIRKUNGEN AUF HANDELSIMMOBILIEN
2.1 Auch in Toplagen neue Konzepte möglich
Auch 2025 ergaben sich in absoluten Toplagen Einstiegsmöglichkeiten für neue Konzepte. Betriebsaufgaben, Flächenoptimierungen und Standortveränderungen bestehender Händler führen dazu, dass selbst in hochfrequentierten Innenstadtlagen immer wieder attraktive Flächen verfügbar werden.
2.2 Neue Mietinteressenten
Die Nachfrage kommt vor allem von klar positionierten Handelskonzepten wie preis- orientierten Retailketten, internationalen Lifestyle-Marken sowie modernen Entertainment- und Freizeitnutzungen. Neueinstiege kommen dabei vielfach aus der internationalen Markenwelt und dienen neben dem klassischen Vertrieb zunehmend auch dem Branding sowie der stärkeren Sichtbarkeit in frequenzstarken Lagen. Darüber hinaus bleibt auch das Interesse aus den Bereichen Gastronomie, Freizeit und E-Mobilität hoch. Vor allem Systemgastronomen wie KFC, L’Osteria, Le Burger oder Kaiser’s suchen weiterhin gezielt nach gut positionierten Standorten in Einkaufszentren, Innenstadtlagen und Fachmarktzentren. KFC eröffnete zuletzt unter anderem einen neuen Flagship-Standort in Wien Mitte – The Mall, während Kaiser’s neue Standorte im City Center Amstetten sowie in der Innenstadt von St. Pölten angekündigt hat.
Gleichzeitig expandieren internationale Retail- und Lifestyle-Konzepte wie Søstrene Grene, Mango oder BYD mit neuen Store- und Showroomkonzepten in stark frequentierten Handelslagen. Søstrene Grene eröffnete 2025 einen neuen Store auf der Wiener Mariahilfer Straße, während BYD mit neuen Retail- und Showroomflächen unter anderem in der Shopping City Seiersberg präsent ist. Auch das Luxus- und Premiumsegment zeigt sich trotz des herausfordernden Marktumfeldes weiterhin vergleichsweise stabil. Internationale Marken investieren selektiv in neue Standorte oder modernisieren bestehende Flächen, wobei insbesondere Toplagen und touristisch geprägte Handelsstandorte wie Wien, Salzburg oder das Designer Outlet Parndorf gefragt bleiben. Zuletzt wurden unter anderem neue bzw. modernisierte Flächen von Marken wie Mango, Wolford oder Peek & Cloppenburg in hochfrequentierten Handelslagen eröffnet beziehungsweise erweitert.
2.3 Flächenreduktion scheint unaufhaltsam
Weder neue Markteintritte noch selektive Expansionen können den langfristigen Trend der Flächenreduktion aufhalten, der bereits deutlich vor der Covid-Pandemie eingesetzt hat. Einen umfassenden Überblick über die Verkaufsflächenentwicklung in Österreich liefert der jährlich erscheinende „City Retail Health Check“ von Standort + Markt gemeinsam mit dem Handelsverband. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung im Mode- und Schuhhandel. Laut Standort + Markt gingen allein in diesem Segment die Verkaufsflächen in den vergangenen zehn Jahren um rund -18 % zurück (Standort + Markt / City Retail Health Check 2025).
2.4 Flächenreduktion in den 20 größten Städten
2025 setzte sich der langfristige Trend sinkender Verkaufsflächen fort. Bereits im Jahr 2024 waren die Verkaufsflächen in den 20 größten Städten Österreichs erneut rückläufig (-0,4 %, ohne Berücksichtigung der Vio Plaza-Eröffnung in Wien). Besonders betroffen bleiben klassische innerstädtische Handelslagen sowie kleinere Städte. In sieben von zehn Innenstadtbereichen der größten Städte Österreichs sowie in 13 von 16 untersuchten Kleinstädten reduzierten sich die Verkaufsflächen weiter. Gleichzeitig stieg die Leerstandsquote in den 24 größten Innenstadtbereichen Österreichs von 4,9 % auf 5,5 %. In Kleinstädten liegt dieser Wert mittlerweile bereits bei 15,6 % (Standort + Markt / City Retail Health Check 2025).
2.5 Angebotsstruktur in Innenstädten wandelt sich
Dadurch verändert sich auch die Angebotsstruktur vieler Innenstädte nachhaltig. Vor allem der klassische Modehandel hat in den vergangenen Jahren massiv an Fläche verloren. Gleichzeitig stoßen auch einzelne Gastronomiebereiche zunehmend an Sättigungsgrenzen. Hoffnungsträger vieler Innenstädte bleiben daher Dienstleistungsangebote, Gesundheitsnutzungen sowie ergänzende Freizeit- und Nahversorgungskonzepte.
2.6 Nachnutzung ehemaliger Großflächen
Bei der Nachverwertung ehemaliger Handelsimmobilien kommt es künftig noch stärker auf Kreativität und Nutzungsflexibilität an. Gerade gut gelegene Bestandsimmobilien bieten Potenzial für alternative Konzepte und hybride Nutzungsformen wie dies beispielsweise durch das Unternehmen Supernova und den ehemaligen Kika/Leiner Standorten unter Beweis gestellt wurde.
2.7 Schwierige Kombination aus Wirtschaftsinitiative und öffentlicher Infrastrukturentscheidung
Erfolgreiche Handels- und Innenstadtentwicklungen werden zukünftig noch stärker davon abhängen, ob Eigentümer, Nutzer und öffentliche Hand gemeinsam tragfähige Konzepte entwickeln. Gerade bei Nachnutzungen, Frequenzprojekten und Innenstadtbelebungen zeigt sich zunehmend, dass nachhaltige Lösungen nur dann entstehen, wenn wirtschaftliche Nutzbarkeit, städtebauliche Qualität und politische Rahmenbedingungen gemeinsam gedacht werden. „Gastronomie, Sport- und Wellnessangebote sowie öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen können bei der Nachnutzung ehemaliger Handelsflächen eine entscheidende Rolle spielen“, erklärt Raimund Baumgarten, MBA, REMAX Commercial, Experte für Hotel und Gastronomie. „Stand-Alone-Handelsimmobilien – insbesondere ehemalige Lebensmittel- oder Fachmarktstandorte – entwickeln sich zunehmend zu interessanten Objekten für Handwerks-, Service- und Gewerbebetriebe mit kombiniertem Lager-, Verkaufs- und Bürobedarf“, ergänzt der REMAX-Experte.
2.8 Auswirkungen auf Mietvertragsstrukturen
Die Veränderungen am Markt wirken sich zunehmend auch auf Mietvertragsstrukturen aus. Laufzeiten werden tendenziell flexibler gestaltet, Vertragsmodelle individueller verhandelt und auch bei Mietkonditionen oder Ausbauvereinbarungen steigt die Bereitschaft der Vermieter zu maßgeschneiderten Lösungen. „Wir sehen, dass sowohl Vermieter als auch Mieter heute deutlich flexibler agieren müssen als noch vor einigen Jahren. Gute Standorte bleiben gefragt, gleichzeitig steigen aber die Anforderungen an Nutzungskonzepte, Frequenz und langfristige Standortqualität“, erklärt Mag. Stefan Krejci, MRICS von REMAX Commercial.
3. SPITZENMIETEN FÜR HANDELSFLÄCHEN
2025 leichte Rückgänge in mehreren Landeshauptstädten – konstante Entwicklung für 2026 erwartet
3.1 WIEN: generell
Die Bundeshauptstadt bleibt die mit Abstand wichtigste Retail-Destination Österreichs. Hohe Kaufkraft, starke internationale Tourismusströme sowie die Funktion Wiens als etablierter Einkaufs- und Erlebnisstandort mit einem Einzugsgebiet von rund zwei Millionen Einwohnern sorgen weiterhin für stabile Rahmenbedingungen am Einzelhandelsmarkt. Die Spitzenmieten in den besten Innenstadtlagen sowie auf der Mariahilfer Straße liegen auch 2026 nach wie vor bei rund 400 Euro/m² und damit auf dem Niveau der Vorjahre. Damit bestätigt Wien erneut die hohe Stabilität des österreichischen Premium-Retailmarktes.
3.2 Wien: besondere Lagen
Besonders die Toplagen im sogenannten „Goldenen U“ – Kohlmarkt, Graben und Kärntner Straße – profitieren weiterhin stark vom internationalen Luxussegment und tourismusgetriebener Frequenz. Gleichzeitig zeigt sich, dass moderne Flagship- und Erlebnisformate zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neueröffnungen und Repositionierungen internationaler Marken unterstreichen die Attraktivität des Standorts Wien auch im europäischen Vergleich.
Auch die Mariahilfer Straße behauptet ihre Rolle als wichtigste Einkaufsstraße des Landes. Trotz infrastruktureller Herausforderungen und laufender Großprojekte bleibt die Nachfrage nach gut positionierten Flächen hoch. Neue Konzepte und moderne Flagship-Stores wie Søstrene Grene oder der Adidas Brand Store zeigen, dass Wien ein attraktiver Expansionsmarkt für nationale und internationale Marken bleibt. Jüngst, am 16. Mai 2026, hat der schwedische Modefilialist Arket, der zu H&M gehört, in der Mariahilfer Straße 70 eröffnet. Während Spitzenlagen ihre hohe Mietstabilität behaupten, zeigt sich in sekundären Lagen eine differenziertere Entwicklung mit steigender Bedeutung von Frequenz, Sichtbarkeit und Nutzungskonzept. „Wien ist und bleibt die Nummer eins am österreichischen Retailmarkt. Vor allem hochwertige Innenstadtlagen und stark frequentierte High-Street-Standorte zeigen weiterhin eine bemerkenswerte Stabilität“, fasst Anton Putz von REMAX Commercial Wien zusammen.
3.3 GRAZ: generell
Die steirische Landeshauptstadt bleibt trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds eine der dynamischsten Handelsstädte Österreichs. Bevölkerungswachstum, Universitäten, hohe Urbanität sowie der historische Charakter der Innenstadt sorgen weiterhin für eine stabile Grundfrequenz und machen Graz insbesondere für kreative und innovative Handels- und Gastronomiekonzepte attraktiv
3.4 Graz: Preise
Am Mietmarkt zeigt sich jedoch zunehmend eine stärkere Differenzierung zwischen absoluten Toplagen und sekundären Handelslagen. Während die Spitzenmieten im Jahr 2022 noch bei bis zu 80 Euro/m² lagen, reduzierte sich dieser Wert zunächst auf rund 75 Euro/m² und liegt aktuell bei etwa 70 Euro/m². Damit ist Graz im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht rückläufig, bleibt aber nach Wien weiterhin einer der wichtigsten innerstädtischen Handelsstandorte Österreichs.
3.5 Graz: neue Konzepte
Auffällig ist, dass Graz trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes nach wie vor neue und kreative Konzepte anzieht. Beispiele dafür sind unter anderem der neue „Anna Victoria Concept Store“ in der Grazer Innenstadt, neue nachhaltige Retail-Konzepte wie „Carla“ oder internationale Neueintritte wie die dänische Interior-Kette „Søstrene Grene“. Auch spezialisierte Anbieter und hochwertige Manufakturkonzepte zeigen anhaltendes Interesse am Standort Graz. So eröffnete Manufactum 2025 einen neuen Store in der Grazer Innenstadt und unterstreicht damit die weiterhin vorhandene Attraktivität der City für qualitativ hochwertig positionierte Handelskonzepte. Gleichzeitig bleibt die Stadt unter Druck: Frequenz, Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und ein klarer Branchenmix werden für die weitere Entwicklung entscheidender.
3.6. Grazer Citymanagment neu
Genau hier setzt auch das neue Citymanagement an. Elisa-Maria Steinberger wurde 2025 als neue Citymanagerin bestellt und ist seit Dezember im Amt. Ihre Aufgabe ist es, den Grazer Innenstadthandel zu stärken, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Standortentwicklung der City aktiver zu begleiten. „Graz bleibt eine attraktive Handelsstadt, aber der Markt ist selektiver geworden. Gute Lagen funktionieren weiterhin, schwächere Lagen müssen jedoch aktiver entwickelt werden. Entscheidend wird sein, dass Eigentümer, Stadt und Nutzer gemeinsam an Frequenz, Aufenthaltsqualität und tragfähigen Konzepten arbeiten“, erklärt Ing. Alois Marchel von REMAX Commercial Graz.
3.7 LINZ: generell
Die oberösterreichische Landeshauptstadt bleibt einer der stabilsten Handelsstandorte außerhalb Wiens. Die Kombination aus hoher Kaufkraft, industriell geprägtem Wirtschaftsraum sowie einer starken regionalen Zentralitätsfunktion sorgt weiterhin für eine solide Nachfrage nach gut positionierten Handelsflächen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch in Linz eine zunehmende Differenzierung zwischen stark frequentierten Innenstadtlagen und schwächeren Nebenlagen.
3.8 Linz: Preise
Am Mietmarkt blieb die Entwicklung vergleichsweise stabil. Die Spitzenmieten in sehr guten Innenstadtlagen liegen weiterhin bei rund 90 Euro/m² und damit unverändert auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Auch in guten Lagen zeigt sich trotz des herausfordernden Marktumfelds eine stabile Entwicklung. Gleichzeitig steigt jedoch der Druck auf weniger frequentierte Standorte sowie kleinere innerstädtische Handelslagen.
3.9 Linz: Aktivitäten zur Attraktivierung
Auffällig ist, dass Linz verstärkt auf Aufenthaltsqualität, Nutzungsmischung und Innenstadtbelebung setzt. Mit neuen Begrünungsmaßnahmen, zusätzlichen Aufenthaltsflächen und einer aktiveren Innenstadtentwicklung versucht die Stadt, Frequenz und Attraktivität der City langfristig zu sichern. Gerade im Wettbewerb mit dem Online-Handel sowie großflächigen Fachmarkt- und Centerstandorten gewinnt die Qualität des öffentlichen Raums zunehmend an Bedeutung (Presseaussendung Stadt Linz, März 2026).
Auch die Nutzungsmischung entwickelt sich weiter. Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeit- und Nahversorgungskonzepte gewinnen in vielen Lagen an Bedeutung und ergänzen den klassischen Einzelhandel zunehmend. Gleichzeitig zeigt sich auch in Linz, dass moderne Handelskonzepte heute deutlich stärker auf Erlebnischarakter, Aufenthaltsqualität und flexible Flächennutzung ausgerichtet sind. „Linz profitiert weiterhin von seiner starken wirtschaftlichen Basis und einer hohen regionalen Kaufkraft. Gleichzeitig sehen wir aber auch hier, dass gute Frequenzlagen immer wichtiger werden und sich die Nachfrage zunehmend auf qualitativ hochwertige Standorte konzentriert“, erklärt Mag. Stefan Krejci von REMAX Commercial.
3.10 SALZBURG: generellD
ie Stadt Salzburg bleibt trotz des herausfordernden Marktumfelds einer der exklusivsten Handelsstandorte Österreichs. Internationale Tourismusströme, die historische Altstadt sowie eine starke Kaufkraft sichern der Mozartstadt weiterhin eine hohe Attraktivität für Premium- und Luxuskonzepte. Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch in Salzburg, dass selbst absolute Toplagen nicht vollständig von den strukturellen Veränderungen im Handel abgekoppelt sind.
3.11 Salzburg: Preise
Nach dem deutlichen Rückgang der Spitzenmieten von bis zu 145 Euro/m² auf rund 120 Euro/m² im Jahr 2024 hat sich der Markt zuletzt stabilisiert. Für 2025 und die Prognose 2026 werden in sehr guten Lagen weiterhin Spitzenmieten von rund 120 Euro/m² erwartet. Damit dürfte die stärkere Marktanpassung vorerst abgeschlossen sein, wenngleich sich die Nachfrage deutlich selektiver entwickelt als noch vor einigen Jahren.
3.12 Salzburg: Veränderungen
Besonders sichtbar wurde die Marktveränderung durch den Rückzug namhafter Marken wie Zara, Nespresso oder Depot in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass hochwertige Flächen in guten Lagen weiterhin nachgefragt werden und neue Konzepte nachrücken. So wurden unter anderem die ehemalige Zara-Fläche durch Mango nachbesetzt sowie neue Standorte von Wolford oder Pieper Biokosmetik eröffnet. Es sorgen daher neue internationale Konzepte und hochwertige Handelsformate nach wie vor für Bewegung am Markt.
Zusätzliche Impulse für die Salzburger Innenstadt werden auch durch mehrere Stadtentwicklungsprojekte erwartet. Mit der Neugestaltung von Waagplatz und Mozartplatz investiert die Stadt Salzburg massiv in Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Altstadt. Gleichzeitig soll das neue Landesdienstleistungszentrum mit rund 1.200 Mitarbeitern ab 2026 zusätzliche Frequenzimpulse für die Innenstadt bringen. „Die Salzburger Altstadt bleibt einer der hochwertigsten Handelsstandorte Österreichs. Gleichzeitig sehen wir aber deutlich, dass sich der Markt verändert hat und Nutzer heute wesentlich selektiver agieren als noch vor einigen Jahren. Gute Frequenzlagen funktionieren weiterhin sehr stabil, während schwächere Lagen deutlich stärker unter Druck geraten“, erklärt Raimund Baumgarten, MBA, REMAX Commercial Salzburg.
3.13 INNSBRUCK: generell
Die Tiroler Landeshauptstadt bleibt einer der stabilsten Handelsstandorte Westösterreichs. Hohe Kaufkraft, ein stark tourismusgeprägtes Umfeld sowie die Funktion Innsbrucks als Einkaufs- und Dienstleistungszentrum für große Teile Tirols sorgen weiterhin für eine stabile Nachfrage nach gut positionierten Handelsflächen.
3.14 Innsbruck: Preise
Am Mietmarkt zeigt sich allerdings auch in Innsbruck eine zunehmende Differenzierung. Während die Spitzenmieten in sehr guten Lagen nach dem Höchststand von bis zu 120 Euro/m² zuletzt auf rund 100 Euro/m² zurückgegangen sind, blieb das Mietniveau 2025 stabil. Für 2026 wird mit einer leicht rückläufigen Entwicklung auf rund 96 Euro/m² gerechnet. Besonders hochwertige Innenstadtlagen und stark frequentierte Handelsachsen behaupten sich weiterhin stabil, während schwächere Lagen selektiver nachgefragt werden.
3.15 Veränderungen: Innsbruck und Umland
Gleichzeitig zeigt Tirol aktuell eine vergleichsweise hohe Dynamik bei Handels- und Revitalisierungsprojekten. Mit „Moments Tirol“ entstand 2026 in der Innsbrucker Museumstraße ein neues innerstädtisches Konzept aus Retail, Gastronomie und regionaler Erlebniswelt. Parallel dazu investieren zahlreiche Handelsstandorte verstärkt in Modernisierung, Aufenthaltsqualität und Nutzungsmischung. Beispiele dafür sind die umfassende Neugestaltung des Outlet Centers Brenner und die Modernisierungen im Sillpark Innsbruck oder neue Nutzungskonzepte in bestehenden Handelsimmobilien, wie dem Aupark in Imst. Besonders sichtbar wird der Wandel auch bei ehemaligen Kika-/Leiner-Standorten. Mit dem „Aupark“ in Imst wurde 2026 das erste revitalisierte ehemalige Kika-Gebäude Tirols eröffnet. Der Nutzungsmix aus Dienstleistung und Nahversorgung gilt dabei als beispielhaft für die zukünftige Entwicklung großflächiger Handelsimmobilien. Der Aupark ist Heimat unter anderem der Diakonie, des Asfinag Baumanagements, der Lebenshilfe Tirol und mehrerer Gesundheitseinrichtungen etc. „Tirol zeigt sehr deutlich, dass moderne Handelsimmobilien heute wesentlich stärker auf Erlebnis, Aufenthaltsqualität und flexible Nutzungskonzepte setzen müssen. Reine Verkaufsflächen allein reichen vielfach nicht mehr aus, um langfristig stabile Frequenzen sicherzustellen“, erklärt KommR Arno Wimmer von REMAX Commercial Tirol.
3.16 KLAGENFURT: generell und Preise
Der Klagenfurter Handelsmarkt zeigte sich 2025 insgesamt vergleichsweise stabil. Die Spitzenmieten in sehr guten Lagen liegen weiterhin bei rund 25 Euro/m² und bewegen sich damit seit mehreren Jahren auf konstantem Niveau. Auch für 2026 wird aktuell nur mit einer sehr moderaten Veränderung gerechnet, womit Klagenfurt immer noch zu den stabileren Regionalstandorten Österreichs zählt.
3.17 Entwicklungsdynamik in Klagenfurt
Nach den zahlreichen Neueröffnungen und Flächenbewegungen der vergangenen Jahre entwickelte sich der Markt zuletzt etwas ruhiger. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass insbesondere gut erreichbare Handelslagen und etablierte Fachmarktstandorte weiterhin nachgefragt bleiben. Der Fokus liegt zunehmend auf frequenzstarken Standorten sowie auf Konzepten mit klarer Positionierung und regionaler Verankerung.
Für zusätzliche Dynamik sorgt aktuell vor allem die weitere Entwicklung größerer Handels- und Infrastrukturprojekte. Besonders aufmerksam verfolgt wird dabei das geplante IKEA-Revitalisierungsprojekt in Klagenfurt, bei dem 2026 erste sichtbare Fortschritte umgesetzt wurden und rund 11 Mio. Euro investiert werden sollen. Das Projekt gilt als potenziell wichtiger Frequenz- und Entwicklungsimpuls für den gesamten Standort. Auch im innerstädtischen Handel bleibt Bewegung sichtbar. Der Kärntner Uhrenhersteller Jacques Lemans eröffnete einen weiteren Store in den Klagenfurter City Arkaden und unterstreicht damit die weiterhin hohe Bedeutung des Standorts für regionale Marken. Gleichzeitig übernimmt Manufactum die bisherige „Home“-Fläche bei Kastner & Öhler und bringt damit ein hochwertiges und stark spezialisiertes Handelskonzept nach Klagenfurt. „Klagenfurt zeigt sich trotz des schwierigen Marktumfelds insgesamt stabil. Vor allem gut eingeführte Standorte mit hoher regionaler Bedeutung funktionieren weiterhin sehr solide. Gleichzeitig beobachten wir aber auch hier eine deutlich selektivere Nachfrage als noch vor einigen Jahren“, erklärt Daniel Lobnik von REMAX Commercial Klagenfurt.
3.18 BREGENZ: generell
Der Handelsimmobilienmarkt in Vorarlberg zeigt sich weiterhin vergleichsweise stabil, gleichzeitig bleibt die Entwicklung neuer Handelsflächen äußerst zurückhaltend. Neue großflächige Retailprojekte kommen im gesamten Bundesland kaum mehr auf den Markt, wodurch sich der Wettbewerb vor allem auf etablierte Frequenzlagen und bestehende Handelsstandorte konzentriert.
3.19 Preise: Bregenz, Dornbirn
Die Spitzenmieten in sehr guten Lagen bewegen sich anhaltend auf stabilem Niveau. Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch in Vorarlberg eine zunehmende Selektivität bei Vermietungen. Vor allem kleinere und weniger frequentierte Lagen stehen stärker unter Druck, während hochwertige Flächen in zentralen Innenstadtlagen sowie etablierte Einkaufsstandorte weiterhin vergleichsweise stabil nachgefragt werden.
Besonders im Fokus steht derzeit die umfassende Neupositionierung bestehender Handelsimmobilien. Der Messepark Dornbirn, eines der wichtigsten Einkaufszentren Westösterreichs, startet ab 2026 ein umfassendes Revitalisierungs- und Modernisierungsprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Mio. Euro. Parallel dazu sorgt auch die geplante Ansiedlung eines neuen IKEA-Einrichtungshauses in Dornbirn für zusätzliche Dynamik am Handelsstandort. IKEA übernimmt das ehemalige Kika/Leiner-Gebäude direkt neben dem Messepark und plant dort bis Herbst 2027 ein vollwertiges Einrichtungshaus mit rund 16.000 m² Verkaufsfläche, Restaurant, Schwedenshop sowie Möbel-Selbstbedienungslager. Das Investitionsvolumen liegt laut aktuellen Projektangaben bei rund 65 Mio. Euro, zudem sollen etwa 170 neue Arbeitsplätze entstehen.
Gleichzeitig zeigen mehrere Innenstadt- und Quartiersentwicklungen, dass auch in Vorarlberg Themen wie Aufenthaltsqualität, Frequenzsteigerung und Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit der 2023 eröffneten Bahnhofcity Feldkirch entstand zuletzt ein neues gemischt genutztes Stadtquartier mit Handel, Gastronomie und Mobilitätsdrehscheibe. Parallel dazu arbeitet Dornbirn seit 2024 im Rahmen eines neuen Innenstadt-Masterplans verstärkt an der Aufwertung öffentlicher Räume, der Aufenthaltsqualität sowie der langfristigen Frequenzsteigerung in der City. Der Fokus liegt dabei weniger auf zusätzlichen Verkaufsflächen als vielmehr auf qualitativer Weiterentwicklung bestehender Standorte. „Neue Handelsprojekte kommen bei uns de facto kaum mehr auf den Markt. Der Wettbewerb um die besten Lagen bleibt zwar bestehen, gleichzeitig gestalten sich Vermietungen im gesamten Vorarlberger Raum deutlich anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren“, erklärt Philipp Feurstein von REMAX Commercial Vorarlberg.
3.20 SANKT PÖLTEN: generell
Der Handelsimmobilienmarkt in St. Pölten zeigte sich 2025 insgesamt stabil, wenngleich sich auch hier die zunehmende Differenzierung zwischen sehr guten Frequenzlagen und schwächeren Innenstadtbereichen bemerkbar macht. Die Spitzenmieten bewegen sich weiterhin auf moderatem Niveau und liegen aktuell bei rund 35 Euro/m². Für 2026 wird eine weitgehend stabile Entwicklung erwartet.
3.21 St. Pölten: Entwicklung
Neue großflächige Handelsprojekte bleiben in der niederösterreichischen Landeshauptstadt weiterhin aus. Gleichzeitig profitieren gut positionierte Innenstadtlagen sowie etablierte Fachmarkt- und Nahversorgungsstandorte weiterhin von ihrer regionalen Bedeutung und soliden Grundfrequenz. Wie in vielen anderen Städten gewinnen auch in St. Pölten Aufenthaltsqualität, Nutzungsmischung und flexible Flächenkonzepte zunehmend an Bedeutung. Vor allem kleinere Handelsflächen sowie innerstädtische Nebenlagen stehen unter höherem Anpassungsdruck, während sich gut eingeführte Standorte vergleichsweise stabil entwickeln. „St. Pölten bleibt ein solider Regionalstandort mit stabiler Grundnachfrage. Gleichzeitig sehen wir auch hier, dass sich die Nachfrage immer stärker auf wirklich gute Frequenzlagen konzentriert“, erklärt Mag. Stefan Krejci REMAX Commercial.
- Spitzenmieten für Handelsflächen (Preis pro Quadratmeter):
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Handelsflächen Wien
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2022
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2023
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2024
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2025
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Prognose 2026
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sehr gute Lage
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€405,00
|
€405,00
|
€405,00
|
€405,00
|
€405,00
|
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Handelsflächen Linz
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2022
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2023
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2024
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2026
|
Prognose 2026
|
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sehr gute Lage
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€45,00 - 96,00
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€45,00 - 96,00
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€45,00 - 96,00
|
€45,00 - 96,00
|
€43,00 - 90,00
|
|
gute Lage
|
€12,00 - 24,00
|
€12,00 - 24,00
|
€12,00 - 24,00
|
€12,00 - 24,00
|
€12,00 - 24,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€6,00 - 9,50
|
€6,00 - 9,50
|
€6,00 - 9,50
|
€6,00 - 9,50
|
€6,00 - 9,50
|
|
Handelsflächen St. Pölten
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2022
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2023
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2024
|
2025
|
Prognose 2026
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|
sehr gute Lage
|
€35,00 - 39,00
|
€35,00 - 39,00
|
€30,00 - 35,00
|
€30,00 - 35,00
|
€30,00 - 34,00
|
|
gute Lage
|
€8,50 - 14,50
|
€8,50 - 14,50
|
€8,50 - 14,50
|
€8,50 - 14,50
|
€8,50 - 14,50
|
|
durchschnittliche Lage
|
€3,50 - 5,50
|
€3,50 - 5,50
|
€4,00 - 6,00
|
€4,00 - 6,00
|
€4,00 - 6,00
|
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Handelsflächen Salzburg
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2022
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2023
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2024
|
2025
|
Prognose 2026
|
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sehr gute Lage
|
€85,00 - 145,00
|
€85,00 - 145,00
|
€85,00 – 120,00
|
€85,00 – 120,00
|
€85,00 – 120,00
|
|
gute Lage
|
€22,00 - 43,00
|
€22,00 - 43,00
|
€22,00 - 43,00
|
€22,00 - 43,00
|
€22,00 - 43,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 10,00
|
|
Handelsflächen Innsbruck
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2022
|
2023
|
2024
|
2025
|
Prognose 2026
|
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sehr gute Lage
|
€50,00 - 120,00
|
€54,00 - 110,00
|
€50,00 - 100,00
|
€50,00 - 100,00
|
€48,00 - 96,00
|
|
gute Lage
|
€17,00 - 25,00
|
€16,00 - 22,00
|
€16,00 - 20,00
|
€16,00 - 20,00
|
€15,00 - 19,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€7,00 - 8,00
|
€6,75 - 7,75
|
€6,25 - 7,00
|
€6,25 - 7,00
|
€6,25 - 7,00
|
|
Handelsflächen Graz
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2022
|
2023
|
2024
|
2025
|
Prognose 2026
|
|
sehr gute Lage
|
€45,00 - 80,00
|
€40,00 - 75,00
|
€35,00 - 75,00
|
€35,00 - 75,00
|
€33,00 - 70,00
|
|
gute Lage
|
€18,00 - 25,00
|
€17,00 - 25,00
|
€17,00 - 25,00
|
€17,00 - 25,00
|
€17,00 - 25,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 10,00
|
€7,00 - 9,00
|
€7,00 - 9,00
|
€7,00 - 9,00
|
|
Handelsflächen Klagenfurt
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2022
|
2023
|
2024
|
2025
|
Prognose 2026
|
|
sehr gute Lage
|
€15,00 - 25,00
|
€15,00 - 25,00
|
€14,00 - 25,00
|
€15,00 - 25,00
|
€15,50 - 25,50
|
|
gute Lage
|
€8,00 - 15,00
|
€8,00 - 15,00
|
€8,50 -14,00
|
€8,00 -15,00
|
€8,00 -15,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€5,00 - 8,00
|
€5,00 - 8,00
|
€4,50 - 8,50
|
€5,00 - 8,00
|
€5,00 - 8,00
|
|
Handelsflächen Bregenz
|
2022
|
2023
|
2024
|
2025
|
Prognose 2026
|
|
sehr gute Lage
|
€18,00 - 50,00
|
€18,50 - 50,00
|
€18,50 - 45,00
|
€ 18,00 – 40,00
|
€ 17,50 – 39,00
|
|
gute Lage
|
€11,00 - 16,00
|
€10,00 - 15,00
|
€10,00 - 15,00
|
€ 10,00 – 14,00
|
€ 9,00 – 13,00
|
|
durchschnittliche Lage
|
€7,50 - 9,50
|
€7,00 - 9,00
|
€7,00 - 9,00
|
€ 07,00 – 09,00
|
€ 07,00 – 09,00
|
Quelle: REMAX Commercial Research
REMAX COMMERICAL
Unter REMAX Commercial agieren ausgewählte Gewerbe-Immobilienexperten innerhalb des REMAX Netzwerks, das insgesamt mit 120 Büros und über 650 Immobilienexperten flächendeckend in jeder Region Österreichs vertreten ist. Aufgrund der engen Kooperation mit den lokalen Büros und dank dem gebündelten Gewerbeimmobilien-Know-how stellt REMAX Commercial für Immobilienentwickler, Immobiliennutzer und kommunale Einrichtungen eine einzigartige Quelle des Wissens und der Inspiration dar und bietet einzigartige Synergie-Effekte und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.