Meldung vom 29.09.2026

Der Kachelofen als Verbindung von Wärme und Zukunft

Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Gebäudebestand

Der Kachelofen als Verbindung von Wärme und Zukunft © Öst. Kachelofenverband / Sommerhuber

Zu dieser Meldung gibt es: 2 Bilder 2 Dokumente

Kurztext 514 ZeichenPlaintext

Wien, am 29. September 2026: Klimaschutz wird in Österreich längst nicht mehr abstrakt diskutiert. Im Mittelpunkt stehen der Ausstieg aus fossilen Energien, Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und die Frage, welche Lösungen für Haushalte auch wirtschaftlich tragfähig und im Alltag verlässlich sind. Genau in dieser Debatte kann der moderne Kachelofen ein relevanter Baustein sein, vor allem im Gebäudebestand und überall dort, wo erneuerbare Wärme, Verlässlichkeit und Wohnqualität zusammenkommen sollen.

Pressetext 4083 ZeichenPlaintext

Zu den treibenden Faktoren für den Klimawandel zählen bekanntermaßen auch die CO2 Emissionen. Gerade im Wärmebereich lassen sich die tatsächlichen Emissionen gut vergleichen, denn nicht jeder Energieträger ist aus Klimasicht gleich zu bewerten. Die Zahlen des Umweltbundesamts zu den Gesamtemissionen in Gramm CO2 Äquivalent je Kilowattstunde zeigen klar, dass fossile Energieträger weiterhin auf hohem Niveau liegen, während biogene und andere erneuerbare Wärmeträger deutlich niedriger ausfallen. Zwischen 2023 und 2025 blieben Heizöl und Erdgas bei diesen Emissionswerten auf hohem Niveau weitgehend unverändert. „Heizöl extra leicht“ sinkt nur leicht von 344 auf 342 g CO2 Äquivalent je kWh, Erdgas bleibt bei 249 g konstant. Stückholz verbessert sich leicht von 26 auf 25 g, Pellets bleiben mit 26 g stabil niedrig, Hackgut mit 19 g ebenfalls. Die durchschnittliche Fernwärme sinkt von 179 auf 166 g, bleibt aber deutlich über den Werten biogener Heizsysteme. Das zeigt, dass der Klimavorteil erneuerbarer Wärme kein kurzfristiger Ausreißer ist, sondern sich über mehrere Jahre klar abzeichnet.

Verlässlich bei Wetterextremen und steigenden Energiekosten
Mit dem Klimawandel nehmen Wetterextreme in allen Jahreszeiten zu. Starkregen, Unwetter, Murenabgänge oder heftige Schneefälle können Infrastruktur und Energieversorgung belasten. Gerade in solchen Situationen gewinnt die Frage nach resilienten Heizlösungen an Bedeutung. Ein handbeschickter Kachelofen kann auch dann Wärme bereitstellen, wenn andere Systeme nur eingeschränkt verfügbar sind, und ist damit eine verlässliche Ergänzung für viele Haushalte.

„Wenn Österreich Klimaschutz ernst nimmt, dann braucht es Lösungen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich nachvollziehbar und im Alltag verlässlich sind. Der moderne Kachelofen kann dazu einen konkreten Beitrag leisten. Er nutzt erneuerbare, regional verfügbare Energie, schafft hohe Wohnqualität und stärkt die Versorgungssicherheit im eigenen Zuhause. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme zeigt sich, wie wertvoll eine Wärmequelle sein kann, die auch dann funktioniert, wenn Infrastruktur und Energieversorgung unter Druck geraten“, sagt DI Dr. Thomas Schiffert, Geschäftsführer des Österreichischen Kachelofenverbandes.

Da in der Debatte über den Klimaschutz oftmals auch das Argument der Leistbarkeit in den Ring geworfen wird, sollte auch der wirtschaftliche Aspekt beim Heizen nicht außer Acht gelassen werden. Der aktuelle Heizkostenvergleich für ein Haus mit 200 m² Wohnfläche bei einem Heizwärmebedarf von 100 kWh pro m² und Jahr weist gegenüber 2025 vor allem bei Heizöl und Erdgas deutliche Kostensteigerungen aus. Heizöl steigt im Vergleich zum Vorjahr von rund 2.397Euro auf rund 4.322 Euro pro Jahr, Erdgas von rund 2.042 Euro auf rund 2.938 Euro. Brennholz erhöht sich im selben Vergleich deutlich moderater von rund 1.447 Euro auf rund 1.581 Euro pro Jahr. Der Strompreis bleibt unverändert, der niedrigere Wert bei der Wärmepumpe ist auf eine aktualisierte Jahresarbeitszahl zurückzuführen.

Stark im Bestand, sinnvoll im Zusammenspiel
Seine besondere Stärke entfaltet der moderne Kachelofen vor allem dort, wo bestehende Heizsysteme sinnvoll ergänzt oder fossile Energieträger schrittweise ersetzt werden. Er ist kein Gegenmodell zu Wärmepumpe, Photovoltaik oder Solarthermie, sondern eine sinnvolle Ergänzung dort, wo Speicherwirkung, Aufenthaltsqualität und zusätzliche Versorgungssicherheit gefragt sind. Er ist damit kein nostalgischer Rückblick, sondern eine zeitgemäße Antwort auf die Frage, wie Wohnen, Wärme und Versorgungssicherheit heute zusammengebracht werden können. Damit steht der moderne Kachelofen für eine zeitgemäße Form des Heizens, die sich sehr gut in die Anforderungen unserer Zeit einfügt. Er verbindet erneuerbare Wärme mit hoher Aufenthaltsqualität und zeigt, dass Klimaschutz, Versorgungssicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie ganz konkret im eigenen Zuhause beginnen können.

Kachelofenverband

Über den österreichischen Kachelofenverband
Der Österreichische Kachelofenverband ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1953 der Forschung, Entwicklung und Förderung des Kachelofens widmet. Er betreibt eigene Versuchs- und Forschungsarbeiten und informiert die Öffentlichkeit über Innovation und Trends im Holzheizen. Mitglieder sind Hafnerbetriebe und Zulieferunternehmen. Der Verband hat seinen Sitz in Wien und ist mit seiner Versuchs- und Forschungsanstalt der Hafner Österreichs Teil des Netzwerks ACR – Austrian Cooperative Research.

 

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (2)

Der Kachelofen als Verbindung von Wärme und Zukunft
1 111 x 867 © Öst. Kachelofenverband / Sommerhuber
Grafik - Heizkostenvergleich 2025 vs. 2026_ c Kachelofenverband
1 024 x 768



Kontakt

25  Verena Schwarzinger
Verena Schwarzinger
PR Manager

REICHLUNDPARTNER
Public Relations
 
Mobil +43 (0) 664 882 49 748
verena.schwarzinger@reichlundpartner.com 

www.reichlundpartner.com