Meldung vom 23.03.2026
Vom Zwischenstopp zum Geschäftsmodell
Die Anforderungen an Autobahn-Raststationen verändern sich spürbar: Reisende pausieren bewusster, erwarten mehr Qualität und nutzen Angebote gezielter. Gleichzeitig gewinnen Gastronomie, Aufenthaltsqualität und Zusatzangebote zunehmend an Bedeutung.
Raststationen entwickeln sich damit vom reinen Versorgungsstopp zu wirtschaftlich relevanten Aufenthaltsorten, in denen das Erlebnis selbst zum Erfolgsfaktor wird.
Ein Klassiker wird zum Klassiker
Die Geschichte von Oldtimer begann vor 30 Jahren mit dem Unternehmer Anton Kothmiller. Er war jedoch nicht nur Unternehmer, sondern vor allem auch ein leidenschaftlicher Koch und Visionär an der Autobahn. Viele der Gerichte, die er damals selbst entwickelte, prägen bis heute die Küche der Oldtimer-Raststationen. Seine Visionen und seine Liebe zum Detail haben die Oldtimer-Raststationen zu Erlebniswelten gemacht, in die man immer wieder gerne einkehrt.
Mit der Übernahme durch Stefanie und Rico Hofmann nach dem Tod des Gründers im letzten Jahr hat nun die zweite Generation das Steuer übernommen und führt die Traditionsmarke in eine neue Zeit.
Der entscheidende Schritt: die Weiterführung des Bestehenden, ohne stehen zu bleiben.
„Ich bin selbst auf einer Raststation aufgewachsen. Für mich war das nie nur ein Zwischenstopp, sondern immer ein Erlebnis und pure Leidenschaft.
Genau das wollen wir bei Oldtimer bieten: eine echte Pause, wo man sich wie zu Hause fühlt“, sagt Geschäftsführerin Stefanie Hofmann.
Rastpause für alle, die unterwegs sind
Ob Urlaubsfahrt, Vereinsausflug, Seniorenreise oder Schulklasse, die Bedürfnisse unterwegs sind vielfältig. Genau darauf baut das Konzept von Oldtimer auf: Raststationen als Orte, an denen jede Zielgruppe ihren Platz findet.
„Raststationen müssen heute sehr unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Fernfahrer haben oft nur wenig Zeit für eine Pause, während Familien unterwegs immer stärker auf gutes, gesundes Essen achten. Deshalb bieten wir viele unserer Speisen auch zum Mitnehmen an, aber auch In- und Outdoorspielplätze zum Austoben sowie Platz zum Verweilen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass unsere Shops immer wieder neue Trends aufgreifen – von klassischen Mitbringseln bis hin zu aktuellen Trendartikeln“, so Co-Geschäftsführer Rico Hofmann.
Gerade für Bus- und Gruppenreisen spielen dabei Infrastruktur und Ablauf eine zentrale Rolle: großzügige Busparkplätze, schnelle Abwicklung, abgestimmte Angebote.
„Auch weiterhin stehen unsere Toilettenanlagen allen Gästen kostenlos zur Verfügung – für eine Pause, die angenehm und unkompliziert bleibt“, führt Rico Hofmann weiter aus.
Für viele internationale Gäste ist die Raststation dabei oft der erste Eindruck von Österreich und damit eine Visitenkarte des Landes. Außerdem sind Raststationen dabei ein wichtiger Frequenztreiber, insbesondere im internationalen Tourismus.
Von der Raststation zur Erlebnisraststätte
Was Oldtimer von anderen Anbietern unterscheidet, ist die bewusste Entscheidung gegen Standardisierung. Statt internationaler Uniformität setzt man auf regionale Identität, persönliche Gastfreundschaft und ein ganzheitliches Erlebnis.
Holzgetäfelte Stuben, Spielplätze, hausgemachte Mehlspeisen, große Salatbuffets und ein Service, der Zeit für Gäste hat – das verwandelt die Raststation in eine Erlebnisraststätte.
Oder, wie es das Unternehmen selbst formuliert:
„Fühl` dich wie zuhause… unterwegs.“
Zwischen Kindheitserinnerung und Zukunftsstrategie
Viele Gäste verbinden mit Oldtimer persönliche Erinnerungen: an Familienurlaube, erste Reisen oder lange Autofahrten mit den Eltern. Diese emotionale Bindung macht die Marke selbst zu einem Stück österreichischer Reisekultur.
Gleichzeitig steht das Unternehmen heute vor neuen Herausforderungen:
E-Mobilität, verändertes Reiseverhalten und steigende Erwartungen an Qualität und Nachhaltigkeit verändern die Branche spürbar.
Die zweite Generation reagiert darauf mit gezielten Investitionen, um neue Erlösquellen zu erschließen und den Standort langfristig abzusichern:
- Ausbau der Photovoltaik-Anlage und Planung eines Ladeparks in Oed: fünf E-Ladestationen mit insgesamt zehn Ladepunkten für PKWs und 2 Ladestationen mit vier Ladepunkten für LKWs.
• Design- und Innenraumupdates
• neue Spiel- und Erlebnisbereiche für Familien
• stärkere digitale Kommunikation
„Wir wollen, dass Oldtimer auch in Zukunft ein Ort bleibt, den man voller Vorfreude anfährt, an den man sich gerne erinnert und an den man gerne zurückkehrt, um neue Erinnerungen zu schaffen“, ergänzt Stefanie Hofmann.
Mit vier Standorten entlang der A1 und A2, in Pack, Zöbern, Guntramsdorf und Oed zählt Oldtimer zu den etablierten privaten Betreibern in Österreich. Rund 200 bis 250 Mitarbeiter:innen sorgen je nach Saison für den Betrieb.