Meldung vom 06.10.2026
Südostasien, allen voran auch Thailand, investiert massiv in die eigene Infrastruktur. Dabei steigen gleichzeitig die Anforderungen an Ressourcen, Transport und Kosten. Das Potenzial für moderne Brech- und Aufbereitungslösungen für den Straßenbau in Thailand ist daher enorm hoch. „Die Lieferketten sind aufgrund geopolitischer Differenzen unterbrochen und damit auch die Ölzufuhr. Für eine aufstrebende Infrastruktur wie in Thailand ein Supergau. LKWs können nur mehr wenige Fahrten absolvieren, weil kein Sprit verfügbar und sehr teuer ist, Öl wird nicht in Asphalt beziehungsweise in Bitumen verarbeitet. Alles gute Gründe für Bauschutt-, Beton- und Asphaltrecycling“, skizziert Gerald Hanisch, Gründer von RUBBLE MASTER, dem Marktführer rund um mobile Brech- und Siebanlagen im Bauschuttrecycling weltweit, die aktuelle Lage in Südostasien. Dabei ist das Recycling von mineralischen Baustoffen in Thailand gesetzlich vorgesehen, in der Praxis aber nicht flächendeckend etabliert. Das soll sich aber rasch ändern.
Baustoffrecycling mit österreichischer Unterstützung
Das Department of Highways, das Pendant der österreichischen ASFINAG, ist dem Verkehrsministerium unterstellt und plant, baut, betreibt und unterhält die Nationalstraßen und Autobahnen Thailands, sorgt für Verkehrssicherheit, treibt den Ausbau der internationalen Straßenverbindungen des Landes voran und entwickelt technische Standards. Gemeinsam mit dem lokalen Vertriebspartner, Eastconsult Company, hat RUBBLE MASTER einen konkreten Business Case für die Wiederverwertung von Baustoffen umgesetzt. Eastconsult war dabei vorab in regem Austausch mit dem Department, um die Recyclingtechnologie aus Österreich bekannt zu machen und organisierte die Inbetriebnahme und Vorführung der Anlage.
„Auch hochrangige Vertreter des Departments und auch jene vom Ministerium waren anwesend, da sie im Baustoffrecycling die Zukunft sehen. Als Gründer des Unternehmens konnte ich ihnen meine Vision und meine Philosophie, die ich vor 35 Jahren bei der Gründung hatte, jetzt und heute präsentieren, um ihre Infrastruktur und damit ihr Land weiterzuentwickeln. Sie haben das sehr geschätzt“, so Hanisch weiter.
110 Tonnen Recyclingmaterial pro Stunde
Die mit einem Anbausieb ausgestattete Brechanlage RM 70GO! 2.0 produzierte beeindruckende 110 Tonnen pro Stunde sauberes 0/36-mm-Material. Dieses kann vielseitig weiterverwendet werden wie etwa im Straßenbau, als Verfüllmaterial oder als Ausgangsstoff für die Herstellung von neuem Beton. „Im Rahmen des gemeinsamen Projekts wurde neben Beton auch Asphalt erfolgreich verarbeitet.Entscheidend ist, Recycling nicht nur ökologisch, sondern wirtschaftlich argumentierbar zu machen. Gerade bei Asphalt und mineralischem Abbruchmaterial liegt in Thailand erhebliches Potenzial. In wachsenden Metropolregionen würden lange Transportwege, hohe Energiekosten und knappe Deponiekapazitäten den Einsatz mobiler Recyclingtechnik zunehmend attraktiv machen“, so Hanisch. Im Zentrum stand nicht nur die Übergabe der Maschine, sondern auch die gemeinsame Bewertung, wie sich mobile Brechanlagen künftig in Bauprojekte und Materialströme integrieren lassen. „Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war darüber hinaus der Wissenstransfer: Die Maschinenübergabe wurde mit einer einwöchigen Schulung verbunden, die von zwei RUBBLE MASTER-Ingenieuren für rund 25 Ingenieure und Bediener des Verkehrsministeriums vor Ort durchgeführt wurde“, betont Werner Ammerer, Head of Global Marketing bei RUBBLE MASTER. Damit unterstreicht RUBBLE MASTER seinen Anspruch, internationale Märkte nicht nur mit Maschinen, sondern auch mit technischem Knowhow, Service und praxisnaher Ausbildung zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Das Unternehmen sieht in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen und lokalen Partnern wie in Thailand zudem eine wichtige Grundlage, um Recyclinglösungen langfristig im Markt zu etablieren und einen Beitrag zu mehr Ressourceneffizienz im Infrastrukturbereich zu leisten.
Südostasien als Zukunftsmarkt?
RUBBLE MASTER ist überzeugt, dass sich der in Thailand gestartete Prozess weiterentwickelt. Auch Vietnam zeigt, dass das Land den Fokus ändert. „In Großstädten kann Bauschutt nur mehr beschränkttransportiert werden. Die Zunahme an Staus wirkt sich so enorm aus, dass LKWs anstatt zehn Fuhren nur noch zwei oder drei schaffen, zudem werden die Deponien immer weiter ausgelagert, da die Städte immer mehr wachsen, das kostet Geld. Unsere Maschine unterstützt, da der Bauschutt vor Ort
aufbereitet wird und das auch mittels hybriden Antrieben, geräuscharm und liefert eine hochwertige Qualität für weitere Verarbeitungsschritte“, so Ammerer zusammenfassend.
Besonders in schnell wachsenden Metropolregionen können lange Transportwege, steigende Energieund Logistikkosten sowie begrenzte Deponiekapazitäten die Wiederverwertung von Beton, Bauschutt und Asphalt direkt an der Baustelle wirtschaftlich attraktiv machen.