Meldung vom 07.01.2026

RE/MAX Studie Immobilienmarkt 2026: Moderater Aufschwung verfestigt sich

2025: RE/MAX übertrifft Mengen und Umsatz vom Rekordjahr 2022

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Die Pressefotos von der Pressekonferenz, den RE/MAX Immobilien-Zukunftsindex, die Detailergebnisse und die Statements aus den Bundesländern und Grafiken mit Bundesländer- und Immobilien-Preistrends finden Sie auf www.remax.at/de/presse/pressearchiv.

Gesamtmarkt-Erwartungen für 2026: Gewöhnungseffekte und eine Verbesserung der Gesamtwirtschaft bringen Zuversicht und Aufschwung am Immobilienmarkt
Im RREFIX, dem RE/MAX Real Estate Future Index, sammelt RE/MAX Austria die Einschätzungen von 650 Immobilienexperten aus dem RE/MAX-Netzwerk in ganz Österreich.

Die Prognosen für 2026:

  • Bei allen Immobilientypen steigen Nachfrage und Angebot wieder an. Die Preise ziehen bei allen Immobilientypen moderat – im Rahmen der Inflationsrate – an.
  • Nachfrage und Angebot steigen am stärksten im oberen Preissegment, die Preise dagegen im unteren. 
  • Die Nachfrage nach Mietwohnungen steigt stärker am Stadtrand, gefolgt von Landgemeinden und erst danach in zentralen Lagen. Bei Eigentumswohnungen ist die Nachfrageveränderung in allen drei Lagen nahezu gleich steigend.
  • Die Preisentwicklung für Mietwohnungen (Neuvermietung mit freiem Mietzins) folgt wie bei den Eigentumswohnungen dem gewohnten Schema: Zentrale Lagen vor Stadtrand und Landgemeinden. Dabei legen die Mietzinse minimal stärker zu als die Kaufpreise. 
  • Bei Einfamilienhäusern steigen sowohl Angebot als auch Nachfrage und Preise erkennbar in Höhe der Inflationsrate des abgelaufenen Jahres.
  • Baugrundstücke verbreiten Hoffnung auf eine verbesserte Baukonjunktur: Angebot und Nachfrage steigen, auch die Preise, diese sogar schneller als jene der Einfamilienhäuser.
  • Gewerbeimmobilien: Die Prognose für 2026 ist zwar allgemein gedämpfter als bei den Privatimmobilien, jedoch ist deutlich erkennbar, dass Betriebsgrundstücke, Gewerbeobjekte, Ladenlokale und Büroflächen sowohl bei der Nachfrage als auch beim Angebot und auch beim Preis „zurückkommen“, also besser abschneiden werden als 2025.
  • Die Tiroler sehen die Immobiliennachfrageentwicklung für 2026 unter den Bundesländern am positivsten, gefolgt von den Kärntnern und Niederösterreichern. Weit weniger euphorisch, aber dennoch deutlich positiv Oberösterreich, Burgenland und Wien. 
Um die Veränderungen in der Stimmungslage vergleichen zu können, verwendet diese Studie – sofern nicht anders gekennzeichnet – ausschließlich Prognosewerte, auch solche aus der Vergangenheit. Dabei wird die Erwartung für 2026 als prozentuelle Veränderung zum Erlebten im Jahr 2025 ausgewiesen und die Änderung den Erwartungen für 2025 auf 2026 als Trendveränderung in Prozentpunkten (PP). Diese Prozentpunkte stehen für den Grad der Veränderung, mitunter auch von Minus auf Plus, und umgekehrt.

RE/MAX 2025 in Österreich: Neuer Umsatz- und Verkaufsrekord weit über dem Markttrend

  • 2025 war das beste Umsatzjahr in der Geschichte von RE/MAX in Österreich.
  • Der Umsatz konnte im Vergleich zu 2024 um +20,4 % gesteigert werden, im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2022 um +12,2%.
  • Noch nie wurden im RE/MAX Netzwerk so viele Immobilien verkauft: +20,0 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024.
  • Jeden Arbeitstag wurden im Schnitt 44 Transaktionsseiten erfolgreich begleitet.
  • Der Transaktionswert lag 2025 bei 2,76 Mrd. Euro, um +23,2 % höher als 2024.
  • 2.750 Kooperationsgeschäfte wurden erfolgreich abgewickelt, ein Zuwachs von +22,6%.

Erster Rückblick auf den Immobilienmarkt 2025
Amstetten, 7. Jänner 2026
Vor allem das niedrigere Zinsniveau, die temporären Befreiungen von Gebühren für die meisten Grundbucheintragungen, wie auch gewisse psychologische Gewöhnungseffekte haben die positive Entwicklung im Jahr 2025 spürbar gestützt. Damit kam es zu einer leichten Erholung des heimischen Immobilienmarktes. Dies zeigen auch die Verbücherungszahlen bei den Grundbuchsgerichten im Vergleich zu 2024 deutlich. 2025 wurden laut Hochrechnung um ca. 16 % mehr Immobilien verbüchert als noch im Jahr zuvor (Quelle: IMMOunited/RE/MAX).

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Gesamtmarkt 16 % über dem Jahr 2024
Die RE/MAX-Hochrechnung erwartet für das abgelaufene Jahr 2025 ca. 117.000 Verbücherungen. Im bisherigen Rekordjahr 2021 waren es 163.266, 2022 dann 146.526, 2023 noch 109.412 und 2024 lediglich 100.854. Auf das Rekordjahr fehlen 2025 somit rund -27,5 % (Quelle: IMMOunited/RE/MAX).

Angebot im Bereich Kauf gestiegen
Bei den Wohnimmobilien im Bereich Kauf ist das Angebot 2025 wie prognostiziert nochmals leicht gestiegen, nämlich um +1,8%.

Angebot im Bereich Miete hat sich leicht erholt
Im Bereich der Mietwohnungen ist das Angebot seit Mitte 2022 stark zurückgegangen. Der Grund liegt in der gestiegenen Zahl jener Menschen, die sich wegen der höheren Zinsen bzw. der strengeren Kreditvergaberichtlinien keinen Immobilienkauf mehr leisten konnten, was wiederum die Nachfrage nach Mietwohnungen steigen ließ. In den vergangenen Monaten hat sich dieser Trend abgeschwächt. Die Finanzierbarkeit von Eigentum ist zwar weiterhin herausfordernd, aber doch besser geworden. Auch Anleger sind wieder verstärkt aktiv. Das hat in weiterer Folge dazu geführt, dass das Angebot bei Mietwohnungen im Jahresvergleich nach längerer Zeit wieder zugelegt hat.

Rahmenbedingungen für 2026 grundsätzlich positiv, neuer Wohnraum wird knapper
Für das Jahr 2026 erwarten wir einen weiteren moderaten Aufschwung, die Prognosen sind für alle Objekttypen positiver als zuletzt. Das aktuelle Zinsniveau, das derzeit noch gute Angebot und die steigende Nachfrage lassen uns optimistisch ins Jahr 2026 blicken. Herausforderungen sehen wir allerdings im Neubaubereich – sowohl im Bereich Miete als auch Kauf. Es wurde bzw. es wird viel zu wenig neu gebaut. Das wird dazu führen, dass in absehbarer Zeit mehr Nachfrage auf weniger Angebot trifft, mit dem Ergebnis, dass die Preise spätestens 2027/28 spürbar steigen werden“, erläutert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von RE/MAX Austria. „Hier ist die Politik gefordert, sehr zeitnah entsprechende Anreize zu setzten, damit der Neubau wieder angekurbelt wird und mehr Wohnraum auf den Markt kommt.“

RE/MAX 2025: mit Abstand erfolgreichstes Jahr – Höchstwerte bei Vermittlungszahlen und Honorarumsatz
RE/MAX, mit großem Abstand die Nummer 1 in der Immobilienvermittlung in Österreich, erzielte 2025 ein außerordentliches Ergebnis. Die Anzahl der verkauften Immobilien lag um +18,3 % über dem bisherigen Rekordjahr 2024. RE/MAX ist in den letzten Jahren in einem herausfordernden Marktumfeld stark gewachsen, hat 2025 mehr Immobilien verkauft als je zuvor. Das Transaktionsvolumen, das wir vermittelt haben, also der Wert der verkauften Immobilien, belief sich 2025 auf 2,76 Mrd. Euro, um +23,2% mehr als 2024 mit 2,25 Mrd. Euro.

Der Honorarumsatz konnte im Vergleich zum Jahr 2024 um stolze +20,4 % gesteigert werden. Auch das bisherige Rekordjahr 2022 konnte deutlich übertroffen werden, das Plus liegt bei +12,2 %. „Wir freuen uns über das mit Abstand beste Jahr in der Geschichte von RE/MAX in Österreich,“ so Reikersdorfer. Die Gründe für die großartige Entwicklung des RE/MAX Netzwerkes sind für Reikersdorfer vielfältig und nicht neu. „Die bekannteste Immobilienmakler-Marke in Österreich, das gelebte Netzwerk, die laufenden Investitionen in Technologie und Werbung auch in herausfordernden Zeiten, unsere Servicequalität dank Aus- und Weiterbildung und nicht zuletzt das positive Mindset in der Gruppe haben dem gesamten Netzwerk in den letzten Jahren massiv geholfen und ein stabiles Fundament gebildet. Dass wir uns im Jahr 2025 dermaßen gut entwickelt haben, macht uns stolz und gleichzeitig dankbar gegenüber unseren zahlreichen Kunden und all unseren Kolleginnen und Kollegen im RE/MAX Netzwerk. Derartige Erfolge sind nicht selbstverständlich und nur gemeinsam möglich.“

KI-Hype und Realität
Die Immobilieninteressenten, aber auch die Immobilienanbieter, werden von potenziell bahnbrechenden KI-Anwendungen geradezu überhäuft. Es ist eine Wette in die ungewisse Zukunft, auf welches der Pferde man schlussendlich setzt. Auf jeden Fall zeigt der aktuelle Trend, dass die Spitze der Hypekurve erreicht wurde und es jetzt Richtung alltagstaugliche und breitenwirksame Lösungen geht. „Uns ist es ein großes Anliegen, für unsere Kunden die beste und modernste Dienstleistung anbieten zu können. Dafür legen wir bei der Evaluierung brauchbarer Lösungen den Fokus auf nachhaltigen Mehrwert“, verrät Reikersdorfer. „Die Basis für das perfekte Kundenerlebnis ist die Verzahnung digitaler Tools und Prozesse, mit der emotionalen persönlichen Betreuung durch die Kolleginnen und Kollegen des RE/MAX Netzwerks," so Reikersdorfer weiter. „Mit dieser Vision im Kopf entwickeln wir stetig unsere Produkte weiter und haben unter anderem die remax.at nicht nur zu einer der bekanntesten, sondern auch zu einer der beliebtesten Plattformen bei Immobiliensuchenden gemacht. Das immersive Erleben der zukünftigen Traumimmobilie steht dabei auch auf unserem Zukunftsplan."

Neuerliche Auszeichnungen für RE/MAX
2025 erhielt RE/MAX Austria, wie bereits in den Jahren davor, den Superbrands-Award. Diese Auszeichnung bestätigt, dass die Marke RE/MAX in Österreich bekannt ist, geschätzt wird und Kunden und Geschäftspartnern die Sicherheit bietet, eine außergewöhnliche Dienstleistung zu erhalten.

RE/MAX Ziele für 2026
Für das Jahr 2026 hat RE/MAX in Österreich, wie auch in den vergangenen Jahren, erneut ambitionierte Ziele. „Wir haben auch 2025 in den Bereichen Technologie und Werbung massiv investiert. Das werden wir 2026 fortsetzen. Wir haben in den letzten Jahren eine sehr gute Basis für eine sichere und erfolgreiche Zukunft geschaffen, das bestätigen die Zahlen der letzten Jahre eindrucksvoll“, so Reikersdorfer.

Das RE/MAX Standortnetz wird auch 2026 weiter ausgebaut. Im ersten Quartal 2026 werden neue Standorte in Seekirchen (Salzburg-Umgebung), Hallein, Lieboch (Graz-Umgebung) und Oberwart eröffnen. In erster Linie stehen die Bundesländer Wien und Salzburg im Fokus, aber auch in den anderen Bundesländern gibt es noch ausreichend Wachstumsmöglichkeiten.

Neben neuen Franchise-Partnern ist im neuen Jahr auch das Wachstum der Mitgliederanzahl von zentraler Bedeutung. 650 Kolleginnen und Kollegen in der Immobilienvermittlung mit Ende 2025 sind ebenso ein neuer Spitzenwert wie die Gesamtmitgliederanzahl von über 900. RE/MAX bietet über ganz Österreich dynamischen, ehrgeizigen Persönlichkeiten einzigartige Karrierechancen − in einer Branche mit großem Potenzial. Speziell im letzten Jahr haben viele Branchenkolleginnen und -kollegen den Mehrwert der Marke RE/MAX erkannt und sind jetzt im RE/MAX Netzwerk tätig. Nähere Informationen dazu gibt es auf remax.at/karriere.

 

PROGNOSE IMMOBILIENMARKT 2026:
GRUNDSTIMMUNG: Zuversicht und Aufschwung bei allen Objekttypen
Während die Prognose für 2025 noch vom erwarteten Durchschreiten der Talsohle geprägt war, rechnen die österreichweit 650 RE/MAX-Experten für 2026 laut dem RE/MAX Real Estate Future Index (RREFIX) mit einem leichten Aufschwung in allen Bereichen. Bundesweit liegen 2026 alle Immobilientypen gegenüber 2025 im Plus – sowohl die Nachfrageentwicklung als auch die Angebotsbreite und auch der Preis. Diese Zuversicht über alle Bereiche hinweg ist bemerkenswerter als das eigentliche Ausmaß.

In Zahlen heißt das bundesweit für den Gesamtmarkt: +3,9 % mehr Nachfrage, +2,8 % mehr Angebot und +3,4 % höhere Preise. „Der stotternde Neustart 2025 ist überwunden, der Markt soll 2026 wieder unspektakulär, aber rund laufen“, fasst es Mag. Anton Nenning, Head of Research bei RE/MAX Austria zusammen. Die Veränderung der Parameter von 2025 auf 2026 ist naturgemäß nicht so dramatisch wie bei der Trendwende von 2024 auf 2025. Da lagen die Veränderungsaussichten noch bei +5,2 % für die Nachfrage und +5,4 % für das Angebot, während für die Preisentwicklung nur +0,3 % in Aussicht gestellt wurde.

17 Immobilienmarkt-Segmente in der Analyse
Wie in der Vergangenheit wurden für den RE/MAX Real Estate Future Index 2025 die 17 wichtigsten Typ- und Lage-Kombinationen und einige Ergänzungskategorien analysiert, und auf Bundeslandebene die Veränderungen zum vergangenen Jahr bei Angebot, Nachfrage, Preis abgefragt. Erstmals wurden alle Bundesländer bis auf Burgenland und Vorarlberg in einen Zentralraum und in die übrigen Bezirke geteilt und auch diese Regionen entsprechend ihrer Wichtigkeit in den einzelnen Immobilienkategorien gewichtet.

Preise steigen, meist unter der aktuellen Inflationsrate
Angesichts einer für 2025 erwarteten Inflationsrate (VPI) von +3,5 % sind die erwarteten Preisveränderungen von insgesamt +3,4 % eher inflationshemmend als -treibend. Im Detail sind nur Wohnungsneubauten, andere Großbauten und Luxusimmobilien von Preiserhöhungen über der Inflationsrate bedroht.

 

BUNDESLÄNDERVERGLEICH
Gemächlich in Oberösterreich und Burgenland, maßvoll in Wien, aber Vollgas in Tirol
„Regionale Unterschiede in den Erwartungshaltungen leiten sich einerseits ab von abweichenden topografischen Strukturen, andererseits von der Wichtigkeit von Exportwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Industrie. Einfluss haben aber auch Abweichungen beim Einkommen, bei der Bevölkerungsentwicklung und mitunter auch bei emotionalen Sichtweisen“, erklärt Nenning.

Die Veränderungen 2026 bei der Nachfrage werden nicht so dramatisch ausfallen wie ein Jahr zuvor. Damals stand noch die Trendwende auf dem Programm. Aber +6,4 % mehr Nachfrage in Tirol, +4,3 % in Kärnten und +4,1 % in Niederösterreich sind schon bemerkenswert, auch die jeweiligen +2,9 % in Oberösterreich und im Burgenland als kleinste Nachfragesteigerung sichern den positiven Trend ab. Das Angebot soll um + 4,0 % im Burgenland und um +3,9 % in Kärnten wachsen, minimal dagegen, um +0,3 %, im Bundesland Salzburg. Die generelle Preiserwartung reicht von +1,5 % in Salzburg und +2,0 % im Burgenland bis zu +4,0 % in Niederösterreich und +4,2 % in Wien.

TRENDS für IMMOBILIENTYPEN und LAGEN
Die bundesweiten Trends in den PREISSEGMENTEN und GRÖSSENKLASSEN im Detail
 
Bei den Wohnimmobilien insgesamt verändert sich der Schwerpunkt der Nachfrage: Sie soll diesmal im oberen Preissegment am stärksten zulegen, nämlich um +3,9 %, gefolgt vom mittleren Preissegment mit +2,8 % und dem unteren mit +2,5 %. In der Prognose für 2025 kam dagegen noch die Dynamik aus dem unteren. Auch für das Luxus-Preissegment dreht die Nachfrageerwartung von -0,9 % auf +1,4 %.

Damit sind die Nachfrageaussichten für 2026 im oberen Preisbereich um +4,3 Prozentpunkte (PP) optimistischer als für 2025, während sie im mittleren und unteren Preisbereich langsamer/weniger zulegen als 2025. Auf der Angebotsseite erwarten uns in allen Ebenen Zuwächse im Vergleich zu 2025: +3,2 % im oberen, +2,7 % im mittleren und +2,6 % im unteren Preissegment und im Luxusbereich eine Ausweitung um +1,1 %. Die Zuwächse liegen allerdings wieder unter jenen von 2025. Die Preisaussichten für 2026 nach Preisklassen zeigen Dynamik vor allem im Luxusbereich mit +4,3 % und im unteren Preissegment mit +3,4 %. Durchaus positiv, aber geringfügig milder, entwickeln sich das mittlere Preissegment mit +3,2 % und das obere mit +2,7 %.

Wohnungsgrößen: 2026 Preistendenzen ähnlich
Während die Prognose für 2025 konstante Preise für große Wohnungen, aber steigende für kleine Wohnungsgrößen sah, nähern sich die Preiserwartungen 2026 für beide Größenklassen wieder an. Ein Preisanstieg von +2,6 % für Wohnungen unter 65 m² und ein Zuwachs von +2,2 % bei Wohnungen über 65 m² wird erwartet.

Renner: Immobilientypen bunt gemischt
Während 2025 die Nachfrage nach Mietwohnungen die größten Veränderungen erwartet hat, sind 2026 die Wohnobjekte in Einzellagen mit +6,0 % und Ladenlokale mit +4,3 % gefolgt von Stadt- und Zinshäusern mit +4,2 % an der Spitze der Nachfrageveränderungen.

Wohnungen: Freie Mieten steigen stärker als Kaufpreise
Eigentumswohnungen haben in der Nachfrageerwartung für 2026 die Mietwohnungen eingeholt und überholt. Kaufobjekte sollen in zentralen Lagen und am Stadtrand mit +3,6 % mehr Nachfrage rechnen können, jene am Land mit +3,5 %, ein im historischen Vergleich geringer Abstand. Dagegen werden Mietwohnungen am Stadtrand zwar mit +3,7 % taxiert, jene im Zentrum aber nur mit +2,5 % und in Landgemeinden mit +2,7 %. Damit liegen mit einer einzigen Ausnahme alle Veränderungen der Nachfrage unter dem Veränderungsausmaß von 2025: Eigentumswohnungen am Land zeigen eine leichte Trendbeschleunigung. Da die Veränderungserwartungen 2026 durchwegs positiv sind und knapp beisammen liegen, sieht das Ranking spektakulärer aus, als die Unterschiede es vermuten lassen: Mietwohnungen am Stadtrand Rang sieben, Eigentumswohnungen am Stadtrand Rang acht, in zentraler Lage Rang neun, und am Land Rang zehn – auf Platz 13 die Mietwohnungen in Landgemeinden und auf 15 in zentralen Lagen.

Das Angebot an Wohnungen in zentralen Lagen soll um +3,5 % für Käufer und um +3,2 % für Mieter steigen. Stadtrand und Landgemeinden folgen mit Abstand: Die Auswahl an Stadtrandmietwohnungen soll sich um +2,9 % vergrößern; die der Eigentumswohnungen in gleicher Lage um +2,5 %, jene in Landgemeinden um +2,7 %. Fehlen noch die Mietwohnungen am Land mit +2,3 % mehr Auswahl. Bemerkenswert dabei ist, dass der Angebotszuwachs an Mietwohnungen schneller wird und bei den Eigentumswohnungen langsamer.

Die Wohnungspreise sollen für Neumieter (mit freier Mietzinsbildung) geringfügig stärker wachsen als für Käufer. In zentralen Lagen heißt dies: Mieten +4,0 %, Kauf +3,5 %. Am Stadtrand: Mieten +3,4 %, Kauf +2,9 % und in Landgemeinden: Mieten um +2,7 % und die Kaufpreise um +2,3 %. Damit ist die traditionelle Reihung Zentrum-Stadtrand-Land wieder hergestellt. Im Vergleich zur 2025er Prognose hat die Mietpreiseentwicklung an Dynamik verloren, jene bei den Kaufpreisen aber spürbar zugelegt, insbesondere am Land (+3,8 PP).

Attraktivitätsvergleich: Eigentumswohnungen zu Mietwohnungen
„Die Eigentumswohnungen sind aber im Kommen, denn die Veränderung in der Erwartungshaltung ist stärker als bei den Mieten, weil sie von einem niedrigeren Niveau aus gestartet sind. Wenn das 2025 so weiterläuft, werden die Eigentumswohnungen 2026 wieder die Nase vorne haben“, mutmaßte Nenning Anfang 2025. Genau dieser Fall ist nun eingetreten. Das RE/MAX Netzwerk, das beim letzten Marktvergleich des Branchenmediums „Immobilienmagazin“ die mit Abstand meisten Eigentumswohnungen vermittelt hat, rechnet also mit einem soliden Aufschwung. „Unsere Position zum Immobilieneigentum ist mittlerweile bekannt: Wer die Möglichkeit hat, sollte frühzeitig und damit rechtzeitig in Wohneigentum investieren, das spart langfristig Geld gegenüber der Miete. Das lässt sich leicht nachrechnen und gilt auch dann, wenn die Wohnung oder das Haus mit Kredit finanziert werden muss. Dass damit in Zeiten mit geringerem Einkommen, nämlich der Pension, dann auch geringere Wohnkosten anfallen, und damit mehr freies Einkommen zur Verfügung steht, kommt positiv dazu“, führt Reikersdorfer aus.

Penthouses, Lofts und Maisonetten: Aufschwung ohne Preisauftrieb
Einen stärkeren Schub erwartet 2026 die Nachfrage für Penthouses, Lofts und Maisonetten. Sie soll nach mehreren Jahren des Rückgangs und der Talsohle 2025 (+0,9 %) um +3,8 % steigen. Auch das Angebot soll um +2,9 % zulegen, damit kommt nach nur +0,9 % für 2025 wieder Schwung in den Markt. Preislich bleibt dieser Teilmarkt noch eher verhalten und mit +2,6 % spürbar unter der Inflation. „Das kann sich allerdings 2027 weiter dynamisieren, wenn das Muster den Wohnungen 2026 folgt“, prognostiziert Nenning.

Einfamilienhäuser: wieder vorne dabei
Für Einfamilienhäuser ist Rang sieben in der Nachfragesteigerung 2026 zu erwarten. +3,9 % für 2026 sind weniger als die für 2025 erwarteten +5,2 %, aber doch ein deutliches Zeichen am Markt, befinden die RE/MAX-Experten, die 2025 bundesweit jeden sechsten Einfamilienhauskauf begleitet haben. Das Angebot soll um +2,7 % wachsen und damit die erwartete Wachstumsrate für 2025 halbieren, jedoch ist noch mit keiner Marktenge zu rechnen. Beim Preis sieht man einen Aufschwung: Nach einer Erwartung von +0,1 % für 2025 lautet die Schätzung für 2026 +3,0 %. „Der Einfamilienhausmarkt gewinnt an Kraft und Festigkeit, die Nachfrage ist gut und die Preise entwickeln sich auf Höhe der Inflationsrate. Das Angebot kommt nicht ganz mit, somit beginnt sich eine leichte Aufwärtsspirale zu entwickeln, die jene begünstigt, die sich früher und schneller entscheiden“, erläutert Reikersdorfer. „Aktuell ist ein guter Zeitpunkt für einen Kauf.“

Wohnobjekte in Einzellagen: Wie Einfamilienhäuser, nur teurer
Während die Nachfrage für Wohnobjekte in Einzellagen von +5,0 % für 2025 im Jahr 2026 auf +6,0 % – der höchste Einzelwert in der 2026er-Prognose – steigen soll, wird sich das Angebot nur um +2,5 % erweitern, das ist nur der halbe Zuwachs von 2025. Auch die Preiserwartungen legen zu, von +1,0 % auf +3,4 %. Einzellagen sind also bei der Nachfrageentwicklung an der Spitze und bei der Preisentwicklung auf Rang vier.

Wochenendhäuser: in volatilen Zeiten nicht prioritär
Wochenendhäuser sind definitionsgemäß nicht alltagsnotwendig, sondern nur ein Lebensstil-Sahnehäubchen und daher auch ein Indikator, wie angespannt-konzentriert oder lässig-locker die generelle Zukunftserwartung gesehen wird. Mit +3,3 % bei der Nachfrage (nach -0,9 % für 2025), einer Angebotserwartung von +1,9 % und einer Trendwende in der Preiserwartung von -1,2 % auf +2,5 % lässt sich durchaus auf eine breite Front einer gewissen Zuversicht schließen.

Baugrundstücke
Im Immobilientypenranking sind die Baugrundstücke in der Nachfragedynamik auf dem vorletzten Rang 16 zu finden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die +2,6 % erwartete Nachfragesteigerung von den RE/MAX-Experten um +1,1 PP höher als für 2025 und sogar um +7,6 PP besser als für 2024 taxiert wird. Das Angebot soll 2026 um +3,3 % zulegen, das ist um +0,8 PP mehr als für 2025 angenommen. Die Grundstückspreise werden 2026 voraussichtlich um +3,5 % steigen, nach einer Erwartung für 2025 von nur +0,3 %. „Wenn die Nachfrage nach Baugrundstücken anzieht und das auch in den Preisen ihren Niederschlag findet, dann bewegt sich der Markt langsam in Richtung Normalisierung hin, auch wenn die absoluten Zahlen der Vergangenheit noch lange nicht erreichbar sein werden“, so Nenning.

Land- und forstwirtschaftliche Flächen: Bäume wachsen noch nicht in den Himmel, aber sie wachsen wieder
Die Nachfrage nach Land- und Forstwirtschaften für 2026 soll um +4,2 % zulegen; dann kommt sie nach einem erwarteten Rückgang für 2025 um -4,4 % erst wieder beinahe auf das Ausgangsniveau von 2024. Dennoch ist die Stimmungswende mehr als erwähnenswert. Auch das Angebot soll 2026 um +4,1 % (nach -1,3 % für 2025) wachsen, was insgesamt eine vermehrte Handelsaktivität erwarten lässt. Auch die Preiserwartung kommt zurück: +2,7 % für 2026 nach -4,2 % für 2025.

Stadt- und Zinshäuser: Trendwende erledigt!
In der Prognose für die Stadt- und Zinshäuser für 2025 lagen die Veränderungen für Nachfrage, Angebot und Preis noch unter Null, aber deutlich besser als für 2024, ein Aufwärtstrend mit noch negativen Vorzeichen also. Für 2026 setzt sich dieser Aufwärtstrend fort, durchbricht aber die Nulllinie: +4,2 % mehr Nachfrage (um +6,3 PP mehr als zuletzt), +3,3 % mehr Angebot (+2,8 PP über der 2025er Erwartung) und auch beim Preis ein Zuwachs von +2,5 % nach -2,9 % für 2025 sind schon starke Aufwärtsindikatoren.

Gewerbeimmobilien insgesamt
Die vier Gewerbeimmobilientypen Betriebsgrundstücke, Gewerbeobjekte, Ladenlokale und Büroflächen eint 2026 vor allem das Vorzeichen: Positiv. Das ist insofern erwähnenswert, weil dies so in der Vergangenheit schon lange nicht mehr vorkam.

Betriebsgrundstücke: wieder im Kommen
Die Nachfrage der Betriebsgrundstücke wird positiv! Nach -3,1 % für 2024 und -3,5 % für 2025 dreht sie auf +2,1%. Die Angebotsausweitung reduziert sich von+4,0 % für 2025 auf +2,7 % für 2026 und die Preiserwartungen für Betriebsgrundstücke drehen von -4,2 % auf +3,0 %.

Betriebs- und Gewerbeobjekte: folgen der Konjunktur
Auch die Betriebs- und Gewerbeobjekte sehen nach jahrelangen pessimistischen Aussichten wieder den Silberstreifen am Horizont: +3,0 % mehr Nachfrage (+5,2 PP optimistischer als zuletzt). Eine Ausweitung um +3,8 % mehr Angebot sind eine Trendwende, nämlich um -2,5 PP weniger als für 2025. Ein Preisanstieg um +2,8 % nach -3,9 % für 2025 ist eine Aufhellung um +6,6 PP.

Ladenlokale: Markt dreht sich ins Positive
Geschäftslokale waren jahrelang in der Beliebtheitsskala ganz unten. Wenn jetzt die Nachfrage um +4,3 % zulegen soll, dann heißt das jedoch nicht, dass plötzlich alle Geschäftslokale kaufen bzw. mieten werden, sondern nur, dass die Talsohle überwunden sein soll und der Wind sich gedreht hat, um +11,8 PP gegenüber 2024 und +9,3 PP gegenüber 2025. „Getragen kann das wohl nicht von kleinen Handelsbetrieben werden, sondern eher von Dienstleistern, die neu starten“, sagt Reikersdorfer. Auch dass die Angebotserwartung mit +3,9 % um -1,9 PP weniger zunehmen soll als 2025, passt dazu ins Bild und der Preisaufschwung um +3,9 % erst recht. Die Preiserwartung ist somit um +9,5 PP optimistischer als für 2025.

Büroflächen: Pendel schlägt zurück
Pandemie, Wirtschaftsflaute, Desksharing und Homeoffice-Trend haben den Büromarkt in der Vergangenheit erheblich belastet. Für 2023 bis 2025 waren Nachfrageeinbrüche von -0,5 %, -4,2 % und -6,7 % erwartet worden. Da sowohl die Homeoffice-Quote zurückgeht, als auch die Wirtschaft – zwar auf geringem Niveau, aber doch – wächst, steigt auch wieder der Bedarf an Büroflächen, zumindest im Vergleich zum letzten Jahr. Um +2,2 % soll die Nachfrage wieder zurückkommen und gegenüber dem Jahr 2025 steigen. Das Angebot soll 2026 zwar um +3,0 % zulegen, dies ist aber um -1,5 PP weniger als für 2025 und beim Preis erwarten die RE/MAX-Gewerbeexperten einen Anstieg um +3,2 %. Diese Aussicht ist um +7,2 PP zuversichtlicher als für 2025. „Mit den Preisprognosen der vier Gewerbeimmobilientypen zwischen +2,8 % und +3,9 % stellt sich die Situation für 2026 wesentlich zuversichtlicher und positiver dar als noch vor einem Jahr, als die Bandbreite für Commercial-Immobilienpreisaussichten zwischen -3,9 % und -5,5 % lag. Aber für zufriedenstellende Vermittlungserfolge bleibt ‚Netzwerk und Vernetzsein‘ weiterhin ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor“, erläutert Nenning.

 

PROGNOSEN und KOMMENTARE für die B U N D E S L Ä N D E R

 

WIEN

PROGNOSE Immobilienmarkt WIEN 2026

Generell
Die Nachfrage insgesamt soll nach -0,1 % für 2024 und +6,0 % für 2025 im Jahr 2026 um +3,7 % wachsen, wenngleich um -2,3 PP weniger als zuletzt. Das Wiener Immobilienangebot soll um +2,7 % steigen, um -1,9 PP weniger als 2025. Die Preisaussichten steigen minimal von +3,4 % im Jahr 2025 auf +4,2 % im Jahr 2026, also um +0,8 PP.

Eigentumswohnungen
In zentralen Lagen sollen 2026 die Preise für Eigentumswohnungen um +4,0 % steigen (2025: +5,5 %), am Stadtrand um +3,3 % (2025: +2,9 %). Damit verringert sich der Preistrend in zentralen Lagen um -1,5 PP, während er am Stadtrand um +0,4 PP zulegt.

Mietwohnungen
Neu abgeschlossene Mieten mit freier Mietzinsbildung sollen in zentralen Lagen 2026 um +4,6 % ansteigen (2024: +3,5 %, 2025: +6,9 %). Das ist um -2,3 PP weniger als in der Prognose 2025. Am Stadtrand sollen Mietneuabschlüsse (freier Mietzins) um +3,8 % steigen (2024: +2,5 %, 2025: +6,1 %), eine Trendwende um -2,3 PP.

Einfamilienhauspreise
Den RE/MAX-Experten zufolge sollen 2026 in Wien die Einfamilienhauspreise um +3,2 % nach oben klettern (2024: -4,3 %, 2025: +2,3 %); jene von Stadt- und Zinshäusern um +2,6 % (2024: -6,3 %, 2025: +0,3 %). Bei den Einfamilienhäusern ist es eine um +0,9 PP und bei den Stadt- und Zinshäusern eine um +2,3 PP optimistischere Sicht als zuletzt.

Baugrundstückspreise sollen 2026 um +4,8 % teurer werden, nach +3,5 % im Jahr 2025 und damit eine Steigerung um +1,3 PP.

Maisonettes, Lofts und Penthouses
In diesen Immobilienkategorien ist 2026 voraussichtlich mit einer Preissteigerung von +2,7 % zu rechnen. Für 2025 war noch ein Plus von 1,8 % angesagt, 2024 gar -0,9 %.

Innen- vs. Außenbezirke
Generell ist das Nachfrageplus in den inneren Bezirken mit +3,5 % unwesentlich geringer als in den Außenbezirken mit +3,7 %, nämlich um -0,2 PP. Auch die Preise sollen sich ähnlich entwickeln: +3,5 % (innen) zu +4,4 % (außen). Die größte Differenz liegt beim Angebot, denn dieses soll näher dem Zentrum um +3,9 % und weiter außen um +2,3 % mehr werden. Starke Parallelen sind auch bei den Eigentumswohnungen in Toplagen zu erwarten. Bei der Nachfrage stehen sich +3,5 % (Innenbezirke) und +3,0 % (Außenbezirke) gegenüber. Beim Preis sind es +3,5 % zu +4,2 %. Ähnlich sind die Erwartungen bei den Mietwohnungen in guter Lage. Das Nachfrageplus liegt in den zentrumsnahen Bezirken bei +2,4 % und im übrigen Wiener Gebiet bei +2,6 %. Die frei vereinbarten Mietpreise ziehen in innerer Toplage mit +4,8 % minimal stärker an als in den Außenbezirken mit +4,6 %. Fast ident das gesteigerte Angebot: +3,6 % (innen) und +3,7 % (außen).  

 

KOMMENTAR WIEN 4, 10, 21 – Wilhelm Fetscher, RE/MAX DCI-Gruppe
„In den Wiener Bezirken Favoriten, Floridsdorf und Donaustadt herrscht noch ein Überangebot an Neubauwohnungen. Es wurde teuer Grund gekauft und teuer gebaut und erst nach Beginn der Krise fertiggestellt, sodass die Immobilien nun oftmals nicht wirklich marktfähig sind.“

„Die Preise innerstädtischer Mietobjekte steigen spürbar. Dieser Trend wird anhalten, weil zu wenig Neubauprojekte in diesen Bezirken auf den Markt kommen.“

„In und um Wien kaufen derzeit viele Interessenten mit Migrationshintergrund, weshalb wir auch in unserem Team viele Mitarbeiter unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Sprachkenntnissen haben.“

„Es wird in und um Wien in Summe viel zu wenig gebaut, was in den kommenden Jahren in einer Wohnungsnot münden wird. Ich hoffe, dass der Staat bald erkennt, dass sinnvolle und nützliche Förderungen von Wohnraum, wie frühere zweckgebundene Wohnbauförderungen, das Gebot der Stunde für die kommenden Jahre und Jahrzehnte sind, und nicht künstliches Eingreifen in den Markt.“



KOMMENTAR Wien 3
– Mag. Bernhard Jakob, RE/MAX Trend
„Zweizimmerwohnungen werden derzeit vermehrt nachgefragt und bevorzugt als Kapitalanlage verwendet. Auch Vierzimmerwohnungen gehen gut, diese werden vorwiegend von Familien selbst genutzt.“

„Das Angebot von gebrauchten Eigentumswohnungen der Baujahre ab 1960 ist mehr geworden. Sanierte Dachgeschoß-Wohnungen finden sich am Markt derzeit weniger.“

„Außenflächen und ein Personenaufzug stehen ganz oben auf der Prioritätenliste von Suchkunden. Geachtet wird aber auch auf die Heizform und die Energieeffizienz.“

„Wir erleben vermehrt, dass Vermieter aufgrund der politischen Änderungswünsche fast schon ‚Angst‘ vor Mietern haben. Zum einen wird ab 2026 die Mindestbefristung für neue befristete Mietverträge von drei auf fünf Jahre erhöht, zum anderen gelten neue Vorgaben bei der Wertsicherung bei neuen Mietverträgen.“

 

KOMMENTAR Wien 13 – Johanna Prosenik, RE/MAX First
„Bei leistbaren Objekten gibt es eine starke Nachfrage. Aber auch das obere Luxussegment funktioniert, sofern Lage und Qualität stimmen – sonst herrscht hier eine eher zögerliche Nachfrage. Ein Grund sind strengere Kreditvergaberegeln, die die Nachfrage im hochpreisigen Segment bremst, während leistbare Objekte stark im Fokus stehen.“

„Die Mieten sind deutlich gestiegen, dadurch wächst der Druck auf den Mietmarkt und gleichzeitig der Wunsch, langfristig Eigentum zu schaffen – sofern es finanzierbar ist.“

„Eigentumswohnungen, vor allem jene, die in den letzten zehn bis 15 Jahren gebaut wurden, sowie Bauträgerobjekte im mittleren bis gehobenen Preissegment werden mehr angeboten, teilweise auch Anlegerwohnungen, die wegen Zinsen, Steuer- und Mietrechtsthemen wieder auf den Markt kommen. Leistbare Mietwohnungen in guten Lagen sind schwieriger zu finden, ebenso Einfamilienhäuser und klassische Familienhäuser in sehr guter Lage.“

„Die Mietpreise sind deutlich gestiegen, insbesondere in guten Lagen und beim Neubau. Bei den Preisen von Eigentumswohnungen setzt mittlerweile eine Stabilisierung ein. Allerdings zeigen teurere, grüne Bezirke wie Hietzing weiterhin ein hohes Preisniveau und kaum Korrekturen.“

„Prioritäten bei der Immobiliensuche sind die Energieeffizienz, Freiflächen, eine gute Öffi-Anbindung und die Gesamtkosten bzw. die Leistbarkeit. Auch Homeoffice-taugliche Grundrisse bleiben wichtig.“

Verkäufer zeigen mittlerweile eine höhere Bereitschaft, unrealistische Preisvorstellungen zu verwerfen und den Preis an den Markt anzupassen. Auch bei Vermietern sehen wir dahingehend eine Veränderung, als dass sie selektiver sind bei der Mieterauswahl. Sie achten mehr auf die Bonität, das Beschäftigungsverhältnis und die Familienkonstellation. Auch haben sie ein größeres Bewusstsein bezüglich Mietrecht, Befristungen und Indexierung.“

„Unsere Wünsche an die Politik wären flexiblere und zielgerichtete Anpassungen der Kreditvergaberichtlinien, damit solide Haushalte leichter Eigentum erwerben können. Wünschenswert wäre auch eine Beschleunigung und Digitalisierung von Bau- und Umbaugenehmigungen, aber auch stärkere Förderungen für thermische Sanierungen und nachhaltige Heizsysteme.“

„Der Mietmarkt bleibt angespannt, die Mieten auf hohem Niveau, aber die Dynamik könnte sich etwas beruhigen. Auch für den Eigentumsmarkt sehen wir nach einer Korrekturphase eher eine Stabilisierung. In guten Lagen ist eine leichte Aufwärtstendenz möglich, vor allem bei qualitativ hochwertigen Objekten. Gute Objekte mit realistischer Preisgestaltung werden weiterhin gut verkäuflich sein. Aber: Verkäufer müssen sich weiterhin auf längere Vermarktungs- und Entscheidungsprozesse einstellen.“

 

KOMMENTAR Wien 14 – Mag. Manfred Zeilinger, MBA, RE/MAX Emotion
„Zwei- bis Dreizimmerwohnungen im mittleren Preissegment werden besonders nachgefragt, bevorzugt in Grün- und Ruhelagen. Das Angebot von Mietwohnungen ist geringer geworden, stattdessen gibt es mehr Einfamilienhäuser und Grundstücke.“

„Teilweise haben Verkäufer immer noch unrealistische Preisvorstellungen.“

„Die Vermarktungszeiten sind in den letzten zwei, drei Jahren länger geworden. Der Weg zum Vertragsabschluss ist herausfordernder geworden, speziell im Zusammenhang mit einer Fremdfinanzierung.“

„Für die zukünftige Marktlage sehen wir eine leichte Erholung, die Tendenz ist positiv.“

 

 

BURGENLAND

PROGNOSE Immobilienmarkt Burgenland 2026

Generell
Die Nachfrageprognosen für das Burgenland waren in den vergangenen Jahren recht volatil. 2023 sahen die burgenländischen RE/MAX-Experten einen Einbruch bei der Nachfrage von -15,5 %, 2024 eine trendmäßige Erholung, aber immer noch einen Rückgang von -8,9 %. 2025 wiederum sollte gar der Aufschwung von 2022 (+7,3 %) mit einem Plus von 8,1 % übertroffen werden. Für 2026 verrät die Prognose eine Konsolidierung bei +2,9 %, also eine positive Entwicklung, wenngleich um -5,2 PP geringer als im Vorjahr. Der Trend zu mehr Angebot hat sich zwar abgeschwächt, ist aber nach wie vor positiv: Waren es +10,2 % für 2024 und +7,1 % für 2025, sollen es 2026 +4,0 % sein und damit die höchste Steigerung unter allen Bundesländern. Die Preisentwicklung hält sich gegenüber dem Vorjahr stabil und ändert sich von -12,5 % (2024) und +1,0 % (2025) um +1,0 PP auf +2,0 % für 2026.  

Einfamilienhäuser
Die Preiserwartung steigt im Burgenland mit +2,1 % moderat an, eine geringe Veränderung um +1,5 PP gegenüber der 2025er Vorschau. Das Angebot soll um +1,7 % größer werden und die Nachfrage soll sich um +2,5 % steigern.

Eigentumswohnungen
2024 ist die Preiskurve in sehr guten Lagen noch um -5,4 % gefallen, 2025 ließ sich eine leichte Steigerung von +0,2 % erkennen und 2026 sollen die Preise um weitere +1,5 PP, nämlich um +1,7 % steigen. Eine Trendumkehr wird am Stadtrand erwartet. Nach Preisrückgängen von -8,1 % (2024) und -0,9 % (2025) sollen die Preise 2026 um +1,9 % nach oben gehen. Auch in Landgemeinden wird eine Preissteigerung von +1,3 % vorausgesehen.

Mietwohnungen
Neu abzuschließende Wohnungsmieten mit freier Mietzinsbildung in Toplagen sollen auch im Burgenland steigen, nämlich um +1,8 %. 2025 lag die Prognose noch bei +6,2 % und 2024 bei +0,7 %. Am Stadtrand wird mit einer ähnlichen Mietzinsentwicklung gerechnet, nämlich mit +1,4 % und am Land mit +1,1 %.

Baugrundstücke
Die Preisprognose lässt eine Trendumkehr erkennen, und zwar von -9,1 % (2024) und -0,3 % (2025) auf +2,0 % im Jahr 2026. Ähnlich hoch sollen Nachfrage und Angebot nach oben klettern, nämlich jeweils um +2,4 %.

KOMMENTAR Burgenland - Roswitha Knebelreiter – RE/MAX P&I – Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg, Bruck/L.
„Eigentumswohnungen für Anleger und Grundstücke wurden im vergangenen Jahr weniger nachgefragt. Ausreißer nach oben bei der Nachfrage gibt es hingegen bei Einfamilienhäusern. Vor allem Einfamilienhäuser mit modernster Architektur und Ausstattung oder Immobilien direkt am See, besonders in Neusiedl am See und Weiden am See sind davon betroffen.“

„Bei Einfamilienhäusern gibt es nicht nur mehr Nachfrage, sondern auch mehr Angebot, speziell im Raum Neusiedl am See.“

Fallende Preise sehen wir vor allem bei gebrauchten Wohnungen, besonders im Obergeschoß ohne Lift und in kleinen Gemeinden mit schlechter Verkehrsanbindung bzw. Infrastruktur. Hochpreisiger sind hingegen Wohnungen im Neubau.“

„Wir merken, dass Kunden immer mehr eine perfekte und genaue Aufbereitung der Immobilien erwarten, vor allem aber die Vorlage aller baulichen Genehmigungen. Auch die Entscheidungsfindung dauert länger, weshalb sich auch die Vermarktungszeiten erhöht haben. Allerdings sind Kunden mittlerweile eher bereit, ihren Such-Umkreis auszudehnen.“

„Das junge Publikum unter den Verkäufern möchte sich aus Zeitmangel nicht mehr selbst mit der Vermarktung auseinandersetzen. Geschätzt werden auch die fachliche Beratung und die Rechtssicherheit.“

Bauträgerobjekte gibt es weniger. Dafür sind Fertigteilhäuser wieder etwas stärker gefragt und Sanierungen bzw. der Umbau boomen, was auch an den verschiedenen Förderungen liegt.“

„Die Marktlage sollte sich in der Zukunft weiter erholen.“


KOMMENTAR Burgenland - Mag. Daniela Weiss, akad.IM – RE/MAX P&I – Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg, Bruck/L.
„Mehr Nachfrage gibt es bei Altbestand und Einfamilienhäusern unter 400.000 Euro, weniger Nachfrage bei Luxusimmobilien. Regional ging die Nachfrage in Bruck/Leitha, Richtung Wien, nach oben. Gemeinden mit wenig Infrastruktur, wie Hollern oder Deutsch-Haslau sind weniger gefragt. Ausreißer mit wenig Nachfrage sind auch Immobilien mit viel Grund oder viel Nutzfläche.“

„Wer ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung sucht, findet ein gutes Angebot vor, etwas weniger Angebot gibt es bei Mietobjekten.“

„Die Preise haben sich in der Region nicht auffallend verändert.“

„Im Luxusbereich sind Verkäufe nur dann möglich, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und wenn nach hohen Standards gebaut und auch eingerichtet wurde. In unserer Gegend liegt im Wohnbereich die Preisobergrenze bei 1,2 Millionen Euro.“

Mietwohnungen lassen sich schnell vermieten, denn die Mieter sind vor allem bei kleinen Objekten bereit, in Relation mehr zu bezahlen und wechseln auch öfters die Wohnung.“

„Die großen Anleger sind vermehrt weggefallen, die Kleinanleger sind da und beleben vor allem den Wohnungseigentumsmarkt bis zu 220.000 Euro.“

Bauträger sind in unserer Region aktuell nur wenige am Markt und diese haben meist große Schwierigkeiten, das Erbaute zu verkaufen. Teilweise werden Grundstücke wieder unbebaut abgestoßen. Auch beim privaten Hausbau stagnieren die Grundstückskäufe, da für viele Grundstückserwerb plus Hausbau nicht mehr finanzierbar sind. Daher boomen Umbau und Sanierung von Altbeständen. Leistbare Liegenschaften mit Sanierungsbedarf sind weiterhin gefragt.“

 

KOMMENTAR Burgenland - Karin Egger – RE/MAX Thermal – Südburgenland, Oststeiermark
„Bungalows, Streckhöfe und Vierkanter haben mehr Nachfrage. Besonders begehrt: Alleinlage, Ruhelage, Aussichtslage, aber die Infrastruktur in der Nähe, das heißt mit dem Auto ca. 20 Fahrminuten entfernt. Weniger gut gehen Mehrfamilienhäuser, sprich Stockhäuser.“

„Häuser aus den 1960ern und renovierungsbedürftige Häuser gibt es mehr am Markt. Knapper ist das Angebot bei sofort beziehbaren Immobilien mit minimalen Sanierungsmaßnahmen. Mehr Angebot findet sich vor allem in den Bezirken Güssing und Jennersdorf.“

Käufer sind Personen, die speziell das burgenländische Klima, aber auch die leistbaren Immobilien suchen.“

„Die Vermarktungszeiten wurden aufgrund des guten Angebotes und der Unentschlossenheit der Interessenten zwar länger, es gibt aber auch Ausnahmen.“

„Privaten Einfamilienhausneubau gibt es aufgrund der hohen Baukosten weniger. Auch bei sanierungsbedürftigen Immobilien wird oft nur das Notwendigste gemacht.“

„Gebrauchte Wohnimmobilien werden auch künftig gefragt sein. Bauträgerobjekte gibt es bei uns momentan kaum, aber Grundstücke werden wieder gekauft und auch verkauft, da es die Baulandmobilisierungsabgabe im Burgenland gibt.“

 

 

KÄRNTEN

PROGNOSE Immobilienmarkt Kärnten 2026

Generell
Die Immobiliennachfrage soll in Kärnten um +4,3 % nach oben gehen, das liegt um +0,3 PP über dem Bundestrend und bedeutet eine Abschwächung um -0,5 PP gegenüber 2025, aber eine Verstärkung um +7,7 PP gegenüber 2024. Generell steigt die Nachfrage nach Wohnraum mit +5,4 % in den anderen Landesteilen stärker als im Zentralraum Kärntens mit +3,4 %. Die Angebotsentwicklung ist mit +3,9 % positiv prognostiziert, wenngleich auf geringerem Niveau als zuvor (2024: +9,2 %, 2025: +8,7 %). Die Preistendenz lässt ein Plus von 2,9 % erwarten und liegt damit nur um -0,4 PP unter dem nationalen Preisplus. Dennoch ein regional erfreulicher Trend, denn für 2025 lautete die Preisprognose noch -5,0 % und für 2024 -3,1 %. Deutlich sind die Unterschiede bei den regionalen Preistendenzen: +3,8 % im Zentrum und +1,5 % in den äußeren Bezirken.

Eigentumswohnungen
Nach drei Jahren in Folge mit negativen Preistendenzen, sollen 2026 in Toplagen die Preise nunmehr um +2,9 % nach oben gehen. Für 2025 lautete die Prognose noch -4,6 %. Am Stadtrand rechnen die Kärntner RE/MAX-Experten mit einem Preisanstieg von +2,3 %, nach -5,9 % für 2025 und -3,7 % für 2024. In Landgemeinden sollen die Kaufpreise ähnlich steigen wie am Stadtrand, nämlich um +2,1 %. Auch hier waren die Preisprognosen mit -9,1 % (2025) und -4,3 % (2024) rückläufig. Im Zentralraum steigt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in guten Lagen 2026 um +2,7 %, am Stadtrand um +4,7 % und in Landgemeinden um +3,1 %. Außerhalb der Region Klagenfurt-Villach zeigt sich ein Nachfrageplus in zentralen Lagen von +4,0 %, am Stadtrand +4,5 % und in Landgemeinden +3,3 %.

Mietwohnungen
In guten Lagen mit freier Mietzinsbildung sollen Neuabschlüsse um +3,0 % über den Abschlüssen von 2025 liegen, am Stadtrand um +2,1 % und in Landgemeinden wird eine Preisanpassung von +2,4 % erwartet. In zentralen Lagen des Kärntener Zentralraumes sollen 2026 die Mietpreise um +3,4 % steigen, in zentralen Lagen außerhalb des Zentrums jedoch nur um +1,9 %.

Einfamilienhäuser
Für 2026 sehen die RE/MAX-Experten eine Kehrtwende: Lautete die Preisprognose für 2024 -5,2 % und für 2025 -4,7 %, soll es 2026 ein Plus von 2,5 % sein. Vom bundesweiten Trend ist dies eine Abweichung von nur -0,5 PP. Im Zentralraum sollen die Preise um +3,6 %, in den anderen Landesteilen um +1,5 % wachsen.

Baugrundstücke
Die Tendenzen bei den Baugrundstücken haben sich bei Nachfrage und Angebot weiter verbessert: So soll die Nachfrage 2026 um +2,9 % mehr werden (2025: +0,6 %) und das Angebot um +3,8 % (2025: +2,0 %). Statt einem Preisrückgang (2025: -2,6 %) wird im neuen Jahr allerdings mit einer Preissteigerung von +2,3 % gerechnet.

 

KOMMENTAR Kärnten – Klagenfurt, Klagenfurt Land - Daniel Lobnik, MSc, RE/MAX Pro – Klagenfurt„Immobilien mit gesteigerter Nachfrage sind Eigentumswohnungen mit Freiflächen, Einfamilienhäuser, Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern und Freifläche sowie Grundstücke in Randlagen mit guter Erreichbarkeit. Weniger gut nachgefragt sind sanierungsbedürftige Häuser, Luxusobjekte ab ca. 1 Million Euro – ausgenommen Seeobjekte – und Gewerbeobjekte mit schlechter Lage. Toplagen wie Kreuzbergl, St. Martin, die Innenstadt oder Seenähe sind immer gefragt, ebenso Häuser bis ca. 350.000 Euro. Warum? Weil die Finanzierung bis zu dieser Preisgrenze noch machbar ist. Alles darüber lässt sich schwerer finanzieren. Die angekündigte KIM-„Erleichterung“ hat nicht die erwarteten deutlichen Verbesserungen gebracht. Auch Energiepreise spielen eine Rolle. Dies wird sich vermutlich auch im Jahr 2026 nicht ändern.“

„Bei alten unsanierten Wohnungen und bei Bauträgerobjekten gibt es ein Überangebot. Das liegt an den hohen Bau- bzw. Umbaukosten, die sich viele nicht leisten können.“

„Sanierungsbedürftige Häuser werden tendenziell günstiger, bezugsfertige sanierte Objekte bleiben preislich unverändert bzw. werden leicht teurer.“

„Leistbare Mietangebote werden weniger, die Nachfrage nach Miete aber höher. Wohnungen mit Freiflächen werden gewünscht, sind aber kaum verfügbar. Besonders kleine Wohnungen sind stark gefragt.“

Beratung, Kundenbindung und Seriosität sind wichtiger denn je. Auch Transparenz beim Preis und bei der Vermarktungsdauer sind unerlässlich.“

 

KOMMENTAR Kärnten – Klagenfurt, Klagenfurt Land, Völkermarkt - Ing. Dietmar Knapp, RE/MAX My Home – Klagenfurt, Völkermarkt
„In der Region werden vor allem Einfamilienhäuser vermehrt nachgefragt und es gibt auch ein Mehr an Angebot. Weniger gefragt sind Grundstücke.“

Sanierungsbedürftige Häuser sind oft nur nach Preiskorrekturen verkäuflich, denn auch durch hohe Sanierungskosten entstehen Herausforderungen bei der Finanzierung.“

„Während es für den privaten Einfamilienhausbau nur wenig Nachfrage nach Grundstücken gibt, sehen wir, dass die Bautätigkeit bei den Bauträgern langsam wieder in Fahrt kommt.“

 

 

NIEDERÖSTERREICH

PROGNOSE Immobilienmarkt Niederösterreich 2026
Die Summe der Prognosen der RE/MAX-Experten in Niederösterreich ist der nationalen Vorschau nicht unähnlich, weil es als größtes Flächenbundesland, zusammen mit Oberösterreich und der Steiermark, entsprechend den Trend stark mitbestimmt.

Generell
Nach zwei Jahren mit Nachfragerückgängen (2023: -11,3 %, 2024: -4,4 %) soll nach 2025 (+2,8 %) nun das zweite Jahr mit einem Anstieg der Nachfrage folgen. Für 2026 lautet die Prognose +4,1 %. Auch das Angebot soll im neuen Jahr wieder wachsen, und mit +3,5 % um nur -0,3 PP geringer als noch in der 2025er Vorschau. Die Preiserwartung ist noch optimistischer und wird mit +4,0 % prognostiziert, eine Trendumkehr nach den Jahren 2025 (-0,2 %) und 2024 (-7,0 %). Im Speckgürtel ist die Nachfrage mit +4,4 % nur unwesentlich größer als in anderen Landsteilen mit +3,9 %. Der Unterschied bei der Preisentwicklung mit +4,2 % im Speckgürtel bzw. +3,9 % im restlichen Niederösterreich ist ebenfalls kaum nennenswert.

Einfamilienhäuser
Im Bundesland mit der höchsten Anzahl an Einfamilienhäusern rechnen die RE/MAX-Experten damit, dass sich die Nachfrage steigern wird. Nach -2,4 % im Jahr 2024 und +5,7 % im Jahr 2025 stehen die Zeichen auch 2026 mit +4,0 % auf Wachstum. Das Angebot wird nach prognostizierten +5,9 % für 2024 und +6,9 % für 2025 weiterhin – wenn auch geringer – um +3,0 % wachsen. Die 2023 (-5,9 %) und 2024 (-5,5 %) noch sinkenden Preise drehten 2025 in der Prognose auf
+0,8 % und sollen auch 2026 um weitere +3,6 % steigen. Für den Speckgürtel erwarten die RE/MAX-Experten bei den Einfamilienhäusern ein Nachfrageplus von +5,8 % und eine Preiserhöhung von +4,1 %. In den anderen Landesteilen rechnen sie mit +3,0 % bei der Nachfrage und mit einem Anstieg des Preises um +3,3 %.

Baugrundstücke
Nach Nachfragerückgängen von -5,7 % für 2023 und -3,6 % für 2024, folgte 2025 eine Kehrtwende und ein Anstieg von +1,0 %. Dieser positive Trend soll sich mit +3,6 % 2026 verstärken. Beim Angebot wird erwartet, dass es sich mit +3,3 % um +2,7 PP mehr erweitern wird als im Jahr davor (+0,6 %). Dementsprechend fällt auch die Preiserwartung aus: +3,9 % für 2026 nach +1,0 % für 2025 und -3,0 % für 2024.

Einzellagen
Stand die Nachfrage 2023 und 2024 noch mit -9,4 % bzw. -1,2 % unter negativen Vorzeichen, erkannten die niederösterreichischen RE/MAX-Experten bereits für 2025 einen positiven Umschwung auf +4,0 %. 2026 soll sich dieser Trend verstärken und die Nachfrage um +6,5 % weiter anschwellen lassen; das ist in Niederösterreich die höchste Nachfragesteigerung unter allen Immobilientypen. Die Preiserwartung bewegte sich von -4,3 % im Jahr 2024 hin zu +0,9 % für 2025 und landet im neuen Jahr bei +4,0 % und liegt damit um +0,6 PP über dem Bundestrend.

Wochenendhäuser
Kurzzeitdomizile werden 2026 wieder mehr nachgefragt werden. Lag die Prognose für 2025 bei -3,1 % sollen es 2026 +3,1 % werden, folglich eine Steigerung um +6,2 PP. Das Angebot bleibt mit +1,6 % im Plus und auch der Preis soll gegenüber dem Vorjahr um +2,5 % anziehen.  

Eigentumswohnungen
In zentralen Lagen hat sich die negative Nachfrageerwartung von -2,6 % für das Jahr 2024 in eine Nachfrageplus von +5,7 % im Jahr 2025 umgewandelt. 2026 ist die Erwartung ebenfalls positiv, aber mit +4,8 % um -0,9 PP abgeflacht. Demnach soll bei +3,4 % mehr Angebot auch die Preisentwicklung von +2,0 % (für 2025) auf +3,8 % für 2026 nach oben gehen. An den Stadträndern zeigt sich die Lage fast identisch: Die Nachfrage steigt ebenfalls um +4,8 % (2025: 4,5 %) und auch die Preisentwicklung liegt mit +3,7 % (2025: -0,4 %) nur knapp unter jener in den zentralen Lagen. Nur die Angebotserweiterung wird am Stadtrand mit +2,5 % etwas geringer ausfallen. In Landgemeinden steigt der Preis etwas weniger, nämlich um +2,9 %. Zwischen Speckgürtel und Nichtspeckgürtel sind bei Eigentumswohnungen in zentralen Lagen die Unterschiede wenig sichtbar. Bei der Nachfrage stehen sich +5,0 % (Speckgürtel) und +4,6 % (Nichtspeckgürtel) gegenüber. Beim Preis sind es +4,6 % zu +3,0 %.

Mietwohnungen
Für neu abgeschlossene Mieten mit freier Mietzinsbildung steigt in zentralen Lagen die Nachfrage um +3,0 %, das ist um -6,6 PP weniger als 2025. Die Preisentwicklung hält sich stabil: Waren es 2025 +4,6 %, so soll 2026 die Miete um +4,4 % nach oben klettern. Bei Mietwohnungen am Stadtrand soll die Nachfrage nach einem Plus von 7,0 % im Jahr 2025 auf eine Steigerung von +4,7 % abflachen. Das Angebot geht um +3,2 % nach oben und der Preis auch fast gleich stark um
+3,7 % mit. In den Landgemeinden sind die Änderungen in allen drei Kategorien sehr ähnlich: +3,0 % bei der Nachfrage, +2,7 % beim Angebot und +3,1 % beim Preis. Bei den Mietwohnungen liegt das Nachfrageplus in Toplagen im Speckgürtel bei +3,1 % und im übrigen Gebiet bei +3,0 %. Die frei vereinbarten Mietpreise ziehen im Speckgürtel mit +5,7 % jedoch etwas stärker an als in den übrigen Bezirken, wo es um +3,0 % teurer werden soll.

 

KOMMENTAR Niederösterreich – Speckgürtel Süd - DI Andreas Hornyik, MBA, Michael Kölch, BA, RE/MAX Welcome – Baden
„Es kommt natürlich immer auf die Immobilie an, aber tendenziell sind günstige, teilweise auch sanierungsbedürftige Häuser und gut ausgestattete, neuere Drei- und Vierzimmerwohnungen sehr gefragt. Bei guten Lagen in und um die Stadtzentren mit entsprechender Infrastruktur ist die Nachfrage grundsätzlich immer besser als bei Immobilien, die etwas außerhalb der Stadtzentren liegen.“

„Einzugsfertige Einfamilienhäuser ohne Sanierungsbedarf in der und um die Stadt Baden gibt es leider zu wenig am Markt. Hier übersteigt die Nachfrage das Angebot spürbar.“

„Die Preise für Häuser und Wohnungen in weniger beliebten Lagen haben leicht nachgegeben, vor allem aufgrund der strengeren Regeln der Banken bei der Kreditvergabe und der daraus resultierend geringeren Anzahl an Kaufinteressenten.“

„Die Anzahl der Kaufinteressenten, die eine Immobilie primär zu Anlagezwecken kaufen, ist aufgrund der gestiegenen Finanzierungszinsen etwas zurückgegangen, wobei die Nachfrage langsam wieder steigt.“

 

KOMMENTAR Niederösterreich – Speckgürtel West - Wilhelm Fetscher, RE/MAX DCI-Gruppe – Mödling, Tulln-Purkersdorf, Korneuburg
„Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, ist die Nachfrage überall in der Region gut. Wir erzielen aber kaum irgendwo historische Bestpreise, außer die Lage oder die Liegenschaft selbst sind einzigartig oder zumindest außergewöhnlich. Aber da, wo viel Vergleichbares vorhanden und der Preis nicht attraktiv genug ist, ist die Nachfrage weniger. Ausreißer gibt es in puncto Nachfrage bei Mietobjekten in all unseren Regionen, weil durch die Erschwernisse bei der Finanzierung das Schaffen von Eigentum oft schwer möglich ist.“

„Beim privaten Einfamilienhausbau ist zu hoffen, dass die Finanzierungen bald wieder einfacher werden. Andernfalls gibt es in Österreich bald eine Generation, die zu Mieten verdammt ist, weil es aufgrund der bereits hohen Mieten kaum möglich sein wird, Eigenmittel zu schaffen.“

 

KOMMENTAR Niederösterreich – St. Pölten, St. Pölten-Land - Mag. Bernhard Baumgartner, MBA, akad. IM, Armin Kogler, RE/MAX Plus – St. Pölten
„Grundstücke, Hauser und Wohnungen in sehr guter Lage werden vermehrt nachgefragt. Mehr Angebot gibt es bei Wohnungen und Häusern und einen leichten Anstieg bei den Grundstücken. Auch Neubauwohnungen sind aktuell noch gut verfügbar.“

„Im Vergleich zu 2024 gab es 2025 keine drastischen Preisveränderungen. Allerdings: Wohnungen in sehr guter Lage mit besonderer Ausstattung erzielen überdurchschnittliche Preise und Häuser in städtischer Lage im Preissegment 220.000 bis 300.000 Euro zeigen wieder eine stärker steigende Preistendenz.“

„Die Wohnbevölkerung in St. Pölten steigt, dank einem stetigen Zu- und Umzug. Mittlerweile hat die Landeshauptstadt die Einwohnerzahl von 60.000 überschritten.“

„Derzeit ist die Bautätigkeit bei privaten Bauträgern gering. Genossenschaftliche Bauträger bauen weiter. Ein paar Projekte am privaten großvolumigen Wohnbaumarkt starten wieder.“

„Wir sehen eine steigende Nachfrage bei noch steigendem Angebot. Die finanziell herausfordernde Lage lässt weiterhin Bestandsobjekte im Verhältnis zum Neubau attraktiv erscheinen.“

 

KOMMENTAR Niederösterreich – Mostviertel Ost - Martin Zehetner, RE/MAX Immo-Service – Melk-Scheibbs
Nachgefragt werden vor allem leistbare, gebrauchte Einfamilienhäuser, da der Neubau für viele nicht leistbar ist.“

„Bei Einfamilienhäusern, die jetzt im leistbaren Bereich liegen, wird die Nachfrage weiter anziehen und sie werden beim Preis zulegen.“

Käufer agieren viel bewusster. Betriebskosten werden auf lange Sicht gesehen und immer mehr zum Thema bei der Kaufentscheidung.“

„Der Wunsch nach einer professionellen Begleitung wird immer mehr, das erwartete Leistungsspektrum aber auch.“

„Der Markt am Neubausektor ist aktuell sehr gering und das wird sich aus unserer Sicht auch nicht so schnell erholen.“

 

KOMMENTAR Niederösterreich Mostviertel West - Stefan Alteneder, RE/MAX Immo-Team – Amstetten, Waidhofen/Y., St. Valentin, Perg
„Einfamilienhäuser zwischen 180.000 und 300.000 Euro werden stark nachgefragt, hochpreisige Immobilien hingegen weniger. Beliebt sind vor allem ländliche Lagen, in städtischen Lagen ist die Nachfrage aufgrund der höheren Preise etwas weniger.“

„Gebrauchte Wohnungen sind zuletzt günstiger geworden. Häuser älteren Baujahres halten den Wert.“

Interessenten in der Stadt haben oftmals Migrationshintergrund. Am Land sind es die Kinder von Ortsansässigen, die sich Eigentum schaffen wollen. Die Suchprioritäten liegen bei kleineren Objekten mit weniger Grund. Große Häuser sind aufgrund der Bewirtschaftungskosten nicht mehr so stark gefragt, die Folge ist, dass in dieser Objektkategorie die Preise zurückgehen.“

„Für die zukünftige Marktlage erwarte ich einen Rückgang beim Angebot und stabile Preise.“

 

OBERÖSTERREICH

PROGNOSE Immobilienmarkt Oberösterreich 2026
Wie auch in Niederösterreich finden sich die Prognosen für Oberösterreich meist recht nahe den Österreicherwartungen.

Generell
Bei der Nachfrage sehen die oberösterreichischen RE/MAX-Experten eine positive Veränderung. Sie soll im neuen Jahr um +2,9 % steigen, 2024 war noch ein Rückgang von -3,6 % erwartet worden, für 2025 ebenfalls +2,9 %. Generell ist die gesteigerte Nachfrage von +3,1 % im Zentralraum Oberösterreichs beinahe ident mit jener in den übrigen Bezirken (+2,8 %). Das Immobilienangebot soll wiederum etwas weniger als in den letzten beiden Jahren ansteigen, nämlich um +2,6 % (2024: +5,8 %, 2025: +2,7 %). Der Preis soll um +3,0 % anziehen. Für 2024 und 2025 waren noch -6,6 % bzw. -1,5 % erwartet worden. Die Preise in Ballungsraum sollen mit +3,3 % stärker anziehen als in den übrigen Bezirken (+2,7 %)

Mietwohnungen 
Bei Mietwohnungen in zentralen Lagen ist die Nachfrage nach wie vor steigend, wenn auch bei weitem nicht mehr so stark wie zuvor. 2026 soll dieser Immobilientyp um +2,1 % mehr nachgefragt werden, das sind um -5,9 PP weniger als im Jahr davor (+8,0 %). Auch das Angebot erweitert sich im neuen Jahr weiter, nämlich um +3,3 % (2025: +1,6 %). Die Preise ziehen gegenüber 2025 um +3,8 % an. Noch stärker als in zentralen Lagen legen bei den Oberösterreichern Mietwohnungen am Stadtrand zu: Die Nachfrage ist 2024 um +2,6 %, 2025 um +7,2 % gestiegen und soll 2026 um weitere +4,1 % anwachsen. Neue, freie Mietabschlüsse sollen dann um +3,2 % mehr kosten als 2025. Die Nachfrage nach Mietwohnungen in Landgemeinden steigt ebenfalls, sogar geringfügig mehr als in Toplagen, nämlich um +2,8 % (nach -0,1 % für 2024 und +5,5 % für 2025). Die Mietpreise werden voraussichtlich fast gleich stark nach oben gehen, nämlich um +2,9 %.

Baugrundstücke
Die Nachfrage soll 2026 aller Voraussicht nach um +1,7 % ansteigen, nach -4,1 % in der Vorschau 2024 und +1,0 % für 2025. Das Angebot soll nach einem jahrelangen Rückgang und einer ersten Erholung im Jahr 2025 weiter zunehmen: nach -5,0 % für 2023 und -1,2 % für 2024, ein Plus von 0,7 % für 2025 und +2,8 % für 2026. Bei den Preisen zeigt sich derselbe Trend: Nach einer Entspannung in den Jahren 2023, 2024 und 2025 (-1,4 %, -3,0 % und -1,2 %) ist im neuen Jahr ein Preisplus von 3,8 % zu erwarten.

Wohnobjekte in Einzellagen gewinnen nachfragemäßig bei den Oberösterreichern am meisten. Das Nachfrageinteresse nach Immobilien ohne unmittelbare Nachbarn soll auch im Jahr 2026 weiter ansteigen: +6,3 % sind um 1,2 PP mehr gegenüber 2025. Die Preiserwartungen zeigten 2024 noch nach unten (-3,2 %), stiegen 2025 geringfügig um +0,5 % und sollen 2026 – entsprechend der vermehrten Nachfrage – weiter um +3,2 % nach oben klettern.

Einfamilienhäuser
Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern in Oberösterreich soll 2026 um +3,3 % ansteigen und damit gegenüber 2025 um -2,2 PP etwas abflachen; im Zentralraum um +3,7 % und in den anderen Landesteilen um +3,1 %. Dasselbe gilt für das Angebot, das 2025 noch um +4,6 % nach oben ging und 2026 mit +2,9 % ebenfalls weiter ansteigt, aber dennoch geringer als im Jahr davor. Da die Nachfrage stärker wächst als das Angebot, macht der Einfamilienhauspreis 2026 eine Trendwende: Nach -6,5 % für 2023, -4,7 % für 2024 und -1,3 % für 2025 sehen die RE/MAX-Experten für 2026 einen Preisanstieg von +3,1 %. Die Unterschiede in der Preisdynamik für den Zentralraum und andere Landesteile ist unerheblich.

Wochenendhäuser erfreuen sich 2026 steigender Beliebtheit. Im Nachfrageveränderungsranking rückt diese Immobilienkategorie auf Rang 13 vor Eigentum- und Mietwohnungen am Land, Mietwohnungen in zentraler Lage und Baugrundstücken. 2024 und 2025 herrschte bei den Wochenendhäusern noch ein Nachfrageminus von -6,0 % bzw. -4,3 %. 2026 aber geht die Nachfrage voraussichtlich um +2,9 % nach oben, höher war sie zuletzt im Jahr 2022 mit +5,2 %. Auch für den Preis bedeutet dies einen Schub nach oben: nach -5,3 % für 2024 und -4,7 % für 2025 kommen +2,1 % für 2026.

Eigentumswohnungen
Nach -6,8 % Nachfragerückgang bei Eigentumswohnungen in zentraler Lage in der Vorschau für 2023, folgte 2024 ein milderes Minus von 1,5 %. 2025 kam das Comeback mit +4,3 % und 2026 bleibt das erwartete Nachfrageplus mit 4,0 % ähnlich hoch. Angebot und Preis ziehen jeweils mit +3,2 % mit. Am Stadtrand soll die Nachfragesteigerung mit +3,1 % etwas zurückhaltender als in Toplagen sein, das Angebot um +2,4 % und die Preise um +2,7 % zulegen. In Landgemeinden sind +2,9 % bei der Nachfrage zu erwarten, +1,8 % beim Angebot und +2,1 % beim Preis.   Eigentumswohnungen in guten Lagen des Zentralraumes werden 2026 einen Preisaufschwung von +3,6 % verzeichnen, am Stadtrand sind es +2,8 % und in Landgemeinden +2,3 %. Abseits vom oberösterreichischem Zentralraum zeigt sich ein ähnliches Bild. Eigentumswohnungen in zentralen Lagen sollen um +2,8 % mehr kosten, am Stadtrand um +2,5 % und in Landgemeinden um +1,9 %.

 

KOMMENTAR Oberösterreich – Linz, Linz-Land - Oliver Haubner, RE/MAX-Expert – Linz
Eigentumswohnungen und Häuser, bei denen man noch selbst Hand anlegen kann und die teilweise sanierungsbedürftig sind, sind jene Immobilientypen, die mehr nachgefragt werden. Zu große Häuser, wie zum Beispiel Zwei-Generationenhäuser, werden eher weniger nachgefragt.“

„Ein Mehr an Angebot gibt es bei den Grundstücken, bei zu groß gebauten Häusern mit über 200 m² Wohnfläche oder wenn die Lage nicht passt. Geringer ist das Angebot innerstädtisch bei Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 65 bis 80 m².“

Preislich gab es 2025 bei Eigentumswohnungen und Häusern innerstädtisch keine großen Veränderungen. Anders bei Anlegerwohnungen. Diese werden wieder verstärkt gesucht, dementsprechend steigt die Nachfrage.“

 

KOMMENTAR Oberösterreich – Seengebiet - Wolfgang Hechfelner, RE/MAX Traunsee – Gmunden
„Steigende Nachfrage gibt es bei den Mietwohnungen, besonders in den Regionen Gmunden, Altmünster, Laakirchen und Vorchdorf. Das liegt daran, dass sich viele Menschen Eigentum dort nicht leisten können. Auch bei gebrauchten Häusern ist die Nachfrage mehr geworden. Dementsprechend ist auch das Angebot bei Mietwohnungen zurückgegangen, bei Eigentumswohnungen im hochpreisigen Segment dafür gestiegen.“

„Die fetten Jahre der Bauträger sind vorbei, denn die Baukosten steigen nach wie vor. Auch der private Einfamilienhausbau ist oft nicht mehr leistbar, weshalb Umbau und Sanierung die Zukunft sein werden. Junge Menschen haben oftmals nicht genug Geld und die Finanzierung bleibt immer wieder herausfordernd.“

„Die Babyboomer-Generation denkt um und will leben und genießen. Dadurch werden vermehrt ältere Bestandsobjekte auf den Markt kommen, die zum Teil aber noch nicht saniert sind.“

 

KOMMENTAR Oberösterreich – Innviertel - Ing. Christian Haidinger, MBA, RE/MAX Innova – Braunau, Mattighofen, Ried, Simbach
„Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist mehr geworden, bei neuen oder fast neuen Eigentumswohnungen weniger. Regional ist die Nachfrage speziell im Bezirk Ried und im Grenzgebiet Bayern/Salzburg gestiegen, weniger nachgefragt wurde in und um Mattighofen.“

„Wer eine Immobilie sucht, wird vor allem bei Eigentumswohnungen fündig, bei denen das Angebot zuletzt mehr geworden ist.“

„Es gibt nur leichte Preissteigerungen bei Einfamilienhäusern. Eigentumswohnungen und Grundstücke bewegen sich preislich eher seitwärts. Neubauwohnungen müssten zwar günstiger werden, was aber wegen der hohen Baukosten nicht möglich ist. Daher gibt es auch kaum Nachfrage nach Neubau.“

„Der Bezirk Braunau ist im Innviertel am teuersten wegen dem angrenzenden Bayern und der Stadt Salzburg, insbesondere im Grenzgebiet. Der Bezirk Ried ist günstiger, mit Ausnahme der Bezirkshauptstadt Ried, die ein Hotspot ist. Bemerkenswert ist der Nachfragerückgang durch die KTM-Krise. Jetzt spüren wir eine leichte Erholung der Nachfrage, die Preise bewegten sich in dem Gebiet aber auch eher seitwärts.“

„Die Finanzierung ist leider immer noch ein Thema. Leichter ist es nur für Käufer von Immobilien zwischen 350.000 bis 400.000 Euro.“

„Nicht in Österreich geborene Menschen, die aber Staatsbürger sind, sind gute und fleißige Käufer.“

„Als häufigste Verkaufsgründe stellen wir Bauzwang, Erbschaft, Finanzierungsprobleme oder Scheidung fest.“

„Umbau und Sanierungen machen nur jene mit, die ausreichend Eigenkapital haben. Investitionszurückhaltung herrscht generell sowie verstärkt in und um Mattighofen. Gründe sind die schwierige Finanzierung und die KTM-Krise.

„Wünsche an die Politik wären zum einen Investitionen, die die Privatwirtschaft stärken, zum anderen weniger teure Bauvorschriften, damit der Neubau auch für den Normalbürger leistbar ist – auch in unserer Region ist das schwierig geworden. Und: Bauzwangfristen unbedingt verlängern.“

„Ich gehe davon aus, dass der Neubau gegen Ende 2026 wieder anspringen wird. Es ist aber zu befürchten, dass durch die bis dahin fehlenden Wohnungen (zu wenig Neubau) die nächste Preisrallye beginnt, was eher unerfreulich ist.“

 

KOMMENTAR Oberösterreich – Linz, Linz-Land und Umgebung - Sören Bortz, RE/MAX Partners – Linz
„Mehr Nachfrage gibt es im Speckgürtel Linz, weniger hingegen in Asten und Linz. Gesucht sind dabei Einfamilienhäuser zum Kauf. Weniger gut gehen Zinshäuser sowie Luxusimmobilien.“

„Wohnungssuchende finden derzeit ein größeres Angebot vor, besonders in den Gegenden Linz, Leonding und Urfahr. In den Randgemeinden ist das Angebot geringer.“

Käufer können zu Recht wählerischer sein, da das Angebot in Summe gestiegen ist. Dabei treten vor allem Nicht-EU-Bürger öfters in ein Kaufgeschäft. Die Vermarktungszeiten sind deutlich länger geworden, was auch in der erschwerten Finanzierung begründet liegt.“

„Immobilien mit ‚Pferdefuß‘ werden zu Ladenhütern. Das betrifft unter anderem Immobilien ohne Balkon, ohne Lift, ohne Parkplatz und/oder in schlechter Lage. Dafür gibt es aktuell zu viele Alternativen.“

„Die Marktlage wird sich langsam, aber sicher wieder in Richtung mehr Nachfrage bei Eigentum entwickeln.“

 

KOMMENTAR Oberösterreich – Vöcklabruck - Alexander Huber, RE/MAX ImmoCenter – Vöcklabruck
„Bei Einfamilienhäusern ist die Nachfrage gestiegen, bei Gewerbeimmobilien weniger geworden. Gesucht wird vor allem in Gemeinden in Stadtnähe und weniger in Landgebieten mit schlechter Infrastruktur.“

„Wer eine Eigentumswohnung sucht, hat es leichter als bei anderen Immobilientypen, da das Angebot mehr geworden ist.“

 

 

SALZBURG

PROGNOSE Immobilienmarkt Salzburg 2026

Generell
Während Angebot und Nachfrage im Bundesland Salzburg abflachen, kündigt sich für 2026 eine Preiserhöhung an. In Zahlen: +3,6 % mehr Nachfrage (2025: +4,2 %), +0,3 % beim Angebot (2025: +4,9 %) und +1,5 % Preissteigerung (
2025: -3,1 %). Generell ist die Nachfrageentwicklung von +4,7 % im Zentralraum von Salzburg positiver als in den äußeren Bezirken (+2,5 %). Beim Preis sind hingegen nahezu identische Tendenzen abzusehen: +1,4 % im Zentrum und +1,6 % anderswo in Salzburg.

Mietwohnungen
Die Nachfrage dieses Immobilientyps in zentralen Lagen war für 2025 noch mit +10,0 % prognostiziert. 2026 soll die Nachfrage zwar weiterhin steigen, allerdings um -8,4 PP weniger, also um zaghafte +1,5 %. Die Nachfragedynamik kommt vor allem aus dem Zentralraum (+2,7 %) und weniger von den übrigen Bezirken. Die Angebotsentwicklung bleibt eher stabil und verändert sich von +3,0 % für 2025 auf +2,3 % für 2026. Die Preisvorschau bleibt sogar nahezu unverändert bei +3,6 % (2025: 3,7 %). Für den Stadtrand lautet die Mietwohnungsvorschau für 2026: +4,9 % mehr Nachfrage, +2,1 % mehr Angebot und +2,7 % Preissteigerung. In Landgemeinden lassen sich ähnliche Tendenzen erkennen. Die Nachfrage erhöht sich um +3,2 %, das Angebot um +2,2 %, weshalb auch neue, frei zu vereinbarende Mieten um geringfügige +2,0 % steigen sollen.    

Eigentumswohnungen
Die Prognose für 2023 deutete auf einen starken Nachfragerückgang hin, auch für 2024 war das Interesse an Eigentumswohnungen rückläufig. Für 2025 sollte das Interesse aber um +3,1 % wieder anziehen und auch 2026 bleiben Eigentumswohnungen beliebt. In zentraler Lage werden sie um +3,5 % mehr nachgefragt. Das Angebot steigt beinahe gleich stark um +3,4 %. Die negative Preiserwartungen der vergangenen Jahre werden sich nicht fortsetzen. Nach -4,4 % für 2023, -6,4 % für 2024 und -0,5 % im Vorjahr, ist 2026 mit einer Preiserhöhung von +3,0 % zu rechnen, im Zentralraum +3,4 % und in den anderen Bezirken +2,5 %.

Eigentumswohnungen am Stadtrand werden noch gefragter sein, nämlich um +4,0 %. Die Erwartung für das Angebot ist mit +2,2 % um -1,3 PP gedämpfter als 2025. Die Preiserwartung soll sich um +2,5 % verbessern, im Zentralraum um +2,9 % und in den anderen Bezirken um +1,9 %. Für Landgemeinden ist die Erwartungshaltung am moderatesten: +2,0 % mehr Nachfrage, +2,1 % mehr Angebot und +2,6 % höhere Preise, wiederum +1,9 % in den anderen Bezirken und +3,1 % im Zentralraum,

Wochenendhäuser sind im Bundesland Salzburg – wie gewohnt – sehr volatil: Für 2022 rechneten die RE/MAX-Experten mit der höchsten Preissteigerung, nämlich +8,4 %, für 2023 dagegen mit einem Rückgang um -5,2 %, für 2024 dann wieder ein Anstieg von +0,7 %. 2025 standen die Zeichen wieder auf Preissenkung, und zwar um -4,8 %. Diesem Rhythmus folgend, ist 2026 erneut mit einer Preissteigerung zu rechnen, diesmal um +1,8 %.

Baugrundstücke werden 2026 mit +1,5 % mehr gefragt sein, 2024 waren es noch prognostizierte -3,8 % und 2025 -2,2 %. Angebot soll es im neuen Jahr um +4,1 % mehr geben. Eine Steigerung und damit auch eine Trendwende kündigt sich beim Preis an: +3,5 % für 2026 nach -4,6 % im Jahr 2025 bedeuten einen Anstieg um +8,1 PP.

Einfamilienhäuser
Nach +0,1 % für 2024 und +2,4 % für 2025 soll die Einfamilienhaus-Nachfrage 2026 um +3,1 % weiter anwachsen. Der Angebotstrend verändert sich unwesentlich: von +2,7 % (2023) auf +3,7 % (2024), hin zu +3,3 % (2025) und wieder zurück zu +2,8 % im Jahr 2026. Spürbare Veränderungen soll es bei den Preisen geben. Nach -5,8 % für das Jahr 2024 und -2,7 % für 2025, sollen die Einfamilienhauspreise im Jahr 2026 um +2,0 % steigen. Das sind um +7,7 PP mehr gegenüber 2024 und um +4,7 PP mehr gegenüber 2025.

 

KOMMENTAR Salzburg – Stadt, Salzburg Land - Thomas Aufischer, RE/MAX Premium Group – Salzburg und Mondsee
„Die Nachfrage ist bei Einfamilienhäusern leicht gestiegen und bei Grundstücken gefallen. Beliebt sind Lagen mit guter Infrastruktur bzw. Seeliegenschaften, ländliche Lagen sind weniger gefragt. Auch das Angebot ist bei Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken mehr geworden.“

„Die Preise sind bei gebrauchten Eigentumswohnungen nach unten gegangen, je größer die Wohnung, desto stärker der Preisrückgang. Einfamilienhäuser kommen preislich wieder auf ein Normalniveau zurück.“

„Rasche Entscheidungen wie früher gibt es immer weniger. Käufer nehmen sich deutlich mehr Zeit und auch Mieter sind wählerischer geworden.“

„Die Salzburger Innenstadt stirbt langsam aus. Ein unattraktives Mietrechtsgesetz verhindert Wohnen im Altbau, auch wenn dieser perfekt saniert ist. Von der Politik würden wir uns daher eine Lockerung des Mietrechtsgesetzes wünschen, dann entspannt sich die angeprangerte Wohnungsnot.“

 

KOMMENTAR Salzburg – Flachgau und Landeshauptstadt Salzburg - Markus Schwarz, RE/MAX Now – Neumarkt/Wallersee
„Schöne Einfamilienhäuser und kleine Wohnungen werden mehr nachfragt, alte, große Häuser, Gewerbeimmobilien und Büros weniger. Gegensätzlich verhält es sich beim Angebot: Große Häuser und alte Wohnungen sind viele am Markt, kleine Einheiten weniger und auch schöne Einfamilienhäuser könnte der Markt mehr vertragen.“

„Eine Lage in der Stadt mit grünem Umfeld ist sehr gefragt, auch am Land spielt die Lage eine große Rolle.“

„Die Baukosten sind hoch und Bauland ist teuer, weshalb immer noch wenig privat gebaut wird. Stattdessen treten Umbau und Sanierungsmaßnahmen mehr in den Vordergrund.“

Künftig werden die Preise wieder steigen und das Angebot weniger werden.“

 

KOMMENTAR Salzburg – Pongau - Hans Maurer, RE/MAX Spirit – St. Johann/P.
„Vor allem bei günstigen Einfamilienhäusern und Reihenhäusern gibt es mehr Nachfrage, hochpreisige Immobilien werden hingegen weniger nachgefragt, es sei denn die Lage ist extrem gut.“

„Die Menschen sind wieder kauffreudiger geworden, was auch daran liegt, dass eine Finanzierung etwas leichter möglich ist. Viele Verkäufer haben jedoch nach wie vor die hohen Preise aus dem Jahr 2022 im Kopf. Wenn dagegen ein Verkauf aufgrund einer Trennung notwendig ist, sind die meisten Verkäufer beim Preis nachgiebiger, da sie ein starkes Verkaufsmotiv haben.“

„Die Bautätigkeit ist stark zurück gegangen und es gibt viele Bauträgerinsolvenzen. Auch der private Einfamilienhausbau ist kaum vorhanden, viele setzen auf Mehrgenerationenwohnen und den Umbau des Elternhauses. Gründe dafür sind hohe Grundstückspreise und steigende Baukosten.“

„Wer Wohnraum kaufen möchte, sollte das jetzt tun und nicht warten, denn die Preise werden wieder steigen.“

 

STEIERMARK

PROGNOSE Immobilienmarkt Steiermark 2026

Generell
Die RE/MAX-Experten in der Steiermark erwarten für 2026 eine um +3,9 % ansteigende Nachfrage, ein um +3,4 % höheres Angebot und um +3,5 % höhere Preise. Gegenüber den Prognosen für 2025 gibt es die auffälligste Veränderung mit -4,2 PP beim Angebot. Die Dynamik kommt weniger aus dem Ballungsraum Graz/Graz-Umgebung mit +2,9 % mehr Nachfrage und +2,3 % höheren Preisen, sondern eher aus den anderen Landesteilen mit +4,6 % mehr Nachfrage und +4,4 % Preisanstieg.

Mietwohnungen in zentralen Lagen werden 2026 um +2,9 % mehr nachgefragt, dennoch verliert diese Wohnform um -4,2 PP an Attraktivität gegenüber 2025. Dieselben Tendenzen sind beim Angebot erkennbar: +2,9 % sind um -3,7 PP weniger. Die Mietpreise (frei vereinbarte Neuabschlüsse) steigen ebenfalls, und zwar um +3,2 %, allerdings um -1,0 PP weniger als in der 2025er Prognose. Am Stadtrand ist der Nachfragezuwachs mit +3,7 % etwas stärker als in zentralen Lagen und auch Angebot und Mietpreise steigen, wenn auch geringfügig weniger um jeweils +2,7 %. In Landgemeinden finden sich dieselben Vorzeichen, aber auf noch niedrigerem Zahlenniveau: Das Interesse steigt um +2,6 %, bei einem steigenden Angebot von +2,4 %. Die Mietzinsentwicklung für freie Neuabschlüsse bewegt sich von -2,2 % (2024) über +1,9 % (2025) und minimal weiter auf +2,2 % für 2026. Wie beim generellen Trend liegt der Zentralraum bei der Nachfrage- und Mietpreisdynamik für Mieten in allen Lagen um -1,0 bis -1,5 PP unter den anderen Landesteilen.

Eigentumswohnungen
In zentralen Lagen rechnen die Immobilienexperten der steirischen RE/MAX-Büros mit einer um +3,9 %, steigenden Nachfrage. Auch das Angebot soll um +3,9 % wachsen (2025: +5,4 %) und die Preise um +3,1 % weiter ansteigen
(2025: +2,1 %). Am Stadtrand soll die Nachfrage um einen Hauch stärker wachsen, nämlich um +4,0 %. Die Angebotsentwicklung verändert sich von +5,3 % für 2025 auf +3,3 % für 2026, allein der Preis entwickelt sich nach +1,4 % für 2025 weiter hinauf auf +2,3 %. Knapp, aber dennoch am stärksten soll die Nachfragesteigerung in den Landgemeinden sein: +4,1 % werden erwartet. Das Angebot soll um +2,6 % mehr werden und die Preisprognose ändert nach drei Jahren das Vorzeichen: von -7,2 % (2023) zu -8,1 % (2024) und -3,0 % im Vorjahr, sollen es 2026 um +1,9 % höhere Kaufpreise sein.

Regional betrachtet entwickelt sich der steirische Zentralraum moderater als die anderen Bezirke: Mit einer vermehrten Nachfrage zwischen +2,8 % und +3,6 % und Preisentwicklungen zwischen +1,2 % und +2,7 %. Dagegen wachsen die Nachfrage in den anderen Landesteilen bei Eigentumswohnungen zwischen +4,6 % und +5,7 % und die Preise zwischen +2,8 % bis +3,7 %.

Einfamilienhäuser
Von 2024 zu 2025 änderte sich das Vorzeichen bei der Nachfrageentwicklung von -3,5 % auf +6,5 %. 2026 soll die Nachfrage weiterhin positiv bleiben, sich aber auf +4,9 % abmildern, im Ballungsraum schwächer (+3,7 %) als in Randgebieten (+5,3 %). Gleiches gilt für die Angebotserwartung, die um +2,2 % anwachsen soll, jedoch um -4,6 PP unter der Prognose von 2025 bleibt (+6,8 %). Weiter verbessern soll sich hingegen die Preisentwicklung: von -7,1 % (2024) hin zu +0,6 % (2025), weiter zu +2,9 % im Jahr 2026, wobei wiederum die Preise in den ländlichen Bezirken schneller wachsen (+3,2 %) als im Ballungsraum (+2,1 %).

Wohnobjekte in Einzellagen sind 2026 die Sympathiegewinner bei den Steirern. Um +6,1 % soll die Nachfrage im neuen Jahr mehr werden. Demgegenüber steht ein Angebotsplus von 2,5 % und der Preis soll um +3,7 % ansteigen.

Baugrundstücke
Die Nachfrageaussicht bleibt stabil und 2026 mit +2,9 % unverändert gegenüber dem Vorjahrestrend, bei gleichzeitig steigendem Angebot von +4,3 % (2025: +3,9 %). Der Preis zieht um +4,1 % an (2025: -0,2 %).

 

KOMMENTAR Steiermark – Graz, Umgebung - Mag. Margot Clement, MBA, RE/MAX For All – Graz
„Einfamilienhäuser in der Preisklasse zwischen 450.000 und 700.000 Euro sind derzeit sehr stark nachgefragt. Es darf aber nicht mehr viel zu investieren bzw. zu sanieren sein, da Interessenten vor schwer kalkulierbaren/schwankenden Baukosten zurückschrecken. Daher gibt es auch wenig Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser. Am besten ist, wenn schon alles schön fertig ist.“

„Eine gute Nachfrage sehen wir im Speckgürtel rund um Graz und in Lagen mit guter Öffi-Anbindung, die immer wichtiger wird. Weniger nachgefragt wird in Bezirken in Graz mit hohem Ausländeranteil, zum Beispiel in Gries.“

„Schöne, große Familienwohnungen mit viel Freifläche, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, werden weniger angeboten, stattdessen gibt es mehr sanierungsbedürftige Wohnungen.“

„Bei gebrauchten Immobilien sind keine starken Preisveränderungen spürbar. Echte Ausreißer gibt es dagegen bei Bauträger-Grundstücken, die sich derzeit – wenn überhaupt – nur spürbar unter Wert verkaufen. Hier wird aktuell nur gekauft, wenn es sich um ein ‚Schnäppchen‘ handelt.“

Käufer sind viel sensibler geworden, prüfen genauer nach, hinterfragen alles und wollen alles zu 100 % abgesichert und nachgewiesen haben.“

„Verkäufer sind heute dankbarer für die Unterstützung durch einen Makler. Sie merken, dass ein Verkauf zunehmend herausfordernder wird, und wollen sich das persönlich nicht antun (auch wegen schlechten Erfahrungen mit Interessenten, wenn sie es vorher privat versucht haben). Daher suchen Verkäufer verstärkt Unterstützung bei einem Makler.“

Sanierungen bei Altbeständen von Einfamilienhäusern sind etwas steigend, zumindest war das in der ersten Jahreshälfte 2025 so. Zu der Zeit gab es in der Steiermark einen großen Fördertopf. Seitdem dieser ausgeschöpft ist, gehen die Sanierungen wieder zurück.“

„Die Stimmung am Immobilienmarkt im zweiten Halbjahr 2025 war deutlich besser. Käufer und Verkäufer haben sich mit den veränderten Rahmenbedingungen − schwierigere Finanzierbarkeit und nicht mehr unendlich erzielbare Wunschpreise – abgefunden.“

 

KOMMENTAR Steiermark – Graz, Umgebung, Gleisdorf und Umgebung - Ing. Alois Marchel, RE/MAX Classic – Graz, Weiz
„Immobilien mit besonderen Merkmalen bzw. besonderen Ausstattungen (hochwertig, Eleganz, Einzigartigkeit, Wertigkeit) sind sehr gefragt. Kunden mit hohen Ansprüchen wollen ihr individuelles Wohnbedürfnis verwirklichen. Solche Kunden sind bereit, ansprechende Preise zu bezahlen und solche Immobilien finden meist rasch einen Käufer. Die Gegend ist nicht immer entscheidend, viel mehr spielt die Mikrolage eine wesentliche Rolle in der Entscheidungsfindung. Gefragt ist vor allem: Ruhelage, eher Alleinlage, uneinsehbare Grundstücke, schöne Umgebung/Nachbarschaft. Aussicht und Unverbaubarkeit sind ebenfalls ausschlaggebende Kriterien.“

„In letzter Zeit sind viele Häuser und Wohnungen aus den 1960er und 1970er Jahren, welche einen erhöhten Sanierungsbedarf haben, auf dem Markt. Verkäufer sind vor allem Erben und Generationen, die keinen Eigenbedarf für diese Art von Immobilien haben.“

„Wir nehmen keine starke Preisveränderung in der Region wahr. Wir haben stabile bzw. in guten Lagen moderat steigende Immobilienpreise.“

„Kunden haben häufig konkrete Vorstellungen. Die Vorqualifizierung fällt dadurch leichter.

Käufer, welche Anlage- und Vorsorgeobjekte erwerben wollen, sind zögerlicher im Ankauf. Die Rendite-Erwartungen solcher Kunden haben sich dem höheren Zinsniveau angepasst.“

Abgeber sind besser informiert und haben meist genaue Vorstellungen, wie der Verkaufsprozess abzulaufen hat. Dies betrifft Preisvorstellungen, Marketingaktivitäten und vor allem wird eine hohe Dienstleistungsqualität erwartet.“

„In Kooperation mit einem weiteren RE/MAX Immobilienbüro ist eine Gewerbeimmobilie in Lannach über den Ladentisch gegangen. Eine aufgelassene Bäckerei mit einer angrenzenden Pension wurde an einen großen Wohnbauträger verkauft.

Weiters haben wir ein Ensemble von Grundstücken mit einem Altbestandshaus in bester Lage am Rosenberg in Graz vermittelt. Aufgrund der seltenen Kaufgelegenheit war die Liegenschaft innerhalb weniger Tage verkauft.“

„Wir gehen davon aus, dass wir 2026 eine beständige Marktlage vorfinden. Es wird einen leichten Anstieg der Nachfrage nach Bestandsimmobilien geben. Wir schätzen die Angebotslage gleichbleibend ein. Daraus resultierend ist ein geringer Anstieg an Immobilienpreisen zu erwarten.“

Baugrundstücke in durchschnittlichen Lagen erfahren wenig Nachfrage. Kunden haben Sorge, sich ein neues Wohnhaus nicht leisten zu können und sind daher eher auf der Suche nach Bestandsimmobilien. In Stadtrandlagen greifen Kunden eher bei Wohnbauprojekten, wo Doppel- bzw. Reihenhäuser errichtet werden, zu.“

 

KOMMENTAR Steiermark – Graz, Umgebung - Christian Stermschegg, MBA, RE/MAX Nova – Graz
„Besonders preisgünstige Objekte werden verstärkt nachgefragt. Das betrifft Einfamilienhäuser bis 350.000 Euro und Wohnungen bis 200.000 Euro, speziell in Graz und Umgebung. Bei diesen Preisen sind die Finanzierungskosten noch überschaubar und eine Finanzierung leichter möglich. Die vermehrte Nachfrage trifft in diesem Segment allerdings auf ein geringeres Angebot. Mehr Angebot gibt es bei älteren Ein- und Mehrfamilienhäusern, bei Luxus-Anwesen und Luxus-Ferienwohnungen.“

„Objekte, bei denen nur Kleinigkeiten zu sanieren sind, erfahren teils eine gute Nachfrage. Generell bevorzugen Suchkunden allerdings bezugsfertige Objekte, denn die Kosten für Sanierungsmaßnahmen sind teilweise sehr hoch.“

„Ein Abbau des Bürokratismus wäre wünschenswert, ebenso beschleunigte Verfahren.“

„Wir gehen davon aus, dass günstige Objekte gefragt bleiben und es in den kommenden Jahren zu einer Markterholung kommen wird. Die Wirtschaftslage ist dabei entscheidend.“


KOMMENTAR Steiermark, Ober-, Weststeiermark - Ing. Gerhard Zechmann, RE/MAX Nature – Liezen, Schladming
„Unter den Immobilientypen erfreuen sich vor allem Häuser bis 350.000 Euro, gebrauchte Eigentumswohnungen und Zweitwohnsitze an vermehrter Nachfrage. Besonders beliebt ist die Strecke Liezen, Gröbming und Schladming.“

„Die Preise für Baugründe in sehr guten Lagen sind gestiegen, hingegen sind die Preise für Luxus- und Hochpreisimmobilien in nicht allerbester Lage zurückgegangen. Generell gibt es große Unterschiede zwischen West und Ost im Bezirk. Der Westen ist teuer, die Mitte liegt im mittelpreisigen Segment und der Osten ist günstig.“

„Wir beobachten bei den Interessenten, dass sie sich viele Objekte ansehen, bevor sie eine Kaufentscheidung fällen. Eine gute Lage und der passende Preis haben Priorität. Die Vermarktungszeiten sind bei uns etwa gleichgeblieben, die größte Herausforderung ist die Frage, ob die Bank mitspielt.“

Ferienwohnsitze sind sehr rar geworden und weiterhin sehr gefragt.“

„Neubau ist vielfach nicht leistbar, dennoch bleibt das Eigenheim als Lebensziel hoch im Kurs. Gleichzeitig sehen wir, dass der private Hausbau sich langsam erholt und wieder mehr wird.“

„Wir gehen davon aus, dass es weiter bergauf geht und das allgemeine Klima am Immobilienmarkt wieder stimmiger wird.“

 

 

TIROL

PROGNOSE Immobilienmarkt Tirol 2026

Generell
Nach einem Nachfragerückgang von -6,6 % für 2024 erwarteten die RE/MAX-Experten in Tirol für 2025 einen Nachfrageanstieg um +8,4 %. 2026 soll die Nachfrage zwar um -1,9 PP geringer zulegen, sie bleibt aber mit +6,4 % nicht nur positiv, sondern ist damit auch die stärkste Nachfragesteigerung unter allen Bundesländern, mit +2,5 PP über dem Bundestrend. Die regionalen Unterschiede zwischen Innsbruck, Innsbruck-Land und Kitzbühel im Vergleich zur Summe der anderen Bezirke ist vernachlässigbar. Die Angebotsentwicklung hält den positiven Trend (2023: +10,8 %, 2024: +9,7 %, 2025: +6,9 %), wenn auch abgemildert mit +2,7 %. Da die Angebotserweiterung nicht mit der vermehrten Nachfrage mithalten kann, geht auch die Preiserwartung nach oben: Nach +2,1 % im Jahr 2025 sind mit +3,7 % für 2026 zu rechnen, dabei ist die Dynamik im Ballungsraum mit +3,4 % geringer als in den übrigen Landesteilen (+4,0 %).

Baugrundstücke
Positive Vorzeichen lassen sich auch bei den drei Indizes bei Baugrundstücken für das Jahr 2026 erkennen: So soll die Nachfrage um +1,9 % anwachsen, um -0,6 PP geringer als 2025, aber eine Verstärkung um +8,1 PP im Vergleich zum Jahr 2024. Das Angebot ändert sich am meisten, nämlich um +3,8 % und auch die Preise sollen um +2,9 % nach oben klettern (2024: -3,4 %, 2025: +2,7 %).

Mietwohnungen
Laut den RE/MAX-Experten in Tirol sind Mietwohnungen in zentralen Lagen die Wohnform mit der geringsten Nachfragesteigerung. Die Nachfrage soll 2026 demnach zwar um +2,3 % anwachsen, jedoch ist dies ein Rückgang von -9,8 PP gegenüber dem Vorjahr. Die Angebotsbreite erweitert sich um +2,4 % und die neu zu vereinbarenden freien Mieten steigen voraussichtlich um +4,3 %, im Ballungsraum um +0,3 PP stärker als im Umland. Am Stadtrand geht die Nachfrage um +3,6 % nach oben und auch das Angebot steigert sich um +2,7 %. Die neuen frei vereinbarten Mieten sollen um +4,5 % anziehen. In Landgemeinden steigt die Nachfrage fast gleich stark wie am Stadtrand mit +3,5 %. Das Angebot wächst hier mit +2,3 % am schwächsten und auch die Preiserwartungen sind mit +3,8 % minimal geringer als in den zentraleren Lagen.   Regional betrachtet werden die Mietpreise im Ballungsraum um +0,3 PP bis +0,8 PP stärker steigen als in den übrigen Landesteilen.

Eigentumswohnungen erfreuten sich laut den Prognosen für 2025 in allen Lagen wachsender Beliebtheit mit einem Nachfrageboom zwischen +8,1 % und +10,7 %. Für 2026 erkennen die RE/MAX-Experten überall eine Normalisierung mit einer wesentlich geringeren Steigerungsrate als 2025. Die Details: In zentralen Lagen geht die Nachfrage von +9,0 % (2025) um -6,5 PP auf +2,5 % (2026) zurück. Das Angebot soll um +4,5 % mehr werden und auch die Preise um +4,2 % nach oben klettern. Am Stadtrand verlieren die Eigentumswohnungen -4,8 PP an Schwung, kommen aber dennoch auf +3,3 % mehr Nachfrage, während sich das Angebot um +2,4 % erweitert und die Preise um +3,0 % anziehen.

In den Landgemeinden sind Eigentumswohnungen nach wie vor am beliebtesten, so zeichnet sich ein Anstieg der Nachfrage um +6,9 % ab (-3,7 PP). Demgegenüber steht ein um +4,0 % breiteres Angebot sowie ein Preisanstieg von +2,5 % (2025: +5,3 %, daher -2,8 PP). Im Regionalvergleich werden Eigentumswohnungen abseits der Ballungsräume tendenziell beliebter. Im Tiroler Zentralraum steigert sich die Nachfrage um +1,4 % (zentrale Lage), um +1,6 % (Stadtrand) und um +7,1 % (Landgemeinde). Wohingegen in den anderen Landesteilen die Nachfrage um +3,8 % (zentrale Lage), um +5,4 % (Stadtrand) und um +6,7 % (Landgemeinden) steigen soll. Bei der Preisentwicklung verhält es sich andersherum: Während die Preise in den Ballungsräumen zwischen +2,4 % und +4,6 % ansteigen sollen, gehen sie in ländlicheren Gebieten um zwischen +2,6 % und +3,6 % nach oben.

Einfamilienhäuser
Für 2025 lautete die Vorschau: +6,8 % mehr Nachfrage, +7,5 % größeres Angebot und ein stabiler Preis (+0,9 %). Für 2026 hält sich zwar der positive Trend, doch – mit Ausnahme beim Preis – in abgeschwächter Form. Die Zahlen: +3,9 % mehr Nachfrage, stärker im übrigen Landesgebiet als im Zentrum, und +2,7 % mehr Angebot, heben den Preis um +3,3 %, im Zentralraum sogar um +4,2 %.

Wohnobjekte in Einzellagen
Nach Eigentumswohnungen in Landgemeinden gewinnen Wohnobjekte in Einzellagen am meisten an Sympathie. Die Tiroler RE/MAX-Experten rechnen damit, dass 2026 die Nachfrage nach Einzellagen um +6,4 % ansteigen wird (-3,3 PP zu 2025). Das Angebot steigert sich zwar um +2,5 %, geringer als in der 2025er Prognose (+8,5 %). Die Preise sollen hingegen weiter ansteigen von +1,6 % für 2025 auf +3,4 % für 2026.

 

KOMMENTAR Tirol - Christian Pfurtscheller, MBA, RE/MAX Premium – Kitzbühel, St. Johann/T., Kufstein
„Immobilien mit Freizeitwohnsitzwidmung und Luxusimmobilien in Top-A-Lagen werden im gesamten Bezirk Kitzbühel sehr stark nachgefragt. Preislich betrifft dies Wohnsitze mit Ferienwohnsitzwidmung ab 300.000 Euro und Luxusimmobilien ab 1,5 Millionen Euro. Das Angebot ist jedoch geringer geworden. Mehr Auswahl gibt es stattdessen bei Standardimmobilien in B-Lagen.“

„In allen Immobilienkategorien in B-Lagen sind die Preise um bis zu -10 % nach unten gegangen. Ferienimmobilien mit entsprechender Widmung sind um bis zu +15 % teurer geworden. Top-Orte wie Kitzbühel und St. Johann sind eher preisstabil.“

„Bei den Interessenten merken wir, dass sie keine Kompromisse eingehen wollen, Lage und Preis müssen passen. Auch sind es deutlich weniger Auslandskunden. Die Vermarktungszeiten liegen durchschnittlich bei sechs Monaten, das heißt, es sind derzeit um zwei bis drei Monate längere Vermarktungszeiträume als zuvor.“

„Die Bereitschaft unter den Verkäufern, den Preis zu senken ist deutlich gestiegen. Hier sind es mehr Auslandskunden, die verkaufen wollen, da die Nutzungsmöglichkeiten für Ausländer aufgrund der Freizeitwohnsitzwidmungsdebatte stark eingeschränkt wurden.“

„Sowohl die gewerbliche als auch die private Bautätigkeit ist stark zurückgegangen. Gründe sind die erhöhten Baukosten und die Zinsen. Der Fokus liegt nun vermehrt beim Immobilien-Ausbau, um zusätzliche Wohnflächen zu gewinnen.“

 

KOMMENTAR Tirol – Innsbruck Stadt, Land - KommR Arno Wimmer, RE/MAX Recon 1 und 3 – Innsbruck
„Immer noch werden Mietwohnungen sehr stark nachgefragt, da auch nach wie vor eine restriktive Kreditpolitik gegeben ist. Weniger nachgefragt sind Ferienwohnsitze wegen einer allgemeinen Verunsicherung aufgrund von behördlichen Maßnahmen. Gesucht wird speziell im Zentralraum Innsbruck und in Innsbruck-Umgebung.“

„Gebrauchte Wohnungen und Einfamilienhäuser sind aktuell mehr am Markt. Neubauwohnungen sind weniger geworden, da es erheblich weniger Fertigstellungen gibt.“

„Auffallend sind die Mietpreise von Wohnungen gestiegen. Einerseits durch den hohen Bedarf aufgrund der hohen Anzahl von Studenten, anderseits gibt es eine verstärkte Nachfrage von Mietern, die eigentlich kaufen wollen, aber mangels Finanzierung keine Immobilie käuflich erwerben können.“

„Interessenten für Anlegerwohnungen sind weiterhin zurückhaltend, doch wir sehen eine leicht steigende Tendenz.“

„Am Bestandsimmobilienmarkt sehen wir, dass Verkäufer mittlerweile etwas realistischer in ihrer Preiseinschätzung sind. Bei den Verkaufsgründen stellen wir fest, dass anscheinend Scheidungsfälle als Auslöser zugenommen haben.“

„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Neubauprojekten müssen nachhaltig verbessert werden, damit der Wohnungsbedarf gedeckt werden kann. Insbesondere betrifft dies schnellere Bauverfahren, eine Lockerung von überbordenden Bauvorschriften, die das Bauen teuer machen und eine nachhaltige Bodenpolitik.“

„Unsere Wünsche an die Politik sind zum einen eine Lockerung in der Wohnbaupolitik, zur Vertrauensbildung im Markt und zum anderen gesetzliche Regelungen für Fälle, bei denen der OGH praxisfremde Entscheidungen getroffen hat, zum Beispiel die Indexierungsklausel für die Vergangenheit.

Wir empfehlen auch, alle regulatorischen Maßnahmen, auf ihre weiterreichenden Wirkungen hin zu überprüfen, ob sie nicht kontraproduktiv für andere politische Zielsetzungen sind. Ein Beispiel hierfür ist die Verlängerung der Mindestmietdauer, die unweigerlich zu höheren Leerstandsraten führen wird, was aber andererseits politisch ausdrücklich nicht gewollt wird.“

 

KOMMENTAR Tirol – Landeck, Imst - Dominic Grünauer, RE/MAX Recon 4 und 5 – Landeck, Imst
„Mehr nachgefragt werden Eigentumswohnungen in guten Lagen in Bestand und topsaniert, außerdem leistbare Anlegerwohnungen mit solider Mietrendite und Einfamilien- und Doppelhäuser mit effizienter Heiztechnik und guter Erreichbarkeit. Weniger gut nachgefragt werden hingegen unsanierte Bestandsobjekte mit hohem Sanierungsaufwand sowie große, energieineffiziente Einfamilien- und Ferienhäuser mit hohen Betriebskosten.“

Nachfrage-Ausreißer sind Luxus- und Premiumlagen in der Nähe von Liften, die eine sehr robuste Nachfrage aufweisen, was auf das knappe Angebot und eine internationale Klientel zurückzuführen ist. Auch Anleger-Mikrowohnungen mit guter Vermietbarkeit stechen positiv hervor. Deutlich schwächer gehen sanierungsintensive Objekte ohne Förderspielraum.“

Interessenten haben mehr Eigenkapital und legen ihre Prioritäten auf die Lage, Energieklasse und Betriebskosten. Zudem ist ein leichter Trend zu Anlageobjekten zu beobachten. Die Herkunft der Interessenten ist überwiegend regional bzw. österreichisch, internationale Nachfrage gibt es vor allem in Premium-Tourismuslagen.”

„In den Zentren erkennen wir eine leichte Zunahme der Wohnbevölkerung, die Randgemeinden sind da eher volatil. Ferienwohnsitze haben einen restriktiven Rahmen und es gibt steigende Abgaben, was die Nachfrage bremst.“

„Bauträger halten sich bei neuen Projekten zurück und legen den Fokus auf den Abverkauf. Verhalten ist auch der private Einfamilienhausbau. Stattdessen gibt es mehr Sanierungen.“

„Unsere Ideen für die Politik wären schnellere, digitale Bau- und Widmungsverfahren, mehrjährige Sanierungsförderungen, steuerliche Anreize, aber auch Finanzierungserleichterungen für Erstkäufer und eine Harmonisierung der Freizeitwohnsitz-Regelungen. Wünschenswert wären zudem eine verlässliche Förder- und Steuerpolitik sowie mehr Daten- und Markttransparenz auf Bezirksebene.“

„Die Nachfrage wird sich 2026 moderat beleben. Das Angebot bleibt jedoch knapp und die Preise bewegen sich leicht seitwärts bzw. werden vor allem im Neubau leicht steigen. Bestandsobjekte mit Sanierungsbedarf bleiben weiter unter Druck und die Mieten werden in gefragten Zentren steigen.“

 

VORARLBERG

PROGNOSE Immobilienmarkt Vorarlberg 2026
 
In Vorarlberg und Wien treten neue Trends am Immobilienmarkt oft früher auf als in den anderen Bundesländern. Der regional kleine Markt im äußersten Westen mit vielen Besonderheiten wie Platzmangel, starkes Bauträgerwesen und die exportorientiere Wirtschaft reagiert sehr sensibel und volatil auf Veränderungen der Wirtschaftslage und damit besonders interessant für Prognosen. Andererseits sind die statistisch gewünschten großen Fallzahlen nicht so erreichbar wie in anderen Bundesländern.

Generell werden sich bei allen drei Indizes die Werte ähnlich stark verändern: die Nachfrage soll um +3,0 % anwachsen und damit etwas gedämpfter als noch für 2025 vorausgesagt (+4,6 %). Auch die Angebotsentwicklung bleibt positiv, mildert sich aber von +7,6 % für 2025 auf +1,2 % für 2026 ab. Allein beim Preis ändert sich das Vorzeichen von -1,5 % für 2025 auf +2,2 % für 2026.  

Mietwohnungen hielten sich in der 2025er Vorschau bei der Nachfrageentwicklung noch am besten, doch laut den Vorarlberger RE/MAX-Experten ändert sich dies für 2026. Unter allen 17 abgefragten Immobilientypen liegen Mietwohnungen in zentralen Lagen auf Rang 12, am Stadtrand auf Rang 16 und in Landgemeinden auf Rang neun bei der Veränderung der Beliebtheit. Die Zahlen im Detail: Die Nachfrage soll in zentralen Lagen um +2,9 % zulegen, am Stadtrand um +2,4 % und in Landgemeinden um +3,3 %. Gegenüber 2025 sind dies Rückgänge um -5,0 PP, um -2,6 PP bzw. um -2,4 PP. Das Angebot dazu soll sich sowohl in Zentrumslage als auch am Stadtrand jeweils um +2,8 % erweitern und in den Landgemeinden um +2,2 %. Preislich soll das bei neu abgeschlossenen, frei vereinbarten Mietverträgen zu Mietzinssteigerungen von jeweils +3,7 % im Zentrum und am Stadtrand und zu +3,1 % in Landgemeinden führen.  

Eigentumswohnungen
In der Vorschau für 2024 war die Nachfrage in allen Lagen rückläufig, ebenso die Preise. Für 2025 kündigte sich zunächst ein Nachfrageplus, aber weiterhin nachgebende Preise an. Im neuen Jahr sehen die RE/MAX-Experten Anstiege sowohl bei der Nachfrage als auch beim Preis: In zentralen Lagen soll die Nachfrage um +4,1 % (2025: +4,3 %) anwachsen und die Preise um +2,6 % (2025: -0,8 %). Am Stadtrand wird um +2,9 % (2025: 4,0 %) mehr Nachfrage erwartet und ebenfalls ein Preisplus von 2,6 % (2025: -3,8 %). In Landgemeinden sollen Eigentumswohnungen unverändert um +3,0 % mehr nachgefragt werden und der Preis – wie schon in zentralen Lagen und am Stadtrand – um +2,6 % (2025: -3,8 %) zulegen.  

Einfamilienhäuser
Der Nachfragetrend nach Einfamilienhäusern bleibt im Ländle mit einem Anstieg von +3,8 % sehr stabil und verändert sich nur um +0,5 PP im Vergleich zur 2025er Vorschau. Das Angebot soll um +2,8 % zulegen. Die größte Veränderung findet bei der Preisentwicklung statt. Sollten die Kaufpreise 2025 noch um -3,8 % sinken, werden sie 2026 voraussichtlich um +2,6 % ansteigen.

Baugrundstücke
2026 gibt es laut RE/MAX-Prognose eine Trendumkehr bei der Nachfrage. Abzusehen ist eine Verbesserung von -1,9 % (2025) auf +0,8 % im neuen Jahr. Das Angebot soll auch 2026 größer werden, aber mit +2,2 % weniger nennenswert als 2025 oder 2024 (+10,1 % bzw. +10,0 %). Neben der Nachfrage wechselt auch die zuletzt sinkende Preisprognose (2025: -6,0 %, 2024: -11,4 %) 2026 zu einem Preisplus von 2,6 %.

 

KOMMENTAR Vorarlberg: Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch - Philipp Feurstein, RE/MAX Immowest – Vorarlberg
„Die Nachfrage in Vorarlberg zieht in nahezu allen Segmenten an. Besonders stark gefragt sind weiterhin Mietwohnungen, aber auch der Wunsch nach Eigentum nimmt zu: Bei Einfamilienhäusern, gebrauchten Wohnungen und Grundstücken ist wieder mehr Bewegung spürbar. Überraschend schwach präsentiert sich hingegen das Luxussegment – nationale und internationale Unsicherheiten dämpfen hier deutlich. Auf der Angebotsseite zeigt sich ein gegenteiliger Trend: Während das Gesamtangebot aktuell sinkt, wächst es ausgerechnet im oberen Preissegment an.“

„Bei gebrauchten Wohnungen steigt die Preiskurve wieder leicht, Einfamilienhäuser und Grundstücke bleiben stabil.“

Anlageobjekte gibt es vermehrt am Markt, die Nachfrage hält ihr Niveau, wobei die Erwartung an die Rendite trotz gefallener Zinsen weiterhin hoch bleibt.“

„Die Bautätigkeit im westlichsten Bundesland nimmt wieder zu – vorrangig bei gemeinnützigen Bauträgern, aber auch im privat finanzierten Wohnbau.“

„Erfreulich ist auch die Entwicklung bei Gewerbeimmobilien, jedoch sind regionale Unterschiede auf der Nachfrageseite deutlich spürbar.“

„Generell gilt: Trotz leicht sinkendem Angebot und erhöhter Nachfrage befinden wir uns weiterhin in einem Käufermarkt, was moderate Preissteigerungen erwarten lässt.“

 

RE/MAX EMPFEHLUNGEN für 2026
 Tipps für Käufer:

  • Aufgrund der aktuellen Marktsituation ist noch ein guter Zeitpunkt für einen Kauf!
  • Die finanziellen Möglichkeiten vor Beginn der Immobiliensuche abklären!
  • Konditionen und einmalige Gebühren bei der Finanzierung vergleichen!
  • Die Gebührenbefreiung für Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr endet mit 30.06.2026 (u.a. Hauptwohnsitzmeldung, Freigrenze von 500.000 Euro)
  • Vormerkservices für die Immobiliensuche nutzen!
  • Bei gebrauchten Wohnimmobilien gibt es in vielen Regionen ein gutes Angebot, vergleichen lohnt sich.
  • Vor dem Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung ist unbedingt auf den Erhaltungszustand des Gebäudes, die Höhe der monatlichen Betriebskosten-vorschreibung und das Protokoll der letzten Eigentümerversammlung zu achten.
  • Wer die Möglichkeit hat, sich während seiner Berufszeit rechtzeitig Wohneigentum zu schaffen, hat in der Pension erheblich mehr frei verfügbares Einkommen.
  • Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich unverändert in jeder Form – egal ob als Eigentums- oder Mietwohnung, Reihen-, Doppel-, oder Einfamilienhaus – am Stadtrand und vor allem in Landgemeinden noch immer wesentlich günstiger verwirklichen als in der Stadt.

VORSCHAU: RE/MAX ImmoSpiegel − Die exaktesten Zahlen in der österreichischen Immobilienwirtschaft
Ab März 2026 wird RE/MAX Austria wie schon in den vergangenen Jahren mit dem RE/MAX ImmoSpiegel ein umfassendes Zahlenmaterial aller tatsächlich verkauften und verbücherten Immobilien in ganz Österreich zur Verfügung stellen, basierend auf der Kaufvertrags-Sammlung von IMMOunited. „Der RE/MAX ImmoSpiegel ist seit 2009 nicht nur die schnellste, sondern auch die zuverlässigste Quelle für Kaufpreisdaten über alle Immobilienkäufe und zwar flächendeckend für ganz Österreich“, erklärt Mag. Anton E. Nenning, Head of Communication & Research, RE/MAX Austria.


Weitere Informationen und Grafiken unter www.remax.at/de/presse/pressearchiv.
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REMAX
Über RE/MAX
Derzeit sind in Österreich rund 620 Maklerinnen und Makler, verteilt auf über 120 Büros in allen neun Bundesländern, für RE/MAX tätig. Das Unternehmen ist Marktführer und zugleich die bekannteste Immobilienmakler-Marke Österreichs, sowohl bei spontaner als auch gestützter Bekanntheit. Weltweit gehört RE/MAX zu den bekanntesten Marken der Branche: Über 144.000 Maklerinnen und Makler arbeiten in mehr als 9.000 Büros in über 110 Ländern.

Weitere Informationen zu RE/MAX Austria: www.remax.at
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Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Direktor von REMAX Austria
5 000 x 6 667 © RE/MAX Austria/C. Postl (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
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