Meldung vom 28.10.2026
In zwei Jahren vom Mengentief zum Verkaufsrekord
Der österreichische Einfamilienhausmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Verkaufsrekord erreicht. 6.400 Einfamilienhäuser wurden laut Grundbuch verbüchert. Das sind um +1.374 Transaktionen oder +26,7 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bereits 2025 war die Zahl der Verkäufe gegenüber dem historischen Tiefpunkt 2024 um ein Drittel (+31,6 %) gestiegen. Innerhalb von zwei Jahren erhöhte sich die Menge damit vom Tiefststand mit 3.840 um +2.560 Stück beziehungsweise +66,7 % auf 6.400 Häuser – eine neue Rekordmenge seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels im Jahr 2009.
Auch im längerfristigen Vergleich ist das Ergebnis bemerkenswert: Die bisherige Höchstmarke für ein erstes Halbjahr lag seit 2018 bei 5.919 Verbücherungen. Sie wurde 2026 um +481 Stück oder +8,1 % übertroffen. Der Zehnjahresdurchschnitt betrug 4.860 Verkäufe – 2026 liegt er um +31,7 % darüber.
Transaktionswert überspringt erstmals 2,0- und 2,5-Mrd.-Euro-Marke
Auch der Gesamtwert der gehandelten Einfamilienhäuser erreicht einen neuen Höchststand. Mit 2,57 Mrd. Euro übersteigt der Transaktionswert erstmals im ersten Halbjahr 2,0 Mrd. Euro, und zwar mehr als deutlich. Gegenüber 2025 beträgt der Anstieg +579 Mio. Euro oder +29,0 %. In den Jahren 2015 bis 2025 wurden im ersten Halbjahr immer Einfamilienhausverkäufe zwischen 1,24 und 1,99 Mrd. Euro getätigt, in den Jahren davor um weniger als eine Mrd. Euro.
Typischer Hauspreis knapp unter dem bisherigen Höchstwert
Der typische Preis eines österreichweit verkauften Einfamilienhauses liegt im ersten Halbjahr 2026 bei 349.536 Euro. Gegenüber 337.052 Euro im Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um +12.484 Euro oder +3,7 %. Die aktuelle Preismarke bleibt allerdings um -937 Euro oder rund -0,3 % unter dem bisherigen Höchstwert aus dem ersten Halbjahr 2023 mit 350.473 Euro. Die Verkaufsmenge und der Gesamtumsatz erreichen also neue Spitzenwerte, der typische Einfamilienhauspreis allerdings noch nicht.
Unteres und oberes Preisviertel steigen stärker
Die beiden Viertel an den Enden des Preisspektrums zeigen ebenfalls eine Aufwärtsbewegung: Das günstigste Viertel aller verbücherten Einfamilienhäuser kostete im ersten Halbjahr 2026 höchstens 190.375 Euro, nach 180.000 Euro im Vorjahreszeitraum (+5,8 %). Das teuerste Viertel begann bei 485.000 Euro, nach 465.000 Euro im ersten Halbjahr 2025 (+4,3 %).
Die Preisanstiege reichen damit über den typischen Kaufpreis hinaus in beide Marktsegmente. „Ein Markt mit steigenden Verkaufszahlen und einer vergleichsweise moderat steigenden Preisentwicklung bietet gute Voraussetzungen für Käufer und Verkäufer. Bei Einfamilienhäusern sehen wir derzeit genau diese Entwicklung. Viele Interessenten erkennen, dass ein Neubau für sie finanziell kaum oder nicht leistbar ist, und orientieren sich deshalb verstärkt am Bestand. Sanierungsbedürftige Häuser können damit eine realistische Chance auf dem Weg ins Eigenheim eröffnen“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director REMAX Austria.
Wenig Neubau zeigt Wirkung
Die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sanken im gesamten Jahr 2025 auf 31.979 Stück, nach 34.422 (2024) und 37.517 (2023). Das ist laut Statistik Austria der Tiefpunkt, zumindest seit 2010 und weit entfernt von den Höchstmengen der Jahre 2017 und 2019 mit bis zu 72.800 Einheiten, selbst noch von den 65.136 Haus-Bewilligungen aus 2021. „Wenn Baugrundstücke knapper und teurer werden, die Baukosten für Material und Personal deutlich steigen und Finanzierungen nicht mehr so günstig sind wie in den Boomjahren, gewinnt der Bestandsmarkt zunehmend an Bedeutung. Für immer mehr Einfamilienhausinteressenten wird es immer attraktiver, eine bestehende Immobilie zu kaufen, schrittweise zu sanieren und möglichst bald einzuziehen. Der Weg ins Eigenheim führt damit immer häufiger über den Bestand statt über den Neubau“, so Reikersdorfer weiter.
„Auch der Generationenwechsel bringt Bewegung in den Einfamilienhausmarkt. Viele Babyboomer, die selbst bereits gut mit Wohnraum versorgt sind, erben Häuser, die sie weder selbst nutzen noch für ihre Nachkommen brauchen. Diese Immobilien kommen zunehmend auf den Markt und eröffnen neuen Käuferschichten Chancen auf ein Eigenheim. Gleichzeitig ermöglicht der Verkauf geerbter Häuser häufig der nächsten Generation den Schritt von der Miete ins Eigentum – etwa in Form einer Eigentumswohnung für die Kinder in der Stadt. Umgekehrt zieht es aber auch viele junge Familien ins Umland, wo sie mehr Platz und ein familienfreundliches Umfeld vorfinden. Homeoffice und E-Mobilität machen dabei die tägliche Nähe zum Arbeitsplatz für viele weniger entscheidend“, sagt Reikersdorfer abschließend.
BUNDESLÄNDERÜBERSICHT
Alle neun im Plus
Die Verkaufszahlen stiegen in allen neun Bundesländern. Besonders stark wirkte sich die Entwicklung nach Verbücherungszahlen bei den Top drei aus: Die Steiermark steigerte sich um +343 auf 1.302 Verkäufe, Niederösterreich um +342 auf 1.988 und Oberösterreich um +292 auf 1.122. Zusammen entfallen auf diese drei Bundesländer 72,5 % des gesamten österreichweiten Zuwachses von +1.347 Verkäufen. Niederösterreich bleibt mit 31,1 % aller verbücherten Einfamilienhäuser mit Abstand der größte Markt.
Vorarlberg wächst am schnellsten
Prozentuell legte Vorarlberg am stärksten zu: von 135 auf 207 Verkäufe, also um +53,3 %. Es folgen die Steiermark mit +35,8 % und Oberösterreich mit
+35,2 %. Kärnten wuchs um +28,9 %, Tirol um +26,3 %, Niederösterreich um
+20,8 % und das Burgenland um +15,7 %. Wien verzeichnete +13,6 %, Salzburg +9,7 %. Bei der absoluten Verkaufsmenge erreichten die Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und das Burgenland jeweils ihr bisher bestes Ergebnis im ersten Halbjahr seit 2009, dem Beginn des REMAX-ImmoSpiegels.
Alle Länder über ihrem Zehnjahresdurchschnitt
Der Aufschwung zeigt sich nicht nur gegenüber 2025. Sämtliche Bundesländer liegen auch über dem Durchschnitt ihrer jeweils zehn vorangegangenen ersten Halbjahre. Am deutlichsten ist der Abstand in der Steiermark (+39,2 %) und in Niederösterreich (+39,0 %), gefolgt von Oberösterreich (+31,4 %) und dem Burgenland (+30,8 %). Die kleinsten Abstände verzeichnen Tirol (+8,3 %) und Salzburg (+14,7 %). Die außergewöhnlich hohen österreichweiten Verkaufszahlen beruhen somit auf einer breiten österreichweiten Entwicklung und nicht auf regionalen Ausreißern.
Umsatz: Niederösterreich vor Oberösterreich und Steiermark
Beim Transaktionswert führt Niederösterreich mit 631 Mio. Euro vor Oberösterreich mit 427 Mio. Euro und der Steiermark mit 410 Mio. Euro. Zusammen kommen diese drei auf 1,47 Mrd. Euro und damit auf rund 57,0 % des Bundesumsatzes. Auffällig ist der Rangtausch zwischen Oberösterreich und der Steiermark: Bei der Stückzahl liegt die Steiermark vor Oberösterreich, beim Umsatz ist es umgekehrt. Auch der Umsatzhöchststand ist nahezu bundesweit nachweisbar: In acht Bundesländern liegt der Transaktionswert über allen bisher erfassten ersten Halbjahren; nur Tirol hatte schon 2021 und 2022 höhere Werte. Prozentuell sticht Vorarlberg mit einem Umsatzanstieg um +69,0 % auf 149 Mio. Euro hervor. Die Steiermark erreicht +39,1 % auf
410 Mio. Euro, Oberösterreich +37,6 % auf 427 Mio. Euro. Wien steigt beim Umsatz dagegen nur um +5,2 % auf 208 Mio. Euro.
Tirol wird teuerstes Bundesland – Burgenland bleibt günstigstes
An der Spitze des bundesweiten Preisrankings für Einfamilienhäuser kommt es zu einer Veränderung: Tirol liegt mit einem typischen Hauspreis von
729.912 Euro (+3,1 %) nun vor Wien mit 719.277 Euro (-7,6 %). Das war bisher nur in den Halbjahren 2021, 2017 und 2012 ebenfalls nachweisbar. Dahinter folgen Vorarlberg mit 662.733 Euro (+7,3 %) und Salzburg mit 638.013 Euro (+1,7 %). Die restlichen fünf Bundesländer liegen deutlich darunter: Oberösterreich bei 357.852 Euro, Kärnten bei 312.120 Euro, Niederösterreich bei 290.842 Euro, die Steiermark bei 288.831 Euro und das Burgenland bei 225.557 Euro. Das Burgenland bleibt zwar das günstigste Bundesland, weist mit +13,6 % aber den größten prozentuellen Preisanstieg auf. Wien verzeichnet mit -7,6 % den stärksten Rückgang, Kärnten liegt mit -0,7 % geringfügig unter dem Vorjahr. In den übrigen sieben Bundesländern ist der typische Hauspreis gestiegen.
Nur mehr drei Häuser im Osten für eines im Westen
Die Preisspreizung zwischen Tirol und dem Burgenland geht weiter zurück: Ein typisches Tiroler Einfamilienhaus kostet 2026 rund 3,2-mal so viel wie eines im Burgenland. 2025 lag diese Relation noch bei rund 3,6 und 2024 bei rund 4,0.
Unteres Preisviertel in Vorarlberg reicht bereits in die Bundes-Top-25 %
Wie hoch die Preise im Westen auch am unteren Ende der Verteilungskurve liegen, zeigt Vorarlberg: Dort kostete schon das günstigste Viertel der verbücherten Häuser bis zu 517.500 Euro. Diese Grenze liegt über dem österreichweiten Mindestpreis für das teuerste Viertel von 485.000 Euro. Ein anderes Beispiel: In Tirol beginnt das teuerste Preisviertel erst bei
923.000 Euro, im Burgenland bereits bei 317.500 Euro.
Bezirke: 1x Kitzbühel = 10x Waldviertel
Die höchsten typischen Einfamilienhauspreise unter den Bezirken mit mindestens 20 Verbücherungen finden sich erneut im Westen und in einzelnen Wiener Lagen. Der Bezirk Kitzbühel führt mit 1.270.698 Euro im Mittel
bei 47 Verkäufen, (die Stadt Innsbruck bleibt mit nur 10 Einfamilienhäusern statistisch außen vor), gefolgt von Wien-Hietzing mit 1.061.937 Euro bei
34 Verkäufen und Salzburg-Stadt mit 915.901 Euro bei 42 Verkäufen. Dahinter liegen die Bezirke Bregenz mit 767.380 Euro und Kufstein mit 767.225 Euro.
Am anderen Ende der Skala stehen Bezirke des Wald- und Weinviertels: Waidhofen/Thaya mit 121.883 Euro, Gmünd mit 127.182 Euro, Zwettl mit
145.742 Euro. Der typische Preis in Kitzbühel liegt damit rund 10,4-mal so hoch wie in Waidhofen/Thaya.
Landeshauptstädte: große Unterschiede auch innerhalb der Städte
Die Stadt Innsbruck ist sicher am teuersten, aber aufgrund der geringen Stückzahl kann zum Halbjahr kein valider exakter typischer Preis publiziert werden. So führt unter den Landeshauptstädten (interimistisch) Salzburg-Stadt mit 915.901 Euro. Wien liegt als Gesamtmarkt bei 719.277 Euro, Linz-Stadt bei 580.663 Euro, Graz-Stadt bei 428.977 Euro, Klagenfurt-Stadt bei
378.046 Euro und St. Pölten-Stadt bei 312.232 Euro. In Wien finden sich statistisch relevante Verkaufsmengen nur in Donaustadt, Floridsdorf, Liesing und Hietzing.
Statistik: Für bundesweite Bezirkspreisvergleiche werden ausschließlich Regionen mit mindestens 20 im ersten Halbjahr verbücherten Verkäufen berücksichtigt. Alle historischen Rang- und Rekordaussagen dieser Aussendung beziehen sich ausschließlich auf erste Halbjahre seit 2009.
Markterfolg: jedes fünfte Einfamilienhaus
„Zusätzlich zu den österreichweit vollständigen Statistikdaten aus dem Grundbuch (keine Stichprobe, sondern Vollerhebung), die wir von IMMOunited zur Analyse beziehen, haben wir als REMAX-Netzwerk eine einzigartige Expertise bei Einfamilienhäusern. 2025 haben wir bereits jedes sechste Einfamilienhaus, das in Österreich für neue Eigentümer verbüchert worden ist, auf dem Weg zum Kauf erfolgreich begleiten dürfen“, erläutert Reikersdorfer.
Zahlen über Menge, Wert, typischer Preis und Zehnjahresvergleich auf Bezirksbasis sowie Grafiken und Fotos finden Sie unter www.remax.at/presse/presseaussendungen
BUNDESLÄNDER
NIEDERÖSTERREICH
Hausverkäufe: Rekord mit knapp 2.000 Transaktionen
Im Halbjahr 2024 ging die Anzahl der Verbücherungen nach sechs Jahren erstmals wieder nach oben (+7,2 %). Im Halbjahr 2025 verstärkte sich der Trend auf +38,1 %. Zum heurigen Halbjahr ergeben weitere +20,8 % die höchste Anzahl an Hauskäufen in Niederösterreich seit Beginn der REMAX-Analyse 2009. Insgesamt wurden zwischen Jänner und Juni 2026 1.988 Einfamilienhäuser in das amtliche Grundbuch eingetragen – es ist sogar exakt dieselbe Verkaufsmenge wie jene der Bundesländer Kärnten, Burgenland, Tirol, Salzburg, Wien und Vorarlberg zusammengenommen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt liegt Niederösterreich zwar um -5,9 Prozentpunkte darunter, schneidet jedoch im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren (2016 bis 2025) um +39,0 % besser ab. Damit trägt Niederösterreich auch knapp ein Drittel (31,1 %) zur österreichweiten Einfamilienhaus-Verbücherungsmenge (6.400) bei.
Umsatz: zweiter Rekord
Merklich gestiegen ist auch wieder der Gesamtumsatz: Lag er zum Halbjahr 2025 noch erstmals und knapp über der halben Milliarde Euro-Marke, lässt 2026 ein Anstieg von +25,7 % bzw. 129 Mio. Euro den Wert auf 631 Mio. Euro anwachsen. Unter allen Bundesländern ist dies der höchste Umsatz, aber der viertschwächste prozentuale Anstieg.
Einfamilienhauspreise stetig steigend: dritter Rekord
Beim typischen Einfamilienhauspreis geht es langsam, aber sicher – nach einem Preisdämpfer von 285.396. Euro auf 268.873 Euro vom Halbjahr 2023 zum Halbjahr 2024 – wieder in Richtung 300.000 Euro. Doch noch ist es nicht so weit. Waren es 2025 noch 274.097 Euro, so sind es 2026 bereits 290.842 Euro – ein Anstieg um +6,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu den bisherigen Spitzenjahren 2022 und 2023 sind es +1,8 % bzw. um +1,9 % mehr und somit ein Spitzenpreis in der Niederösterreich-Historie. Beim Blick auf die verschiedenen Preissegmente zeigt sich, dass ein Viertel aller Einfamilienhäuser um weniger als 160.000 Euro (+6,7 %) gehandelt wurde. Der Mindestpreis für das Top 25 %-Viertel ist etwas milder, aber mit +5,3 % ebenfalls auf 400.000 Euro gestiegen, liegt damit noch über der Steiermark und dem Burgenland.
Fünf Einfamilienhäuser in Waidhofen/Thaya oder eines in Mödling
Die teuersten Einfamilienhäuser sind unverändert in den Bezirken Mödling, Tulln, Baden, Korneuburg, Bruck/Leitha, St. Pölten (Land) und in der Stadt
St. Pölten, also rund um den Wiener Speckgürtel zu finden, mit Durchschnittspreisen zwischen 312.000 und 600.000 Euro. Die günstigsten Einfamilienhäuser gibt es im Norden des Wald- und Weinviertels: Hollabrunn, Horn, Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya, mit Preisen unter 180.000 Euro. Wer ein Einfamilienhaus in Mödling verkauft, kann sich darum fünf Häuser in Waidhofen/Thaya leisten.
Bezirksmengen: Gänserndorf führt, fast alle Bezirke über dem Zehnjahresschnitt
Bis auf zwei Ausnahmen lagen im ersten Halbjahr 2026 alle niederösterreichischen Bezirke deutlich über ihrer jeweiligen durchschnittlichen Verkaufsmenge der Halbjahre 2016 bis 2025, 13 sogar um mehr als 40 %. Den Anfang macht der Bezirk Zwettl, der in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 50 Einfamilienhausverkäufe kommt, was dem höchsten prozentualen Anstieg von +67,8 % entspricht. Es folgt die Landeshauptstadt mit 31 Kaufakten und +61,5 %. Hollabrunn mit
101 Verbücherungen und Melk mit 92 überbieten ihren Zehnjahresschnitt um +57,3 % bzw. um +52,8 %. Zwischen +40 % und + 50 % erreichten folgenden Bezirke: Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs mit 79 Verkäufen (+49,9 %), Neunkirchen mit 144 (+47,4 %), Bruck/Leitha mit 102 (+47,2 %), Mistelbach mit 130 (+44,6 %), Mödling mit 108 (+44,4 %), Tulln mit 121 (+42,9 %). Mengenführender Bezirk Gänserndorf kommt im Halbjahr 2026 auf
175 Grundbucheintragungen, was im Vergleich zu den Jahren 2016 bis 2025 einem Anstieg um +42,5 % entspricht. In Horn waren es 47 Verbücherungen und +41,6 % und in Baden 172 und +40,3 %.
Sechsmal zwischen +19 % und +40 % und zweimal Rückgang
Korneuburg und Krems (Stadt und Land) liegen nur knapp unterhalb der
+40 %-Marke. Mit 102 Vertragsabschlüssen in Korneuburg und 85 in Krems sind es +39,5 % bzw. +39,1 %. Fast gleich stark war die Mengendynamik auch in
St. Pölten-Land mit 136 Verbücherungen und +35,6 % sowie in Wr. Neustadt (Stadt und Land), wo es 152 verbücherte Einfamilienhäuser waren, ein Anstieg um +35,0 %. Der Bezirk Scheibbs überbietet seinen Zehnjahresdurchschnitt um ein Viertel (+25,0 %) und landet bei 32 Kaufakten und Gmünd um ein Fünftel
(+19,6 %) bei 64. Lilienfeld verpasst den Zehnjahresschnitt um -0,6 % und mit
31 Einfamilienhauskäufen nur sehr knapp, wohingegen Waidhofen/Thaya mit -14,8 % deutlicher darunter liegt und mit 34 verkauften Einfamilienhäusern die zweitgeringste Menge innerhalb der letzten zehn Jahre verzeichnet.
Neun neue Rekordmengen
Von allen 21 niederösterreichischen Bezirken melden neun neue Verbücherungsrekorde seit Beginn der REMAX-Analyse im Jahr 2009, darunter Hollabrunn, Melk, Amstetten, Neunkirchen, Mistelbach, Tulln, Baden,
Wr. Neustadt und Korneuburg, der zudem erstmals eine dreistellige Verkaufsmenge erzielte. Vier weitere Bezirke kommen auf die höchste Verkaufsmenge innerhalb der letzten zehn Jahre: Zwettl, die Landeshauptstadt, Mödling und Krems.
Sechs Bezirke billiger, 15 teurer
Einfamilienhauskäufer in Mödling erwischten im heurigen Halbjahr einen guten Zeitpunkt. In den Halbjahren 2022, 2023 und 2025 lag der Preis zwischen 605.000 und 632.000 Euro. 2026 lag er mit 599.069 Euro um -5,1 % bzw. um -32.411 Euro unter dem bisherigen Höchstpreis aus 2025. Mit fast 200.000 Euro Abstand liegt Tulln hinter Mödling und kommt auf stabile 409.322 Euro (+0,2 %). Moderate Preisanstiege gab es in den Bezirken Baden mit einem typischen Preis von 395.680 Euro (+2,1 %) und in Korneuburg mit 385.968 Euro (+4,2 %). In Bruck/Leitha kostete zwischen Jänner und Juni 2026 ein Einfamilienhaus durchschnittlich 362.242 Euro und war somit um -3,3 % günstiger als im selben Zeitraum des Vorjahres. In St. Pölten-Land ging der Preis um +13,9 % auf 349.641 Euro nach oben, in der Stadt St. Pölten bliebt er mit +0,5 % und
312.232 Euro ebenfalls stabil. In Wr. Neustadt erhöhten sich die Einfamilienhauspreise im Durchschnitt zwar nur um +1,3 % gegenüber 2025, jedoch bezahlten die Käufer im Schnitt 300.285 Euro und somit
erstmals mehr als 300.000 Euro.
Sechs Bezirke zwischen 200.000 und 300.000 Euro
Auch Gänserndorf nähert sich zunehmend der 300.000 Euro-Marke, bleibt 2026 mit 290.086 Euro (+2,7 %) jedoch noch darunter. Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs reduzierte den Einfamilienhauspreis um -1,0 % und landet bei 281.002 Euro. Preislich ebenfalls zwischen 200.000 und 300.000 Euro lagen Neunkirchen (256.784 Euro; +16,7 %), Scheibbs (253.054 Euro; +21,3 %), Krems (Stadt und Land, 242.559 Euro; -13,4 %) und der Bezirk Melk, der mit
211.377 Euro und +12,8 % seit dem Halbjahr 2023 zum zweiten Mal die
200.000 Euro-Hürde knackte.
Sieben Bezirke unter 200.000 Euro
Lilienfeld erhöhte den typischen Preis im ersten Halbjahr 2026 im Halbjahresvergleich um +5,4 % und kommt auf 192.954 Euro. Teurer wurde es auch in Mistelbach mit +6,3 % und 188.578 Euro sowie in Hollabrunn mit
172.367 Euro (+16,4 %). Horn reduzierte zum zweiten Mal in Folge und landet mit -2,1 % bei 153.680 Euro, günstiger war es im Halbjahr 2021 und die Jahre davor. In Zwettl gab es mit +28,6 % und einem typischen Einfamilienhauspreis von 145.742 Euro den höchsten relativen Preisanstieg Niederösterreichs. Die höchste relative Preissenkung wurde von den REMAX-Experten in Gmünd ermittelt, dort lag der Preis bei 127.182 Euro, eine Reduktion von -18,7 % gegenüber 2025. Den Abschluss bildet Waidhofen/Thaya mit 121.883 Euro (+17,9 %). Von den 15 Bezirken mit Preisplus gab es vier mit neuen Höchstpreisen, nämlich Wr. Neustadt, Gänserndorf, Mistelbach und Hollabrunn.
Von den günstigsten und den teuersten
Die günstigsten Häuser in den günstigsten Bezirken waren jeweils das untere Preisviertel in Zwettl (unter 74.502 Euro), in Gmünd (unter 71.504 Euro) und in Waidhofen/Thaya mit Preisen unter 71.250 Euro. Diesen stehen die Top 25 % des obersten Preisviertels in Korneuburg (über 520.750 Euro), Tulln (über 550.000 Euro) und Mödling (über 700.000 Euro) gegenüber.
STEIERMARK
Vierstellige Verkaufsmenge nach sieben Jahren Pause
Im Halbjahr 2018 war die Zahl der Einfamilienhausverkäufe zuletzt vierstellig. Erst in den ersten sechs Monaten 2026 ist dies der Steiermark erneut gelungen und nicht nur das: 1.302 Verkäufe sind so viele wie noch nie seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels 2009. Gegenüber dem Halbjahr 2025 ist das eine Steigerung um +35,8 % – was um +9,1 Prozentpunkte über dem Österreich-Trend liegt – und um +39,2 % mehr als im steirischen Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025. Im bundesweiten Mengenranking bleibt die Grüne Mark auf Rang zwei hinter Niederösterreich.
Höchststand bei Umsatz und Preis
Noch zum Halbjahr 2025 kratze die Steiermark an der 300 Mio. Euro Umsatz-Marke und meldete einen neuen Umsatzrekord. 2026 ist dieser auch schon wieder Geschichte, und zwar dank einem Anstieg um +39,1 % bzw.
+115 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro. Der typische Preis hält sich dagegen mit
+2,5 % recht stabil und ergibt 288.831 Euro. Prozentual ist es bundesweit die viertschwächste Steigerung, nominal die drittschwächste, dennoch ist es ein neuer steirischer Spitzenpreis. Auch im unteren Preisviertel ist der Maximalpreis von 167.000 Euro auf 177.029 Euro gestiegen, also um +6,0 %. Im oberen Preisviertel war die Steigerung etwas milder. Der Mindestpreis hat sich von 382.500 Euro auf 390.000 Euro um +2,0 % erhöht.
Bezirksmengen: Alle Bezirke übertreffen ihren Zehnjahresschnitt
Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre konnte sich der Bezirk Voitsberg mit insgesamt 101 verbücherten Einfamilienhäusern im Halbjahr 2026 um +89,8 % am deutlichsten steigern. Bruck-Mürzzuschlag folgt mit +71,5 % und 131 Verbücherungen. Mehr als 60 % Steigerung waren in den Bezirken Leoben und Hartberg-Fürstenfeld zu beobachten: Leoben verzeichnete 76 Einfamilienhausverkäufe und damit um +68,5 % mehr als im Zehnjahresschnitt, Hartberg-Fürstenfeld erhöhte um +61,0 % auf 114. Murtal steigerte sich um gut die Hälfte (+53,6 %) und kommt auf 90 Kaufakte. Dahinter reihen sich die Bezirke Deutschlandsberg mit 84 Vertragsabschlüssen
(+44,8 %), Südoststeiermark (86; +42,6 %) und Weiz (80; +36,8 %).
Die meisten Verkäufe in Graz-Umgebung
In Graz-Umgebung gingen 209 Einfamilienhäuser an neue Besitzer. Das ist nicht nur innerhalb der Steiermark Rang eins, sondern auch unter allen österreichischen Bezirken. Im Vergleich zum Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025 ist dies ein Anstieg um +32,3 %. Leibnitz übertrifft seinen Zehnjahresschnitt um ein Viertel (+25,9 %) und landet bei
111 Einfamilienhausverbücherungen, Murau schließt sich mit +15,4 % und
18 Käufen an. Einstellige Prozentzuwächse meldeten noch die
Landeshauptstadt (121 Einheiten; +7,1 %) und der Bezirk Liezen (81; +1,9 %).
Aufgrund der starken Zuwächse ist es wenig verwunderlich, dass neun der
13 Bezirke neue Mengenrekorde melden: Leoben, Hartberg-Fürstenfeld, Murtal, Deutschlandsberg, Weiz, Graz-Umgebung, Leibnitz, Voitsberg und Bruck-Mürzzuschlag. Die beiden letztgenannten Bezirke erzielten sogar erstmals eine dreistellige Anzahl von Einfamilienhausverkäufen.
Bezirkspreise: Graz wieder unter einer halben Million Euro
Nach der Preisspitze von 513.908 Euro im ersten Halbjahr 2025 in der Stadt Graz, zahlten Einfamilienhauskäufer im ersten Halbjahr 2026 wieder um
-16,5 % weniger, nämlich 428.977 Euro. In Graz-Umgebung wurde es indes teurer, und zwar um +17,4 % auf 394.427 Euro
– so nah war der Bezirk den 400.000 Euro bisher noch nie. In Liezen musste Käufern ein neues Einfamilienhaus 325.453 Euro wert sein, ein Plus von 19,0 % gegenüber dem Halbjahr 2025. Der Bezirk Leibnitz liegt mit 321.627 Euro preislich nicht weit dahinter und erhöhte um +10,4 %.
Acht Bezirke zwischen 200.000 und 300.000 Euro
Preiserhöhungen gab es auch in den folgenden sechs Bezirken: In Deutschlandsberg kletterte der typische Einfamilienhauspreis um +12,2 % auf 293.724 Euro, in Weiz steigerte er sich um +5,9 % auf 280.027 Euro. Hartberg-Fürstenfeld meldete 246.807 Euro (+8,4 %), Voitsberg 226.588 Euro (+7,8 %), Leoben 224.422 Euro (+17,8 %) und Bruck-Mürzzuschlag 221.560 Euro (+5,1 %).
In den übrigen beiden Bezirken konnten Preisrückgänge festgestellt werden, wobei sich der Bezirk Südoststeiermark mit -0,4 % bzw. -800 Euro sehr stabil hält und auf 220.503 Euro kommt. Im Murtal hingegen fällt der Preis im Schnitt um -9,3 % auf 206.583 Euro und ist damit fast eine Wiederholung aus dem Halbjahr 2022. In Murau war die Zahl der Einfamilienhausverkäufe zu gering, um eine statistisch valide Aussage zum Preis machen zu können. Neben Graz-Umgebung erzielten auch die Bezirke Leibnitz, Deutschlandsberg, Weiz, Hartberg-Fürstenfeld und Leoben neue Preisspitzen.
OBERÖSTERREICH
Verkäufe und Umsatz in neuen Höhen
Vom Halbjahr 2019 bis zum Halbjahr 2024 schrumpfte oder stagnierte der oberösterreichische Einfamilienhausmarkt. Erst im Halbjahr 2025 wurden wieder mehr Verkäufe registriert. 2026 folgte der nächste Sprung nach oben: um +35,2 % bzw. um +292 Einheiten auf 1.122 Vertragsabschlüsse. Das Ergebnis ist seit 2018 erstmals wieder vierstellig und ein neuer Rekord. Auch der Zehnjahresdurchschnitt, der bei 854 Verkäufen je Halbjahr liegt, wurde um +31,4 % übertroffen. Im bundesweiten Mengenranking verweilt Oberösterreich auf Rang drei, hinter der Steiermark und vor Kärnten.
Ende Juni 2025 knackte das Bundesland ob der Enns erstmals die
300 Mio. Euro Umsatz-Marke, 2026 sind es schon über 400 Mio. Euro. Denn: Parallel zum Mengenaufschwung ist auch der Umsatz um +37,6 % auf
427 Mio. Euro angewachsen. Bundesweit liegt Oberösterreich hinter Niederösterreich auf Rang zwei.
Neues Preishoch
Erst im Halbjahr 2025 zahlten Einfamilienhauskäufer so viel wie noch nie zuvor, doch bereits 2026 gibt es einen neuen Preisrekord: 357.852 Euro sind um +3,6 % mehr. Dieser Durchschnittspreis liegt bundesweit im goldenen Mittelfeld (vier Bundesländer sind teurer, vier günstiger) und um +8.316 Euro über dem Bundesdurchschnitt. Getrieben wird der Preisanstieg durch das obere Preissegment, wo der Mindestpreis um +7,1 % auf 470.000 Euro geklettert ist. Die Obergrenze beim unteren Preisviertel ist hingegen mit 230.000 Euro unverändert geblieben.
Bezirksmengen: von +3,2 % bis +91,4 %
Gemeint ist der Mengenanstieg in den einzelnen Bezirken gegenüber dem jeweiligen Zehnjahresdurchschnitt. Demnach gibt es keinen oberösterreichischen Bezirk, der unterhalb seines Mittels der Jahre 2016 bis 2025 liegt. Das größte Plus (+91,4 %) im ersten Halbjahr 2026 verzeichnet der Bezirk Schärding, wo 71 Einfamilienhäuser verkauft wurden. Dahinter folgen mit einigem Abstand die Bezirke Grieskirchen mit +55,7 % und 78 Verkäufen und Ried/Innkreis mit +54,8 % und 76. Mengenführend, mit 128 Kaufakten, ist Linz-Land, eine Steigerung um +43,2 %. Braunau folgt mit 118 Einheiten und +34,7 % und Vöcklabruck mit 87 und +30,4 %. Dahinter reihen sich fünf Bezirke, die im Halbjahr 2026 ihren Zehnjahresschnitt um rund ein Viertel erhöhen konnten: Eferding (30 Verkäufe; +27,1 %), Steyr (Stadt und Land, 66; +26,7 %), Urfahr-Umgebung (72; +26,3 %), Wels (Stadt und Land, 113; +25,6 %) und Kirchdorf (48; +24,0 %). Ebenfalls zweistellige Anstiege meldet Perg mit
37 Einträgen ins Grundbuch, was +19,7 % entspricht. Freistadt steigerte seine Verkaufsmenge um +12,5 % auf 44. Bleiben noch drei Bezirke mit einstelligen Zuwächsen: Gmunden erhöhte um +9,6 % auf 78, Rohrbach um +8,9 % auf 44 und die Landeshauptstadt hält ihren Durchschnitt der letzten zehn Jahre am stabilsten, steigerte sich aber noch um +3,2 % auf 32 Einfamilienhausverkäufe. Erwähnenswert ist außerdem, dass sich bis auf zwei Ausnahmen alle Bezirke auch im Vergleich zum Halbjahr 2025 die Mengen steigern konnten. Die beiden Ausnahmen, Urfahr-Umgebung und Perg, verzeichneten jedoch keine Rückgänge, sondern wiederholten 2026 ihr Ergebnis aus 2025. Neue Mengenhöchststände gibt es in den Bezirken Schärding, Grieskirchen, Ried/Innkreis, Linz-Land und Braunau.
Linz wieder teurer, in Wels erstmals über 400.000 Euro
Nach einem Preisrückgang um -20,3 % vom Halbjahr 2024 zum Halbjahr 2025 ging im Halbjahr 2026 der typische Einfamilienhauspreis in der Stadt Linz wieder um +22,4 % wieder nach oben und landete bei 580.663 Euro. Zu alten Höhen gelangten hingegen die Preise in Gmunden. Der Spitzenpreis liegt im Halbjahr 2023 bei 456.756 Euro, 2026 liegt er mit 455.742 Euro knapp darunter und um +25,1 % über dem Preis des Halbjahres 2025. In Linz-Land waren Käufer zwischen Jänner und Juni 2026 bereit, im Durchschnitt 450.845 Euro für ein Haus zu bezahlen, um +11,8 % mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Auch in Wels (Stadt und Land) waren im heurigen Halbjahr mehr als
400.000 Euro zu entrichten, nämlich 403.804 Euro (+7,5 %).
Preisrückgänge in sieben Bezirken und fünfmal neue Preisspitzen
In sechs Bezirken waren im Halbjahr 2026 Preise zwischen 300.000 und 400.000 Euro zu bezahlen. Allen voran in Vöcklabruck. In den Halbjahren 2022 und 2025 waren es noch über 400.000 Euro, heuer zum Halbjahr 395.872 Euro, um -6,4 % weniger als im Jahr davor. Der Bezirk Urfahr-Umgebung folgt dicht dahinter mit einem durchschnittlichen Einfamilienhauspreis von 393.750 Euro, erhöhte aber um +5,0 %. Preisanstiege gab es auch in Eferding mit
354.475 Euro (+2,6 %) und in Freistadt mit 329.396 Euro (+9,5 %). Günstiger wurde es hingegen in Steyr (Stadt und Land), wo im Schnitt 320.246 Euro je Haus bezahlt wurden, aber um -2,2 % weniger als 2025, sowie in Braunau mit 314.791 Euro (-3,4 %). Auch in den vier nachfolgenden Bezirken gingen die Preise zurück, lagen aber bei unter 300.000 Euro. Den Anfang macht Perg, wo ein Einfamilienhaus durchschnittlich um 297.476 Euro (-1,5 %) an neue Besitzer gegangen ist. Dahinter reihen sich Ried/Innkreis und Grieskirchen mit fast demselben Preis: 296.697 Euro (-7,6 %) waren es in Ried und 296.291 Euro
(-2,8 %) in Grieskirchen. Zuletzt liegt noch Kirchdorf unter dem Vorjahrespreis und kommt auf 295.851 Euro (-9,1 %). Am günstigsten war ein Hauskauf in Schärding und Rohrbach, allerdings mit spürbaren Preiserhöhungen. In Schärding lag der typische Preis bei 281.834 Euro (+18,9 %), in Rohrbach bei 269.490 Euro, das entspricht einem Anstieg von +49,5 % – der höchste unter Oberösterreichs Bezirken. In Linz-Land, Wels (Stadt und Land), Eferding, Schärding und Rohrbach fanden sich zum Halbjahr 2026 neue preisliche Höchststände – in Wels wurde zudem erstmals die 400.000 Euro-Grenze überschritten.
KÄRNTEN
Einfamilienhausverkäufe und Umsatz hoch wie nie
576 Einfamilienhausverbücherungen im Halbjahr 2026 sind um +28,9 % bzw. +129 Einheiten mehr gegenüber dem Vorjahr und die höchste Stückzahl seit Beginn der REMAX-Analyse 2009. Im Vergleich zum bisherigen Spitzenjahr (2018) ist es ein Anstieg um +5,7 %, gegenüber dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre sind es +22,2 %. Bundesweit ist es anhaltend das viertbeste Mengenergebnis hinter Oberösterreich und vor dem Burgenland. Der Transaktionswert zeigt eine ähnliche Dynamik: 194 Mio. Euro sind um +23,7 % bzw. +37 Mio. Euro mehr als 2025 und ein neuer Umsatzrekord im südlichsten Bundesland. Im Bundesländer-Ranking bedeutet dies einen Aufstieg von Rang sieben auf Rang sechs, hinter Wien und vor Salzburg.
Hauspreis hält sich stabil
Im Gegensatz zur Verkaufsmenge und zum Umsatz zeigt sich der durchschnittliche Einfamilienhauspreis in Kärnten stabil. Käufer, die im ersten Halbjahr 2026 ein Haus in Kärnten erwarben, bezahlten im Schnitt 312.120 Euro, also um -0,7 % weniger als im Halbjahr 2025. Die Kärntner Hauspreise entwickelten sich demnach entgegen dem Bundestrend, der bei +3,7 % liegt. Im günstigsten wie im teuersten Preissegment stellten die REMAX-Experten leichte Preissteigerungen von jeweils +2,0 % fest. In genauen Zahlen ausgedrückt: Im unteren Preisviertel stieg die Obergrenze von 190.000 Euro auf maximal 193.750 Euro. Im oberen Preisviertel hob die Untergrenze von 421.500 Euro auf mindestens 430.000 Euro an.
Bezirksmengen: Villach und Spittal dreistellig
Im Hinblick auf den Zehnjahresschnitt konnte der Bezirk Völkermarkt seine Verkaufsmenge um die Hälfte steigern: 53 verbücherte Einfamilienhäuser im Halbjahr 2026 sind um +54,5 % mehr (Zehnjahresmittel: 34). Spittal/Drau erhöhte ebenfalls um +50,8 % und landet mit 103 Kaufakten erstmals bei einem dreistelligen Ergebnis. Wolfsberg legte um +28,5 % zu, das bedeutet
68 Einfamilienhauskäufe im ersten Halbjahr 2026 bei 53 Einheiten als Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Villach (Stadt und Land) war zuletzt im Halbjahr 2019 dreistellig, so auch 2026 mit exakt derselben Verkaufsmenge von 111 Häusern. Das Zehnjahresmittel ist damit um +22,9 % übertroffen. Zweistellige Prozentzuwächse erzielten außerdem die Bezirke Hermagor (16 Einheiten; +15,1 %), Klagenfurt-Land (82; +12,6 %) und
St. Veit (55; +11,1 %). Die Stadt Klagenfurt erzielte in den Jahren 2016 bis 2025 im Durchschnitt je Halbjahr 56 Einfamilienhauskäufe, 2026 wurden
59 Kaufverträge abgeschlossen, ein moderater Anstieg um +5,0 %. Einzig Feldkirchen fällt unter sein Zehnjahresmittel zurück, denn 29 Verbücherungen sind um -12,7 % weniger, allerdings: Im Vorjahresvergleich steigert sich auch dieser Bezirk um beachtliche +11,5 %.
Bezirkspreise: Villach und Wolfsberg mit neuen Preisspitzen
Die Stadt Klagenfurt löste im Halbjahr 2025 Klagenfurt-Land als teuersten Bezirk ab und bleibt auch ein Jahr später mit einem durchschnittlichen Einfamilienhauspreis von 378.046 Euro (-1,8 %) auf Rang eins im Kärntner Preisranking. Auf Rang zwei folgt allerdings nicht Klagenfurt-Land, sondern Villach (Stadt und Land) mit 353.349 Euro (+1,1 %) und einem neuen Preisrekord. Klagenfurt-Land reduzierte um -5,3 %, schafft es mit 343.537 Euro je Einfamilienhaus aber noch auf das Podest. Es folgt der Bezirk Feldkirchen, wo Käufer im Durchschnitt 327.637 Euro bezahlten, um +5,5 % mehr als zwischen Jänner und Juni 2025; und Spittal/Drau landet bei einer Preisreduktion von
-8,5 % bei 300.422 Euro. In den übrigen Bezirken konnte ein Einfamilienhaus im Durchschnitt um weniger als 300.000 Euro erworben werden. Wolfsberg weist mit +23,0 % die höchste positive Preisdynamik auf und kommt auf 280.269 Euro – ein neues Allzeithoch. Völkermarkt erhöhte am zweitstärksten und landet bei 260.819 Euro (+16,1 %). In St. Veit fiel der Preis um -8,5 % auf 258.338 Euro. In Hermagor sind 16 Einfamilienhausverkäufe zu wenig, um eine statistisch valide Aussage zum Preis machen zu können.
BURGENLAND
Höchste Verkaufsmenge bisher, erstmals dreistelliger Millionen-Umsatz
Noch im Halbjahr 2023 meldete das Burgenland mit 239 Einheiten seine drittschwächste Verkaufsmenge seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels 2009. Die darauffolgenden Halbjahre brachten jedoch Aufschwünge, sodass schließlich von Jänner bis Ende Juni 2026 427 Einfamilienhausverkäufe verzeichnet werden konnten – so viele wie bisher noch nie. Gegenüber dem Halbjahr 2025 ist es ein Anstieg um +15,7 %, im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre sind es sogar +30,8 %. Im bundesweiten Mengenranking bedeutet dies die goldene Mitte hinter Kärnten und vor Tirol. Die Mengendynamik spiegelt sich auch beim Umsatz wider: Von 2022 zu 2023 brach der Umsatz von 76 Mio. Euro auf 57 Mio. Euro ein. Dank der Mengenschübe, wuchs auch der Umsatz von Halbjahr zu Halbjahr: von
63 Mio. Euro (2024), auf 79 Mio. Euro (2025) und im heurigen Halbjahr auf einen neuen pannonischen Umsatzrekord von 106 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (mit dem bisherigen Spitzenwert) ist dies eine Steigerung um +33,1 %. Im nationalen Umsatzranking liegt das Burgenland weiterhin auf Rang neun – doch womöglich wäre es anders gekommen, hätte das Ländle seinen Umsatz nicht um beachtliche +69,0 % erhöht.
Bundesweit höchster Preisanstieg
Neben Verkaufsmenge und Umsatz ist auch der typische Einfamilienhauspreis gestiegen, wenn auch weniger drastisch. Käufer zahlten 2026 im ersten Halbjahr 225.557 Euro, also um
+13,6 % bzw. +27.055 Euro mehr als im Vorjahr. Bundesweit ist es prozentual der höchste, nominal der zweithöchste Preisanstieg. Historisch betrachtet lag der Einfamilienhauspreis bereits zweimal bei über 200.000 Euro, nämlich 2023 (220.176 Euro) und 2024
(202.881 Euro), somit zahlten Käufer in der ersten Jahreshälfte 2026 so viel wie nie zuvor. Der Preisanstieg macht sich vor allem im unteren Preissegment bemerkbar, wo jedes vierte Einfamilienhaus weniger als 130.000 Euro kostete, ein Anstieg um +18,2 %. Im oberen Preissegment stieg der Mindestpreis um +13,4 % auf 317.500 Euro.
Bezirksmengen: zweimal Höchststände
Im Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025 gab es in Oberpullendorf im ersten Halbjahr 44 Einträge ins Grundbuch. Von Jänner bis Ende Juni 2026 waren es hingegen 68, also ein Anstieg um +53,2 % − der höchste im Burgenland und auch ein neues Allzeithoch für den Bezirk. Neusiedl/See übertrifft seinen Zehnjahresschnitt um +39,1 % und kommt auf
69 Verbücherungen (ebenfalls ein neuer Bezirksrekord), dicht dahinter folgt Oberwart mit +38,2 %, aber 85 verbücherten Einfamilienhäusern. In Güssing waren es zum Halbjahr 2026 53 Kaufakte, das sind um +22,7 % mehr und Jennersdorf meldete 32, demnach +21,7 %. Eisenstadt (inkl. Umgebung und Rust) liegt mit einer Verkaufsmenge von 69 Häusern um +18,6 % über dem Zehnjahresmittel und Mattersburg kommt mit 51 Verbücherungen auf +17,8 %. Während im Vergleich zu ihren durchschnittlichen Ergebnissen der Jahre 2016 bis 2025 alle burgenländischen Bezirke Steigerungen aufweisen können, liegen im Vorjahresvergleich zwei Bezirke im Minus, nämlich Jennersdorf (-17,9 %) und die Landeshauptstadt (-6,8 %).
Bezirkspreise: Über 300.000 Euro in Eisenstadt, über 200.000 Euro in Jennersdorf
In der Landeshauptstadt (inkl. Umgebung und Rust) wurden Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2026 um +25,4 % teurer, weshalb durchschnittlich
303.352 Euro zu bezahlen waren. Es ist der zweithöchste bisher gemessene Preis, der höchste liegt nach wie vor im Halbjahr 2023 mit 307.990 Euro. Noch unterhalb der 300.000 Euro-Grenze, aber so nah dran wie nie zuvor, liegt der Bezirk Neusiedl/See mit einem typischen Einfamilienhauspreis von 293.924 Euro, was um +6,6 % mehr ist als 2025. Den höchsten prozentualen Preisanstieg meldete Jennersdorf, wo heuer in der ersten Jahreshälfte erstmals mehr als 200.000 Euro je Haus zu bezahlen waren, nämlich 228.279 Euro (+30,0 %). Der einzige pannonische Bezirk mit einem Preisrückgang war Mattersburg, wo Käufer um -8,4 % weniger und durchschnittlich 224.230 Euro zahlten. In Güssing kletterte der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus um +26,2 % auf 189.041 Euro und in Oberwart musste Käufern ein Haus durchschnittliche 182.917 Euro (+15,3 %) wert sein. Am günstigsten ist es in Oberpullendorf, doch auch hier ging der Preis um +18,6 % auf 179.144 Euro nach oben. Abschließend kann festgehalten werden, dass Käufer, die sich im ersten Halbjahr 2026 in den Bezirken Neusiedl/See, Jennersdorf, Oberwart oder Oberpullendorf ein Einfamilienhaus kauften, so viel bezahlt haben wie nie zuvor.
TIROL
Verkäufe und Umsatz steigend
293 Einfamilienhäuser wurden im ersten Halbjahr 2026 in Tirol ins Grundbuch eingetragen. Das sind um +26,3 % mehr gegenüber dem Halbjahr 2025 und +8,3 % mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Ein nennenswerter Zuwachs, aber zur Höchstmenge aus dem Halbjahr 2018 (355) fehlen noch -17,5 % und 293 Verkäufe sind eine exakte Mengen-Wiederholung von 2016. In der bundesweiten Mengenstatistik steigt Tirol aber wieder von Rang sieben auf Rang sechs, hinter dem Burgenland und vor Salzburg. Der Gesamttransaktionswert erhöhte sich sogar etwas mehr als die Verkäufe, nämlich um +29,1 %, was ziemlich genau dem Bundestrend (29,0 %) entspricht. In Summe kommt Tirol auf 264 Mio. Euro, was nach den Halbjahren 2022 und 2021 der dritthöchste Wert ist.
Tiroler Häuser sind am teuersten
In den Halbjahren 2022 bis 2025 zahlten Hauskäufer in Wien am meisten, doch im Halbjahr 2026 musste die Bundeshauptstadt den Titel „teuerstes Bundesland“ abgeben. Ein typisches Einfamilienhaus kostete nämlich in Tirol im Durchschnitt 729.912 Euro, um +10.635 Euro mehr als in Wien und um +3,1 % mehr als im Halbjahr 2025. Rekordverdächtig ist dies für Tirol jedoch noch nicht: Seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels 2009 ist es der fünfthöchste Preis und zum Allzeithoch aus dem Halbjahr 2023 fehlen noch -14,7 %. Im günstigsten Preisviertel lag der Maximalpreis bei höchstens 450.000 Euro, was einem Anstieg von +9,8 % entspricht. Im oberen Preisviertel – dem Top 25 %-Segment – waren Käufer erst ab mindestens 923.000 Euro mit
dabei, eine Steigerung um +7,8 %.
Bezirksmengen im Zehnjahresmittel: fünfmal Plus, viermal Minus
Fünf der neun Tiroler Bezirke lagen im Halbjahr 2026 über ihren Durchschnitten der letzten Dekade. Den Anfang macht der Bezirk Kufstein, der mit 50 Verkäufen um +22,0 % über seinem Zehnjahresmittel liegt. Mengenführend ist erneut Innsbruck-Land, der Bezirk kommt in den ersten sechs Monaten 2026 auf 74 Verbücherungen, ein Anstieg um +21,1 % gegenüber dem Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025. Ebenfalls im Plus sind die Bezirke Schwaz mit 36 Verkäufen und +17,6 %, Imst (30; +12,4 %) und Lienz
(26; +10,6 %). Die übrigen vier Bezirke liegen jeweils unter ihrem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Stadt Innsbruck verpasst das Zehnjahresmittel mit 10 Verkäufen um -2,0 %, Kitzbühel mit
47 Vertragsabschlüssen um -12,1 % und Landeck kommt auf 9 Einheiten, was -15,1 % entspricht. Reutte macht den Abschluss mit 11 verbücherten Einfamilienhäusern und -17,3 %. Betrachtet man die Verkaufsmengen jedoch vom Halbjahr 2026 zum Halbjahr 2025, so fällt auf, dass sich nur die Landeshauptstadt verschlechtert hat (-33,3 %), Reutte die Verkaufsmenge von 2025 wiederholt und damit unverändert (0,0 %) bleibt, jedoch
Kitzbühel (+27,7 %) und Landeck (+12,5 %) zulegen konnten.
Spürbare Preissenkung in Kitzbühel
Seit dem Halbjahr 2021 kostete ein typisches Einfamilienhaus im Bezirk Kitzbühel im Mittel mehr als zwei Millionen Euro. Daher war im Halbjahr 2025 die Preisreduktion von -14,8 % eine kleine Sensation. Umso erfreulicher was es für Hauskäufer im Halbjahr 2026, dass der Preis im Schnitt um weitere -34,8 % von 1.948.992 Euro auf 1.270.698 Euro zurückgegangen ist. In Kufstein geht es allerdings um +8,9 % auf 767.225 Euro wieder aufwärts, wenn auch zum Rekordpreis aus dem Halbjahr 2023 noch -26,3 % fehlen. In Schwaz sank der Durchschnittspreis im Halbjahr 2025 noch um -24,7 % von 753.312 Euro (2024) auf 567.542 Euro (2025), doch der Preisauftrieb von +28,0 % im Halbjahr 2026 wendet das Blatt wieder und ergibt 726.251 Euro. In Innsbruck-Land zahlten Käufer bisher nur im Halbjahr 2022 mehr als 700.000 Euro, so auch heuer, nämlich 717.593 Euro und um +3,7 % mehr gegenüber 2025. Auch Imst wiederholt und knackt zum zweiten Mal die halbe Euro-Million, denn von Jänner bis Ende Juni 2026 waren dort im Schnitt 572.872 Euro je Haus fällig, also um +40,8 % mehr als im selben Zeitraum 2025. Um ein Viertel (+25,4 %) stiegen auch die Preise in Lienz und landeten bei 414.229 Euro. Sowohl für Imst als auch Lienz ist es ein neues preisliches Allzeithoch.
In der Stadt Innsbruck, in Reutte sowie in Landeck war die Zahl der Einfamilienhausverkäufe zu gering, um in diesen Bezirken eine statistisch valide Aussage zum Preis machen zu können.
SALZBURG
Verkaufsmengen überdurchschnittlich, höchster Umsatz
Im Halbjahr 2023 verzeichnete Salzburg die geringste Anzahl an Einfamilienhaus-Verbücherungen (143) seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels 2009. In den ersten Halbjahren 2024 und 2025 folgten Auftriebe von +25,2 % bzw. +31,8 %. Auch 2026 stieg die Verkaufsmenge weiter, allerdings mit +9,7 % etwas abgeschwächter und um -17,0 Prozentpunkte weniger als im Bundestrend. Insgesamt wurden 259 Einfamilienhauskäufe getätigt, womit Salzburg um +14,7 % über seinem Zehnjahresmittel (226) liegt. Das Umsatzwachstum ist mit +14,6 % im Vergleich zum Halbjahr 2025 weniger verhalten. Der Umsatz liegt zwar auch um -14,4 Prozentpunkte unter dem nationalen Durchschnitt, doch erzielte Salzburg damit eine neue Rekord-Transaktionssumme von 186 Mio. Euro. Dennoch rutscht das Bundesland im bundesweiten Umsatzranking von Rang sechs auf Rang sieben, da Kärnten überholt hat.
Stabiler Einfamilienhauspreis in allen Segmenten
Der typische Preis je Einfamilienhaus ist im ersten Halbjahr 2026 moderat um +1,7 % auf 638.013 Euro gestiegen. Im unteren Preissegment gab es kaum Veränderung, die Obergrenze stieg minimal um +0,3 % auf 405.825 Euro an. Auch im Top 25 %-Segment hat sich nicht viel getan. Der Einstiegspreis senkte sich um -0,8 % auf 800.000 Euro und gleicht statistisch den minimalen Anstieg im günstigen Preisviertel wieder aus.
Bezirksmengen im Zehnjahresschnitt: Außer dem Lungau alle im Plus
In der Stadt Salzburg gingen im ersten Halbjahr 2026 42 Einfamilienhäuser an neue Besitzer und im Tennengau 25, das ist ein Anstieg um jeweils 23,2 % im Vergleich zum Durchschnitt der Halbjahre von 2016 bis 2025. Fast gleich stark war die Mengendynamik mit +22,5 % im Pinzgau, wo 61 Kaufverträge abgeschlossen wurden. Der Flachgau überbietet seinen Zehnjahresschnitt um +12,6 % und kommt auf 83 Verbücherungen und der Pongau erhöht im einstelligen Prozentbereich auf 36 Kaufakte (+8,4 %). Einzig der Lungau kann nicht an seinen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 15 Verkäufen anschließen, er meldet Ende Juni 2026 12 Verkäufe und damit um
-18,4 % weniger.
Der Pongau lag im Vergleich zum Zehnjahresmittel zwar im Plus, doch im Vergleich Halbjahr 2026 zu Halbjahr 2025 reduzierte sich die Zahl der verkauften Einfamilienhäuser um -2,7 %. Der Lungau liegt sowohl im Zehnjahresmittel im Minus als auch im Vorjahresvergleich, hier sogar um
-47,8 %.
In drei Bezirken günstigere Einfamilienhauspreise
In den ersten Halbjahren 2023 und 2024 zahlten Einfamilienhauskäufer in der Stadt Salzburg mehr als eine Million Euro. Im Halbjahr 2025 dann ein Preisrückgang auf 813.860 Euro. Doch schon ein Jahr später geht es wieder bergauf, nämlich um +12,5 % im Vergleich zu 2025 auf 915.901 Euro. Im Flachgau legten die Preise ähnlich zu: um +12,3 % auf 684.216 Euro. In den anderen Bezirken konnten REMAX-Experten Preisnachlässe feststellen. Am spürbarsten war er mit -16,9 % im Pinzgau, wo Käufer durchschnittlich
583.529 Euro für ein Haus zahlten, 2025 waren es noch 702.178 Euro. Im Tennengau ließ der Preis um -7,3 % auf 566.041 Euro nach und im Pongau um -8,9 % auf 513.256 Euro. Im Lungau ist die Anzahl der Einfamilienhausverkäufe zu gering, um eine statistisch valide Aussage zum Preis machen zu können.
Das obere Preisviertel beginnt in der Stadt Salzburg ab 1,24 Millionen Euro
Jedes vierte Einfamilienhaus im Bundesland Salzburg kostete weniger als 405.825 Euro, auf Bezirksbasis betrachtet maximal 242.575 Euro im Lungau und höchstens 547.000 Euro in der Landeshauptstadt. Für ein Haus im oberen Preisviertel liegt der Mindestpreis im Bundesland bei 800.000 Euro, in den Bezirken variiert er zwischen 436.825 Euro im Lungau und 1.242.500 Euro in der Stadt Salzburg.
WIEN
Umsatzrekord
Im Halbjahr 2026 konnte der Wiener Einfamilienhausmarkt seine Verkaufsmenge um +13,6 % von 199 auf 226 Einheiten anheben. Dass die Anzahl höher war, ist schon länger her, nämlich im ersten Halbjahr 2012 und davor. Der Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025 liegt bei 176 Verkäufen, das Ergebnis aus 2026 liegt demnach um +28,2 % darüber. Im bundesweiten Mengenranking hält sich Wien weiterhin auf Rang acht vor Vorarlberg. Im Halbjahr 2024 kam Wien noch auf einen Umsatz von 100 Mio. Euro, ein Jahr später folgte ein Sprung um +98,8 % auf 198 Mio. Euro. Im heurigen Halbjahr war der Sprung mit +5,2 % zwar bei weitem nicht so groß, dennoch sind 208 Mio. Euro ein neues Allzeithoch. Im Umsatzranking ergibt dies Rang fünf, hinter Tirol und vor Kärnten.
Einfamilienhauspreis: Wien von Tirol überholt
Nach vier Jahren an der Preisspitze, tauscht Wien mit Tirol die Ränge und landet auf Rang zwei. Während in Tirol die Einfamilienhauspreise um +3,1 % gestiegen sind, sind sie in Wien um -7,6 % gefallen und landen bei durchschnittlichen 719.277 Euro – das 2,1-Fache des Bundesdurchschnitts. Die Preisrange ist groß: Das günstigste Viertel aller verbücherten Wiener Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2026 kostete weniger als 460.000 Euro, das teuerste Viertel dagegen 847.675 Euro und mehr.
Donaustadt bleibt Mengensieger
Die meisten Einfamilienhausverkäufe werden bekanntlich in den flächengrößten Bezirken abgewickelt. Zweistellige Grundbucheinträge gibt es nur in der Donaustadt, nämlich 50, was ein Rückgang um -4,8 % gegenüber dem Durchschnitt der Halbjahre 2016 bis 2025 entspricht. Außerdem in Floridsdorf (38; +44,5 %), Liesing (36; +65,1 %), Hietzing (34; +129,7 %), Penzing (16; -24,5 %), Simmering (14; +145,6 %) und in Döbling (13; +38,3 %). Einstellige Verbücherungsmengen verteilen sich über fünf weitere Bezirke. Ein statistisch einigermaßen aussagekräftiger typischer Kaufpreis kann daher für das erste Halbjahr nur für die vier mengenstärkste Bezirke ermittelt werden: Donaustadt mit 550.645 Euro, Floridsdorf mit 549.313 Euro, Liesing mit 674.590 Euro und Hietzing mit 1.061.937 Euro.
VORARLBERG
Starkes Lebenszeichen am Einfamilienhausmarkt
Im Halbjahr 2025 konnten die REMAX-Experten erstmals seit 2019 mit +21,6 % wieder Wachstum am Einfamilienhausmarkt feststellen. 2026 gibt Vorarlberg ein noch stärkeres Lebenszeichen von sich: 207 verkaufte Häuser sind um
+53,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025 und um +21,5 % mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. In keinem anderen Bundesland ist das prozentuale Wachstum im Vorjahresvergleich größer und auch den Bundestrend hat Vorarlberg um +26,6 Prozentpunkte übertroffen. Im nationalen Mengenranking bleibt das Ländle auf Rang neun, Wien liegt mit einer Differenz von nur
+19 Einheiten auf Rang acht. Mit der gesteigerten Verkaufsmenge geht auch der Transaktionswert steil nach oben: ein Anstieg um +69,0 % ergibt einen Wert von 149 Mio. Euro, das übersteigt den bisherigen Rekordumsatz aus dem Halbjahr 2022 um +31,9 %.
Typischer Einfamilienhauspreis steigt
Nach Preisrückgängen in den Halbjahren 2024 und 2025 ging der durchschnittliche Einfamilienhauspreis in der ersten Jahreshälfte 2026 wieder nach oben: 662.733 Euro sind eine Steigerung von +7,3 % − es ist der vierthöchste Preis seit Beginn der REMAX-Analyse 2009. Auch der Maximalpreis für das untere Preisviertel ist um +15,0 % auf 517.500 Euro gestiegen und ist der höchste in Österreich. Im Top 25 %-Segment liegt der Mindestpreis in Vorarlberg bei 791.700 Euro (+5,6 %). Hier findet sich das Ländle auf Rang vier wieder hinter Tirol, Wien und Salzburg, aber um +321.700 Euro vor Oberösterreich.
Bezirksmenge: drei Bezirke über dem Zehnjahresschnitt
Bis auf Bregenz konnten alle Bezirke ihren Zehnjahresschnitt übertreffen. Feldkirch liegt im Durchschnitt der letzten zehn Halbjahre bei 52 Vertragsabschlüssen, kommt im Halbjahr 2026 aber auf 73 (+41,7 %). In Bludenz waren es heuer 43 statt durchschnittliche 32 (+33,1 %) und in Dornbirn 44 statt 37, also +18,9 %. Nur Bregenz verfehlt seinen Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2025 um -3 bzw. -5,2 % und meldete 47 Kaufakte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 schließt Bregenz jedoch nicht negativ ab, sondern mit einer Wiederholung, denn auch 2025 waren es 47 (0,0 %) verbücherte Einfamilienhäuser.
Günstiger nur in Feldkirch – Bregenz wieder über 700.000 Euro
Ist in Bregenz der Einfamilienhauspreis im Halbjahr 2025 noch um -15,5 % auf unter 700.000 Euro gesunken, so steigt er ein Jahr später wieder um spürbare +19,4 % auf 767.380 Euro an – zum Spitzenpreis aus dem Halbjahr 2023 fehlt mit -5,0 % nicht mehr allzu viel. Einzig in Feldkirch reduzierte sich der Durchschnittspreis um -2,0 % auf 671.177 Euro. Preisanstiege verzeichneten auch die Bezirke Dornbirn mit 665.604 Euro (+11,7 %) und Bludenz am deutlichsten mit 561.851 Euro und +32,7 %.
DATENSICHERHEIT zählt für den Marktführer
Der REMAX-ImmoSpiegel und weitere Analysen von REMAX Austria, Österreichs klarer Nummer 1 in der Immobilienvermittlung, basieren auf der Gesamtauswertung aller Immobilien-Kaufverträge, die im amtlichen Grundbuch verbüchert und von IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht wurden. „Wir verlassen uns bei unseren Marktanalysen und Marktwerteinschätzungen ausschließlich auf Gesamtauswertungen und nicht auf Stichproben und verwenden nur die Preise tatsächlicher Verkäufe und nicht Möchtegern-Angebotspreise im Web, von denen niemand weiß, zu welchem Preis die Objekte gekauft, ja, ob sie überhaupt gekauft wurden“, versichert Mag. Anton Nenning, REMAX Austria Head of Research. „Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Gründer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.
"Ein Markt mit steigenden Verkaufszahlen und einer vergleichsweise moderat steigenden Preisentwicklung bietet gute Voraussetzungen für Käufer und Verkäufer. Bei Einfamilienhäusern sehen wir derzeit genau diese Entwicklung. Viele Interessenten erkennen, dass ein Neubau für sie finanziell kaum oder nicht leistbar ist, und orientieren sich deshalb verstärkt am Bestand. Sanierungsbedürftige Häuser können damit eine realistische Chance auf dem Weg ins Eigenheim eröffnen“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director REMAX Austria.
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