Meldung vom 07.10.2026

REMAX-ImmoSpiegel: Eigentumswohnungsmarkt erholt sich - Verkäufe steigen um 25 Prozent, Preise nur moderat

Eigentumswohnungsmarkt 1. Halbjahr 2026 auf Basis aller Eintragungen im amtlichen Grundbuch

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Amstetten, 7. Oktober 2026 − „Anzahl der Wohnungsverkäufe auf gutem Niveau und inflationsbereinigt sogar günstiger als im Vorjahr!“ Das ist die Kernaussage des „REMAX-ImmoSpiegels für Eigentumswohnungen 2026 erstes Halbjahr. Die österreichischen Grundbuchsgerichte haben 2026 im ersten Halbjahr 24.106 Wohnungen für neue Eigentümer eingetragen, um +4.862 oder +25,3 % mehr als 2025. Auf das Rekordjahr 2022 fehlen nur mehr -2.156 Einheiten (-8,2 %), der Zehnjahresschnitt ist schon um +1.004 (+4,3 %) übertroffen.

  • Anzahl der Verkäufe: mit 24.106 Wohneinheiten um +25,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025, erstmals seit 2022 wieder über dem Zehnjahresschnitt und alle Bundesländer prozentuell zweistellig über dem Vorjahr.
  • Der Verkaufswert für Eigentumswohnungen ist von 5,59 Mrd. Euro um +26,9 % auf 7,09 Mrd. Euro gestiegen, liegt damit um ein Viertel über dem Zehnjahresschnitt, aber unter dem Wert von 2022.
  • Die Preisentwicklung (Halbjahr 2026 / Halbjahr 2025) ist mit +1,6 % nur halb so hoch wie die Inflation mit +3,2 %. Die größten Abweichungen gibt es im Burgenland (+17,5 %) und in Salzburg (-4,2 %).
  • Der Wohnungspreis einer typischen Wohnung lag im ersten Halbjahr 2026 bei 267.839 Euro, nach 263.639 Euro (2025-HJ1) und nach 256.335 Euro (2024-HJ1). Ein Viertel aller Wohnungen wurde um maximal 162.500 Euro (+1,7 %) verkauft, ein weiteres Viertel um mindestens 360.000 Euro (+1,4 %).
  • Die erhobenen Quadratmeterpreise stiegen in Nieder- und Oberösterreich, in der Steiermark und im Burgenland, alle anderen Bundesländer zeigen Rückgänge. Der Österreichschnitt sank um -1,5 % auf 4.234 Euro.
  • Erstbezugswohnungen: Der Anteil der neu gebauten oder generalsanierten Wohnungen vom Bauträger an der gesamten Wohnungshandelsmenge ist auf unter ein Viertel weiter gesunken (23,4 %). 2023 lag dieser Wert noch bei einem Drittel (33,0 %), dazwischen bei 30,2 % und 26,1 %. Die Bandbreite der Bundesländer liegt zwischen 15,4 % (Burgenland) und 28,2 % (Vorarlberg). Alarmierend ist der Rückgang in Wien innerhalb eines Jahres von 30,8 % auf 23,9 %.
  • Der Preisaufschlag für Erstbezug auf Bestandswohnungen ist gesunken, nach +48,5 % (2024) und +51,8 % (2025) auf +47,5 %.

Weitere Informationen, Grafiken und lizenzfreie Fotos finden Sie unter: www.remax.at/presse

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Die Wohnungspreise sind den REMAX-Experten zufolge im Bundesmittel um +1,6 % gestiegen, also halb so hoch wie die Inflationsrate (+3,2 %), nämlich von 263.639 Euro auf 267.839 Euro. „Insgesamt ist der Eigentumswohnungsmarkt wieder auf Normalniveau: Wir liegen bei den Verkaufszahlen erstmals wieder über dem Zehnjahresmittel, während die Preise nur halb so schnell steigen wie die Inflationsrate. Für alle, deren Einkommen in irgendeiner Form an die Inflation gekoppelt ist, werden Wohnungen damit real günstiger. Wohnungseigentum wird somit wieder erschwinglicher und der Traum von langfristiger wirtschaftlicher Unabhängigkeit für eine größere Zahl von Menschen realistischer“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von REMAX Austria. „Gleichzeitig sehen wir eine Entwicklung, die langfristig problematisch werden könnte: Der Anteil an neuen oder generalsanierten Wohnungen sinkt. Damit wird der Wohnungsbestand tendenziell älter, während die Nachfrage nach Wohnraum aus demografischen Gründen weiter steigt. Wenn das Angebot nicht entsprechend mitwächst, ist absehbar, dass die Preise wieder spürbar anziehen und sich diese Entwicklung auch auf die Mieten auswirken wird. Dann steht die Politik erneut vor der Herausforderung, kurzfristig reagieren zu müssen. Deshalb wäre es sinnvoll, jetzt zu handeln und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Politik sollte Anreize für Sanierungen, Nachverdichtung, die Umwidmung geeigneter Flächen zu Wohnraum und vor allem für den Neubau setzen. Nur wenn wieder mehr Wohnraum geschaffen und bestehender Wohnraum besser genutzt wird, wird sich der Markt langfristig entspannen. Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren würden sofort helfen. Ebenso könnten finanzielle Sanierungsanreize oder steuerliche Erleichterungen für Bauträger und Erstkäufer wichtige Impulse geben. Jede dieser Maßnahmen würde dazu beitragen, mehr Wohnraum zu schaffen und Wohnungseigentum auch langfristig leistbar zu halten“, meint Reikersdorfer weiter.

Wohnungsumsätze um fast ein Viertel gestiegen
Die Umsätze aus Wohnungsverkäufen sind bis zum Halbjahr im Vergleich von 2026 zu 2025 um +1,50 Mrd. Euro gestiegen. Damit ist der Gesamttransaktionswert von 5,59 Mrd. Euro auf 7,09 Mrd. Euro gewachsen und hat mit Ausnahme des Jahres 2022 alle bisherigen Umsatzzahlen hinter sich gelassen. Auf den alten Rekord fehlen nur mehr -455 Mio. Euro.

Anteil der Wohnungsverkäufe am Gesamtimmobilienmarkt wieder auf Normalniveau
Bei einem Immobiliengesamtmarkt von 66.591 Immobilien mit Ende Juni 2026 stellen die 24.106 Wohnungen zum Halbjahr einen Mengenanteil von 36,2 % dar. Das ist mehr als zu den Halbjahren 2025 (35,3 %) und erst recht mehr als 2024 (33,4 %), 2023 (34,4 %) und im Rekordjahr 2022 (35,4 %). „Auch diese Zahl unterstreicht, wie gut der Wohnungsmarkt zuletzt wieder in Schwung gekommen ist“, so Reikersdorfer.

Wohnungswertanteil über Zehnjahresschnitt
Die moderate Preissteigerung bei den Wohnungen hat den Umsatzanteil der Wohnungen am Gesamttransaktionswert minimal sinken lassen. Die 7,09 Mrd. Euro für Wohnungskäufe stellen 36,2 % des Immobiliengesamtmarkts von 19,59 Mrd. Euro dar. Damit sinkt der Wohnungsanteil minimal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, liegt aber höher als in den Jahren davor. 2025 war er zum Halbjahr bei 36,5 % gelegen, nach 34,0 % (2024), 33,8 % (2023) und 34,7 % (2022).

Preisentwicklung in den jeweiligen Preisklassen
An der Grenze zum unteren Viertel aller gehandelten Wohnungen betrug die Preissteigerung +1,7 %, an der Grenze zum oberen Preisviertel +1,4 %. „Den Grund für den statistisch geringen Preisauftrieb finden wir einerseits in den Verbilligungen in Vorarlberg und Salzburg und andererseits bei den überdurchschnittlich hohen Mengensteigerungen in den eher günstigen Bundesländern Burgenland, Steiermark und Niederösterreich, sowie bei den unterdurchschnittlichen Mengensteigerungen in Wien und Tirol“, erklärt Mag. Anton Nenning, REMAX Austria Head of Research, „somit hat sich das Marktgeschehen ein Stück weit in die günstigeren Bundesländer verschoben.“

Jede vierte Wohnung, die im ersten Halbjahr 2026 verbüchert worden ist, kostete weniger als 162.500 Euro (2025: 159.720 Euro; 2024: 155.000 Euro). Dagegen legten die Käufer am anderen Ende der Preiskurve, im oberen Quartil, für jede vierte Wohnung mehr als 360.000 Euro auf den Tisch (2025: 355.000 Euro; 2024: 345.000 Euro).

Wohnungsgrößen um eine Kastenstellfläche größer
Die gemeldeten Wohnungsgrößen sind weiter gestiegen. Sie sind um +1,1 m² größer als 2025 und kommen so auf 68,8 m². Das ist die größte Fläche seit 2022. In den Rekordjahren 2022 und 2021 war sie minimal – um +0,1 m² – größer. Sie liegt damit um +1,4 m² über dem Zehnjahresschnitt von 67,4 m². Während das Viertel der kleinen Wohnungen bis 51,0 m² nur um +0,3 m² zulegte, wuchs jenes der großen Wohnungen ab 84,8 m² um +1,9 m².

Quadratmeterpreise moderater im Anstieg
„Wenn die gehandelten Wohnungen tendenziell größer werden, dämpft das die Quadratmeterpreise im Vergleich zu den Wohnungspreisen. Zusätzlich gingen in den vier teuersten Bundesländern die Quadratmeterpreise zurück und der Anteil der billigeren Bundesländer am Österreichkuchen ist gestiegen. Beide Effekte bewirken dasselbe: Statistisch günstigere Quadratmeterpreise für Gesamtösterreich“, sagt Nenning. Und die sind tatsächlich von 4.300 Euro (2025) auf 4.234 Euro um -1,5 % gesunken.

Erstbezug und Neubau mit sinkender Bedeutung
Der Rückgang der Bautätigkeit der letzten Jahre setzt sich fort. Vor fünf Jahren, 2021, machten Neubau und Verkäufe nach Sanierungen durch Bauträger noch 37,7 % der Wohnungstransaktionen aus. Seither sank dieser Wert über 37,1 % (2022), 33,0 % (2023), 30,2 % (2024) und 26,1 % (2025) auf 23,4 %. „Weniger Erstbezug führt statistisch zu tendenziell geringeren Durchschnittspreisen, vor allem im oberen Preissegment. Regional trifft das insbesondere Wien und Tirol“, berichtet Nenning. Der Preisaufschlag für Erstbezugswohnungen ist erstmals nach Jahren der Steigerung wieder gesunken. Von +48,5 % im Jahr 2024 und +51,8 % (2025) auf +47,5 % (2026).

Die Anteile der Erstbezugswohnungen an der Gesamtzahl ist regional ziemlich konstant. Am unteren Ende Burgenland (15,4 %) und Niederösterreich (16,1 %), am oberen Ende Vorarlberg (28,2 %) und Kärnten (26,9 %). Ausreißer sind Wien, dort sank der Anteil von 35,1 % (2024) auf 23,9 % (2026) und Tirol mit 23,2 % (2026) nach 33,7 % (2024).

Markt zum Halbjahr besser als Prognose
Einen leichten Aufschwung in allen Bereichen haben die REMAX-Experten Ende 2025 für das Jahr 2026 prognostiziert, außerdem eine positive Entwicklung bei der Nachfrage, genauso wie bei der Angebotsbreite und auch beim Preis. Der Preisauftrieb wurde bisher mit +3,4 % für das untere Preissegment und mit +2,7 % für das obere Preissegment ziemlich gut getroffen, wäre nicht die statistisch verbilligende Wirkung der unterschiedlichen Mengenentwicklungen im Osten und Süden gegenüber dem teuren Westen dazwischengekommen. Die zum Halbjahr noch starken Mengensteigerungen dürften allerdings nicht für das volle Jahr zu halten sein: Die ersten Monate des zweiten Halbjahres 2026 liegen hinter den Vergleichsmonaten 2025 zurück, der Markt hat sich mengenmäßig abgekühlt.

 

BUNDESLÄNDER IM DETAIL

WIEN

Wieder mehr als 7.000 Verbücherungen
Vom Halbjahr 2022 bis zum Halbjahr 2024 nahm die Verkaufsmenge am Wiener Wohnungsmarkt ab. Zum Halbjahr 2025 setzte eine positive Trendwende ein, die Verkäufe stiegen von 4.728 (2024) auf 6.050 (2025). Bis Ende Juni 2026 gingen erneut mehr Wohnungen an neue Besitzer, nämlich 7.043, das ist ein Anstieg um +16,4 % gegenüber dem Vorjahr. Demnach wurden erstmals seit dem Halbjahr 2022 wieder mehr als 7.000 Kaufverträge abgeschlossen und auch im Hinblick auf den Durchschnitt der letzten zehn Jahre (6.761) ist es ein Plus um 4,2 %. Unter allen Bundesländern ist es im Vorjahresvergleich prozentual zwar das zweitschwächste Plus, nominal aber mit +993 das zweithöchste. Da die Transaktionen in ganz Österreich stärker gestiegen sind (+25,3 %), sinkt der Anteil des Wiener Wohnungsmarktes am Gesamtösterreichkuchen etwas: von 31,4 % auf 29,2 %. 

Wohnungsumsatz: zwischen den Spitzen-Halbjahren 2021 und 2022
Zum Halbjahr 2021 knackte Wien mit 2,36 Mrd. Euro Umsatz zum ersten Mal die 2 Mrd. Euro-Marke. Ein Jahr später waren es 2,64 Mrd. Euro. Es folgten zwei Jahre unterhalb dieser Grenze, Ende Juni 2025 waren es 2,10 Mrd. Euro und 2026 2,50 Mrd. Euro. Das sind um +19,1 % mehr als im Vorjahr und der zweithöchste je gemessene Wert für die Bundeshauptstadt.

Wohnungspreise halten sich weiterhin relativ stabil
Vom Halbjahr 2024 zum Halbjahr 2025 stiegen die Wohnungspreise moderat um +3,2 %. Vom Halbjahr 2025 zum Halbjahr 2026 ist die Veränderung noch geringer. Um +2,3 % bzw. um +7.153 Euro sind die Preise im Durchschnitt auf 318.967 Euro gestiegen. Dennoch: Wien wird damit teurer als das Bundesland Salzburger (das den Durchschnittspreis reduzierte) und klettert von Rang vier auf Rang drei hinter Vorarlberg und Tirol. Bei den Quadratmeterpreisen ergeben die Analysen der REMAX-Experten einen typischen Preis von 5.344 Euro. Das bedeutet einen Preisrückgang um -2,2 %, es bleibt aber nach wie vor der höchste Quadratmeterpreis unter den Bundesländern.

Unteres und oberes Preisviertel
Nach Preissegmenten differenziert, zeigt sich folgendes Bild: Im unteren Preisquartil hat sich der Maximalwert der Wohnungen von 194.925 Euro auf 199.000 Euro um +2,1 % erhöht und nähert sich wieder seinem Spitzenwert von 2022 mit 200.000 Euro. Im oberen Preisviertel, dem „Qualitätssegment“, stieg der Einstiegspreis von 410.000 Euro auf 425.000 Euro, also um +3,7 % und erreicht damit einen neuen Rekordpreis seit Beginn der REMAX-Analysen im Jahr 2009.

Wiener Bezirksverkaufszahlen: überwiegend Mengengewinne
Mit Blick auf die durchschnittliche Verkaufsmenge der vergangenen zehn Jahre zeigt sich, dass 12 Bezirke bei der Handelsmenge zulegen konnten, und ein Bezirk unverändert geblieben ist. Bei zehn der 23 Bezirke liegt die Zahl der verkauften Wohnungen darunter. Den stärksten Zuwachs mit mehr als +20 % gab es in den Bezirken Wieden und Floridsdorf.

Wieden hat gegenüber dem Zehnjahresschnitt am meisten zugelegt
Im Vergleich zum Zehnjahresschnitt von 2025 bis 2016 hat Wieden die höchste prozentuale Steigerung geschafft, nämlich +41,1 % und erzielte zum Halbjahr 2026 172 Kaufakte. Floridsdorf folgt dahinter mit +32,8 % auf 565 Verbücherungen – genau so viele wie 2015; mehr waren es nur im Halbjahr 2021 mit 647 Einheiten. Der Bezirk Währing steigerte sich um +19,4 % und kommt auf 268 Wohnungsverkäufe. In puncto Preisdynamik liegen die folgenden vier Bezirke dicht beieinander: Hernals (237 Verbücherungen;
+16,2 %), Brigittenau (332; +16,1 %), Döbling (284; +15,9 %) sowie Margareten (248; +15,3 %). Einstellige Prozentzuwächse im Vergleich zum Zehnjahresschnitt weisen die Bezirke Mariahilf (132; +8,4 %), Hietzing (211; +7,9 %), Leopoldstadt (539; +7,3 %) sowie Favoriten (725; +3,9 %) und Simmering (261; +3,3 %) auf. Der Bezirk Donaustadt erzielt mit 649 Vertragsabschlüssen exakt seinen Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Zehnmal noch unterhalb des Zehnjahresschnittes
Neubau führt die Gruppe jener Bezirke an, die im Halbjahr 2026 unterhalb ihres Zehnjahresschnittes bleiben. Der siebte Wiener Gemeindebezirk verfehlt mit 131 Verbücherungen knapp seinen Durchschnitt von 132, also um -0,8 %. Rudolfsheim-Fünfhaus liegt um -3 Einheiten bzw. um -1,2 % ebenfalls minimal unter dem Durchschnittswert von 2016 bis 2025 und erzielte 2026 insgesamt 260 Einträge ins Grundbuch. Einstellige Minuswerte fanden sich außerdem in Meidling mit -4,4 % und 332 Kaufakten, in Penzing sind es -6,2 % (359), in Josefstadt -7,4 % (70), in Landstraße -8,4 % (441) und in Liesing -9,2 % (271). Deutlicher verfehlen die übrigen drei Bezirke ihren Zehnjahresschnitt: Innere Stadt um -10,7 % mit 52 verbücherten Objekten, Alsergrund um -12,5 % mit 158 und Ottakring um -13,7 % mit 346 verkauften Wohnungen. 

Es lässt sich jedoch auch sagen, dass bis auf zwei Bezirke alle über ihrem Vorjahresergebnis liegen. Die Ausnahmen sind der Bezirk Donaustadt, der seine Handelsmenge auch im Vergleich zum Halbjahr 2025 reduzierte, und zwar um -21,2 %, sowie der Bezirk Ottakring, der um -16,6 % unter der Vorjahresmenge liegt.

Wiener Bezirkspreise: von Minus ein Fünftel bis Plus ein Fünftel
Die typische „Wiener Wohnung“ wurde im Halbjahr 2026 im Durchschnitt zwar um +2,3 % teurer verkauft als 2025, doch traf diese moderate Steigerung nicht für alle Bezirke zu. Während in Margareten die Preise der gehandelten Wohnungen durchschnittlich um +19,5 % zulegten, gingen sie in Wieden um -20,1 % zurück. Zwei Bezirke verzeichneten Preisrückgänge im zweistelligen Prozentbereich, aber sechs zweistellige Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr; insgesamt fünf Bezirke registrierten ein Allzeithoch: Floridsdorf, Margareten, Simmering, Landstraße und Hernals.

1,20 Mio. Euro im Ersten
Zum siebten Mal in Folge bezahlten Käufer im ersten Wiener Gemeindebezirk bei ihrem Wohnungskauf im Mittel mehr als eine Million Euro. Im ersten Halbjahr 2025 war es mit 1,33 Mio. Euro so viel wie noch nie. Ein Jahr später sind es 1,20 Mio. Euro je Wohnung, aber zumindest um -9,5 % günstiger als 2025. Mit einigem Preisabstand folgt der Bezirk Döbling, wo zwischen Jänner und Juni 2026 eine Wohnung typischerweise 448.583 Euro gekostet hat, ebenfalls ein Rückgang um -7,9 %. Mit am Podest ist auch der Bezirk Währing: 431.168 Euro sind eine Steigerung um +16,5 % und der dritthöchste Wert unter den Bezirken. In vier weiteren Bezirken waren Wohnungen im Mittel ab 400.000 Euro zu haben: in Hietzing (424.351 Euro; +3,9 %), in Alsergrund (421.817 Euro; +2,6 %), in Josefstadt (419.231 Euro; +12,1 %) und in Landstraße (401.509 Euro; +13,3 %).

Wieden wieder leistbarer
Zum Halbjahr 2025 war der Bezirk Wieden mit einem typischen Wohnungspreis von 498.983 Euro der zweitteuerste Bezirk Wiens. Ein Jahr später sorgt jedoch das stärkste Preisminus unter Wiens Bezirken von 20,1 % für einen Rückgang auf 398.754 Euro und Rang acht. Zuletzt lag der vierte Bezirk unter der 400.000 Euro-Marke im Halbjahr 2019. Neubau findet sich statt auf Rang sieben auf Rang neun wieder: Ein Preisrückgang von -1,5 % bedeutet einen Wohnungspreis von durchschnittlichen 383.504 Euro. Günstiger wurde es außerdem in den Bezirken Leopoldstadt, nämlich um -6,2 % auf 377.822 Euro und in Mariahilf mit -3,3 % und 353.072 Euro. Über dem Vorjahrespreis liegt wiederum Donaustadt mit 331.672 Euro (+9,9 %), ebenso Floridsdorf mit 318.972 Euro (+16,7 %), Penzing (311.695 Euro; +4,7 %), Margareten (310.166 Euro; +19,5 % – das stärkste prozentuale Preisplus) und Liesing (304.707 Euro; +1,9 %).

Siebenmal zwischen 200.000 und 300.000 Euro
Der Bereich 200.000 bis 300.000 Euro umfasst sieben Bezirke, beginnend mit dem Bezirk Hernals, der sich mit 280.770 Euro und +0,7 % sehr stabil gehalten hat. Dahinter reihen sich die Bezirke Simmering mit 272.301 Euro (+7,4 %), Meidling mit 258.362 Euro (Preis nahezu unverändert: -0,3 %) und Brigittenau mit 252.885 Euro (+14,3 %). Während in Rudolfsheim-Fünfhaus der Preis ebenfalls um +4,4 % auf 229.196 Euro gestiegen ist, ging er in Favoriten um
-5,7 % auf 225.123 Euro hinunter. Auch in Ottakring wurden die Wohnungen zum Halbjahr 2026 günstiger. Der Durchschnittspreis je Wohnung lag dort bei 220.939 Euro, ein Rückgang um -16,5 % gegenüber 2025. Günstiger war Ottakring zuletzt im Halbjahr 2021 (211.061 Euro).

Spitzenpreise und Schnäppchen
Die absoluten Wiener Highlights finden sich erwartungsgemäß im Ersten, wo jede vierte Wohnung mehr als 1,74 Mio. Euro gekostet hat, das ist nur um -0,4 % unter dem zweithöchsten Wert aus dem Halbjahr 2025 und um -4,5 % unter dem Rekordpreis von 2024. Auch die Top-Preisviertel in den Bezirken Döbling mit einem Mindestpreis von 613.900 Euro (-7,9 %) und Wieden mit mindestens 578.750 Euro (-19,3 %) sind beachtenswert.

Interessanterweise findet sich der Bezirk Wieden auch am anderen Ende der Preisskala: Jeder vierte Wohnungskauf erfolgte unter 142.778 Euro (-49,0 %). Noch günstiger war das untere Preisquartil nur in Rudolfsheim-Fünfhaus mit maximal 140.000 Euro (+0,5 %) und in Ottakring mit maximal 125.835 Euro (-27,3 %).

Erstbezug WIEN
Der Erstbezugsanteil in Wien lag 2026 nur bei 23,9 % nach 30,8 % (2025) und 35,1 % (2024). In drei Bezirken, nämlich im Ersten, im Siebenten und im Fünfzehnten lag er im einstelligen Prozentbereich. Dagegen trugen 54,1 % der Wohnungen in der Donaustadt das Prädikat „Erstbezug vom Bauträger“, im Bezirk Landstraße 40,4 %, in Floridsdorf 36,3 % und in Liesing 32,5 %. Alle anderen Bezirke hatten Erstbezugsanteil zwischen 10 % und 30 %.

 

STEIERMARK

Verkäufe und Umsatz: Es geht steil aufwärts!
Insgesamt schaffte es die Steiermark von Jänner bis Juni 2026 auf 3.965 verbücherte Wohnungseinheiten. Eine Steigerung um +37,7 % zum Vergleichszeitraum 2025 und die zweithöchste Anzahl für die „Grüne Mark“. Der höchste liegt nach wie vor im Halbjahr 2018 mit 4.308 Verbücherungen. Der Abstand zu Wien verringert sich minimal von -3.171 Einheiten (2025) auf -3.078. Das Zehnjahresmittel von 3.433 Wohnungen ist um +15,5 % überschritten. Auch beim Umsatz meldet die Steiermark bemerkenswerte Steigerungen: Ein Gesamtwert von 806 Mio. Euro ist ein Anstieg um +46,9 % gegenüber dem Halbjahr 2025 und der höchste Wert in der steirischen Wohnungsmarkt-Historie. Höher waren die Umsätze nur in Tirol und Wien.

Steirische Wohnungspreise auf Rekordkurs
Vom Halbjahr 2022 bis zum Halbjahr 2025 hielt sich der Preis stabil zwischen rund 175.000 Euro und 179.000 Euro. Das ist nun vorbei. Zum Halbjahr 2026 haben Wohnungskäufer so viel bezahlt wie noch nie zuvor. Im Mittel waren es 188.136 Euro, ein Anstieg um +6,0 % im Vergleich zum Halbjahr 2025 und auch im Vergleich zum Zehnjahresschnitt, der bei 158.691 Euro liegt, ist es ein Zuwachs von +18,6 %.

Ein Viertel aller gehandelten steirischen Wohnungen kostete weniger als 118.000 Euro, das ist hinter dem Burgenland der zweitgünstigste Wert. Im Top-Segment (oberstes Quartil) lag der steirische Minimumpreis heuer bei 250.000 Euro und somit um +4,8 % über dem Vorjahr. Dennoch: Außer im Burgenland sind Wohnungen in ganz Österreich nirgends so billig wie in der Steiermark. Das gilt für den Durchschnittspreis ebenso, wie für das untere und das obere Preisquartil. Aber auch für die Quadratmeterpreise: Mit 2.914 Euro/m² ist der typische Wohnungspreis um ein Drittel günstiger als der Bundesdurchschnitt und mit +2,3 % im Vergleich zum Halbjahr 2025 auch recht stabil.

Neue Wohnungen und Erstbezug nach Sanierung
Die Steiermark hat ihren Anteil an neuen und neuwertigen Wohnungskäufe gegenüber 2025 entgegen dem Bundestrend beinahe halten können: 24,1 % (2026) ist über dem Bundesschnitt und nur minimal unter dem Vorjahr (24,4 %). Die höchsten Erstbezugsquoten finden sich in den Bezirken Weiz (32,0 %), Murtal (30,0 %), Deutschlandsberg (28,0 %) und Graz (27,3 %); die niedrigsten in Bruck-Mürzzuschlag (9,4 %) und Murau (3,7 %).

Bezirksmengen: bis auf zwei Ausnahmen alle Bezirke über dem Zehnjahresschnitt
Das Murtal hat in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt je Halbjahr 108 Objekte verbüchern können. Im Halbjahr 2026 lag die Verkaufsmenge allerdings bei 190 und damit um +75,4 % darüber, ein neues Mengen-Allzeithoch für den Bezirk. Leoben übertrifft seinen Durchschnitt aus 2025 bis 2016 um +51 bzw. um +43,3 %, landet demnach bei 170 Kaufakten. Dicht dahinter reihen sich die Bezirke Deutschlandsberg mit +42,4 % und 93 Verkäufen sowie Bruck-Mürzzuschlag mit +40,4 % und 245 Einträgen ins Grundbuch. Jeweils um rund ein Viertel über dem Zehnjahresschnitt liegen die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, der um +26,6 % darüber liegt und auf 98 Kaufakte kommt und Liezen mit +24,8 % und 309 Wohnungsverbücherungen. Zweistellig im Plus ist noch die Stadt Graz, sie kommt auf 1.931 verbücherte Objekte im Halbjahr 2026, das sind um +11,5 % mehr als im Zehnjahresschnitt. Die folgenden drei Bezirke sind einstellig im Mengenplus und mit jeweils rund 5 % knapp beieinander: Graz-Umgebung erhöht um +5,8 % auf 441 Kaufakte, Voitsberg um +5,6 % auf 110 und Südoststeiermark um +5,3 % auf 92. Der Bezirk Leibnitz erzielt bis Ende Juni 2026 genau seinen Zehnjahresschnitt von 137 Einheiten. In drei der bisher genannten Bezirke stellten die REMAX-Experten neue Mengenrekorde fest, nämlich in Bruck-Mürzzuschlag, Leoben und Murtal.

Die zwei Ausnahmen
Wie erwähnt konnten zwei steirische Bezirke nicht mit ihren Zehnjahresdurchschnittsmengen mithalten. Zum einen ist das der Bezirk Weiz, der auf 122 Eintragungen ins Grundbuch kommt, das sind um -7 bzw. um
-5,5 % weniger. Murau bleibt um -22,6 % darunter und schafft im ersten Halbjahr 2026 27 Kaufakte, statt der durchschnittlichen 35. Während Weiz im Halbjahr 2026 immerhin um +29,8 % über dem Vorjahreswert liegt und keine Mengenreduzierung verzeichnet, liegt der Bezirk Murau um -12,9 % aber auch unterhalb seiner Vorjahreswerte.

Bezirkspreise: Deutschlandsberg, Stadt Graz und Graz-Umgebung im Schnitt über 200.000 Euro je Wohnung
In acht der 13 steirischen Bezirke sind die Wohnungspreise gestiegen. Im Halbjahr 2024 lag nur in Liezen der Preis im Schnitt über 200.000 Euro, 2025 war das in Liezen und Graz-Umgebung der Fall. 2026 zahlten Käufer in Deutschlandsberg, in der Landeshauptstadt und in Graz-Umgebung mehr als 200.000 Euro.

Im teuersten Bezirk – Graz-Umgebung – zahlten Käufer bis Ende Juni 2026 im Durchschnitt 228.321 Euro und um +10,5 % mehr als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor. In der Stadt Graz waren es 210.414 Euro, ein Anstieg um +8,4 % und in Deutschlandsberg 202.214 Euro, um +6,6 % mehr als noch vor einem Jahr. Für alle drei Bezirke sind es zwar zweifellos neue Preisrekorde, dennoch auf vergleichsweise günstigem Niveau.

Kein Bezirk unter 100.000 Euro
Und die Rekorde setzen sich fort: In Weiz zahlten Wohnungskäufer durchschnittlich 192.065 Euro, um +8,0 % als im Halbjahr 2025, in Leibnitz waren es 191.426 Euro, um +3,3 % mehr. Beide Bezirke stellen damit neue Preisrekorde auf. Wohnungen in Liezen waren 2026 im Vergleich zu 2025 hingegen um -16,1 % günstiger, um 181.457 Euro konnte man dort eine Wohnung sein Eigen nennen. Auch in den folgenden drei Bezirken ließen die Preise nach: in Hartberg-Fürstenfeld mit 169.132 Euro je Wohnung um -3,0 %, in Südoststeiermark (146.948 Euro; -10,7 %) und in Murau (136.843 Euro; -13,6 %). Den höchsten prozentualen Preisanstieg verzeichnet der Bezirk Murtal, wo nach dem Halbjahr 2024 zum zweiten Mal mehr als 100.000 Euro für eine Wohnung fällig waren. Genauer gesagt waren es im Mittel 125.637 Euro, somit um beachtliche +71,5 % mehr als noch im Halbjahr 2025. Die Preisdynamik in Voitsberg bewegt sich in den letzten Jahren sehr wellenförmig: von 90.343 Euro (Halbjahr 2023), über 168.232 Euro (Halbjahr 2024) hin zu 112.344 Euro (Halbjahr 2025), pendelte sich der typische Wohnungspreis im Halbjahr 2026 bei 123.485 Euro ein und liegt um +9,9 % über dem Vorjahreswert. Der Bezirk Leoben ist preislich nicht weit entfernt. Mit 122.721 Euro im Durchschnitt ist er um minimale -764 Euro günstiger als Voitsberg und im Vergleich zum Halbjahr 2025 um +28,1 % teurer geworden. Bis Ende Juni 2025 war Bruck-Mürzzuschlag der viertgünstigste steirische Bezirk, ein Jahr später ist er mit 117.665 Euro und -2,2 % Preisnachlass der günstigste.

Somit war zum Halbjahr 2026 nirgendwo in der Steiermark eine Wohnung unter einem Mittelwert von 100.000 Euro zu erwerben. Das war bisher nur 2024 der Fall, als der Bezirk Murtal erstmals über dieser Preisgrenze lag.

Die Billigsten unter den Günstigsten
Die günstigsten steirischen Wohnungen gab es im unteren Preisviertel der Bezirke Leoben (76.250 Euro; +52,1 %), Voitsberg (67.750 Euro; +9,1 %) und Bruck-Mürzzuschlag (67.000 Euro; +11,7 %). Die Stadt Graz liegt mit maximal 132.717 Euro für jede vierte Wohnung billiger als Graz-Umgebung, Weiz und Leibnitz.

Auch im oberen Preisviertel ist die Steiermark tendenziell günstig: Alle Einstiegspreise in das Top-Viertel bleiben unter 300.000 Euro. Knapp, aber doch Graz-Umgebung mit 299.000 Euro (+15,5 %), Deutschlandsberg mit 280.200 Euro (+19,2 %) und die Stadt Graz mit 274.000 Euro (+7,5 %).

 

OBERÖSTERREICH

Verkäufe und Umsatz nahe an den Spitzenjahren
In den Ausnahme-Halbjahren 2020 bis 2022 erzielte Oberösterreich zwischen rund 3.100 und 3.600 Vertragsabschlüsse. Im ersten Halbjahr 2026 nähert sich das Bundesland mit 2.931 und +18,2 % gegenüber dem Halbjahr 2025 wieder diesen Werten an. Zur Höchstmenge aus 2021 fehlen zwar noch -19,2 %, aber das Zehnjahresmittel ist um +2,6 % überschritten. Im bundesweiten Mengenranking ist Oberösterreich auf Rang vier hinter Niederösterreich, Steiermark und Wien zu finden. Auch beim Umsatz schließt Oberösterreich mit 781 Mio. Euro im Halbjahr 2026 an die Ausnahmejahre an (2021: ebenfalls 781 Mio. Euro, 2022: 795 Mio. Euro) und steigert sich gegenüber dem Halbjahr 2025 um +28,0 %. Und auch hier ist Oberösterreich auf Rang vier, allerdings hinter der Steiermark, Tirol und Wien. 

Typischer Wohnungspreis: Höchstwert
Von den Halbjahren 2023 bis 2025 hat sich beim typischen Wohnungspreis nicht allzu viel getan. Die nominalen Steigerungen lagen bei +4! Euro (2023 zu 2024) und +2.371 Euro (2024 auf 2025) und waren mehr oder weniger nur statistisch vorhanden. Die Veränderung von 2025 zu 2026 sieht allerdings anders aus. Im Durchschnitt zahlten Wohnungskäufer heuer im ersten Halbjahr 249.334 Euro, das sind +21.372 Euro oder +9,4 % mehr und so viel wie noch nie in der REMAX ImmoSpiegel-Historie seit 2009. Oberösterreich liegt jedoch weiterhin bundesweit in der goldenen Mitte, hinter Salzburg, Wien, Tirol und Vorarlberg, aber vor Kärnten, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland.

Unteres und oberes Preisviertel
Die Hälfte der Wohnungspreise bewegte sich in Oberösterreich zwischen 160.000 Euro und 330.000 Euro. Jeweils ein Viertel der Wohnungen lag im unteren Preisviertel darunter oder im oberen Preisviertel darüber. Im Qualitätssegment ist die Untergrenze um +10,4 % bzw. um +31.000 Euro gestiegen, im unteren Preisviertel ist der Maximalwert um +6,7 % bzw. um +10.000 Euro nach oben geklettert.

Quadratmeterpreise
Im Gegensatz zum typischen Wohnungspreis zeigt sich der Quadratmeterpreis vom Halbjahr 2025 zum Halbjahr 2026 mit +8,6 % von 3.406 Euro auf 3.699 Euro dynamischer und liegt damit auch entgegen dem negativen Österreich-Trend von -1,5 %. Treibend wirken die Anstiege bei den Quadratmeterpreisen sowohl im unteren als auch im oberen Preisviertel. In der günstigeren Preisklasse sind die Quadratmeterpreise von 2.453 Euro um +7,2 % auf 2.630 Euro gestiegen und im Qualitätssegment von 4.263 Euro um +8,4 % auf 4.620 Euro.

Erstbezug leicht steigend
Oberösterreich erreicht beim Erstbezugsanteil 2026 im Bundesländervergleich mit 26,3 % den dritten Platz und hat seinen Anteil gegenüber 2025 um
+1,9 Prozentpunkte erhöht. Von den 40,0 % des Jahres 2023 ist man dennoch meilenweit entfernt. Die höchsten Erstbezugsquoten finden sich in den Bezirken Freistadt (59,3 %), Grieskirchen (42,4 %), Urfahr-Umgebung (37,7 %) sowie Gmunden (33,5 %); die niedrigsten in Rohrbach (14,3 %) und in Eferding (10,3 %).

Bezirksmengen: Grieskirchen, Rohrbach und Freistadt als Gewinner
Grieskirchen schaffte bisher nur in den Halbjahren 2018, 2021 und 2022 dreistellige Verkaufsmengen. 2026 ist das Ergebnis nicht nur wieder dreistellig, sondern mit 139 Einträgen ins Grundbuch auch die höchste Anzahl seit Beginn des REMAX-ImmoSpiegels 2009. Mit Blick auf den Durchschnitt der letzten zehn Jahre – der bei 76 Einheiten liegt – ist das eine Steigerung um +84,1 %. Rohrbach und Freistadt folgen auf den Rängen zwei und drei in puncto Zehnjahres-Dynamik: Rohrbach steigerte sich von durchschnittlich 28 Verbücherungen um +76,3 % auf 49 und Freistadt von 37 um +61,2 % auf 59. Im Halbjahresvergleich 2026 zu 2025 sind es sogar die Ränge eins und zwei mit dreistelligen Prozentzuwächsen: +226,7 % (Rohrbach) und +103,4 % (Freistadt).

Im Vergleich zum Zehnjahresschnitt haben aber auch die Bezirke Schärding (64 verbücherte Objekte; +39,4 %), Wels (Stadt und Land, 376; +20,5 %) und Urfahr-Umgebung (162; +17,3 %) merkbar zugelegt. Linz-Land und Vöcklabruck sind noch einstellig im Plus: Linz-Land mit 395 Kaufakten steigert sich um
+4,4 % und Vöcklabruck bei 301 um +3,4 %.

Acht Bezirke unter dem Zehnjahresschnitt
Während acht oberösterreichische Bezirke ihre durchschnittlichen Verkaufsmengen der Jahre 2016 bis 2025 übertreffen konnten, liegen die übrigen acht darunter. Perg verpasst diesen Durchschnitt am knappsten, nämlich mit 59 Wohnungskäufen um -3,6 %. Einstellig darunter liegen auch die Stadt Linz (592 Käufe; -9,0 %) und Gmunden (284; -9,4 %). Größer, weil prozentual zweistellig, wird der Abstand ab der Auswertungsregion Steyr (Stadt und Land), wo 148 Wohnungen an neue Besitzer gingen, um -10,5 % weniger als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. 137 waren es in Braunau (-15,1 %), 58 in Kirchdorf (-15,6 %), 79 in Ried im Innkreis (-16,1 %) und 29 in Eferding (-22,5 %).

Von diesen acht Bezirken lagen aber nur drei auch im Vorjahresvergleich im Minus: Kirchdorf (-23,7 %), Ried (-7,1 %) und Eferding (-3,3 %). Der Vollständigkeit halber soll auch gesagt sein, dass der Bezirk Urfahr-Umgebung sich zwar im Zehnjahresschnitt steigern konnte, seine Verkäufe aber im Halbjahres-Vergleich 2026 zu 2025 um -9,5 % reduzierte.

Bezirkspreise: erstmals ist die 300.000 Euro-Marke geknackt – in Gmunden!
Im ersten Halbjahr 2026 war in einem oberösterreichischen Bezirk zum ersten Mal ein durchschnittlicher Wohnungspreis von mehr als 300.000 Euro zu bezahlen, nämlich in Gmunden. 2025 zahlten Käufer noch 237.010 Euro, ein Jahr später bereits 304.692 Euro, also um +28,6 % mehr. Urfahr-Umgebung war 2025 der teuerste Bezirk Oberösterreichs, 2026 positioniert sich der Bezirk zwar auf Rang zwei, ist aber mit 292.299 Euro so nah an den 300.000 Euro wie bisher noch nie – ein Zuwachs von +12,2 % gegenüber dem Vorjahr. Unwesentlich günstiger war es bis Ende Juni 2026 in Freistadt, mit einem typischen Wohnungspreis von 291.014 Euro, ein Anstieg um +12,4 %. Dasselbe Preisplus verzeichnete Linz-Land, kommt aber „nur“ auf 265.456 Euro. Halb so stark kletterte der Preis in der Landeshauptstadt nach oben, nämlich um +6,5 % auf 254.734 Euro. Alle bisher genannten Bezirke verzeichneten bei den Wohnungspreisen im ersten Halbjahr 2026 laut REMAX-Experten neue Allzeithochs. 

Fünf Bezirke wurden günstiger
Vöcklabruck ist der erste Bezirk mit einem Preisrückgang: 245.439 Euro bedeuten -4,3 %. Kirchdorf hingegen erhöhte ähnlich hoch wie Urfahr-Umgebung und Freistadt, nämlich um +12,8 % auf 244.113 Euro. In Braunau lag der typische Wohnungspreis bisher in den Ausnahme-Halbjahren 2021 bis 2023 bei über 200.000 Euro, nun auch wieder im heurigen Halbjahr. Der Bezirk schafft es auf 241.503 Euro, ein Anstieg um +25,5 % gegenüber 2025. Steyr (Stadt und Land) und Wels (Stadt und Land) liegen beim Preis beinahe exakt gleichauf und zeigen auch ähnliche Preisdynamiken. Bei 234.882 Euro (Steyr) und 234.873 Euro (Wels) liegt die Differenz gerade einmal bei -9 Euro. Während der erstgenannte Bezirk dabei um +13,1 % zulegte, waren es in Wels +12,3 %. Preislich nah beieinander liegen die nachfolgenden zwei Bezirke mit Preisrückgängen: Eferding mit 223.323 Euro (-5,1 %) und Ried im Innkreis mit 222.239 Euro (-3,8 %). Der Bezirk Grieskirchen, wo Käufer bisher nur im Halbjahr 2024 mehr als 200.000 Euro zahlten, erhöhte oberösterreichweit am meisten, nämlich um +50,3 % auf 221.366 Euro.

Von den 13 Bezirken melden zehn neue Preisrekorde. Neben den bereits oben genannten Bezirken Gmunden, Urfahr-Umgebung, Freistadt, Linz-Land und der Stadt Linz, sind es nun auch die Bezirke Kirchdorf, Braunau, Steyr, Wels und Grieskirchen.

Drei Bezirke unter 200.000 Euro
Lagen bis Ende Juni 2022 und 2023 sechs Bezirke unter der 200.000 Euro-Grenze und zu den Halbjahren 2024 und 2025 noch vier, sind es 2026 nur mehr drei. Allen voran der Bezirk Rohrbach, der sich von 2025 zu 2026 mit 191.348 Euro und -0,1 % preislich am stabilsten gehalten hat. In Perg wurde der typische Wohnungspreis um -10,1 % günstiger. 190.568 Euro sind aber nach 212.094 Euro aus 2025 der zweithöchste Bezirks-Preis. Bleibt noch Schärding mit 186.686 Euro, ein Anstieg von +4,0 % und das bisher dritthöchste Schärdinger Ergebnis.

Schnäppchen und Highlights
Die günstigsten Wohnungen (unteres Preisquartil) in Oberösterreich fanden sich im ersten Halbjahr 2026 in Rohrbach. Dort kostete jede vierte Wohnung weniger als 132.783 Euro (-3,4 %). Besonders preisgünstige Wohnungen waren außerdem in Perg (maximal 133.050 Euro; +4,4 %) sowie in Schärding (maximal 137.700 Euro; +2,6 %) zu finden. Die teuersten Wohnungen wurden erstmals in Gmunden verkauft: Mindestens 420.000 Euro waren dort für eine Qualitätswohnung fällig (+38,8 %). 373.625 Euro (+17,7 %) waren es für jede vierte Wohnung in Urfahr-Umgebung und 357.471 Euro (-11,1 %) in Freistadt.          


NIEDERÖSTERREICH

Zweithöchste Verkaufsmenge, zweithöchster Umsatz
Mit 2.999 verkauften Wohnungen im ersten Halbjahr rückt das flächengrößte Bundesland im nationalen Mengenranking von Rang vier auf Rang drei (hinter Steiermark und Wien). Der Zuwachs ist mit +39,9 % prozentual der zweithöchste und mit +856 nominal der dritthöchste. Historisch betrachtet liegt die Menge der verbücherten Wohnungen zwischen den Spitzenjahren 2021 und 2022 und ist die zweithöchste (2022: 3.305). Auch das Zehnjahresmittel, das bei 2.718 liegt, ist um +10,3 % übertroffen.

Beim Gesamtwert kommt Niederösterreich im ersten Halbjahr 2026 auf 673 Mio. Euro, um +198 Mio. Euro bzw. +41,7 % mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Auch hier liegt das Ergebnis zwischen den Jahren 2021 und 2022 und ist der zweithöchste Transaktionswert, den REMAX-Experten bisher ablesen konnten.

Zweiter Rekord-Wohnungspreis in Folge
Seit dem Halbjahr 2022 zahlen Käufer durchschnittlich über 200.000 Euro für eine niederösterreichische Wohnung. Im Halbjahr 2025 wurde mit 207.710 Euro ein Rekordpreis vermeldet. Ein Jahr später ist dieses Allzeithoch schon wieder Geschichte und wird 2026 mit 213.112 Euro, also um +2,6 % übertroffen. Niederösterreich bleibt aber auf Rang sieben unter den Bundesländern hinter Kärnten und vor der Steiermark. Im Zehnjahresschnitt erreicht Niederösterreich einen Durchschnittspreis von 182.146 Euro – somit liegt der Preis im ersten Halbjahr 2026 um +17,0 % darüber.

Einstiegspreise und Qualitätssegment: moderate Aufwärtsbewegung
Sowohl im unteren als auch im oberen Preisquartil gab es Erhöhungen. Der Maximalpreis im günstigeren Preisviertel liegt im Halbjahr 2026 bei 141.975 Euro, ein Anstieg um +8,0 %. Kärnten, Steiermark und Burgenland sind noch günstiger. Im gehobenen Qualitätssegment ist der Mindestpreis prozentuell etwas weniger gestiegen, nämlich um +1,2 % auf 280.000 Euro. Hier liegen nur die Steiermark und das Burgenland preislich darunter. 

Erstbezug weit unter Bundesschnitt
Wie auch in den letzten Jahren liegt Niederösterreich mit seinem Anteil an Wohnungen, die als Neubau oder nach Generalsanierung verkauft wurden, unter dem Bundesschnitt. 16,1 % ist der zweitgeringste Anteil im Bundesländervergleich. Die höchsten Erstbezugsquoten finden sich in Tulln mit 24,0 %, in St. Pölten-Land mit 21,5 % und in den Bezirken Bruck/Leitha und Mistelbach mit jeweils 20,3 %. Prozentuell einstellige Neubau- und Sanierungsanteile verzeichnen die Bezirke Korneuburg, Melk, Neunkirchen und Lilienfeld. Keine Aktivitäten gab es dagegen in Gmünd, Horn, Waidhofen/Thaya und Zwettl.

Quadratmeterpreise gehen nach oben
Wer im ersten Halbjahr 2026 eine niederösterreichische Wohnung kaufte, zahlte im Durchschnitt 3.498 Euro und somit um +3,3 % oder +112 Euro pro Quadratmeter mehr als 2025. Damit ist Niederösterreich günstiger als Oberösterreich, aber teurer als die Steiermark. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre lag der Quadratmeterpreis je Halbjahr bei 3.075 Euro, womit sich für das Halbjahr 2026 eine Steigerung um +13,8 % ergibt.

Verkaufsmengen in den Bezirken: St. Pölten ist größter Gewinner
Die Landeshauptstadt findet sich im Mengenranking unter den niederösterreichischen Bezirken auf Rang fünf, hat aber die höchste prozentuale Mengensteigerung. Sowohl im Hinblick auf den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (+65,2 %) als auch im Halbjahresvergleich 2026 zu 2025 (+155,2 %). Diese Anstiege ergeben eine Verkaufsmenge von 222 Wohnungen und damit einen neuen Bezirksrekord. Hoch im Kurs ist auch Zwettl, nämlich mit 17 Verbücherungen, dank +51,8 % Mengensteigerung im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (11) und auch Melk liegt prozentual mit
+45,5 % und gesamt 78 Vertragsabschlüssen nicht weit dahinter – für den Bezirk ein neues Mengen-Allzeithoch.

Wr. Neustadt (Stadt und Land) kann sich bei 264 verbücherten Wohnungen immerhin über ein gutes Drittel (+36,8 %) mehr gegenüber dem Mittel der Jahre 2025 bis 2016 freuen, ebenso Gmünd mit +34,8 % auf 24 Einheiten. Ähnlich starke Mengendynamiken fanden sich in den Bezirken Tulln (279 Kaufakte; +29,4 %) und in Baden (465; +28,9 %). Sogar ex aequo bei der Mengenentwicklung liegen die Bezirke Neunkirchen und St. Pölten-Land, beide mit jeweils +27,6 %. Neunkirchen kommt dabei auf 139 Verkäufe, St. Pölten-Land auf 191.

Bezirke mit zweistelligem Prozentplus sind außerdem: Scheibbs (40 Transaktionen; +22,0 %), Bruck/Leitha (217; +19,6 %), Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs (139; +15,4 %) sowie Gänserndorf, der mit 127 Transaktionen (+12,8 %) als dritter und letzter niederösterreichische Bezirk einen neuen Mengenrekord erzielen konnte. Auch der Bezirk Krems (Stadt und Land) liegt im Plus, allerdings sind 144 Vertragsabschlüsse „nur“ +7,4 % gegenüber dem Zehnjahresmittel. 

Sieben Bezirke unter dem Zehnjahresschnitt
Sieben niederösterreichische Bezirke konnten laut REMAX-Analyse ihren Halbjahresdurchschnittswert der Jahre 2016 bis 2025 zum Halbjahr 2026 nicht erreichen, wobei nur zwei Bezirke einstellig im Minus sind, nämlich Hollabrunn, der mit 33 Verbücherungen um -4,6 % reduzierte und Horn, der 29 und -7,1 % meldet. Die übrigen fünf Bezirke liegen prozentual zweistellig unterhalb ihres Zehnjahresmittels: allen voran ist der Bezirk Lilienfeld mit 20 Verkäufen
(-18,7 %), gefolgt von Mödling (330; -21,4 %), Korneuburg (173; -22,5 %) und Mistelbach (59; -31,2 %). Den Abschluss bildet Waidhofen/Thaya. Dieser Bezirk kommt auf einen Zehnjahresschnitt von 20 Verbücherungen, doch zum Halbjahr 2026 waren es nur 9, demnach um -55,7 % weniger.

Wohnungspreise: Am teuersten wieder in Mödling
Von den 21 Bezirken haben sich die typischen Wohnungspreise im ersten Halbjahr 2026 in sechs Bezirken reduziert, dabei nur im einstelligen Prozentbereich und maximal um -8,2 %. 2026 rangiert Mödling wie von 2019 bis 2024 wieder an der Preisspitze, und zwar mit einem typischen Wohnungspreis von 269.721 Euro, +3,0 % gegenüber dem Halbjahr 2025. Tulln rutscht auf Rang zwei zurück, da der Bezirk um -3,3 % reduzierte. Er folgt Mödling mit einer Differenz von -1.254 Euro und einem Wohnungspreis von 268.467 Euro. Die Preise in Korneuburg liegen bei 238.221 Euro und haben sich mit +34 Euro so gut wie nicht verändert. Zumindest preislich machte es 2026 keinen Unterschied, ob Käufer sich für eine Wohnung in Mistelbach um 228.862 Euro oder für eine in St. Pölten-Land um 228.039 Euro entschieden haben. Der Preis ist in Mistelbach um +21,4 % nach oben geklettert, in St. Pölten-Land ist er hingegen „nur“ um +6,3 % gestiegen. Baden ist der Bezirk mit dem größten Preisrückgang, nämlich -8,2 % und landet damit bei 223.054 Euro. Auch Bruck/Leitha mit 216.415 Euro (-2,3 %) je Wohnung und Krems (Stadt und Land) mit 214.242 Euro (-0,3 %) sind leicht mit dem Preis nach unten gegangen. In Gänserndorf sind zum zweiten Mal nach 2024 mehr als 200.000 Euro fällig, heuer 201.193 Euro (+2,6 %). Wr. Neustadt (Stadt und Land) ist neu in der 200.000 Euro-Gruppe und knackt die Marke zum Halbjahr 2026 mit 200.201 Euro, eine Steigerung von +6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die beiden letztgenannten Bezirke, sowie St. Pölten-Land, melden neue Preisrekorde.

Elf Bezirke unter 200.000 Euro für eine Wohnung
In Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs wurden Wohnungen um -4,0 % günstiger, weshalb Käufer bis Ende Juni 2026 durchschnittlich 183.675 Euro zahlten. Die Landeshauptstadt erhöhte stattdessen um +9,3 % und kommt mit 179.436 Euro je Wohnung auf den dritthöchsten Bezirkspreis seit Beginn der REMAX-Analyse 2009. Auch in Hollabrunn ist es der dritthöchste Preis. Ein Anstieg von +16,4 % ergibt 175.563 Euro. Die stärkste positive Preisdynamik findet sich aber mit +54,3 % im Bezirk Melk, der mit 172.474 Euro sein bisheriges Allzeithoch aus 2024 um +25,1 % übertreffen kann. Am zweitstärksten legte Scheibbs zu. Der Bezirk kommt auf 158.253 Euro je Wohnung und steigert sich um +44,9 %. Der dritte Bezirk auf dem Podest in puncto Preisdynamik ist Horn: er erhöhte um +31,5 % auf 133.467 Euro. Die nachfolgenden zwei Bezirke lagen im Halbjahr 2025 im fünfstelligen Preisbereich zwischen 96.000 und 98.000 Euro. Im Halbjahr 2026 knackten sie jedoch wieder die 100.000 Euro-Marke. So waren es in Neunkirchen 115.277 Euro (+19,2 %) und in Lilienfeld 104.680 Euro (+7,6 %). Der Bezirk Gmünd war im Halbjahr 2025 mit 90.131 Euro der 100.000 Euro -Grenze so nah wie noch nie, doch 2026 sind es 86.911 Euro, ein Rückgang von -3,6 % gegenüber dem Vorjahr.  

Auch bei den Bezirken unterhalb der 200.000 Euro-Schwelle gibt es neue Allzeithochs, nämlich in Melk, Scheibbs und Horn. Für die Bezirke Waidhofen/Thaya und Zwettl sind statistisch valide Aussagen zum Halbjahr aufgrund der geringen Stückzahl nicht möglich.

Sechs in Gmünd gegen eine in Mödling
Die Preise im unteren Quartil lagen im ersten Halbjahr 2026 für jede vierte Wohnung in Lilienfeld unter 77.925 Euro (-3,7 %), in Neunkirchen unter 70.000 Euro (+36,9 %) und in Gmünd unter 53.000 Euro (+21,1 %). Dagegen war jeweils ein Viertel aller Wohnungen in Mödling den neuen Eigentümern mehr als 338.625 Euro (+2,4 %) wert, in Tulln, nach einem Rückgang von -9,5 %, 308.895 Euro und in St. Pölten-Land mit +19,0 % immer noch 308.350 Euro. Somit könnten – zumindest theoretisch – mit dem Verkaufserlös einer Top-25 %-Wohnung in Mödling sechs in der Einstiegspreisklasse in Gmünd gut finanziert werden.   

 

TIROL

Verkäufe und Umsatz: Es geht weiter bergauf
Drei Halbjahre (2022 bis 2024) verzeichnete Tirol Rückgänge bei den Verkaufsmengen. Im ersten Halbjahr 2025 folgte mit +8,3 % eine positive Trendwende, die im Halbjahr 2026 nicht nur angehalten, sondern sich auch verstärkt hat: +21,8 % bedeuten einen Anstieg von 1.937 Verkäufen (2025) auf 2.359 (2026). Zum Spitzenwert im Jahr 2017 fehlen aber noch -23,9 %; zum Zehnjahresmittel von 2.532 auch noch -6,8 %. Im bundesweiten Mengenranking hält sich Tirol auf Rang fünf hinter Oberösterreich und vor Salzburg. Auch beim Gesamtwert aller Wohnungsverkäufe setzte 2025 eine positive Trendwende ein. Waren es 2025 noch +11,7 %, so sind es 2026 +23,6 %, also eine Steigerung von 680 Mio. Euro auf 841 Mio. Euro. Höhere Wohnungsumsätze erzielte nur Wien.

Wohnungspreise: Höchststand, aber stabil     
Trotz neuem Preisrekord zum Halbjahr 2026 zeigt sich die Tiroler Preisentwicklung insgesamt stabil. Erst im Halbjahr 2025 verzeichnete Tirol seinen bisherigen Rekordwert von 323.537 Euro je Wohnung. Das ist schon wieder Geschichte, denn 2026 bezahlten Käufer durchschnittlich 325.506 Euro, also um +1.968 Euro oder +0,6 % mehr als 2025. Im unteren Preisviertel zeigt sich dieselbe Entwicklung: +0,6 %. Jede vierte Tiroler Wohnung kostete weniger als 215.259 Euro. Das Top-Segment hält sich mit einem Mindestpreis von 420.000 Euro und +3,7 % nicht ganz so stabil. 

Erstbezug und Neubau auf Bundesniveau
Mit einem Erstbezugsanteil von 23,2 % liegt Tirol so nahe am Österreichdurchschnitt wie kein anderes Bundesland und -5,0 Prozentpunkte unter dem Wert von 2025 und -15,5 Prozentpunkte unter dem von 2023. Imst und Kufstein liegen wie 2025 voran: Imst mit 42,8 % nach 41,4 % im Jahr davor und Kufstein mit 30,7 % nach 37,0 %. Die geringsten Erstbezugsquoten, immer noch zweistellig, finden sich in Reutte (12,0 %) und in der Landeshauptstadt
(16,1 %).

Bezirksmengen: Lienz und Reutte mit neuer Top-Performance
Vier der neun Tiroler Bezirke lagen im Halbjahr 2026 über ihrem Durchschnitt der letzten Dekade. Den Anfang macht der Bezirk Lienz, der mit 159 Verkäufen um +51 bzw. um +47,5 % über seinem Zehnjahresmittel liegt. Stark dabei ist auch Reutte mit 83 Verbücherungen, also um +25 oder +44,1 % mehr. Für beide Bezirke ist es die höchste Verkaufsmenge seit Beginn der REMAX-Analyse 2009. Auch Landeck ist erfolgreich und seit dem Halbjahr 2022 erstmals wieder dreistellig. 2026 waren es genau 100 Wohnungen, die im ersten Halbjahr 2026 neue Käufer gefunden haben, +16,6 % mehr als im Zehnjahresschnitt. Imst liegt um +4,5 % über dem Zehnjahresschnitt, kommt damit auf 159 Kaufakte. Der bei der Menge führende Bezirk Innsbruck-Land trifft exakt seinen Durchschnittswert der letzten zehn Jahre, nämlich 590.

Die übrigen vier Bezirke liegen jeweils unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Den Anfang macht die Landeshauptstadt mit 540 Grundbucheinträgen (-7,1 %). Dahinter reiht sich der Bezirk Kufstein, der statt auf durchschnittlich 370 Verbücherungen der ersten Halbjahre von 2016 bis 2025 im Halbjahr 2026 nur auf 329 kommt, was einem Rückgang von -11,1 % entspricht. Schwaz und Kitzbühel erzielten durchschnittlich über die letzten zehn Jahre jeweils 294 Verkäufe je Halbjahr. Bis Ende Juni 2026 waren es in Schwaz allerdings 222 (-24,4 %) und in Kitzbühel 177 (-39,9 %). Allein die letzten beiden Bezirke reduzierten ihre Mengen auch im Halbjahresvergleich 2026 zu 2025, wenn auch moderater: Schwaz um -6,3 % und Kitzbühel um -11,5 %.

Bezirkspreise: Imst erstmals über 300.000 Euro
Mit Ausnahme von drei Bezirken verzeichneten alle Tiroler Bezirke Preisanstiege. Der teuerste Bezirk, Kitzbühel, ist keine Ausnahme. Dort stieg der Preis im ersten Halbjahr 2026 auf 453.204 Euro um +10,4 % gegenüber dem Vorjahr – es ist der bisher vierthöchste im Bezirk und in ganz Österreich ist nur der erste Wiener Gemeindebezirk noch teurer. Auch in der Stadt Innsbruck wurde Wohnen in Wohnungen teurer: bei 350.595 Euro um +2,6 %. Ebenso in Kufstein bei 343.999 Euro um +3,5 %. Der erste Ausnahme-Bezirk ist Innsbruck-Land. Dennoch sind 325.233 Euro nur ein leichter Rückgang um -0,6 %. Schwaz erhöhte wiederum um +2,5 % auf 322.322 Euro. Die höchste Preissteigerung vollzog sich jedoch in Imst. Der typische Wohnungspreis liegt zum Halbjahr 2026 erstmals in der Bezirks-Historie bei über 300.000 Euro, genauer gesagt bei 309.422 Euro. Das ist eine Steigerung um +20,5 % gegenüber 2025 und um +16,9 % gegenüber dem bisherigen Rekord-Halbjahr 2022.

Landeck ist der zweite Bezirk mit einem Preisminus. Statt 298.019 Euro (2025) waren 2026 durchschnittlich 289.801 Euro (-2,8 %) für eine Wohnung fällig. Lienz hingegen erhöht um +17,8 % und knackt mit 221.483 Euro zum dritten Mal die 200.000 Euro-Grenze (der Rekord lag im Halbjahr 2024 bei 232.788 Euro). Der günstigste Tiroler Bezirk ist erstmals seit dem Halbjahr 2020 wieder Reutte. Kein Wunder, im Bezirk sank der Preis um -22,2 % auf 218.048 Euro und liegt somit zwischen den Halbjahren 2021 und 2023. Neben Imst meldeten auch die Bezirke Kufstein und Schwaz neue Preishöchststände.

Tiroler Schnäppchen und Schmankerl
Günstige Wohnungen in Tirol zu finden, ist kein leichtes Unterfangen. Am ehesten findet man sie abseits des Zentralraumes im unteren Preisviertel der Bezirke Reutte (bis 144.798 Euro; -28,1 %), Lienz (bis 163.130 Euro; +25,5 %) und in Landeck (bis 200.137 Euro; -8,3 %). Die Top-25 %-Preise beginnen in Kufstein bei 420.000 Euro (+0,3 %), in der Stadt Innsbruck bei 454.700 Euro (+2,2 %) und im Bezirk Kitzbühel bei 550.000 Euro (+16,4 %).

 

SALZBURG

Verkaufsmenge und Umsatz: Annäherung an das Spitzenjahr 2021
Nach zwei aufeinanderfolgenden Halbjahren im Minus verzeichnete Salzburg 2025 mit +13,1 % eine positive Trendwende – die sich 2026 mit noch stärkeren +31,0 % fortsetzte. Das Ergebnis: 1.872 Wohnungsverkäufe – dies entspricht dem Niveau von 2021 (1.952). Auch zum Zehnjahresmittel ist das ein leichter Anstieg um +2,9 % und um +5,7 Prozentpunkte über dem österreichischen Durchschnitt. Im Mengenranking behält Salzburg Rang sechs vor Vorarlberg, Kärnten und dem Burgenland.

Der Gesamtumsatz ist um +23,7 % gestiegen, dennoch rutscht beim Umsatzranking Salzburg mit einem Ergebnis von 620 Mio. Euro von Rang fünf auf Rang sechs hinter Niederösterreich. Damit landet Salzburg zwischen den Ausnahmejahren 2021 und 2022 mit 600 Mio. bzw. 694 Mio. Euro und erzielt den bisher zweithöchsten Umsatzwert.

Salzburg bleibt günstiger als Tirol   
Im ersten Halbjahr 2023 und 2024 waren die Eigentumswohnungspreise in Salzburg im Durchschnitt teurer als in Tirol. 2025 wurden Salzburger Wohnungen billiger als in Tirol, allerdings nur um -731 Euro. 2026 wird der Abstand mit -16.414 Euro schon deutlicher: 309.092 Euro waren durchschnittlich je Wohnung zu zahlen, das sind um -4,2 % weniger als ein Jahr zuvor. Jede vierte Wohnung ging dabei unter 210.000 Euro (+5,0 %) oder über 400.000 Euro (-7,0 %) an neue Eigentümer. Teurer ist es im obersten Preisviertel noch in Tirol, Wien und Vorarlberg.

Erstbezug: Welten zwischen Stadt und Flachgau
Der Erstbezugsanteil am Wohnungsmarkt ist wie in den meisten Bundesländern rückläufig, in Salzburg von 26,8 % auf 23,9 %. Herausragende Bau- und Sanierungsaktivitäten verzeichnen der Flachgau mit 38,7 % Erstbezug und der Tennengau mit 30,8 %, dagegen meldet die Stadt nur 14,1 % und der Lungau einen Stillstand.

Bezirksmengen: Stadt Salzburg bleibt führend
Rang eins im Mengenranking belegt im Halbjahr 2026 wie gewohnt die Stadt Salzburg, diesmal mit 764 Verbücherungen. Das sind um +18,8 % mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Im Vergleich zu dieser Dekade konnte sich auch der Flachgau zweistellig steigern, nämlich um +12,2 % von im Schnitt 397 Verbücherungen auf 445. Einstellige Verbesserungen meldeten der Pongau mit 267 Kaufverträgen, das entspricht +3,9 % und der Tennengau mit 120 und
+2,1 %.

Der Lungau und der Pinzgau konnten zum Halbjahr 2026 nicht mit ihrem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 mithalten. Der Lungau liegt mit 35 Einträgen ins Grundbuch um -5 bzw. -12,5 % darunter und der Pinzgau mit insgesamt 241 Einträgen um -125 bzw. um -34,1 %. Dennoch: Beide Bezirke zeigen im Halbjahres-Vergleich (2026 zu 2025) positive Veränderungen: Lungau +20,7 % und Pinzgau +19,3 %. Somit sind in allen Salzburger Bezirken die Verkaufsmengen im Halbjahres-Vergleich gestiegen.

Bezirkspreise: Wieder unter 300.000 Euro im Pongau, Preissprung im Lungau
In den letzten zehn Jahren war es in der Stadt Salzburg am teuersten. Einzige Ausnahme ist das Halbjahr 2021, als der Flachgau an der Preisspitze stand. Daher ist es umso überraschender, dass zum Halbjahr 2026 der Pinzgau den Titel „teuerster Bezirk Salzburgs“ für sich beanspruchen kann. Jedoch zeigt die REMAX-Analyse auch, dass der Pinzgau bereits in den Halbjahren 2010, 2012 und 2013 führend war, damals noch mit Preisen zwischen 183.000 und 258.000 Euro. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Bezirk im Schnitt 323.413 Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von +3,6 % entspricht.

Der Flachgau folgt allerdings mit nur -53 Euro Differenz ganz knapp dahinter. In Summe: 323.360 Euro und ein Rückgang um -1,3 % gegenüber 2025. Mit auf dem Podest steht der Tennengau mit 315.718 Euro und einer Steigerung um +4,9 %. Erst auf Rang vier ist die Landeshauptstadt zu finden, wo Wohnungskäufer durchschnittlich 303.194 Euro bezahlten, also um -8,9 % weniger gegenüber 2025. Im Pongau kostete im Vorjahr eine Wohnung erstmals mehr als 300.000 Euro. Wer im ersten Halbjahr 2026 kaufte, hatte Glück, denn da ging der Preis von 322.315 Euro um -9,1 % auf 292.894 Euro zurück. Hingegen schossen die Preise im Lungau um +24,3 % am meisten in die Höhe. 263.465 Euro sind demnach ein neuer Bezirks-Preisrekord, aber salzburgweit immer noch am günstigsten.

Die Preise an den Rändern
Die günstigsten Wohnungen im Bundesland Salzburg finden sich trotz satter Preiserhöhung um +63,0 % nach wie vor im Lungau: Jede vierte Wohnung kostete unter 187.500 Euro. Der Pongau mit 188.000 Euro (+0,3 %) für das untere Preisviertel und auch die Stadt Salzburg mit 190.000 Euro (-5,2 %) liegen noch unter dem Landesmittel. Die teuersten Wohnungen wurden vor allem im Tennengau (420.806 Euro; +13,8 %) und im Pinzgau (420.000 Euro; +2,8 %) verbüchert. Auf Rang drei ist der Flachgau mit einem Preis für eine Top-25- %-Wohnung von 411.000 Euro (-2,9 %) aufwärts.

 

VORARLBERG

Rund ein Drittel mehr Verkäufe und Umsatz
Nach dem Spitzenwert 1.606 aus dem Halbjahr 2021 gingen die Verkaufszahlen kontinuierlich zurück. Im Halbjahr 2025 erfolgte die Trendwende, die Verkäufe wurden mit 1.035 wieder vierstellig. Ein Jahr danach folgte eine weitere Steigerung: +31,4 % ergeben 1.360 Verbücherungen. Im bundesweiten Mengenranking bleibt Vorarlberg auf Rang sieben, hinter Salzburg und vor Kärnten. Im Vergleich zu den Mengen der letzten zehn Jahre lässt sich ein Zuwachs von +2,1 % feststellen. Die Umsatzzahlen gehen im Halbjahresvergleich ähnlich stark nach oben: um +30,6 % auf 506 Mio. Euro – es ist das dritthöchste Ergebnis hinter den Spitzen-Halbjahren 2022 und 2021 (547 Mio. Euro bzw. 562 Mio. Euro). Zum Zehnjahresdurchschnitt ist der Umsatz sogar um +21,3 % gestiegen, lag er in den Jahren 2016 bis 2025 durchschnittlich doch bei 417 Mio. Euro.

Wohnungspreis ging leicht zurück
Auch wenn Verkaufsmenge und Umsatzzahlen nach oben gingen, so hat der Wohnungspreis im ersten Halbjahr 2026 leicht nachgelassen. Käufer zahlten für eine vorarlbergerische Wohnung im Durchschnitt 350.829 Euro, also um
-1,1 % weniger als im Vergleichszeitraum ein Jahr davor. Die Differenz zum bisherigen Rekordpreis im Jahr 2023 liegt bei -6.108 Euro. Damit ist Vorarlberg immer noch klar das teuerste Wohnungsbundesland, Verfolger Tirol ist im Schnitt um -7,2 % günstiger.

Erstbezugsanteil das zweite Mal in Folge gegen den Bundestrend gestiegen
28,2 % sind der höchste Erstbezugsanteil im Bundesgebiet und für Vorarlberg um +1,9 Prozentpunkte mehr als 2025 und um +3,9 Prozentpunkte mehr als 2024. Die Bandbreite in den Bezirken liegt zwischen 25,5 % in Bregenz und
30,6 % in Dornbirn.

Bezirksmengen: zweimal über dem Zehnjahresschnitt, aber alle im Mengenplus
Feldkirch und Bregenz sind die beiden Bezirke, die im Halbjahr 2026 ihren Zehnjahresschnitt übertreffen konnten. Feldkirch liegt im Zehnjahresmittel bei 372 Vertragsabschlüssen, kommt 2026 jedoch auf 406 (+9,0 %). In Bregenz waren es heuer 482 statt durchschnittliche 444 (+8,5 %). Dornbirn verfehlt seinen Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2025 nur um -2 bzw. um -0,7 % und meldet 330 Kaufakte. Bludenz liegt wesentlich weiter darunter: 142 Wohnungsverkäufe sind um -41 oder -22,6 % weniger. Im Vergleich zum Halbjahr 2025 schließen hingegen alle Bezirke positiv ab und steigerten ihre Mengen: Feldkirch um +42,0 %, Bludenz um +37,9 %, Bregenz um +26,8 % und Dornbirn um +24,1 %.

Bezirkspreise: zweimal neue Preisrekorde
Nachdem Feldkirch und Bludenz im Halbjahr 2024 unter die 300.000 Euro-Marke gefallen waren, lagen ein Jahr später alle Bezirke wieder darüber. 2026 gibt es zwar zwei Bezirke mit einer Preissenkung, aber auch zwei mit weiteren Preissteigerungen und damit auch mit neuen Preisrekorden. An erster Stelle steht der Bezirk Bludenz, wo es 2026 mit 375.377 Euro am teuersten war, ein Preisanstieg gegenüber 2025 um +18,2 %. Dornbirn erhöhte von 359.031 Euro auf 368.363 Euro um +2,6 %. Feldkirch reduzierte hingegen um -6,7 % auf 344.197 Euro und Bregenz um -3,7 % auf 338.059 Euro.

Wo am günstigsten wohnen im teuersten Bundesland?
Billig in Bezug auf eine Wohnung in Vorarlberg ist relativ. Aber es gibt erhebliche Preisunterschiede: Im Bezirk Bregenz fand sich ein Viertel aller Wohnungen mit Preisen unter 220.500 Euro (-2,0 %). In Feldkirch lag diese Grenze bei 230.000 Euro (-8,0 %), in Bludenz bei 260.000 Euro (+37,1 %) und in Dornbirn bei 262.250 Euro (+4,9 %). Auf der anderen Seite waren den Käufern ein Viertel aller Wohnungen in Bregenz mindestens 445.000 Euro wert, in Dornbirn 462.947 Euro, in Feldkirch 467.328 Euro und in Bludenz mindestens 489.925 Euro.    

 

KÄRNTEN

Verkäufe und Umsatz wachsen – aber langsamer
Im Österreichschnitt sind die Wohnungsverkäufe um +25,3 % gestiegen. Kärnten liegt um -9,9 Prozentpunkte darunter, zudem sind +15,4 % die niedrigste Steigerungsrate unter den Bundesländern. Im Vergleich zum Zehnjahresmittel fehlen Kärnten mit seiner Verkaufsmenge sogar -8,4 %. Nichtsdestotrotz geht es bergauf: im Halbjahr 2025 waren es 1.018 Verkäufe und ein Jahr später 1.175 (+157). Im bundesweiten Mengenranking bleibt Kärnten auf Rang acht hinter Vorarlberg.

Der Gesamtwert der gehandelten Wohnungen ist ebenfalls angestiegen, mit +16,6 % aber auch hier bundesweit am schwächsten und um -10,3 Prozentpunkte weniger als im nationalen Durchschnitt. 295 Mio. Euro sind allerdings der dritthöchste Kärntner Wert und um +12,2 % mehr als das Zehnjahresmittel (263 Mio. Euro).

Preise leicht gestiegen
Im Halbjahr 2025 ist der typische Wohnungspreis in Kärnten um -2,7 % gefallen, 2026 gleicht sich dies mit +2,3 % fast wieder aus. Das ergibt einen Durchschnittspreis von 229.772 Euro. Die Preisspreizung im südlichsten Bundesland ist vergleichsweise hoch. So beträgt der Höchstpreis im unteren Preisviertel unverändert 140.000 Euro (0,0 %) und der Mindestpreis für die Top-25 % 301.500 Euro (-1,1 %).  

Neubauanteil über Bundestrend
Kärnten hat entgegen dem Bundestrend seinen Erstbezugsanteil im ersten Halbjahr 2026 leicht gesteigert: von 26,3 % auf 26,9 %. Dennoch ist das meilenweit entfernt von den Neubau- und Sanierungsquoten der Jahre 2024 (39,8 %) und 2023 (45,3 %). Besonders hervorgetan haben sich die Bezirke Klagenfurt-Land mit 43,1 % und St. Veit/Glan mit 32,9 %. Abgeschlagen liegen dagegen Feldkirchen mit 11,1 % und Wolfsberg mit 7,8 % Neubauanteil.

Bezirksmengen: nur St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg übertreffen Zehnjahresschnitt
Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre erzielte St. Veit im ersten Halbjahr 48 Wohnungsverkäufe. Im ersten Halbjahr 2026 waren es hingegen 70 und damit um +45,2 % mehr. Auch im Vergleich zum Halbjahr 2025 ist es mit +84,2 % ein großer Sprung nach vorne und jeweils das größte prozentuale Plus unter den Kärntner Bezirken. Doch auch Völkermarkt legte bei 25 Einträgen ins Grundbuch stark zu: um +7,8 % (Vergleich zum Zehnjahresschnitt) bzw. um +66,7 % (Vorjahres-Vergleich). Wolfsbergs Wohnungsmarkt hält sich mit 51 Verbücherungen im Halbjahr 2026 sehr stabil. Es sind +2,0 % mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre und um -1,9 % weniger als zum Halbjahr davor.

Sechs Bezirke unter dem Zehnjahresmittel
Die Gruppe jener sechs Bezirke, die ihren Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 nicht erreichen konnte, wird angeführt von Klagenfurt-Land. 123 Verbücherungen sind um -5,2 % weniger. In Villach (Stadt und Land) waren es im heurigen Halbjahr 319, somit um -5,4 % weniger und in Spittal/Drau 136 (-8,4 %). Auch der mengenführende Bezirk, die Stadt Klagenfurt, bleibt unter seinem Zehnjahresschnitt und kommt auf 395 Kaufakte, das sind um -69 oder um -14,9 % weniger. Feldkirchen schwankt seit dem Halbjahr 2023 zwischen 43 und 45 Vertragsabschlüssen und erreicht auch im Halbjahr 2026 (wie zuletzt 2024) 45 Grundbucheinträge. Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre ist dies aber ein Rückgang um -10 bzw. um -18,2 %. Bleibt noch Hermagor – ein aufgrund der geringen Verkaufsmengen ein besonders volatiler Markt: Er reduziert mit 11 Einheiten im Vergleich zur Zehnjahresdurchschnittsmenge um -58,0 %.

Dreimal Preisrekord, Klagenfurt-Land bleibt am teuersten
Klagenfurt-Land knackte 2024 zum ersten Mal die 300.000 Euro-Marke, hielt sich auch 2025 oberhalb dieser Grenze, doch 2026 fällt der Wohnungspreis mit 277.179 Euro und -12,3 % gegenüber dem Vorjahr wieder darunter. Villach (Stadt und Land) und die Landeshauptstadt melden neue Preisrekorde: Villach kommt auf 245.823 Euro, ein Anstieg um +4,9 % und die Stadt Klagenfurt steigerte auf 237.802 Euro um +5,0 %. Für Spittal/Drau ist es immerhin der bisher zweithöchste Durchschnittspreis je Wohnung. Zahlten Käufer im Halbjahr 2025 206.414 Euro, waren es ein Jahr später 224.646 Euro (Der Spitzenwert liegt bei 231.965 Euro im Jahr 2024). In Völkermarkt legte der Preis fast um ein Drittel (+30,7 %) auf 218.706 Euro zu – seit 2022 liegt in diesem Bezirk der durchschnittliche Wohnungspreis zum zweiten Mal bei über 200.000 Euro. Der typische Wohnungspreis in Wolfsberg erzielte 2025 im Durchschnitt noch 206.151 Euro, ein Jahr danach sind es 169.325 Euro (-17,9 %). In St. Veit war es mit 168.199 Euro minimal günstiger, jedoch verzeichnet dieser Bezirk unter allen Kärntner Bezirken die höchste relative Preissteigerung von +37,9 %. Den größten Preisabfall gab es in Feldkirchen. Dort sparten sich Wohnungskäufer im Vergleich zum Halbjahr 2025 -27,1 % und zahlten im Durchschnitt 146.934 Euro. Der Preis liegt damit zwischen den Halbjahren 2019 und 2020. Da die Verkaufsmenge mit 11 verbücherten Objekten in Hermagor sehr gering ist, sind statistisch valide Aussagen zum typischen Wohnungspreis zum Halbjahr nicht möglich.

Schnäppchen und Schmankerl: Klagenfurt-Land und Villach teuer
Die billigsten Wohnungen fanden sich im unteren Preisquartil der Bezirke St. Veit mit maximal 92.000 Euro (+19,0 %), Feldkirchen (100.000 Euro; -21,3 %) und in Hermagor (108.000 Euro; -2,7 %). Die teuersten lagen dagegen in Klagenfurt-Land mit mindestens 361.500 Euro (-12,8 %), in Villach (Stadt und Land) mit 329.500 Euro (+6,3 %) und in Hermagor mit 323.000 Euro (-6,4 %). Die Landeshauptstadt folgt im zweiten Drittel auf Rang vier mit 311.600 Euro und einem moderaten Anstieg von +3,2 %.

 

BURGENLAND

National höchste Verkaufsmengen- und Umsatzsteigerung
Noch zum Halbjahr 2025 verlief im Burgenland die Entwicklung bei der Verkaufsmenge und beim Umsatz als einziges Bundesland negativ. Ende Juni 2026 ist es das Bundesland mit den höchsten prozentualen Steigerungen. In Zahlen ausgedrückt: 402 Wohnungstransaktionen sind um +47,3 % mehr als im Halbjahr 2025, sie liegen um +22,0 Prozentpunkte über dem Österreichschnitt und es ist das viertbeste Ergebnis in der burgenländischen Historie. Zudem übertreffen die 402 Verbücherungen den Zehnjahresschnitt, der bei 365 liegt, um +10,2 %.

Beim Umsatz sieht es ähnlich aus: 77 Mio. Euro sind um +86,5 % mehr. Das bedeutet: +59,6 Prozentpunkte über dem Österreichschnitt, die höchste prozentuale Steigerung unter den Bundesländern, +63,9 % über dem Zehnjahresschnitt und nicht zuletzt ein neuer Umsatzrekord (2022: 68 Mio. Euro).

Typischer Wohnungspreis auf bisher höchstem Niveau
Ein Preisschub von +17,5 % lässt den typischen Wohnungspreis von 140.185 Euro aus dem ersten Halbjahr 2025 auf 164.727 Euro (2026) anwachsen. Es ist der höchste Durchschnittspreis, den die REMAX-Analyse bisher für den burgenländischen Wohnungsmarkt verzeichnen konnte. Auf die Steiermark-Preise – die zweitgünstigsten Wohnungspreise im Bund – fehlen aber immer noch -14,2 %.

Bezirksmengen: nur Güssing und Jennersdorf unter dem Zehnjahresschnitt
Im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 erzielte Oberwart im ersten Halbjahr 44 Einträge ins Grundbuch. Ende Juni 2026 waren es hingegen 70, also ein Anstieg um +58,0 % − der höchste im Burgenland. Mattersburg übertrifft seinen Zehnjahresschnitt um ein Fünftel (+20,4 %) und kommt auf 66 verbücherte Wohnungen. Oberpullendorf schaffte 16 Verbücherungen. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 14, eine Steigerung also um +18,5 %. Neusiedl am See und Eisenstadt (Stadt, Umgebung und Rust) liegen im Vergleich zum Zehnjahresschnitt knapper im Plus. In Neusiedl waren es zum Halbjahr 2026 90 Kaufakte, das sind +4,5 % und die Landeshauptstadt meldet 137, demnach um +0,3 % mehr. Der Bezirk Güssing hingegen kommt mit 16 Vertragsabschlüssen nicht ganz an seinen Zehnjahresschnitt (17) heran, macht -4,8 %. Auch Jennersdorf reduziert bei einem Ergebnis von 7 Wohnungskäufen um -44,9 %. Im Vergleich der Halbjahre 2026 zu 2025 sieht die Lage hingegen anders aus. Dabei steigert Güssing seine Verkaufsmenge um +33,3 % und Jennersdorf um +40,0 %.

Erstbezugsanteil zwischen Bundestrend und Stillstand
Mit 15,4 % Erstbezugsanteil liegt das Burgenland knapp hinter Niederösterreich am untersten Ende der Bundesländerskala. Hervorzuheben sind die Bezirke Neusiedl mit 23,3 % – man vergleiche mit dem Bundestrend – und Güssing mit 18,8 %. Wenig bis keine Aktivitäten zeigen Mattersburg mit 7,6 %, Oberpullendorf mit 6,3 % und Jennersdorf (0,0 %).

Bezirkspreise: In Neusiedl am See erstmals mehr als 200.000 Euro
Wie im Halbjahr 2025 ist auch im Halbjahr 2026 Neusiedl am See an der burgenländischen Preisspitze. Eine Steigerung von +19,1 % lässt die Preise in Neusiedl im Schnitt auf 211.096 Euro nach oben gehen und beschert dem Bezirk zum zweiten Mal in Folge einen neuen Höchstpreis – diesmal zum ersten Mal oberhalb der 200.000 Euro-Grenze. Eisenstadt (Stadt, Umgebung samt Rust) bleibt mit 184.858 Euro (+8,5 %) auf Rang zwei. Der Bezirk Oberwart folgt mit 135.185 Euro und Burgenlands höchstem prozentualen Preisanstieg von +51,6 %. Dahinter reiht sich Mattersburg mit 133.079 Euro und der stabilsten Preisdynamik von +1,4 %. Neben Neusiedl bedeuten auch für diese beiden Bezirke die Preise neue Allzeithochs. Für Güssing, Oberpullendorf und Jennersdorf sind statistisch valide Aussagen zum Halbjahr aufgrund der geringen Stückzahl nicht möglich.

DATENSICHERHEIT zählt für den Marktführer
Der REMAX-ImmoSpiegel und weitere Analysen von REMAX Austria, Österreichs klarer Nummer 1 in der Immobilienvermittlung, basieren auf der Gesamtauswertung aller Immobilien-Kaufverträge, die im amtlichen Grundbuch verbüchert und von IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht wurden. „Wir verlassen uns bei unseren Marktanalysen und Marktwerteinschätzungen ausschließlich auf Gesamtauswertungen und nicht auf Stichproben und verwenden nur die Preise tatsächlicher Verkäufe und nicht Möchtegern-Angebotspreise im Web, von denen niemand weiß, zu welchem Preis die Objekte gekauft, ja, ob sie überhaupt gekauft wurden“, versichert Mag. Anton Nenning, REMAX Austria Head of Research. „Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Gründer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.

 

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REMAX
Über REMAX
Derzeit sind in Österreich rund 620 Maklerinnen und Makler, verteilt auf über 120 Büros in allen neun Bundesländern, für REMAX tätig. Das Unternehmen ist Marktführer und zugleich die bekannteste Immobilienmakler-Marke Österreichs, sowohl bei spontaner als auch gestützter Bekanntheit. Weltweit gehört REMAX zu den bekanntesten Marken der Branche: Über 144.000 Maklerinnen und Makler arbeiten in mehr als 9.000 Büros in über 110 Ländern.

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