Meldung vom 01.06.2026
In Nickelsdorf realisierte PÜSPÖK mit Unterstützung der EIB das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Das Projekt kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur und stärkt damit die stabile Einspeisung erneuerbarer Energie in das Stromsystem. Das Zusammenspiel dieser drei Technologien schafft zusätzliche Flexibilität im Energiesystem und optimiert die Nutzung bestehender Netzanschlüsse. „Mit dem Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert, und zwar erneuerbar, flexibel und unabhängig von fossilen Energieträgern“, sagt Lukas Püspök, Geschäftsführer von PÜSPÖK.
Ein zentraler Bestandteil des Super-Hybrid-Projekts ist die Agri-Photovoltaik. Dabei wird landwirtschaftliche Nutzung mit Stromerzeugung kombiniert, indem Photovoltaikanlagen über Acker- und Grünland errichtet werden. So können Flächen doppelt genutzt, landwirtschaftliche Erträge gesichert und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugt werden. Agri-Photovoltaik und Windkraft versorgen bereits heute mehr als 338.000 Haushalte mit sauberem Strom. Durch die Inbetriebnahme von Österreichs größtem Batteriespeicher in Nickelsdorf wird das System um zusätzliche Speicher- und Flexibilitätskapazitäten erweitert. Über alle aktuell geplanten Projekte hinweg addieren sich diese auf 336,4 Megawatt-Peak (MWp) Agri-Photovoltaik und 246 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität, wodurch eine stabile Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen sichergestellt wird. Die Zuschaltung des Speichers ist für Juni 2026 vorgesehen, die offizielle Inbetriebnahme wird im Juli 2026 erfolgen.
Im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs in Nickelsdorf informierten sich EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste Bank Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sowie Landesrat Heinrich Dorner über den Fortschritt der Projekte und die Bedeutung integrierter Energiesysteme für Österreich und Europa. „Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, sagte EIB-Vizepräsident Karl Nehammer. „Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicherlösungen verbessert die Integration erneuerbarer Energie in das Stromsystem, stärkt Europas Energieunabhängigkeit und unterstützt den Übergang zu einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft.“
Die Erste Bank begleitet das Vorhaben als Finanzierungspartner und unterstützt damit den Ausbau zukunftsweisender Energieinfrastruktur in Österreich. „Dieses Projekt stärkt Österreichs Energieunabhängigkeit und zeigt, wie die Energiewende hierzulande konkret umgesetzt werden kann. Als Finanzierungspartner lenken wir Kapital gezielt in Lösungen, die Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung verbinden“, sagte Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank.
PÜSPÖK zählt zu den führenden privaten Stromproduzenten aus erneuerbarer Energie in Österreich. Mit derzeit 114 Windkraftanlagen und mehreren großen Photovoltaik-Parks produziert das Unternehmen jährlich mehr als eine Terawattstunde Strom und deckt damit rund zwei Prozent des österreichischen Strombedarfs. Das Projekt zeigt, wie Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wirtschaftlichkeit in modernen Energiesystemen zusammenwirken können.
„Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes Zukunftskraftwerk“, sagte Lukas Püspök. „Super-Hybrid-Systeme ermöglichen es, erneuerbare Energie nahezu unabhängig von Wetter und Tageszeit verlässlich verfügbar zu machen. Mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank und der Erste Bank schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für eine stabile und unabhängige Stromversorgung in Österreich. Nickelsdorf ist dabei erst der Anfang, weitere Kombinationskraftwerke in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä befinden sich bereits in Umsetzung und werden in den kommenden Monaten schrittweise in Betrieb gehen.“
Das Projekt läuft unter dem Programm REPowerEU, das darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und den privaten Sektor bei der Energiewende gezielt zu unterstützen.
„Mit Projekten wie diesem treten wir in die nächste Phase der Energiewende ein. Es geht nicht mehr nur darum, mehr erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern sie auch intelligent in unser Stromsystem zu integrieren. Speicher spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie erhöhen die Versorgungssicherheit, entlasten die Netze und helfen dabei, günstigen heimischen Strom genau dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird. Als Bundesregierung setzen wir alles daran, dass die Rahmenbedingungen für solche Projekte passen. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz haben wir bereits einen wesentlichen Baustein gesetzt. Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz und die Weiterentwicklung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes schließen daran an und sollen dafür sorgen, dass solche Investitionen künftig schneller, einfacher und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können. Mein Dank gilt PÜSPÖK, der Europäischen Investitionsbank, der Erste Bank und allen Beteiligten, die mit diesem Projekt eindrucksvoll zeigen, wie Energiewende, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich zusammenspielen“, so Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Landesrat Heinrich Dorner hob abschließend „die Vorreiterrolle des Burgenlands beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hervor, der bereits seit fast 30 Jahren fester Bestandteil unserer Energiepolitik ist.“ Dorner: „Mit der Eröffnung des Super-Hybrid-Parks in Nickelsdorf wird nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit gesetzt – eine Zielsetzung, die angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen noch mehr an Bedeutung gewonnen hat und für die das Burgenland in den letzten Jahren die Schlagzahl mit einer Vielzahl an Maßnahmen noch einmal deutlich erhöht hat.“
Über die EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital-Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
Rückfragehinweise:
PÜSPÖK
Elanur Gülec, MA – Leitung Marketing & Kommunikation
+43 664 518 09 49
elanur.guelec@puespoek.at
EUROPÄISCHE INVESTITIONSBANK
Clara Wanjek-Bauer
+43 664 560 86 56
c.wanjek-bauer@ext.eib.org
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