Meldung vom 24.02.2026
Wohnen bleibt im Land ein zentrales Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Der heimische Bau- und Wohnsektor sendet jetzt nach Jahren der Zurückhaltung erstmals wieder vorsichtig positive Signale. Die aktuelle ERLUS-Studie bestätigt diese: rund jeder Dritte plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Bau- oder Wohnprojekte. Das sind rund 2,4 Millionen Menschen.[1] „Die Zahlen deuten darauf hin, dass in den kommenden Jahren gebaut, saniert und renoviert wird. Das Thema Wohnen bewegt und jeder Dritte wird sein Geld in ein Bau- und Immobilienprojekt anlegen“, sagt Guido Hörer, Prokurist und Vertriebsleitung Dach bei der ERLUS AG und ergänzt: „Nach einer längeren Phase der Zurückhaltung investieren die Menschen jetzt wieder. Allein bis 2030 sanieren oder renovieren knapp 1,4 Millionen Menschen eine bestehende Immobilie. Dies ist jedoch keineswegs nur ein bauliches Thema, sondern vermehrt auch ein wirtschaftlicher und klimapolitischer Aspekt.“ Die höchsten Kauf-, Bau- bzw. Sanierungsabsichten haben Personen unter 30 Jahren. Mehr als 710.000 Personen in dieser Altersgruppe, planen in naher Zukunft ein solches Vorhaben (43,7%). Sanierungen selbst sind vor allem im Alter zwischen 40 und 59 Jahren ein Thema (24,5%). Rund 235.000 Personen planen dem gegenüber ein Haus zu bauen, vor allem die Gruppe der unter 40-Jährigen (7%).[2]
Regionen und Lebensmodelle als Treiber der Wohninvestitionen
Der Blick in die Bundesländer zeigt regionale Unterschiede. Die Tiroler und Vorarlberger belegen Platz 1, wenn es um Bau- und Wohninvests in den nächsten Jahren geht (44%), gefolgt von den Kärntnern (38,2%) und den Wienern (33,8%). Und vor allem Alleinerziehende (41,1%), Paare mit Kindern (39,1%) und Paare ohne Kinder (30,9%) planen in den kommenden Jahren ihre Träume rund ums Wohnen zu verwirklichen.[3]
Ziegel aus Ton: bewährtes Material im Fokus
12,3% der Befragten sanieren oder erneuern in den kommenden Jahren ihr Hausdach. Vor allem die 50- bis 59-Jährigen werden dieses Vorhaben umsetzen. Die Salzburger:innen (19,7%), die Steirer:innen (17,7%) und die Niederösterreicher:innen und Burgenländer:innen (17,2%) werden neu decken.
Wenn es um die Materialien geht, dann steht der Ziegel aus Ton ganz oben. Stabilität und Sicherheit sind dafür die wichtigsten Aspekte. 24,3% der Befragten bevorzugen den Ziegel. Über alle Generationen hinweg ist der Ziegel allein oder in Kombination mit Holz das Must-have für Häuslbauer und Sanierer. Wird ein Dach errichtet, setzen die Österreicher:innen auf das traditionelle Satteldach. Knapp die Hälfte der Befragten (49,6%) deckt dieses mit Dachziegel aus Ton. Je älter die Generation, desto eher greift sie zum Dachziegel (Gen Z 33,7%, Millennials 48,4%, Gen X 53,9% und Babyboomer 63,1%). „Gerade in unsicheren Zeiten zeigt sich, dass Bauherr:innen auf bewährte Lösungen und langlebige Materialien setzen. Der Tonziegel steht für Sicherheit, Beständigkeit und Wertstabilität. Die Wetterphänomen werden weiterhin zunehmen, Dächer müssen bei Wind und Hagel einiges aushalten, auch das Thema Wärmedämmung und Energieeffizienz beim Dach ist ein großes Thema“, so Hörer weiter. Als natürlicher Baustoff überzeugt Ton durch seine hohe Widerstandsfähigkeit, seine hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften und eine Lebensdauer, die oft mehrere Generationen umfasst.[4]
Sanierung, Zubau, Erweiterung: wichtige Konjunkturfaktoren für die Hausbaubranche
Auch wenn die Bereitschaft in Investments rund um Bauen und Wohnen gegeben ist, zeigt die Studie dennoch die großen Herausforderungen: Hohe Baukosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und fehlender Bedarf bremsen nach wie vor. „Die Branche befindet sich aktuell in einer Phase der Neuorientierung. Der Neubau erlebt ein Revival seit dem zweiten Halbjahr 2025, aber vor allem zieht das Geschäft rund ums Sanieren, Umbauen und Aufstocken aus verschiedenen Gründen deutlich an. Vorrangig ist das meist überschaubarere Investitionsvolumen bei der Wohnraumerneuerung oder -erweiterung“, schließt sich auch Christian Wimberger, Geschäftsführer der WIMBERGER Gruppe, an. Diese Expertenmeinung zeigt sich auch in den Studienergebnissen: Knapp ein Fünftel (19%) der Österreicher:innen halten die schwierigen Finanzierungsbedingungen von der Realisierung eines Kauf-, Bau- bzw. Sanierungsvorhabens ab.[5]
Mehr Digitalisierung, schnellere Baubescheide …
Die WIMBERGER Gruppe ist sowohl im Gewerbe- und Privatbau als auch als Bauträger tätig. Nach wie vor kämpft man mit bürokratischen Hürden: Bis eine Einreichung bei Ausschreibungen oder ein finaler Baubescheid auf dem Tisch liegen, vergeht wertvolle Zeit für das Unternehmen. „Der Markt selbst entwickelt sich positiv, aber er braucht verbesserte Rahmenbedingungen, um das Potential voll zu entfalten. Vor allem das Thema der Bürokratie steht hier – meiner Meinung nach – ganz oben. Auch wenn bereits erste Projekte der digitalen Einreichung bei Ausschreibungen umgesetzt werden, geht dies viel zu langsam von statten. Es braucht eine wesentliche Straffung der Abläufe zwischen Sachverständigen und Vorprüfungen, damit wir nicht Monate oder gar Jahre auf einen Baubescheid warten müssen. Wir wollen bauen und auch die Gesellschaft will das – jetzt muss die Politik uns hier unterstützen, damit der Aufschwung schneller und nachhaltiger gelingt.“
… und weniger Bürokratie
Neben der Entbürokratisierung besteht auch am branchenspezifischen Arbeitsmarkt dringend Handlungsbedarf. „Das Thema Lehrlinge ist im Handwerk so wichtig wie noch nie. Unsere gesamte Branche lebt von gut ausgebildeten Fachkräften. Am Bau sind saisonale Arbeitszeitspitzen an der Tagesordnung. Mit dem aktuellen Arbeitszeitgesetzt sind unsere Ausbildner:innen häufig damit konfrontiert, dass die Lehrlinge pausieren müssen, da die maximale Tagesarbeitszeit erreicht ist. Das ist auf Dauer für niemanden vorteilhaft und kaum umzusetzen“, so der Firmenchef, der aktuell 65 Lehrlinge in zehn Lehrberufen ausbildet.
Familienunternehmen auf Erfolgskurs
Die Marktentwicklungen in der Bau- und Wohnbranche der letzten Jahre bestätigen den strategischen Kurs der WIMBERGER Gruppe. Allein im Jahr 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von insgesamt 150 Millionen Euro, alleine im Bereich der Baumeistertätigkeiten über 19 Millionen Euro. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt dabei in der umfassenden Leistungsstruktur der Unternehmensgruppe. Sämtliche Gewerke werden innerhalb der WIMBERGER Gruppe aus einer Hand angeboten, wodurch Kunden von hoher Planungssicherheit, klaren Abläufen und einer effizienten Umsetzung profitieren. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, Bauprojekte ganzheitlich zu denken und effizient umzusetzen“, führt Wimberger das für Privat- und Gewerbekunden gleichermaßen wichtige Thema aus. Die WIMBERGER Gruppe positioniert sich damit als starker Partner für nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen im Bau- und Wohnbereich.
Holz rettet Klima – der nachhaltige Beitrag von Holz bei Sanierung und Neubau
Die Zukunft der Baubranche ist definitiv der Holzbau. Dies betont klar die Initiative „Holz rettet Klima“, die von der deutschen Holzwirtschaft mit 70.000 Unternehmen und deren 650.000 Beschäftigten sowie 2 Millionen Waldbesitzern und Forstleuten getragen wird. „Es muss alternativlos werden, mit Holz zu bauen. Daher haben wir die Initiative „Holz rettet Klima“ gegründet. Wir müssen den Auswirkungen des Klimawandels etwas entgegensetzen. Unsere Vision ist es Holz und Holzprodukte in einer nachhaltigen, klimafreundlichen Zukunft zu verankern“, bekräftigt Josef Haas, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA GmbH, Teil der ELK KAMPA Group sowie Botschafter der Initiative „Holz rettet Klima“. Dass Nachhaltigkeit beim Bauen, Sanieren und Renovieren bereits eine zentrale Rolle spielt, zeigt sich darin, dass knapp 80% (78%) der Umfrageteilnehmer dies als wichtig ansehen. „Ich glaube an Häuser, die mehr sind als vier Wände und vor allem glaube ich an Materialien, die gesund sind. Auch wenn bereits viele Menschen auf Holz setzen, muss der Holzbauanteil weiter zu nehmen und dafür braucht es auch politische Initiativen und Förderungen.“ Holz speichert CO2, umgerechnet bindet 1m3 sogar 1 Tonne CO2. „Die Holzbauquote in Österreich weist im Bereich der Einfamilienhäuser (22%) und im Bereich der Landwirtschaftlichen Gebäude (43,5%) bereits deutlich in die richtige Richtung. Jedoch im mehrgeschossigen Wohnungsbau (4,4%) und im Industriebau (11,9%) besteht noch erhebliches Wachstums- und somit Klimapotenzial.[6] Und das ist für Österreich ein wichtiges Lenkungsziel, bedenken wir das Klimaziel „Netto Null in 2040“. Holz wirkt als natürlicher und unverzichtbarer CO2-Speicher, also setzen wir hier an. Österreich kann als europäischer Pionier jetzt weitere Schritte setzen, um den Klimaschutz mittels Holzbau wirksam umzusetzen, denn Österreich hat den Wald, das Know-how, die Industrie und die Menschen, die wollen!“ Holz rettet Klima – wenn wir es zulassen.
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„Neben den positiven Inflationsprognosen geben der geplante Sanierungs- Umbau und Neubauprojekte in der österreichischen Bevölkerung einen Anlass zum Optimismus - denn: wer nicht an die Zukunft glaubt, würde auch nicht in sein Heim investieren. Wir müssen jetzt alles tun, um den Weg für diese Pläne zu ebnen. Diese Bundesregierung bekennt sich daher klar zur Entbürokratisierung, weniger Bürokratie und schnellere Verfahren. Deshalb schlagen wir in unserer Novelle zur Gewerbeordnung vor, aus mehreren verschiedenen Verfahren, die für den Betrieb einer Anlage erforderlich sind - ein Verfahren – mit einer Behörde und einem Bescheid zu machen. Hier müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deregulierung zu fordern, aber nicht bereit zu sein diese umzusetzen ist zu wenig,“ so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
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Über ERLUS AG
Die ERLUS AG gehört zu den führenden Herstellern von Dachkeramik und Schornsteinsystemen in Deutschland. Das mittelständische Unternehmen produziert an den Standorten Neufahrn und Ergoldsbach (Niederbayern) sowie in Teistungen (Thüringen). Die Tondachziegel von ERLUS zeichnen sich vor allem durch Premiumqualität und hochwertiges Design aus. Gleich mehrere Dachziegel erhielten u.a. den begehrten iF Design Award. Die vom Institut Bauen und Umwelt e.V. verliehene Umwelt-Produktdeklaration (EPD) für die Dachziegelherstellung bestätigt die bereits seit Jahren gelebte Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Entwicklung und Produktion. Neben hochwertiger Dachkeramik und zukunftsorientierten Schonsteinsystemen bietet ERLUS mit Via Vento S zudem ein universelles Lüftungsnetzwerk für Einfamilienhäuser an, welches auch für Passivhäuser bestens geeignet ist.
Über die WIMBERGER Gruppe
Die WIMBERGER Gruppe ist eines der führenden Bauunternehmen in ganz Österreich und umfasst 12 eigenständige Handwerksbetriebe (WIMBERGER, WIMBERGER Gruppe, WIMBERGER Immobilien, WIMBERGER Akademie, WOW, Aust-Bau, Bayer-Bau, Bayer BWI, HOFA3, Hengster, Berthold Haustechnik, Niederleitner, Gartner Türen und Gartner Metall). Diese Bündelung von Know-how, Kapazitäten und Umsetzungskompetenz lässt das Familienunternehmen in Lasberg (OÖ) auf die unterschiedlichsten Marktanforderungen rasch reagieren. Pro Jahr werden rund 600 Bauprojekte umgesetzt. Beschäftigt sind über 730 Mitarbeiter an 18 Standorten in Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Im Jahr 2025 wurde ein Umsatz von 150 Millionen Euro erwirtschaftet.
Über ELK KAMPA Group
Die KAMPA GmbH in Süd-Deutschland, 2009 von Josef Haas gegründet, ist in den Bereichen Ein- und Zweifamilienhaus sowie im Mehrgeschossigen Wohnungs- und Objektbau tätig. Die ELK GmbH ist ein europaweit tätiger Fertighaus-Hersteller aus Niederösterreich und Marktführer in Österreich. Ergänzt wird das Portfolio durch ELK Tech als B2B-Spezialist für Holz-/Modulbau und serielle Sanierung sowie ELK Windows für innovative Fenster- und Türenlösungen. Seit der Fusion 2023 ist die ELK KAMPA Group führender Anbieter im Seriellen Holzbau, in der Seriellen Sanierung und auch im Modulbau 1.500 Mitarbeiter in fünf Ländern und eine jährliche Produktionskapazität von 1.500 Häusern im gemeinsamen Fertigungs- und Logistiknetzwerk kennzeichnen die Leistungsfähigkeit der ELK KAMPA Group für nachhaltige Bau- und Wohnlösungen.
Über „Holz rettet Klima“
Die Initiative des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR) und weiterer Verbände aus der Forstwirtschaft, der Industrie und dem Handwerk fördert den Rohstoff Holz als zentrales Element im Klimaschutz. „Holz rettet Klima“ richtet sich an die Politik, die Wirtschaft und an Verbraucher, um das Bewusstsein für die Nutzung von heimischem Holz zu stärken, den Holzbau zu fördern und klimastabile Wälder zu unterstützen. Denn Holz bindet das Kohlendioxid (CO2). Ein Kubikmeter Holz speichert rund eine Tonne CO2, was bei langfristiger Nutzung zum Beispiel als Bauholz effektiv die Atmosphäre entlastet. Holz ist natürlich, wächst nach und ersetzt energieintensive, klimaschädliche Materialien wie Stahl, Beton oder Kunststoff. Mehr Infos: https://holz-rettet-klima.de/
[1] Wohn- und Bautrends in Österreich 2026, marketagent, Dezember 2025.
[2] Wohn- und Bautrends in Österreich 2026, marketagent, Dezember 2025.
[3] Wohn- und Bautrends in Österreich 2026, marketagent, Dezember 2025.
[4] Wohn- und Bautrends in Österreich 2026, marketagent, Dezember 2025.
[5] Wohn- und Bautrends in Österreich 2026, marketagent, Dezember 2025.
[6] Statistik Austria und dem dort geführten Adress-, Gebäude- und Wohnungs-Register, AGWR