Meldung vom 30.09.2026

Hebammen stimmen neuem Eltern-Kind-Pass-Gesamtvertrag zu

Einlenken in letzter Minute bringt die Wende!

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  • Das Österreichisches Hebammengremium gibt grünes Licht für neuen Gesamtvertrag.
  • Schriftliche Zusagen von Gesundheits- und Familienministerium sowie Sozialversicherung schaffen neue Verhandlungsbasis für 2027.

Wien, 30. September 2026: Das Österreichische Hebammengremium (ÖHG) hat heute dem neuen Eltern-Kind-Pass-Hebammen-Gesamtvertrag zugestimmt. Die Entscheidung fiel buchstäblich in letzter Minute: Erst am Vorabend der außerordentlichen Hauptversammlung erhielten die Hebammen eine gemeinsame schriftliche Zusage von Gesundheitsministerium, Familienministerium und Dachverband der Sozialversicherungsträger für weiterführende Verhandlungen im Jahr 2027.

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Konkret wurden weitere Gespräche über die Tarife der Hebammenleistungen, die Einbindung der Hebammen bei künftigen Änderungen des Untersuchungsprogramms sowie über die Weiterentwicklung der zweiten Hebammenberatung zu einer vollumfänglichen Hebammenvorsorge zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche zugesichert.

„Noch vor wenigen Tagen war für uns nicht absehbar, dass es diese Bewegung geben würde. Dass Gesundheits- und Familienministerium sowie Sozialversicherung unmittelbar vor unserer Entscheidung schriftlich auf zentrale Forderungen eingehen, war ausschlaggebend dafür, dass wir dem Vertrag heute zustimmen konnten“, erklärt Lisa Rakos, Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums. Die Zustimmung der 3.000 Hebammen in Österreich sei allerdings kein Schlusspunkt, betont Rakos.

Das ÖHG werde die für 2027 zugesagten Gespräche konsequent einfordern und sich weiterhin für eine stärkere Einbindung der Hebammen in die Schwangerenvorsorge einsetzen. Das erklärte langfristige Ziel bleibt mehr Wahlfreiheit für Schwangere bei der Betreuung im Eltern-Kind-Pass.  

„Wir haben heute Ja zu einer neuen Verhandlungsbasis gesagt, nicht Ja zum Stillstand. Unser Ziel bleibt, dass Hebammen entsprechend ihrer Kompetenzen einen festen Platz in der Vorsorge gesunder Schwangerer bekommen. Die nun gemachten Zusagen sind ein wichtiger Schritt. Jetzt müssen ihnen konkrete Ergebnisse folgen“, so Rakos abschließend.

ÖHG

Das Österreichische Hebammengremium (Kammer der österreichischen Hebammen) ist eine öffentlich rechtliche Körperschaft und vertritt die beruflichen Interessen der Hebammen. Jede Hebamme, die in Österreich arbeitet, ist automatisch Mitglied des Gremiums. Das ÖHG ist die Verbindungsstelle zwischen werdenden Müttern, Ämtern, öffentlichen Institutionen, Firmen und Hebammen und hat in jedem österreichischen Bundesland eine Landesgeschäftsstelle. 

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