Meldung vom 01.04.2026

Eigentumswohnungsmarkt 2025: Mehr Wohnungsverkäufe, moderat steigende Preise

RE/MAX-ImmoSpiegel: Eigentumswohnungsmarkt 2025 auf Basis aller (!) Eintragungen im amtlichen Grundbuch

REMAX-ImmoSpiegel_Chart_WOHNUNGEN_STK_OESTERREICH_BEZIRKE 2025 © RE/MAX Austria (Abdruck bei Nennung honorarfrei)

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  • Verkaufsmengen: 576 Stück sind um +7.243 (+21,7 %) mehr als 2024, aber noch um -6.243 unter dem Zehnjahresschnitt (-13,3 %). Die Menge liegt auf dem Niveau zwischen 2014 und 2015.
  • Alle Bundesländer legen bei den Verkaufszahlen zu: zwischen +29,6 % in Vorarlberg und +4,3 % im Burgenland. Wien steigert um +24,7 %.
  • Gesamtwert: 11,91 Mrd. Euro sind um +2,39 Mrd. Euro oder +25,1 % mehr als 2024, aber auch bereits um +5,3 % mehr als der Zehnjahresdurchschnitt.
  • Alle Bundesländer steigern die Umsätze, am stärksten Wien mit +0,97 Mrd. Euro auf 4,19 Mrd. Euro. Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich, Steiermark und Salzburg liegen zwischen 1,45 und 1,03 Mrd. Euro mit Zuwachsraten zwischen 161 und 313 Mio. Euro. Die höchste Dynamik zeigen Vorarlberg (+36,4 %), die Steiermark (+31,7 %) und Wien mit +30,0 %.
  • Wohnungspreise: Sie steigen moderat um +3,1 % auf 266.583 Euro, das sind um +8.056 Euro mehr als 2024.
  • Bundesländer: Preislich vorne im Ranking liegen Vorarlberg vor Tirol, Salzburg und Wien, hinten die Steiermark und das Burgenland. Die höchsten Steigerungsraten melden Niederösterreich vor Vorarlberg und Tirol, günstiger wurde es dagegen in Kärnten und im Burgenland.
  • Teuerste Landeshauptstädte: unverändert führt Bregenz, Innsbruck überholt wieder Salzburg, Linz bleibt vor Graz.
  • Teuerste Bezirke: Die Wiener Bezirke Innere Stadt vor Wieden, Döbling, Leopoldstadt. Kitzbühel rutscht auf Rang fünf zurück, dann folgen sechs weitere Wiener Bezirke vor Feldkirch in Vorarlberg.
  • Wohnungspreisentwicklung im Fünfjahresvergleich in Österreich: sinkt von +22,0 % auf +20,7 %.
  • Der Anteil der Bauträgerprojekte am Gesamtwohnungsverkauf sinkt von 39 % (2021) über 36 % (2022), 32 % (2023) und 27 % (2024) im Jahr 2025 weiter auf 26 %.
  • Neubauwohnungen kosteten 2025 im Schnitt 351.924 Euro (+4,2 %), Bestandswohnungen 237.005 Euro (+3,1 %).
  • Ein Bestandsquadratmeter kostete 2025 im Österreichdurchschnitt 3.612 Euro, ein Neubauquadratmeter dagegen 5.375 Euro, somit um +49 % mehr (2024: +46 %).

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Amstetten, am 1. April 2026Es geht seit 2025 wieder bergauf, nachdem der Wohnungsmarkt von 50.472 (2022) auf 36.653 Einheiten 2023 eingebrochen ist. Mit 33.333 Verkäufen wurde 2024 der Rückgang verringert, im zweiten Halbjahr 2024 die Trendwende vollzogen und eine Wachstumsphase eingeläutet. 2025 wurden 40.576 Wohnungen für neue Eigentümer verbüchert. Das sind um +7.243 mehr als 2024, aber gleichzeitig noch immer um -6.243 weniger als der Zehnjahresschnitt.

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„Der Wohnungsmarkt hat sich 2025 in den meisten Regionen erfreulich entwickelt. Das Angebot war gut, die Nachfrage stärker als in den Jahren davor und die Preise haben nur leicht angezogen“, erläutert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von RE/MAX Austria. „Der positive Trend setzte sich auch in den ersten Monaten des Jahres 2026 fort. Aktuell sehen wir zwei Herausforderungen auf uns zukommen: Der Nahostkonflikt und damit zusammenhängend die steigende Inflation und Entwicklung der Zinsen sowie die Auswirkungen der zu geringen Neubautätigkeit der vergangenen drei Jahre. Deswegen ist Ende 2026, Anfang 2027 mit einer Angebotsverknappung zu rechnen und diese kann in weiterer Folge zu spürbar steigenden Preisen führen.“

Prognose übererfüllt
„Unsere RREFIX-Preisprognose für 2025, erhoben im November/Dezember 2024, lautete: +6,0 % mehr Nachfrage und +4,6 % mehr Angebot bei +1,7 % höheren Preisen. Das alles zu einem Zeitpunkt, als die Mengen noch im Fallen oder zumindest auf einem Tiefpunkt waren. 14 Monate später und vielen Unkenrufen aus der Branche zum Trotz wissen wir, dass es mengenmäßig noch besser gelaufen ist und beim Preis +3,1 % geworden sind“, resümiert Reikersdorfer über die Wohnungsmarktprognose RREFIX 2024 für 2025.

Bundesländermengen: Wien legt mehr zu als Kärnten verkauft
Sechs Bundesländer legen um ein Fünftel oder mehr zu, nur eines bleibt einstellig beim Prozentwachstum. Mit +29,6 % und +27,8 % führen prozentuell Vorarlberg und Steiermark, gefolgt von Wien (+24,7 %), Niederösterreich (+22,4 %) und Oberösterreich (+21,0 %). Tirol und Kärnten liegen mit +11,9 % und +11,8 % knapp beisammen, Burgenland hinten nach mit +4,3 %. In absoluten Zahlen führt erwartungsgemäß Wien mit einem Zuwachs um +2.362 Wohnungskäufen vor der Steiermark (+1.425) und vor Oberösterreich (+880). Insgesamt ergibt das für Wien 11.915 Kaufakte, 6.553 für die Steiermark, 5.077 für Oberösterreich und 4.563 für Gelb-Blau unter der Enns. Tirol kommt auf 4.132, Salzburg auf 3.178 und Vorarlberg auf 2.281 Transaktionen. Bleiben noch 2.244 für Kärnten und 633 für das Burgenland.

Aktuell ist noch ein guter Zeitpunkt für einen Kauf
„Noch ist ein guter Zeitpunkt für einen Kauf: Das niedrigere Zinsniveau spricht dafür und auch das Angebot ist noch gut. Doch mit dem erwartbaren Angebotsrückgang in den nächsten Monaten im Neubaubereich werden in weiterer Folge auch die Preise für Eigentumswohnungen spürbar anziehen. Auch die Befreiung von der Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr für Käufe bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro − für das dringende Wohnbedürfnis (Hauptwohnsitz) − endet mit 30. Juni 2026 schon bald. Wer Eigentum erwerben möchte, sollte also nicht länger zögern“, rät Reikersdorfer.

Wohnungspreise wachsen langsamer als die Inflation
Während die Inflation (VPI 2025) um +3,6 % gestiegen ist, haben die Wohnungspreise um +3,1 % angezogen. Damit kommen wir wie 2024 inflationsbereinigt auch 2025 eigentlich zu einer Realpreissenkung. Auch wenn der Preis real von 258.527 Euro (2024) um +8.056 Euro auf 266.583 Euro angezogen hat, so wäre der Anstieg laut VPI von 2024 auf 2025 sogar noch um +1.251 Euro höher. In den Bundesländern zeigt sich ein Auf und Ab: +5,5 % in Niederösterreich, +4,9 % in Vorarlberg und +3,9 % in Tirol und Wien. Dagegen -2,0 % im Burgenland und -1,4 % in Kärnten, jedoch ist Salzburg mit +1,6 % bereits drittletzter.

Bezirkspreise: Wien und Kitzbühel und dann lange nichts
Das Wohnungspreis-Ranking ist ein Wiener Derby mit seltenen Gästen: Platz eins bis vier geht an Innere Stadt, Wieden, Döbling und Leopoldstadt, dann der erste Gast aus Tirol – Kitzbühel. Weiter geht’s mit Währing, Alsergrund, Hietzing, Neubau, Josefstadt, Landstraße und dann erst kommt am Ende des ersten Dutzends im Westen Feldkirch. Auf Platz 13 Klagenfurt-Land als südliche Ausnahme, danach Dornbirn und noch einmal weiter in Wien mit Mariahilf, dann der geballte Westen mit Bregenz, Innsbruck, Bludenz, Salzburg-Umgebung, Innsbruck-Land, Salzburg-Stadt, Schwaz, Kufstein und Hallein auf Platz 24.

Verkaufsumsatz wie 2019
Mit 11,91 Mrd. Euro Wohnungsverkaufswert lag 2025 um +5,3 % über dem Zehnjahresmittel von 11,31 Mrd. Euro und um +25,1 % oder 2,39 Mrd. Euro über 2024, andererseits aber auch um -20,2 % unter 2021. Eine Berg- und Talfahrt also, bei der es im Moment wieder nach oben geht. Der letztjährige nationale Wohnungstransaktionswert lässt sich historisch am ehesten mit dem von 2019 vergleichen, der um -0,27 Mrd. Euro darunter lag.

Zuverlässigkeit der Berechnungen aufgrund der einzigarten Datenbasis
Die Berechnungen des RE/MAX-ImmoSpiegels basieren auf der Kaufvertragssammlung von IMMOunited. Diese wiederum besteht aus allen (!) 2025 tatsächlich in ganz Österreich verkauften und verbücherten Wohnungen. „Seit 2009 arbeiten wir nur mit der Gesamtheit aller tatsächlich verkauften Wohnungen und nicht mit irgendwelchen Stichproben und Teilmengen. Wir verwenden auch nur die tatsächlichen Verbücherungspreise und keine Angebotspreise von Online-Plattformen, von denen niemand weiß, zu welchen tatsächlichen Preisen die Wohnungen – wenn überhaupt – verkauft wurden“, stellt Mag. Anton E. Nenning, Head of Communication & Research von RE/MAX Austria klar.

Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Gründer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.

Rund +3 % Preissteigerung in allen Preissegmenten
Während 2024 die Wohnungspreise je nach Segment unterschiedlich angezogen haben, wurde 2025 im Wesentlichen die Inflation abgebildet, und zwar über alle Preisebenen gleichermaßen. Im unteren österreichweiten Preisviertel haben Wohnungen 2025 unter 160.000 Euro gekostet. Der Zuwachs bei der ersten Viertelgrenze (unteres Quartil) beträgt diesmal +5.000 Euro oder +3,2 %. In der Mitte der Preiskurve, beim Median, liegt der Preisanstieg bei +7.528 Euro und ebenfalls bei +3,2 %. Oben dagegen, an der Untergrenze zum teuersten Viertel, dem vierten Quartil, steigt der Mindestpreis um +10.313 Euro oder – aufgrund der höheren Ausgangsbasis – nur um +2,9 %.

Bundesländer: Dynamik der Preissegmente zwischen -7,3 % und +9,5 %
In den Bundesländern entwickeln sich die regionalen Preissegmente sehr differenziert: Während in der Steiermark die Obergrenze des unteren Preisviertels um +9,5 % nach oben schnellt, bricht sie beim Nachbarn Burgenland um -7,3 % ein – der einzige Rückgang österreichweit an dieser Preisgrenze. In der Mitte der Bundesländerpreiskurven, beim Median, sind es wieder das Burgenland mit -1,3 % und diesmal Tirol mit +8,3 %, die die Bandbreite markieren. An der Schwelle zum jeweils regionalen Top-Segment erstreckt sich die Range der Entwicklungen zwischen -0,8 % in Kärnten und +6,2 % in Vorarlberg.

Wohnungsgrößen konstant
Die gehandelten Wohnungsgrößen liegen in Vorarlberg um +2,6 % über dem Zehnjahresschnitt, in Oberösterreich um -1,5 % und in Salzburg um -2,0 % darunter. In allen anderen Bundesländern liegen sie auf dem Zehnjahresschnitt oder maximal um +0,9 % darüber, bundesweit sogar exakt auf dem Zehnjahresmittel von 67,8 m².

Quadratmeterpreise: Salzburg überholt Vorarlberg
Seit 2022 sind die Wiener Quadratmeterpreise im Durchschnitt die höchsten in Österreich. So auch 2025. 5.512 Euro sind um +6,5 % mehr als 2024. Salzburg folgt mit 5.040 Euro (+0,5 %) und Vorarlberg mit 5.018 Euro (+3,3 %). Am unteren Ende finden sich Oberösterreich mit 3.542 Euro/m² und +2,8 %, die Steiermark mit 2.925 Euro/m² (+4,7 %) und das Burgenland mit 2.348 Euro/m².

Erstbezug beinahe nur mehr ein Viertel
29.954 gehandelte Bestandswohnungen standen 2025 10.622 Neubauten/Generalsanierungen vom Bauträger gegenüber. Damit ist der Anteil der neuwertigen Wohnungen weiter gesunken. Von 39,0 % (2021) über 36,2 % (2022), 31,8 % (2023) und 26,8 % (2024) auf 26,2 %. „Dem Kurvenverlauf nach zu schließen, sollte die Talsohle damit erreicht sein. Wenn man die Insolvenzmeldungen in der Baubranche laufend verfolgt, kommen allerdings wieder Zweifel auf“, so Nenning.

Erstbezug kostet immer mehr
Der Erstbezugsaufschlag steigt weiter: Dass Neubauwohnungen und generalsanierte Wohnungen teurer sind als jene mit erkennbaren Spuren der Vorbewohner, versteht sich von selbst. Der Aufschlag für „neu“ auf Quadratmeterbasis hat sich allerdings im Lauf der Jahre verändert, von +31,9 % (2021) über +36,5 % (2022), +41,3 % (2023) und +46,1 % (2024) auf +48,8 % 2025. Nimmt man als Basis die ganze Wohnung, ändert sich wenig: +48,5 %.

 

WIEN

ÜBERBLICK
Im Jahr 2024 lag die Anzahl der Wohnungsverkäufe in Wien erstmals seit 11 Jahren unter 10.000. 2025 ist diese Marke mit 11.915 Vertragsabschlüssen wieder deutlich überschritten, ein Anstieg von +24,7 %. Das Niveau der Kaufmenge liegt zwischen den Jahren 2014 und 2015. Zum Zehnjahresdurchschnitt fehlen noch -12,4 % und zum Spitzenwert von 16.479 Einheiten im Ausnahmejahr 2021 noch -27,7 %. Bundesweit hat Wien die dritthöchste Steigerungsrate und liegt um +3,0 Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt. Im Mengenranking liegt die Bundeshauptstadt unangefochten auf Rang eins, der Mengenanteil am Bundeskuchen ist nach 27,4 % (2023) und 28,7 % (2024) im Jahr 2025 weiter auf 29,4 % gestiegen und damit exakt gleich groß wie 2021.

Wiens dritthöchster Umsatz: wieder über 4 Mrd. Euro
Die Mengensteigerung macht sich auch beim Umsatz bemerkbar: 4,19 Mrd. Euro Transaktionswert für Wiener Wohnungen 2025 sind im Vergleich zu den 3,22 Mrd. Euro aus 2024 um +966 Mio. Euro mehr. In Prozent ist es ein Anstieg um +30,0 %. Das ist mehr als bei der Menge, weil auch die Preise nach oben gegangen sind. Zum Höchstumsatz im Jahr 2022 liegt allerdings noch eine Differenz von -1,22 Mrd. Euro oder -22,5 %, dennoch ist es für Wien der dritthöchste seit dem Beginn der RE/MAX-Analyse 2009.

Preise sind gestiegen
316.157 Euro für eine durchschnittliche Wohnung in Wien ist der viertteuerste Preis im Bundesländervergleich. In den drei teuersten Bundesländern im Westen (Vorarlberg, Tirol, Salzburg) kosten sie zwischen rund +2.000 bis +39.000 Euro mehr. Die näher liegenden Wohnungen in Niederösterreich sind um rund -104.000 Euro und jene im Burgenland um ca. -172.000 Euro im Durchschnitt günstiger. Für die Bundeshauptstadt ist es der zweithöchste je gemessene Wohnungspreis (nach 2022) und liegt um +22,6 % über dem Zehnjahresdurchschnitt. Im Vergleich zu 2024 sind die Wohnungspreise in Wien um +11.920 Euro, also um +3,9 % angestiegen.

Unteres und oberes Preisviertel
Das billigere Viertel aller Wohnungen wechselte 2025 in Wien um weniger als 195.141 Euro die Eigentümer. Im Jahr davor kosteten sie 194.000 Euro – eine moderate Preiserhöhung um +0,6 % oder +1.141 Euro. Damit ist die Einstiegsklasse gegenüber dem Höchststand 2022 (208.000 Euro) um bis zu -12.859 Euro günstiger geworden. Im oberen Preissegment sind die Preise deutlicher gestiegen – die Untergrenze zum vierten Quartil stieg von 399.000 Euro auf 419.000 Euro, also um +20.000 Euro oder +5,0 %.

Höchster Anstieg bei den Quadratmeterpreisen
Nach einem permanenten Anstieg von 2009 bis 2022 und einem einmaligen Rückgang 2023 blieben die Quadratmeterpreise 2024 zunächst stabil. Das hat sich 2025 mit einem Anstieg von +6,5 % auf 5.512 Euro je Quadratmeter wieder geändert. Im Bundesländervergleich ist das der Höchstwert, weil in den anderen Bundesländern mit teils höheren Preisen die Wohnungen größer sind. Der Abstand zum zweitteuersten Bundesland Salzburg beträgt -472 Euro/m².

WIENER BEZIRKE IM DETAIL

Mengen: alle Bezirke mit Zuwächsen
Im Jahr 2023 konnte noch kein Wiener Bezirk einen Mengenzuwachs vermelden, 2024 lagen 12 Bezirke im Plus und 2025 konnten alle Bezirke ihre Mengen erhöhen, und das im Durchschnitt um +24,7 %. Die Innere Stadt hat 2025 unter allen Wiener Bezirken zwar mengenmäßig die wenigsten Verkäufe abgeschlossen, insgesamt 103, dafür aber die höchste Steigerung von +66,1 % vollzogen. Um mehr als die Hälfte steigern konnte sich auch Alsergrund, von 212 auf 333 Kaufakte, also um +57,1 %. Knapp unter der Hälfte liegt die Donaustadt, mit einem Mengenwachstum von +49,1 % auf 1.302 Vertragsabschlüsse, was einerseits erneut Rang eins im Mengenranking bedeutet, andererseits wieder ein vierstelliges Ergebnis nach 873 Verkäufe 2024. Stark zulegen konnten auch noch die Bezirke Wieden, nämlich um +45,7 % auf 271 Wohnungsverkäufe und Mariahilf um +44,2 % auf 235.

Sechsmal zwischen +30 % und +40 %
Den Anfang macht Margareten mit +37,9 % und 440 Kaufakten, dicht gefolgt von Ottakring mit +37,3 % und 773 Einträgen in das Grundbuch. +34,0 % waren es in der Josefstadt (142), +32,6 % im Bezirk Favoriten (1.049), der somit nach zwei Jahren Pause wieder eine vierstellige Menge vorweisen kann, +32,4 % in Rudolfsheim-Fünfhaus (503) und +31,9 % in Hernals (397). Knapp unter 30 %, aber immer noch um +5,0 Prozentpunkte über dem Wiener Durchschnitt liegt der Bezirk Liesing: +29,7 % bedeuten 402 verkaufte Eigentumswohnungen. Hietzing trifft mit +24,9 % fast exakt den Durchschnittswert und kommt auf 356 Einheiten. Die Verkaufsmenge in Währing steigerte sich um +24,1 % auf 437 und um ein Fünftel (+20,8 %) auf 516 in Meidling. Zweistellige Prozent-Steigerungen wurden außerdem in den folgenden Bezirken registriert: in Döbling mit +17,3 % und 488 Kaufakten, in der Brigittenau mit +14,9 % (508) und ex aequo mit jeweils +11,6 % in Floridsdorf (749) und in der Leopoldstadt (963).

Viermal einstelliges Prozent-Plus
Der Bezirk Landstraße erhöhte die Verkaufsmenge um +8,0 % auf 784 Vertragsabschlüsse – die vierstelligen Ergebnisse aus 2021, 2018 und 2017 bleiben damit noch in weiter Ferne. Penzing kommt mit +7,7 % auf 630 verkaufte Eigentumswohnungen und Neubau mit +4,0 % auf 208. Die geringste Dynamik – sowohl prozentual als auch nominal – verzeichnet Simmering, der Bezirk erhöhte um +1,9 % bzw. +6 auf 326 Wohnungsverkäufe.

WOHNUNGSPREISE in Wien

Wohnen in Innere Stadt wieder unter 1 Million Euro
2022 erreichte die Innere Stadt ihren bisherigen Spitzenpreis von beinahe 1,3 Mio. Euro je Wohnung. 2023 drehte sich der Wind etwas, es kam zu einem Preisabfall von -18,5 %. 2024 folgte ein erneuter Umschwung und die Wohnungspreise in Wien-Eins legten um +8,0 % auf 1,1 Mio. Euro zu. 2025 ereignete sich bereits die nächste Trendwende, denn nach 2019 und den Jahren 2021 bis 2024 fällt der erste Wiener Gemeindebezirk um -13,3 % wieder auf einen sechsstelligen Durchschnittspreis, genau sind es 984.025 Euro je Wohnung. Ein Wert, der um -2,4 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt liegt und der siebthöchste seit 2009, dem Beginn des RE/MAX-ImmoSpiegels.

Wieden nähert sich der halben Million Euro
Der zweitteuerste Bezirk 2025 ist Wieden, der Döbling ablöst. Bereits 2023 schielte der vierte Wiener Gemeindebezirk mit durchschnittlichen 491.075 Euro in Richtung der halben Euro-Million je Wohnung. 2025 sind es 494.421 Euro, gegenüber 2024 ein Anstieg von +13,7 % und so teuer wie noch nie. Mehr als 400.000 Euro zahlten Wohnungskäufer 2025 außerdem im Bezirk Döbling, wo es 455.214 Euro (+4,2 %) waren. In der Leopoldstadt war eine Wohnung durchschnittlich 409.461 Euro (+18,6 %) wert und in Währing 406.230 Euro (+10,0 %).

Stärkster Preisrückgang in Mariahilf
Knapp unter 400.000 Euro lag der Wohnungspreis im Bezirk Alsergrund: 399.926 Euro sind ein Preisanstieg um +9,9 %. Hietzing liegt mit 398.166 Euro nicht weit entfernt und erhöht um +4,9 %. Nicht viel weniger mussten Käufer in Neubau zahlen, nämlich 397.855 Euro, aber immerhin um -3,5 % weniger als 2024. Rückläufig war der Preis auch in der Josefstadt, wo die Wohnungskosten sich im Durchschnitt bei 375.805 Euro beliefen und um -12,3 % gesunken sind. Um durchschnittlich nur -322 Euro weniger zahlten Wohnungskäufer im Bezirk Landstraße, nämlich 375.483 Euro, und damit um +1,5 % mehr als 2024. Den größten prozentualen Preisrückgang verzeichnete Mariahilf: 356.320 Euro sind ein Rückgang von -17,1 %, auch die Donaustadt reduzierte den Preis auf 320.789 Euro, wenn auch moderater mit -3,8 %. Penzing und Liesing fielen 2024 bzw. 2023 unter die 300.000 Euro-Marke, was sich 2025 jedoch wieder änderte, denn beide verzeichneten positive Preisentwicklungen. In Penzing erhöhte sich der Preis auf 301.913 Euro (+3,7 %) und in Liesing auf 301.453 Euro (+2,4 %). Beide Bezirke liegen jedoch bereits unterhalb des durchschnittlichen Wohnungspreises in Wien.

Neunmal unter 300.000 Euro
Günstiger als im Wiener Durchschnitt war es 2025 neben Penzing und Liesing in neun weiteren Bezirken, wo Käufer außerdem weniger als 300.000 Euro zahlten. Angeführt wird diese Gruppe von Hernals, wo der Preis mit 292.528 Euro um +4,9 % angezogen ist. Etwas höher war der Preisanstieg in Floridsdorf mit 285.165 Euro und +6,2 %. Um -6,6 % nachgelassen hat der Preis in Margareten und landete bei 273.629 Euro. Preis-positiv sind hingegen die Bezirke Ottakring und Simmering. Ottakring kommt auf 252.250 Euro (+9,4 %) und Simmering auf 249.564 Euro (+15,1 %). Am stabilsten präsentierte sich der Bezirk Meidling, wo sich der Preis nur um +0,9 % bzw. um +2.153 Euro auf 243.999 Euro veränderte. Während es in Brigittenau mit 232.365 Euro um -3,3 % günstiger wurde, wurde in Favoriten eine typische Wohnung mit 230.716 Euro um +10,9 % teurer. Rudolfsheim-Fünfhaus zeigte sich ähnlich preisstabil wie Meidling, reduzierte nur leicht um -0,8 % auf 226.883 Euro.

Insgesamt verzeichnen sieben Bezirke ein neues Allzeithoch: Wieden, Leopoldstadt, Liesing, Hernals, Floridsdorf, Ottakring und Favoriten. In Döbling, Hietzing und Landstraße wurde der bisher zweithöchste Wohnungspreis registriert.

Quadratmeterpreise: Preissenkung im teuersten und günstigsten Bezirk
Am höchsten sind die Quadratmeterpreise 2025 mit 11.941 Euro wie gehabt im ersten Wiener Gemeindebezirk, was einem Preisrückgang von -18,9 % entspricht. Am zweitteuersten ist der Quadratmeter in Wieden, wo 2025 7.320 Euro/m² fällig waren. Die Top-3 vervollständigt die Leopoldstadt: 6.898 Euro/m² bedeuten den höchsten prozentualen Preisanstieg innerhalb Wiens von +26,5 %. Die günstigsten Quadratmeterpreise fanden sich in der Brigittenau (4.381 Euro/m²; 0,0 %), in Rudolfsheim-Fünfhaus (4.370 Euro/m²; -0,4 %) und in Simmering, wo der Preis mit -19,6 % am stärksten nachgelassen hat und bei 3.394 Euro/m² landete, günstiger war es dort 2020 und die Jahre davor.

Das günstigste Preisviertel
Wer 2025 in Wien die günstigste Eigentumswohnung im Einstiegssegment suchte, fand sie nicht wie 2023 und 2024 in Favoriten, sondern in Rudolfsheim-Fünfhaus, wo 2025 nach einem Rückgang von -5,2 % jede vierte Wohnung weniger als 142.000 Euro kostete. Auch Favoriten mit 150.719 Euro (+7,7 %) und Brigittenau mit weniger als 152.250 Euro (-3,8 %) für ein Viertel aller gehandelten Wohnungen zeigen sich als besonders preisgünstige Wohngegenden. Spürbare Preisreduzierungen im unteren Preissegment gab es in Mariahilf mit -16,6 % und maximal 205.000 Euro sowie in der Donaustadt mit -12,2 % (219.500 Euro). Zum Vergleich: Im Ersten kostete jede vierte Wohnung weniger als 540.000 Euro, eine Ersparnis gegenüber 2024 von -3,0 % oder -16.944 Euro.

Die Wiener Luxus-Wohnklasse
Von mindestens 1,7 Mio. Euro im Jahr 2024 ist der Einstiegspreis in die Oberklasse im Bezirk Innere Stadt 2025 auf mindestens 1,4 Mio. Euro (-18,9 %) gesunken und damit auf das Niveau der Jahre 2013, 2017, 2018, 2020 und 2021. Im Durchschnitt waren die Preisanstiege aller Wiener Bezirke im Qualitätssegment mit +5,0 % moderat. 16 Bezirke zeigen im oberen Preisviertel Preissteigerungen, davon sechs zweistellige, die Hälfte davon in preisgünstigen Bezirken. Ab 693.393 Euro (+25,2 %) konnten Käufer in Wieden eine Wohnung im oberen Preissegment erwerben und ab 602.500 Euro (+0,4 %) in Döbling. 551.000 Euro (+10,2 %) hat jeder vierte Käufer in eine Wohnung in Währing investiert. Mit ebenfalls mehr als einer halben Million Euro Einstiegspreis in die Oberliga war es auch den folgenden Bezirken kostspielig: 542.000 Euro (+22,4 %) in der Leopoldstadt, 540.000 Euro (+0,6 %) in Hietzing, 527.000 Euro (-3,9 %) in Neubau und 510.000 Euro (+5,6 %) in Alsergrund. Die billigsten Bezirke im jeweiligen Top-Preissegment sind Simmering (310.075 Euro;
+11,1 %), Rudolfsheim-Fünfhaus (301.500 Euro; +0,8 %) und Brigittenau (295.250 Euro; -4,8 %).                

 

Die weiteren   B U N D E S L Ä N D E R   im Detail

 

STEIERMARK

ÜBERBLICK

Zweithöchster Mengen- und Umsatzzuwachs
6.553 Eigentumswohnungen wurden 2025 in der Steiermark insgesamt verbüchert, das sind um +1.425 bzw. um +27,8 % mehr als 2024 und entspricht dem Niveau aus dem Jahr 2015. Sowohl nominal als auch prozentual ist es national der zweithöchste Anstieg. Im bundesweiten Mengenranking liegt die Grüne Mark wie gewohnt auf Rang zwei hinter Wien mit etwa einer halb so starken Menge wie die Hauptstadt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Gesamtmenge immer noch um -7,7 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt und um -23,6 % unter dem Rekord von 2021. 2024 fiel die Steiermark beim Transaktionswert mit -11,9 % erstmals seit 2015 unter die Eine-Milliarde-Euro-Grenze. 2025 macht sie diesen Verlust wieder mehr als wett und steigert sich um +313 Mio. Euro bzw. um +31,7 % auf 1,30 Mrd. Euro – auch hier ist es österreichweit nominal und prozentual die zweitstärkste Entwicklungsdynamik und der dritthöchste steirische Umsatzwert.

Wohnungspreise waren noch nie so hoch
Wer 2025 in der Steiermark eine Eigentumswohnung kaufte, zahlte typischerweise 184.438 Euro. Nur im Burgenland ist es günstiger. Der Preisanstieg von +3,7 % entspricht fast genau dem nationalen Durchschnitt von +3,1 % und beschert ein neues steirisches Allzeithoch. Auch der Preis pro Quadratmeter ist um +4,7 % angestiegen und war mit 2.925 Euro noch nie so hoch.

STEIERMARKS BEZIRKE IM DETAIL

Grazer Eigentumswohnungen erstmals über 200.000 Euro
Am Grazer Wohnungsmarkt wurden zwei- bis viermal so viele Eigentumswohnungen gehandelt wie in Salzburg, Linz, Innsbruck, Klagenfurt oder Bregenz. Das war auch 2025 so: 3.182 Verkäufe sind ein Zugewinn von +38,9 %, der dritthöchste prozentuale Anstieg unter den steirischen Bezirken. Der Mengenanteil der Stadt am Bundesland ist bei den Wohnungskäufen im Jahr 2025 mit 48,6 % gegenüber 2024 um +3,9 % gewachsen. Die Eigentumswohnungspreise in Graz lagen 2025 im Durchschnitt bei 201.041 Euro, also um +4.956 Euro oder +2,5 % über dem Niveau von 2024 und damit erstmal oberhalb der 200.000 Euro-Grenze. Ein Viertel aller 2025 gehandelten Grazer Wohnungen war zum Kaufzeitpunkt um weniger als 125.000 Euro zu haben, ein Preisanstieg von +8,5 %. Im untersten Preisquartil waren 2025 unter den Landeshauptstädten nur Eisenstadt (inkl. Umgebung und Rust) sowie St. Pölten noch günstiger.

Höchster Grazer Quadratmeterpreis
Der bisherige Spitzenpreis pro Quadratmeter lag im Jahr 2022 bei 3.246 Euro. 2025 kommt er allerdings auf 3.340 Euro, ein Anstieg um +2,9 % gegenüber 2022 und um +4,2 % gegenüber 2024. Auch mit Blick auf den Zehnjahresdurchschnitt liegt der Quadratmeterpreis 2025 um +15,2 % darüber.

Steirische Bezirke: nur drei mit Mengenminus
Während 2023 nur zwei Bezirke zulegen konnten und 2024 sechs, waren es 2025 zehn. Die stärkste positive Entwicklung vollzog der Bezirk Leibnitz, der seine Verkaufsmenge um +86,6 % auf 403 Einheiten steigern konnte. Mit einigem Abstand, aber immer noch stark mit dabei ist der Bezirk Weiz, der um die Hälfte (+50,3 %) zulegte und auf 215 Kaufakte kommt. Fast gleich stark wie die Landeshauptstadt verbesserte sich der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, nämlich um 38,8 % und nähert sich mit 426 verbücherten Einheiten wieder seinem Spitzenwert aus 2020 an (434). Auch Leoben erhöhte um +38,6 % und liegt mit 212 Verkäufen mengenmäßig knapp hinter Weiz. Zweistellige Prozentzuwächse gab es außerdem in Graz-Umgebung, dem Mengenzweiten hinter der Stadt Graz und in Voitsberg. Graz-Umgebung erhöht die Vorjahresmenge um +23,7 % auf 804 und Voitsberg um +13,6 % auf 150.

Dreimal einstelliges Plus, dreimal zweistelliges Minus
Hartberg-Fürstenfeld zählt 156 Vertragsabschlüsse im Jahr 2025 und damit um +9,1 % mehr als 2024. Positive Vorzeichen präsentierten auch Liezen (+8,2 %; 463) und Murau (+4,4 %; 71). Deutlich zurückgegangen sind die Grundbucheintragungen hingegen im Bezirk Südoststeiermark, wo um -16,4 % weniger und somit 138 Wohnungsverkäufe stattfanden. Auch der Bezirk Murtal reduzierte um -18,6 % auf 210 – dasselbe Ergebnis wie 2018. Das größte steirische Mengenminus musste 2025 Deutschlandsberg wegstecken: -29,3 % ergeben 123 Transaktionen.

Achtmal neue Preisspitzen
Seit 2021 führt Liezen das steirische Preisranking an, 2025 mit einem Durchschnittspreis von 231.468 Euro, ein Anstieg von +3,9 % gegenüber dem Vorjahr. Graz-Umgebung zeigt unter allen steirischen Bezirken mit +2,0 % die geringste Dynamik, steigert den Wohnungspreis aber dennoch um +4.159 Euro auf 211.008 Euro und bleibt der zweitteuerste Bezirk. Auf Rang drei folgt, wie bereits erwähnt, die Landeshauptstadt, dahinter reiht sich der Bezirk Leibnitz, der sich langsam, aber sicher der 200.000 Euro-Grenze nähert. 2025 waren es durchschnittlich 193.202 Euro (+13,5 %) je Wohnung. Über dem Vorjahres-Preisniveau liegt auch der Bezirk Weiz, er erhöhte um +6,5 % auf 178.448 Euro. Günstiger wurde es hingegen in Deutschlandsberg, wo Käufer im Durchschnitt 171.980 Euro (-7,9 %) zahlten.

Bruck-Mürzzuschlag wieder über, Murtal wieder unter 100.000 Euro
In Hartberg-Fürstenfeld ist der Wohnungspreis 2025 um +8,2 % auf 164.534 Euro gestiegen. Etwas geringer war der Preisanstieg im Bezirk Südoststeiermark, nämlich +6,4 % auf 153.791 Euro und +5,6 % auf 146.764 Euro in Murau. Rückläufige Preise verzeichneten Voitsberg, wo eine Eigentumswohnung 2025 123.995 Euro (-8,4 %) wert war und Leoben mit 112.970 Euro (-13,5 %). Während 2024 in Bruck-Mürzzuschlag eine Wohnung noch 90.822 Euro kostete, wurde der Preis 2025 mit 110.344 Euro (+21,5 %) wieder sechsstellig. Der Bezirk Murtal veränderte die Wohnungspreise fast gleich stark, allerdings wurde es dort um -21,3 % günstiger: 2024 lag der Preis erstmals über 100.000 Euro, 2025 sind es 79.448 Euro und historisch gesehen zwischen den Jahren 2020 und 2021 einordbar. Zusammengefasst konnten acht Bezirke neue Höchstpreise erzielen: Liezen, Graz-Umgebung, die Stadt Graz, Leibnitz, Weiz, Hartberg-Fürstenfeld, die Südoststeiermark und Murau.

Quadratmeterpreise zwischen 1.196 und 3.459 Euro
In Liezen waren die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen am höchsten (3.459/m² Euro), gefolgt von der Stadt Graz (3.340 Euro/m²) und Graz-Umgebung (3.065 Euro/m²). Die günstigsten finden sich in Bruck-Mürzzuschlag (1.789 Euro/m²), in Leoben (1.559 Euro/m²) und im Bezirk Murtal (1.196 Euro/m²).

Schnäppchen-Tipp für Steiermark-Fans
Auch die günstigsten Wohneinheiten fanden sich 2025 in den Bezirken Leoben, Bruck-Mürzzuschlag und im Murtal. Jede vierte Wohnung kostete in Leoben unter 65.824 Euro (-9,8 %), in Bruck-Mürzzuschlag unter 59.000 Euro (-1,7 %) und im Bezirk Murtal weniger als 53.270 Euro (-11,2 %). Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt lag diese erste Quartilsgrenze (unteres Viertel) bei 125.000 Euro (+8,5 %) und in Graz-Umgebung bei 150.512 Euro (+0,3 %).   

 

OBERÖSTERREICH

ÜBERBLICK

Ein Fünftel mehr Verkäufe, ein Viertel mehr Umsatz
2025 wurden in Oberösterreich 5.077 Eigentumswohnungskaufverträge abgeschlossen, ein Anstieg von +21,0 %. Weniger Verkaufsmenge war es 2023 und 2022 sowie 2014 und die Jahre davor. Oberösterreich bleibt der drittgrößte Wohnungsmarkt in Österreich hinter Wien und der Steiermark und vor Niederösterreich. Rang drei gibt es auch für den Transaktionswert, der um +24,9 % von 1,1 Mrd. Euro auf 1,3 Mrd. Euro angestiegen ist und damit um +9,1 % über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt.

Preisrekord
Der durchschnittliche Wohnungspreis in Oberösterreich lag 2025 bei 237.248 Euro, also um +2,3 % über dem Vorjahr. Dieser eher moderate Auftrieb reicht jedoch für ein neues Preishoch, das bisher mit 235.360 Euro im Jahr 2022 zu finden war. Der 2025er-Wohnungspreis liegt um +19,7 % über dem Durchschnitt der letzten Dekade. National gesehen liegt Oberösterreich im goldenen Mittelfeld – vier Bundesländer sind teurer, vier günstiger.

OBERÖSTERREICHS BEZIRKE IM DETAIL

Wohnungskäufe: Elfmal zweistellige Prozentzuwächse
2024 konnten fünf Bezirke bei der Verkaufsmenge zulegen, 2025 waren es schon 13, 11 sogar im zweistelligen Prozentbereich. Der stärkste Zuwachs mit +71,6 % war in Urfahr-Umgebung zu finden, der Bezirk registrierte 302 Einträge ins Grundbuch, mehr waren es nur von 2020 bis 2022. Kirchdorf verzeichnete 2024 das zweitstärkste Minus, 2025 allerdings mit +47,0 % das zweitstärkste Plus und landete bei 122 Verkäufen. Rund ein Drittel mehr war es in Schärding (+34,4 %; 86) und in Wels (Stadt und Land, +32,4 %; 564).

Die mengenführende Landeshauptstadt verzeichnete von 2015 bis 2023 durchgehend mehr als 1.000 Wohnungsverkäufe. 2024 folgte ein Einbruch um -27,4 % auf 956. 2025 ging es wieder bergauf, nämlich um
+28,9 % auf 1.232 Kaufakte. Ähnlich stark legten die Bezirke Steyr (Stadt und Land) und Ried im Innkreis zu: Steyr um +28,2 % auf 241 Vertragsabschlüsse und Ried im Innkreis um +27,1 % auf 197. Ähnliche Mengendynamiken verbinden außerdem die Bezirke Vöcklabruck (+19,7 %; 456 Einheiten) und Braunau (+19,1 %; 243) sowie die Bezirke Grieskirchen (+15,6 %; 156 Einheiten) und Perg (+14,6 %; 110).

Mengenminus in Eferding, Freistadt und Rohrbach
Ein positives Vorzeichen meldete 2025 zudem der Bezirk Gmunden, der um +9,2 % auf 508 Verkaufsabschlüsse erhöhen konnte. Auch Linz-Land lag 2025 mit 688 um +7,8 % über der Vorjahresmenge. Die drei verbleibenden Bezirke liegen jedoch im Minus: Eferding reduzierte um -9,7 % und liegt mit 56 Transaktionen knapp über dem Jahr 2023. Freistadt traf es mit -29,0 % schon härter (66) und Rohrbach fällt sogar um ein Drittel (-33,3 %) unter die Menge von 2024. 50 verbücherte Einheiten sind für den Bezirk dennoch das sechstbeste Mengenergebnis seit 2009, dem Beginn der RE/MAX-Analyse.

Linz hält Preis am stabilsten
2023 und 2024 war der teuerste durchschnittliche Wohnungspreis in Vöcklabruck zu finden, 2025 jedoch mit 284.161 Euro (+11,5 %) im Bezirk Urfahr-Umgebung, der bereits 2022 das Preisranking anführte. Freistadt kommt mit dem stärksten oberösterreichischen Prozentplus von +15,0 % auf 277.937 Euro je Wohnung. Gmunden folgt auf Rang drei, wo Käufer durchschnittlich 267.863 Euro für eine Wohnungen zahlen mussten, um +7,5 % mehr als 2024. Günstiger wurde es mit 265.500 Euro in Vöcklabruck, nämlich um -4,5 %, während Linz-Land um +3,3 % auf eine viertel Million Euro, genauer gesagt auf 250.961 Euro erhöhte. Am preisstabilsten präsentierte sich die Stadt Linz: Schon 2024 hat sich mit einer leichten Preisreduktion von -0,2 % unter allen Bezirken Oberösterreichs am wenigsten getan. Auch 2025 zeigt sich mit +2,2 % auf 248.956 Euro die schwächste Preisdynamik. Es folgt Eferding, der als erster der übrigen Bezirke unter dem oberösterreichischen Preisdurchschnitt von 237.248 Euro liegt. So war eine Wohnung in Eferding 2025 typischerweise 236.874 Euro wert, ein Anstieg von +5,4 % gegenüber 2024. In fünf weiteren Bezirken lagen die typischen Wohnungspreise noch über 200.000 Euro: in Ried im Innkreis mit 227.893 Euro (+14,7 %), in Rohrbach mit 216.810 Euro (-6,8 %), in Kirchdorf mit 214.764 Euro (+3,2 %), in Steyr (Stadt und Land) mit 209.839 Euro (+8,3 %) und in Wels (Stadt und Land) mit 205.152 Euro (-4,9 %).

Viermal unter 200.000 Euro
Von 2021 bis 2024 lag in Braunau der Wohnungspreis im Durchschnitt jeweils über 200.000 Euro. 2025 reduzierte der Bezirk aber um -3,3 % und kommt so auf 196.577 Euro. Schärding knackte diese Hürde einmalig im Jahr 2022, dämpfte den Preis aber 2023 und 2024 und landet 2025 bei 195.081 Euro mit +6,4 % im Vergleich zu 2024. Die Preisspitze in Perg lag mit 179.116 Euro im Jahr 2022, 2025 waren es nach wie vor unter 200.000 Euro, aber dennoch teurere 188.389 Euro (+9,7 %). Am günstigsten war es Grieskirchen: 2024 kostete dort eine Wohnung noch 201.371 Euro, ein Jahr später sind es 167.478 Euro und damit um -16,8 % weniger. 

Siebenmal Preisrekorde
Zusammengefasst gibt es in sieben der elf Bezirke mit einem Preisplus neue Allzeithochs (Urfahr-Umgebung, Freistadt, Gmunden, Linz-Land, Eferding, Ried im Innkreis und Perg). Die Bezirke Linz (Stadt), Kirchdorf, Steyr (Stadt und Land) sowie Schärding verzeichneten den zweithöchsten Wohnungspreis. Alle Bezirke liegen allerdings über den jeweiligen Zehnjahresdurchschnitt und das zwischen +2,0 % (Grieskirchen) und
+55,4 % (Rohrbach).

Schnäppchen-Tipp für Oberösterreich-Fans
Die günstigsten Wohneinheiten fanden sich 2025 in den Bezirken Grieskirchen, Perg und Schärding. Dort bezahlte jeder vierte Wohnungskäufer weniger als 103.271 Euro in Grieskirchen, höchstens 113.275 Euro in Perg und maximal 130.310 Euro in Schärding.

Top-Qualitäts- und Luxussegment
Beim gehobenen Lebensstil ist der Bezirk Freistadt führend: Mindestens 399.950 Euro (+23,0 %) bezahlten Käufer im oberen Preisviertel, mindestens 366.925 Euro (+11,5 %) in Urfahr-Umgebung und mindestens 350.000 Euro (-2,8 %) in Vöcklabruck. Die Landeshauptstadt folgt auf Rang sechs mit einem Preisminimum von 323.250 Euro und einem Rückgang um -3,1 %.

 

NIEDERÖSTERREICH

ÜBERBLICK

Wohnungsverkäufe: zwischen den Jahren 2014 und 2015
Insgesamt wurden 4.563 neue Wohnungseigentümer in das Grundbuch im Jahr 2025 eingetragen, das bedeutet erneut Rang vier unter den Bundesländern und liegt, historisch gesehen, zwischen den Werten der Jahre 2014 und 2015. Prozentual ist es ein Aufschwung um +22,4 %, was in etwa dem österreichischen Durchschnitt (+21,7 %) entspricht.

Wohnungsverkäufe: Aufwärtstrend im Wiener Umland hält an
Die sechs Bezirke rund um Wien – Mödling, Baden, Bruck/Leitha, Tulln, Korneuburg plus Gänserndorf – machten 2022 mit 3.603 Wohnungen 57,5 % der Landesstückzahl aus. 2023 ist bei diesen sechs Bezirken die Menge um -38,9 % auf 2.201 Eigentumswohnungen gesunken – und in Folge ihr Anteil am Landeskuchen auf 49,1 %. 2024 erkannten RE/MAX-Experten eine Trendwende: Gemeinsam konnten die sechs Bezirke 1.964 Wohnungsverkäufe verbüchern, was ihrem Anteil im Bundesland auf 52,7 % erhöhte. 2025 setzte sich der Positivtrend fort: 2.516 Wohnungsverkäufe in Summe erweitern ihren Anteil an der Landesmenge auf 55,1 %.

Umsatz wieder über einer Milliarde Euro
2023 musste sich Niederösterreich bei den Umsatzzahlen von der Euro-Milliarde verabschieden. Parallel zu den Wohnungsverkäufen nähert sich das Bundesland 2025 wieder alten Höhen und erzielt einen Umsatzsprung von +28,4 % auf 1,03 Mrd. Euro – historisch gesehen das Niveau von 2017 und um +1,9 % über dem Zehnjahresdurchschnitt. Im bundesweiten Umsatz-Ranking findet sich Niederösterreich auf Rang sechs wieder, zwischen Salzburg und Vorarlberg.

Wohnungspreise: moderater Anstieg, aber bundesweit am stärksten
2022 kosteten Eigentumswohnungen in Niederösterreich erstmals mehr als 200.000 Euro. Das ist auch 2025 nicht anders, allerdings stellten die RE/MAX-Experten ein neues Allzeithoch fest: 211.785 Euro sind um +5,5 % mehr als 2024 und um +2,8 % mehr gegenüber dem bisherigen Spitzenpreis aus 2022 (205.954 Euro). National ist es die stärkste positive Preisdynamik und um +2,4 Prozentpunkte über dem Österreich-Durchschnitt. Auch zum Zehnjahresdurchschnitt liegt der aktuelle Wohnungspreis um +20,2 % höher. 

NIEDERÖSTERREICHS BEZIRKE IM DETAIL

Große Marktdynamiken: siebzehnmal zweistellige Veränderungen, einmal dreistellig
Am turbulentesten ging es in Zwettl zu, wo die Verkaufsmenge 2025 um +162,5 % angestiegen ist, was allerdings auf die generell geringe Anzahl der Verkäufe zurückzuführen ist: wurden 2024 acht Kaufverträge abgeschlossen, waren es 2025 immerhin 21. Aussagekräftiger ist hingegen die Mehrmenge von +40,2 % in Baden, wo es insgesamt 593 Vertragsabschlüsse waren. Die folgenden vier Bezirke registrierten zwischen +30 % und +40 % mehr Verbücherungen: Krems (Stadt und Land) erzielte +38,5 % und damit 295 Kaufakte. In Korneuburg waren es +36,1 % (358), in Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs +35,8 % (220) und in Wr. Neustadt (Stadt und Land) +32,8 %, also 360 Verbücherungen.

Neun Bezirke zwischen +14 % und +27 %
Vier weitere Bezirke lagen 2025 bei einem prozentualen Mengenplus von rund einem Viertel. In Zahlen ausgedrückt: Bruck/Leitha steigerte die Verkaufsmenge um +26,8 % auf 379, gefolgt von Tulln mit +25,2 % (343), Gänserndorf mit +23,9 % (176) und Waidhofen/Thaya mit +23,5 % auf 42 verbücherte Objekte. Der nahezu immer mengenführende Bezirk Mödling (mit Ausnahme das Jahr 2023 als Baden an der Spitze lag) erhöhte zwar um +18,5 % auf 667 Wohnungsverkäufe, doch reicht dies „nur“ für das Niveau aus 2012 und liegt außerdem um -22,5 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt des Bezirks. Merkbar nach oben gingen die Mengen auch in St. Pölten-Land, nämlich um +17,1 % auf 240 Kaufverträge, daran anschließend finden sich die Bezirke Melk (+16,3 %; 107), Neunkirchen (+16,0 %; 210) und Gmünd (+14,8 %; 31).

Dreimal einstelliges Plus, dreimal negative Vorzeichen
Drei niederösterreichische Bezirke zeigten 2025 einstellig positive Mengenveränderungen und waren damit am stabilsten: Die Landeshauptstadt kommt auf +3,9 % und 212 neue Wohnungseigentümer, Horn auf +3,6 % und 58 und Hollabrunn schließt die Dreier-Gruppe mit +1,7 % und 61 unterzeichnete Kaufverträge. Die übrigen drei Bezirke verzeichneten größere Dynamiken, allerding im negativen Prozentbereich. Scheibbs reduzierte um -13,8 % und kommt auf 50 Transaktionen, Mistelbach fällt um -27,0 % auf 89 und Lilienfeld liegt mit -27,1 % fast gleichauf, allerdings bei 51 Kaufakten.

Preise: Plus und Minus recht ausgewogen
Der Landesdurchschnitt ergibt 2025 eine moderate Steigerung der Eigentumswohnungspreise von +5,5 %. Knapp mehr als die Hälfte – 11 der 21 Bezirke – verzeichnen dabei ein Preisplus viermal auch im zweistelligen Bereich, doch auch von den zehn Bezirken mit Preissenkungen sind vier im zweistelligen Bereich.

Am teuersten wohnen in Tulln
2016 war Tulln der teuerste Bezirk Niederösterreichs, danach beanspruchte Mödling durchgehend diesen Titel für sich. 2025 allerdings liegt Tulln mit einem Durchschnittspreis von 273.804 Euro erneut an der Preisspitze und schafft ein neues Allzeithoch. Während Tulln nämlich um +10,8 % erhöhte, blieb Mödling mit 263.939 Euro und +0,3 % bzw. +816 Euro preisstabil. Weiterhin auf Rang drei hält sich Korneuburg bei 249.239 Euro und +2,2 %.

In sechs weiteren Bezirken Preise über 200.000 Euro
In sechs weiteren Bezirken waren ebenfalls mehr als 200.000 Euro fällig: Baden kommt auf 237.967 Euro (+10,5 %), Krems (Stadt und Land) blieb preislich ebenfalls nahezu unverändert und meldete 231.100 Euro, was -0,3 % bzw. -804 Euro bedeutet, während Bruck/Leitha um +4,1 % auf 224.187 Euro erhöhte, neben Tulln ist es auch für diesen Bezirk ein neuer Preisrekord. Mistelbach kommt auf 213.645 Euro (-2,2 %) und der Bezirk Gänserndorf, wo Wohnungen zuletzt in den Jahren 2021 und 2022 mehr als 200.000 Euro wert waren, erhöhte 2025 um +8,3 % auf 209.590 Euro, wodurch es dort so teuer ist wie noch nie. St. Pölten-Land schließt die Gruppe mit 208.436 Euro ab, ein Preisabfall von -2,5 % und das dritte Mal, dass der Bezirk die 200.000-Euro-Hürde knackte.

Drei Bezirke unter 100.000 Euro pro Wohnung
Günstiger, nämlich unter 200.000 Euro waren 2025 Wohnungen in Wr. Neustadt zu bekommen, doch typische 187.204 Euro sind ein Preisanstieg von +21,6 % und somit der höchste im Bundesland. Den zweithöchsten Preisanstieg gab es in Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs, wo Eigentumswohnungen um +11,9 % auf 180.230 Euro kletterten. Beide Bezirke verzeichneten neue Preisspitzen. Mit 178.552 Euro war es in der Landeshauptstadt nicht viel günstiger und um +6,8 % teurer als 2024. Mit etwas Abstand folgt Hollabrunn, wo es mit 145.082 Euro um -21,6 % günstiger wurde, Scheibbs jedoch erhöhte wie die Stadt St. Pölten um +6,8 % und landete bei 127.797 Euro. Preisrückgänge gab es in Zwettl mit 118.560 Euro (-1,4 %) und in Melk mit 116.453 Euro (-9,2 %). Sowohl in Horn als auch Neunkirchen wurden die Eigentumswohnungspreise ab 2022 sechsstellig und blieben dies auch 2025. Doch während Horn um +5,1 % auf 107.454 Euro erhöhte, senkten sich die Preise in Neunkirchen auf 101.196 um -4,8 %.

2024 konnten Käufer nur in Gmünd eine Wohnung mit einem Durchschnittspreis unter 100.000 Euro ergattern, ein Jahr später wurden sie in drei Bezirken fündig: Waidhofen/Thaya reduzierte den Preis auf 93.634 Euro um -12,6 %. Den deutlichsten Preisnachlass fanden Wohnungssuchende in Lilienfeld, wo 91.758 Euro einen Rückgang von -32,1 % bedeuten. Gmünd bleibt Niederösterreichs Schnäppchenbezirk, dort waren durchschnittlich 71.022 Euro zu bezahlen, also um -19,0 % weniger gegenüber 2024.

Am günstigsten im nördlichen Waldviertel und im südlichen Niederösterreich
Die niederösterreichischen Schnäppchen-Wohnungen fanden sich 2025 vor allem im nördlichen Waldviertel, aber auch im Süden Niederösterreichs. Ein Viertel aller Wohnungen wurden um maximal 75.000 Euro in Lilienfeld, 72.000 Euro in Zwettl, 60.000 Euro in Neunkirchen, 54.500 Euro in Waidhofen/Thaya und um höchstens 45.000 Euro in Gmünd verkauft.

Die teuersten Wohnungen rund um Wien
Im Top-Qualitätssegment, dem obersten Preisviertel, haben die Bezirke rund um Wien die Nase vorne: Jede vierte Wohnung war den Käufern in Krems 298.750 Euro, in Baden mehr als 304.772 Euro, in Korneuburg mehr als 309.054 Euro, in Mödling mehr als 335.000 Euro und in Tulln sogar mehr als 344.701 Euro wert. 

 

TIROL

ÜBERLBICK

Verkaufsmenge und Umsatz: Erholung
Mit 4.132 Vertragsabschlüssen liegt Tirol im bundesweiten Mengenranking anhaltend auf Rang fünf und historisch gesehen auf dem Niveau von 2014. Nach 3.692 Verbücherungen im Jahr 2024 ist dies eine Verbesserung um +11,9 %, auch wenn dies um -9,8 Prozentpunkte unter dem Österreich-Durchschnitt liegt. Auch zum Tiroler Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt die Verbücherungsmenge um -18,8 % darunter. Bei der Umsatzentwicklung liegt Tirol ebenfalls mit +12,5 % um -12,6 Prozentpunkte unter dem Österreichschnitt. Dennoch: 1,45 Mrd. Euro sind nominal ein Zugewinn von +161 Mio. Euro, die zweithöchste Kaufsumme hinter Wien und der fünfthöchste Wert des Bundeslandes seit 2009. Allein zum Zehnjahresdurchschnitt fehlen noch -2,9 %.

Typischer Wohnungspreis und Quadratmeterpreis: neue Rekorde
Von 2022 bis 2024 zeigte sich der Tiroler Eigentumswohnungspreis sehr stabil, schwankte lediglich zwischen 313.000 Euro und 315.000 Euro. 2025 hebt sich der Preis um +3,9 % auf 325.539 Euro an – ein neuer Preisrekord. Salzburg erhöhte etwas weniger, weshalb Tirol – wie schon 2023 – hinter Vorarlberg wieder das Bundesland mit den im Durchschnitt zweitteuersten Wohnungen ist.   Bei den Quadratmeterpreisen ist Tirol mit 4.869 Euro/m² „nur“ das viertteuerste Bundesland, der Anstieg um +7,7 % ist bundesweit aber der höchste und liegt um +3,9 Prozentpunkte über dem Österreich-Durchschnitt, zudem wurde laut RE/MAX-Analyse noch nie ein höherer Quadratmeterpreis in Tirol registriert.

TIROLS BEZIRKE IM DETAIL

Innsbruck-Stadt, Imst und Reutte legen deutlich zu
Die Landeshauptstadt musste sich 2023 nach vielen Jahren von einer vierstelligen Verkaufsmenge verabschieden, 2024 landete sie bei 752 Verkäufen. 2025 drehte die Stadt Innsbruck aber wieder auf, steigerte sich um +44,5 % auf 1.087 Verbücherungen und holt sich damit Rang eins von Innsbruck-Land wieder zurück. Um mehr als ein Drittel nach oben gingen die Vertragsabschlüsse in Imst und in Reutte, nämlich um +36,5 % auf 269 bzw. um +35,1 % auf 100. Kufstein kann nach wie vor nicht an frühere Erfolge anschließen (2019: 895), steigerte sich aber immerhin um +5,8 % auf 588 Einheiten. Innsbruck-Land nähert sich mit +1,3 % und 963 Kaufakten nur langsam wieder einer vierstelligen Verkaufsmenge. Während in Schwaz mit +0,2 % (+1) und damit 450 Verbücherungen quasi Stillstand herrscht, wiederholt Kitzbühel tatsächlich exakt die Vorjahresmenge von 2024 und kommt auch 2025 auf 360 Kaufakte.

Zu den Mengenverlierern zählen die zwei verbleibenden Bezirke Lienz und Landeck. Lienz reduzierte um -8,2 % auf 190 Einträge ins Grundbuch und Landeck um -14,4 % auf 125. Für Landeck ist dies ein neuer Tiefstand innerhalb der letzten zehn Jahre, für Lienz der zweittiefste.

Kitzbühel-Preise: halbe Million Euro wieder in die Ferne
Kitzbühel legte 2024 zwar nur um +0,6 % zu, landete damit aber bei 494.029 Euro und damit so nah an der halben Million-Euro-Grenze wie noch nie. 2025 folgte ein Dämpfer von -17,5 %, was einen typischen Wohnungspreis von 407.631 Euro ergibt und immer noch leicht für Rang eins im Tiroler Preisranking reicht. Dennoch: Günstiger war es in Kitzbühel in den letzten fünf Jahren nicht und auch im Zehnjahresdurchschnitt liegt der Bezirk um -0,6 % leicht darunter. Teurer als in Kitzbühel ist es lediglich in den vier Wiener Bezirken Leopoldstadt, Döbling, Wieden und Innere Stadt.

Mehrheitlich Preissteigerungen
Gestiegen ist der durchschnittliche Wohnungspreis in fünf der neun Tiroler Bezirke. Darunter in der Landeshauptstadt, wo der Preis 2025 bei 344.250 Euro lag, also um +3,8 % höher als 2024. Innsbruck-Land folgt auf Rang drei im Preisranking mit 334.959 Euro und einem Plus von 7,7 %. Die höchste Preissteigerung (+16,9 %) gab es in Schwaz, wo Käufer im Durchschnitt 327.751 Euro für eine Eigentumswohnung zahlten. Mehr als 300.000 Euro waren es auch in Kufstein mit 324.409 Euro (+3,0 %) und in Landeck mit 318.941 Euro (-0,4 %). Zuletzt ging auch in Reutte der Preis nach oben: von 254.811 Euro auf 277.399 Euro, also um +8,9 %. Negative Vorzeichen gibt es hingegen noch in Imst mit 262.259 Euro (-1,7 %) und im günstigsten Bezirk Lienz mit 195.189 Euro (-8,1 %). In vier der fünf Bezirke mit Preisplus gibt es neue Preisspitzen: in Innsbruck-Land, in Schwaz, in Kufstein und in Reutte. Für die Landeshauptstadt war es der dritthöchste Preis.

Quadratmeterpreise zwischen 2.330 Euro und 6.359 Euro
In der Stadt Innsbruck waren die Quadratmeterpreise (6.359 Euro/m²) am höchsten, gefolgt von Kitzbühel (5.065 Euro/m²) und Schwaz (4.827 Euro/m²). Die günstigsten wurden laut RE/MAX-Statistik dagegen in Landeck (3.844 Euro/m²), in Reutte (3.449 Euro/m²) und in Lienz (2.330 Euro/m²) registriert.

Einstiegspreisklassen: bis zu 249.936 Euro
Im unteren Tiroler Preisquartil liegen die Preissteigerungen bei +5,5 %. Die höchste Preissteigerung gab es in Schwaz, wo jede vierte Wohnung nach einer Steigerung von +25,0 % bis zu 242.750 Euro kostete. Die stärkste Preissenkung liegt mit -11,6 % in Imst, mit einem Maximalpreis in die Einstiegsklasse von 160.000 Euro. Der höchste Quartilswert liegt allerdings in Kitzbühel mit 249.936 Euro (+4,1 %). Schnäppchenwohnungen waren aber insbesondere in Lienz mit 145.500 Euro (-8,7 %) zu finden.

Top-Qualität und Luxus: um +2,5 % teurer
Die Mindestpreise für Wohnungen im obersten Preisviertel sind 2025 im Tiroler Landesdurchschnitt um +2,5 % gestiegen. Im Detail: Jede vierte Wohnung kostete in Kitzbühel mehr als 478.750 Euro – der höchste Mindestpreis in Tirol, aber der stärkste Rückgang im Bundesland von -21,6 %. Dahinter folgt die Stadt Innsbruck mit einem Mindestpreis in das oberste Quartil von 453.274 Euro, ein Preisanstieg von +1,9 %. Den größten Preisanstieg gab es im Bezirk Schwaz mit +11,8 % auf 399.088 Euro, das günstigste Preisminimum im Qualitätssegment war aber wie gewohnt in Lienz zu orten: 245.000 Euro (-8,4 %).   

 

SALZBURG

ÜBERBLICK

Über +19 % mehr Wohnungsverkäufe und …
3.178 Wohnungsverkäufe im Bundesland Salzburg sind 2025 um +19,4 % mehr als 2024. Zwar reicht der Aufschwung, sodass Salzburg nach zwei Jahren Pause wieder mehr als 3.000 Verbücherungen verzeichnen konnte, doch liegt der Wert noch um -16,2 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

… fast +19 % mehr Umsatz
Beim abrupten Einbruch von -32,4 % fiel Salzburg 2023 erstmals nach sieben Jahren wieder unter die Euro-Milliarde. 2024 folgte ein moderater Aufschwung von +6,4 % auf 926 Mio. Euro Umsatz und 2025 hieven
+18,7 % den Umsatz wieder jenseits der Euro-Milliarde, genauer gesagt auf 1,10 Mrd. Euro. Es ist der fünfthöchste Wohnungshandelswert Österreichs, hinter der Steiermark und vor Niederösterreich und liegt um +4,4 % über dem Salzburger Zehnjahresdurchschnitt.

Wohnungspreise: teuer, aber recht stabil
Im nationalen Preisranking fällt Salzburg von Rang zwei auf Rang drei hinter Vorarlberg und Tirol, bleibt aber teurer als Wien. Wer im Bundesland Salzburg wohnen möchte, zahlte 2025 typischerweise 318.657 Euro, also um +1,6 % mehr als im Vorjahr. Zwar ist es der niedrigste Preisanstieg unter den Bundesländern, in Summe jedoch der höchste Salzburger Wohnungspreis seit Beginn des RE/MAX-ImmoSpiegels im Jahr 2009. Beim typischen Quadratmeterpreis hält Salzburg Rang zwei hinter Wien, bleibt aber mit 5.040 Euro/m² (+0,5 %) preisstabil.

SALZBURGS BEZIRKE IM DETAIL

Viermal mehr, zweimal weniger
2023 sind in allen Bezirken die Verkaufsmengen gesunken, 2024 konnten sich vier der sechs Bezirke wieder verbessern, so auch 2025.

Stadt wieder vierstellig
Die +37,0 % erzielte die Landeshauptstadt, dem anhaltend mengenstärksten Salzburger Bezirk. Insgesamt waren es 1.343 Verkäufe, wodurch die Stadt Salzburg erstmals seit 2022 wieder eine vierstellige Verkaufsmenge melden konnte. Knapp ein Drittel (+31,9 %) mehr war es im Flachgau, was 724 Kaufakte ergab. 2024 noch rückläufig, erzielte der Lungau 2025 ebenfalls ein zweistelliges Prozentplus: +11,5 % sind 68 Vertragsabschlüsse. Mit +7,1 % konnte sich diesmal auch der Pongau verbessern, er landet bei 465 verbücherten Einheiten.

Pinzgau und Tennengau deutlich zurück
2024 noch im Mengenplus, liegen der Pinzgau und der Tennengau 2025 unter den Vorjahreswerten. Der Pinzgau fällt dabei um -8,4 % auf 437 Verbücherungen zurück – das ist weniger als die Hälfte von 2021 (901). Der Tennengau mit 141 Verkäufen und einen weiteren Rückgang um -12,4 % zeigte schon fünfmal mit mehr als der doppelten Verkaufsmenge auf. Beide Bezirke hatten seit 2009 jeweils nur einmal einen schlechteren Wert.

Erstmals über 300.000 Euro im Pongau
Im Flachgau kostete 2025 eine Wohnung im Durchschnitt 337.964 Euro (+3,4 %), der Bezirk löste damit die Landeshauptstadt als teuersten Salzburger Bezirk ab. Die Stadt Salzburg reduzierte die Wohnungspreis nämlich um -3,2 % auf 328.122 Euro. Wer letztes Jahr im Tennengau eine Eigentumswohnung kaufte, zahlte so viel wie noch nie. 323.428 Euro lautete der durchschnittliche Preis, eine Steigerung von +2,8 %. Im Pongau gab es mit 307.628 Euro (+9,0 %) einen neuen Preisrekord – erstmals waren mehr als 300.000 Euro fällig. Außer der Landeshauptstadt reduzierten auch der Pinzgau und der Lungau den Wohnungspreis. Der Pinzgau meldete 289.955 Euro (-4,6 %), der Lungau 199.366 Euro (-1,3 %). 

Quadratmeterpreise im Landesdurchschnitt beinahe unverändert
Im Salzburger Durchschnitt kostete ein Wohnungs-Quadratmeter 5.040 Euro und blieb mit +0,5 % so gut wie unverändert gegenüber 2024. Über dem Preis-Durchschnitt liegt nur die Stadt Salzburg mit 5.413 Euro/m². Der Flachgau folgt mit 5.006 Euro/m² und der Pongau mit 4.809 Euro/m². Die günstigere Hälfte der sechs Bezirke führt der Tennengau mit 4.758 Euro/m². Nahezu ident ist der Quadratmeterpreis im Pinzgau: 4.748 Euro/m². Der Lungau liegt abgeschieden bei 2.875 Euro/m².

Salzburger „Schnäppchenpreise“ halten den Landesdurchschnitt
Die Preisdynamik im unteren Preisviertel lag im Landesdurchschnitt bei 0,0 % und damit seit 2023 bei 200.000 Euro. In den einzelnen Bezirken allerdings lag die Bandbreite zwischen -14,5 % und +7,7 %. Die preiswertesten Wohnungen finden sich nach wie vor im Lungau und waren 2025 maximal um 113.750 Euro und damit um -14,5 % günstiger zu erwerben als 2024. Im Pinzgau lag die Obergrenze im unteren Quartil bei 175.000 Euro (-12,5 %) und im Pongau bei 189.000 (+1,2 %). In der Stadt Salzburg waren im unteren Preisquartil noch unter 200.000 Euro (+5,3 %) zu bezahlen. Am teuersten war es im Tennengau mit bis zu 224.000 Euro (+7,7 %) und im Flachgau mit 240.000 Euro (+6,7 %) als preisliche Obergrenze in der Einstiegsklasse.

Preise im gehobenen Segment leicht gestiegen
Im Gegensatz zum unteren Preisquartil sind die Wohnungspreise im oberen Viertel nicht unverändert, sondern im Landesdurchschnitt um +2,5 % auf 420.100 Euro gestiegen. Am teuersten ist der Mindestpreis für die Top-25-%-Klasse mit 436.000 Euro (-3,1 %) in der Stadt Salzburg. Dahinter liegt der Flachgau mit 432.384 Euro (+3,1 %). Der Pongau erhöhte das Preisminimum um +12,7 % auf 420.000 Euro. 418.000 Euro sind es im Tennengau – ein Rückgang um -1,6 %. Das geringste Preisminimum innerhalb der Top-25-%-Immobilien findet sich einerseits im Pinzgau mit 392.000 Euro (-2,3 %), andererseits im Lungau mit 275.435 Euro (+8,6 %).      

VORARLBERG

ÜBERBLICK

Erholung bei der Verkaufsmenge
Seit 2022 registrierten RE/MAX-Experten in Vorarlberg einen anhaltenden Mengeneinbruch. Doch 2025 folgt mit dem bundesweit stärksten prozentualen Plus die Trendwende: 2.281 Grundbucheinträge sind eine Steigerung um +29,6 % und um +7,9 Prozentpunkte über dem Österreich-Durchschnitt, andererseits aber auch noch um -17,0 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Im Mengenranking bedeutet dies Rang sieben vor Kärnten und hinter Salzburg.

+228 Mio. Euro mehr Umsatz
Was für die Verkaufsmenge gilt, trifft 2025 auch für den Transaktionswert zu. Die Euro-Milliarde gab es bisher nur 2021 und 2022, seitdem wurde der Umsatz kontinuierlich weniger. Auch 2025 ist Vorarlberg mit 852 Mio. Euro noch ein gutes Stück von einer zehnstelligen Euro-Summe entfernt, doch gegenüber 2024, als es nur noch 624 Mio. Euro waren, ist dies ein Boom von +36,4 % − der Bundesdurchschnitt liegt bei +25,1 %. Im bundesweiten Umsatzranking bleibt das Ländle auf Rang sieben, hinter Niederösterreich und vor Kärnten.

Teuerung beim Wohnungspreis
Beim typischen Wohnungspreis geht es ebenfalls nach oben, allerdings wesentlich dezenter: +4,9 % ist dennoch der zweitstärkste Preisanstieg unter den Bundesländern und ergibt einen durchschnittlichen Kaufpreis von 355.189 Euro, der dritthöchste Preis in Vorarlberg seit 2009, dem Beginn der RE/MAX-Analyse. Die Spitzenposition beim Wohnungspreis bleibt dem westlichsten Bundesland damit erhalten, Tirol folgt mit rund -30.000 Euro Abstand auf Rang zwei.

VORARLBERGS BEZIRKE IM DETAIL

Verkaufsmengen: weniger nur in Bludenz
2023 lagen alle vier Bezirke mindestens um ein Viertel unter der Vorjahresmenge. 2024 konnten schon zwei Bezirke wieder positive Vorzeichen melden, 2025 waren es drei, davon zwei mit mehr als ein Drittel im Plus: Dornbirn steigerte seine Verbücherungszahl um +45,1 % auf 621, eine klare Trendwende gegenüber den -2,5% von 2023 zu 2024. Bregenz erhöhte ebenfalls beachtlich um +37,4 % auf 786 und Feldkirch verbesserte sich um +23,0 % auf 631. Bludenz zählte 2024 neben Feldkirch zu den Gewinnern, kann 2025 aber nicht mithalten und fällt um -1,6 % von 247 auf 243 Kaufakte.

Wohnungspreise nur in Bregenz leicht fallend
2024 war der typische Wohnungspreis in allen Vorarlberger Bezirken rückläufig, doch 2025 gehen die Preise wieder nach oben – nur in Bregenz fällt er weiter, wenn auch nur gering. 2025 war der Wohnungspreis mit 360.284 Euro (+8,1 %) in Feldkirch am höchsten – das war zuletzt im Jahr 2014 der Fall, damals noch mit 205.023 Euro. Der Spitzenpreis liegt aber nach wie vor im Jahr 2022 mit einer knappen Differenz zu 2025 von +416 Euro. Unwesentlich günstiger, nämlich um rund -3.000 Euro war es in Dornbirn mit durchschnittlichen 357.505 Euro je Wohnung (+5,9 %). In Bregenz ging, wie bereits erwähnt, der Preis nach unten, Käufer zahlten dort 354.904 Euro und ersparten sich gegenüber 2024 -0,6 % bzw. -2.250 Euro. Bludenz ist nach wie vor der günstigste Vorarlberger Bezirk, erhöhte jedoch am stärksten, um +9,3 %, auf 338.677 Euro.

Die „günstigsten“ Wohnungen
Die Höchstgrenze für das billigste Viertel beginnt 2025 bei 208.167 Euro in Bludenz und endet bei 256.000 Euro in Dornbirn. Im Landesdurchschnitt sind die Preise im günstigsten Segment um +6,2 % gestiegen.

Top-Qualität und Lage
Anders als in anderen Bundesländern, wo das obere Preisviertel auch Luxus am Wasser und am Berg abbildet, sind die Vorarlberger Top-25 % weniger Ausreißer, sondern näher am Durchschnittspreis, der allerdings der höchste im Bundesgebiet ist. So sind die Unterschiede ob am See oder an der Piste statistisch weniger erfassbar. Dornbirn beginnt den Reigen mit 450.571 Euro Mindestpreis für das obere Viertel. Feldkirch erhöht auf 479.760 Euro, Bregenz liegt mit 479.924 Euro nur knapp darüber und Bludenz endet mit 494.000 Euro als Einstiegsminimum für Top-Qualität oder Luxus. Diese Untergrenzen zum vierten Quartil sind mit Ausnahme von Bregenz, wo der Preis mit 0,0 % unverändert blieb, überall nach oben gegangen, im Landesdurchschnitt um +6,2 %.       

 

KÄRNTEN

ÜBERBLICK

Grundbucheinträge: Positive Trendumkehr – wenn auch noch verhaltener
Mit 2.244 Verbücherungen im Jahr 2025 zählt Kärnten zu den kleineren Wohnungsmärkten in Österreich. Nach einem Rückgang von -17,6 % im Jahr 2024 handelt es sich diesmal aber um eine Rückkehr mit +11,8 %. Wenngleich dies der zweitschwächste Zuwachs unter den Bundesländern ist, ist es dennoch eine deutliche Trendumkehr. Zur Orientierung: Im Zehnjahresdurchschnitt kommt Kärnten auf 2.711 Verkäufe. Da die anderen Bundesländer stärker zulegen konnten, fällt Kärnten im bundesweiten Mengenranking von Rang sechs auf Rang acht vor dem Burgenland. Die Differenz zum „Vordermann“ Vorarlberg liegt bei nur -37 Verbücherungen.

Überdurchschnittlicher Umsatz
Beim Umsatz zeigt sich ein ähnliches Bild: 579 Mio. Euro sind ein Anstieg von +10,9 %, national der zweitschwächste Prozentzuwachs und Rang acht im Umsatzranking. Aber: Für Kärnten ist es der viertbeste Umsatzwert und um +5,3 % über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Leichter Preisrückgang
2024 erzielte Kärnten beim durchschnittlichen Eigentumswohnungspreis ein neues Allzeithoch. 2025 senkte sich der Preis minimal um -1,4 % auf 230.423 Euro. Außer in Kärnten fielen nur noch im Burgenland die Wohnungspreise. Auch der Quadratmeterpreis ging um -3,4 % auf 3.784 Euro nach unten. Somit liegt das südlichste Bundesland in der goldenen Mitte: vier Bundesländer sind teurer, vier günstiger.

KÄRNTENS BEZIRKE IM DETAIL

Zwei Drittel der Bezirke im Plus
Hermagor ist aufgrund seiner geringen Verkaufsmenge recht volatil, verzeichnete mit 48 Verkäufen um +77,8 % mehr als 2024. Wolfsberg war bei den Wohnungsverkäufen 2023 und 2024 nur zweistellig, legte 2025 aber um +27,1 % auf 108 wieder zu. Seit 2022 baute Villach (Stadt und Land) Mengen ab, diesmal aber steigerte sich der Auswertungsbezirk um +17,9 % auf 660 Kaufakte. Zum Spitzenwert im Ausnahmejahr 2021 fehlen zwar noch -36,4 %, aber ein Anfang ist gemacht. Die mengenführende Landeshauptstadt zählt ebenfalls noch zu den zweistelligen Prozentgewinnern: +14,9 % ergeben 804 Einträge im Grundbuch – vierstellig war Klagenfurt von 2016 bis 2019. Registriert wurde ein Mengenplus ebenfalls in Spittal/Drau, nämlich +3,7 % (223) sowie in Feldkirchen mit +1,1 % (96). Dem positiven Landestrend entgegen stellten sich die verbleibenden drei Bezirke: Klagenfurt-Land baute Mengen ab und kommt mit -4,7 % auf 182. St. Veit/Glan reduzierte um -5,4 % auf 88 Einheiten und Völkermarkt realisierte mit 35 getätigten Vertragsabschlüssen um -14,6 % weniger als 2024.

Preise: Auf und Ab in Klagenfurt-Land
Durchschnittlich sind die Preise in Kärnten um -1,4 % gesunken. Fünf Bezirke tanzen mit Preisanstiegen jedoch aus der Reihe. Klagenfurt-Land fällt seit 2023 mit einem preislichen Auf und Ab auf: von 2022 auf 2023 ging der Preis von 309.094 Euro auf 403.663 Euro hinauf, von 2023 auf 2024 folgte hingegen ein Abfall auf 304.475 Euro. 2025 geht es mit dem stärksten prozentualen Aufschwung von +17,8 % wieder auf 358.768 Euro aufwärts. Die Stadt Klagenfurt bewegte sich in derselben Zeitspanne zwischen rund 213.000 Euro und 238.000 Euro, genau waren es 2025 im Schnitt 238.184 Euro und damit +4,4 % gegenüber dem Vorjahr – ein neuer Rekordpreis.

Käufer sparten 2025 in Spittal/Drau am meisten
In Villach (Stadt und Land) zahlten Käufer 233.858 Euro für eine Wohnung und damit um -9,8 % weniger. Sowohl prozentual als auch nominal konnten sich Wohnungssuchende in Spittal/Drau am meisten sparen: 219.396 Euro war dort eine Wohnung im Durchschnitt wert, das sind um -11,8 % bzw. um -29.293 Euro weniger als 2024. Auch Feldkirchen ging mit dem Preis auf 201.999 Euro um -5,4 % hinunter. Positive Vorzeichen bei der Wohnungspreisentwicklung errechneten die RE/MAX-Experten in Hermagor, wo der typische Wohnungspreis um +10,3 % auf 197.547 Euro gestiegen ist. Teurer wurde es auch in Völkermarkt mit 186.926 Euro (+15,9 %). Wolfsberg senkte den Wohnungspreis um -6,3 % auf 172.091 Euro. St. Veit erreichte mit 128.507 Euro je Wohnung ein Preisplus von 15,6 % und somit einen neuen Spitzenpreis.

Kärntner Quadratmeterpreis
Der durchschnittliche Kärntner Quadratmeterpreis lag 2025 bei 3.784 Euro, also -3,4 % unter jenem von 2024. Am teuersten ist er im Bezirk Klagenfurt-Land mit 5.484 Euro/m² (+24,3 %), dahinter folgt Villach (Stadt und Land), wo sich der Preis pro Quadratmeter um -7,4 % auf 3.916 Euro ein wenig beruhigt hat und wieder unter 4.000 Euro rutscht. Die günstigsten Quadratmeterpreise waren in Hermagor (2.489 Euro/m²) und in St. Veit (1.909 Euro/m²) zu finden.

Schnäppchen und …
Jede vierte gehandelte Wohnung war 2025 in Wolfsberg billiger als 102.866 Euro, in Völkermarkt unter 96.000 Euro und in St. Veit billiger als 83.629 Euro. Sogar in Klagenfurt-Land, den bei den Schnäppchen teuersten Kärntner Bezirk, bleibt man immer noch unter 170.500 Euro.

… gehobene Ansprüche im südlichsten Bundesland
Dagegen lagen die Mindestpreise für das oberste Preisviertel in St. Veit bei günstigen 183.500 Euro, in Wolfsberg schon bei 235.000 Euro und in Hermagor bei 253.500 Euro. In den Top-Drei-Bezirken startete das oberste Preisviertel erst bei über 300.000 Euro. So in Villach bei 315.100 Euro (-6,2 %), in der Landeshauptstadt bei 320.000 Euro (+1,6 %) und im Bezirk Klagenfurt-Land gar erst bei 471.775 Euro (+15,1 %).  

 

BURGENLAND

ÜBERBLICK

Leichte Zuwächse bei Mengen und Umsatz
Wie gewohnt findet sich das Burgenland auch 2025 auf Rang neun beim bundesweiten Verkaufsmengen-Ranking. Mit 633 Transaktionen beträgt die Differenz zum „Vordermann“ Kärnten -1.611 Verbücherungen. Unter allen Bundesländern zeigt das Burgenland die geringste Mengendynamik, liegt mit +4,3 % aber dennoch ebenfalls im Plus. Auch liegt die Transaktionsmenge ziemlich genau beim burgenländischen Zehnjahresdurchschnitt von 638 Einheiten (-0,8 %).

Auch der Umsatz geht national am geringsten nach oben, nämlich um +1,1 % von 97 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro, jedoch: hier liegt das Burgenland um gute +20,9 % über dem Bundesland-Durchschnitt der letzten zehn Jahre und stellt den dritthöchsten Umsatzwert nach den Ausnahmejahren 2021 und 2022 dar.

Stärkste Preissenkung
2024 erhöhte sich der typische Wohnungspreis im Burgenland bundesweit am meisten (+20,5 %). 2025 aber drehte sich der Wind und der Kaufpreis pro Wohnung reduziert sich auf 144.377 Euro – das sind zwar „nur“ -2,0 % weniger, aber neben Kärnten (-1,4 %) der einzige Preisrückgang in Österreich. Historisch betrachtet liegt der Wohnungspreis zwischen den Jahren 2022 und 2024 und um +25,6 % über dem burgenländischen Zehnjahresdurchschnitt (114.978 Euro). Zum zweitgünstigsten Bundesland, der Steiermark, erhöht sich die Differenz von 30.616 Euro auf 40.060 Euro.

BURGENLANDS BEZIRKE IM DETAIL

Mehrheitlicher Mengenzuwachs
2024 ist nur der Mattersburger und Oberwarter Wohnungsmarkt gewachsen. Im Folgejahr 2025 konnten vier Bezirke zulegen. Allen voran Oberpullendorf. Der Bezirk erhöhte gegenüber 2024 um ein Drittel (+33,3 %) auf 24 Vertragsabschlüsse. Auch Neusiedl am See steigerte die Menge und kommt um +26,0 % auf 160 Verbücherungen und damit auf das Niveau von 2020. Über den Vorjahreswerten liegen außerdem Güssing (+12,0 %; 28) und Oberwart (+2,0 %; 102). An Menge verloren haben hingegen Mattersburg um -4,0 % auf 96 und die Landeshauptstadt inkl. Rust und Umgebung um -4,2 % auf 205, was aber immer noch die höchste Auswertungsbezirksmenge im Burgenland darstellt. In Jennersdorf wurden 18 Transaktionen durchgeführt, ein Rückgang um -5 (-21,7 %).

Wieder nur Güssing unter 100.000 Euro
In Eisenstadt sind 2025 nicht nur die Verkäufe, sondern auch die Preise zurückgegangen, genauer gesagt um -4,1 % auf 173.345 Euro. Nichtsdestotrotz ist es der bisher zweithöchste Preis der Landeshauptstadt. Am zweitteuersten war es in Neusiedl am See mit 152.690 Euro, ein Preisabfall von -11,4 %, der stärkste im Bundesland. Einen Preisabfall gab es auch in Mattersburg um -6,5 % auf 127.603 Euro. Oberwart und Jennersdorf liegen preislich nahezu gleichauf. Während Oberwart aber um +12,8 % auf 125.377 Euro erhöhte, stieg der Preis in Jennersdorf um +37,3 % auf 125.301 Euro. Für beide Bezirke ist es neuer Spitzenpreis. Ebenfalls zweistellig im Plus ist Oberpullendorf, und zwar um +16,9 % auf 108.708 Euro. Damit zahlten Käufer nur noch in Güssing weniger als 100.000 Euro – das war davor nur 2022 der Fall. Mit 90.237 Euro für eine Eigentumswohnung präsentiert sich Güssing sehr preisstabil gegenüber 2024, denn dies entspricht einer Reduktion von milden -0,6 % bzw. -561 Euro.

Schnäppchen unter Schnäppchen
Wer unter den an sich schon günstigen Wohnungen im Burgenland noch die allergünstigsten sucht, wird besonders im Bezirk Oberwart fündig: 66.080 Euro (-17,8 %) oder weniger waren dort im Jahr 2025 für jede vierte Wohnung zu bezahlen. Nicht viel mehr war es in Güssing, nämlich 68.375 Euro, aber auch Oberpullendorf ist mit 77.475 Euro Maximalpreis im unteren Preisviertel noch eine gute Empfehlung. 

Zahlen, Tabellen und Grafiken finden Sie auch unter: www.remax.at/de/presse/presseaussendungen

Honorarfreie Pressefotos finden Sie auch unter: www.remax.at/de/presse/downloads-und-bilder

     

REMAX
Über RE/MAX
Derzeit sind in Österreich rund 620 Maklerinnen und Makler, verteilt auf über 120 Büros in allen neun Bundesländern, für RE/MAX tätig. Das Unternehmen ist Marktführer und zugleich die bekannteste Immobilienmakler-Marke Österreichs, sowohl bei spontaner als auch gestützter Bekanntheit. Weltweit gehört RE/MAX zu den bekanntesten Marken der Branche: Über 144.000 Maklerinnen und Makler arbeiten in mehr als 9.000 Büros in über 110 Ländern.

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