Meldung vom 09.10.2026

Die Zukunft des Schimpansenschutzes

Internationale Führung des Jane Goodall Institute kommt in Baden zusammen

Christina Meinl, Co-Vorsitzende JGI Global Board, und Jane Goodall © Wirlphoto (Abdruck bei Nennung honorarfrei)

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Baden, 09.10.2026. Verantwortliche aus 35 Ländern treffen sich vom 10. bis 13. Oktober in Baden bei Wien zum Global Work Meeting des Jane Goodall Institute. Im Mittelpunkt steht die internationale Weiterentwicklung der Organisation, der Schutz von Schimpansen und ihren Lebensräumen sowie die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre.

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Verantwortliche aus 35 Ländern kommen vom 10. bis 13. Oktober in Baden zusammen, um gemeinsame strategische Schwerpunkte für die Zukunft des Jane Goodall Institute (JGI) zu diskutieren und die internationale Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Das Global Work Meeting findet rund ein Jahr nach dem Tod der Institutsgründerin und prägenden Leitfigur Dr. Jane Goodall statt. Das Treffen macht dabei sichtbar, wie die von ihr begründete Mission heute von einer internationalen Organisation weitergetragen und weiterentwickelt wird. „Eine Mission lebt nicht davon, dass man über sie spricht, sondern davon, dass man Verantwortung für sie übernimmt und zwar jeden Tag. Genau das tun wir heute gemeinsam in 35 Ländern: Wir führen Jane Goodalls Vision weiter und entwickeln sie für die Zukunft“, sagt Christina Meinl, Co-Vorsitzende JGI Global Board.

Eine internationale Organisation mit wachsender Präsenz
Das Jane Goodall Institute verfügt heute über 30 Büros weltweit. Seit 2020 sind fünf Länder hinzugekommen. Darüber hinaus ist das Kinder- und Jugendprogramm Roots & Shoots in 65 Ländern aktiv. Insgesamt arbeiten mehr als 400 Angestellte weltweit für das JGI, davon zehn in Österreich. Unterstützt wird die Arbeit von mehr als 1.600 Volunteers weltweit.

Diese Entwicklung zeigt die zunehmende internationale Verankerung der Organisation. Das Global Work Meeting bringt Vertreterinnen und Vertreter dieser internationalen Struktur zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Prioritäten zu definieren und die langfristige Arbeit für Schimpansen, ihre Lebensräume und den Schutz der Artenvielfalt weiterzuentwickeln.

Schutz von Schimpansen und ihren Lebensräumen
Ein zentraler Bestandteil der internationalen Arbeit des Jane Goodall Institute ist der Schutz wildlebender Schimpansen und ihrer Lebensräume in Afrika. Aktuelle Programme und Projekte bestehen unter anderem in:

  • Südafrika
  • Senegal
  • Uganda
  • Tansania
  • Ruanda
  • Republik Kongo
  • Demokratische Republik Kongo

Die Arbeit verbindet Naturschutzmaßnahmen vor Ort mit wissenschaftlicher Forschung, der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sowie Bemühungen, die Kompetenzen von Menschen und Gemeinschaften zu stärken, damit diese zum langfristigen Schutz von Natur und Lebensräumen beitragen und dabei eine führende Rolle übernehmen können. Die strategische Ausrichtung der Organisation für die kommenden Jahre legt einen besonderen Schwerpunkt auf den langfristigen Schutz von Lebensräumen, wissenschaftlich fundierten Artenschutz, die Stärkung lokaler und afrikanischer Expertise sowie auf Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit. „Der Schutz von Schimpansen beginnt nicht im Wald. Er beginnt bei den Menschen, die gemeinsam mit den Schimpansen und in deren Lebensraum leben. Deshalb verbinden wir in Uganda den Schutz von Schimpansen und der biologischen Vielfalt mit Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Landnutzung, zur Sicherung der Ernährung und der Wasserversorgung sowie zur Stärkung der Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaften. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Jane Goodall Institut in Österreich und den USA sowie mit unseren internationalen Partnern tauschen wir Wissen und Erfahrungen aus und entwickeln langfristige Lösungen. Dieser ganzheitliche Ansatz ist entscheidend für einen langfristig erfolgreichen Naturschutz“, sagt James Byamukama, Geschäftsführer des JGI Uganda.

Forschung und Schutz gemeinsam denken
Jane Goodalls ursprünglicher Forschungsansatz hat die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Schimpansen maßgeblich geprägt. Heute verbindet das Institut Forschung und praktischen Artenschutz miteinander. Die internationale Zusammenarbeit trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Schutzmaßnahmen zu überführen und gleichzeitig Erfahrungen aus der Praxis für die weitere Forschung nutzbar zu machen.

Das Global Work Meeting bietet dafür eine Plattform: Verantwortliche aus verschiedenen Ländern und Fachbereichen bringen ihre Erfahrungen zusammen und arbeiten an gemeinsamen strategischen Prioritäten, die auch die Menschen vor Ort in den Projektländern einbinden. „Jane Goodalls Vision war schon immer ganzheitlich: Menschen, Gemeinschaften und Ökosysteme sind untrennbar miteinander verbunden. Unser gemeinschaftsbasierter Naturschutzansatz unterstützt die Menschen dabei, Entscheidungen zu Naturschutz und Entwicklung in ihrem eigenen Umfeld selbst voranzutreiben, und schafft so die Grundlage für dauerhaften Naturschutz. Naturschutzerfolge sind dann von Dauer, wenn die Menschen zu Gestaltern ihrer eigenen Zukunft werden“, sagt Alice Macharia, Vizepräsidentin für Afrika-Programme bei JGI USA.

Eine Mission, viele Länder, gemeinsame Verantwortung
Die internationale Struktur des JGI ist Ausdruck einer Entwicklung, die über einzelne Personen hinausgeht. Die Mission für den Schutz von Schimpansen und ihrer Lebensräume wird heute von Mitarbeitenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, lokalen Partnern, Volunteers und Unterstützer:innen in zahlreichen Ländern getragen. Das Global Work Meeting in Baden steht damit auch für die nächste Phase der Organisation: Die Mission von Jane Goodall wird fortgeführt und zugleich an die Herausforderungen der Zukunft angepasst. „Wir nehmen aus diesen Tagen nicht nur gemeinsame Ziele mit, sondern vor allem die Verantwortung, sie auch umzusetzen. Österreich ist Gastgeber dieses Treffens aber die Zukunft der Mission gestalten wir gemeinsam. Was hier diskutiert und beschlossen wird, entfaltet in unseren Programmen, in unserer Forschung und in unserer täglichen Arbeit seine Wirkung“, sagt Doris Dienst-Schreyvogel, Co-Geschäftsführerin JGI Austria.


Über das Jane Goodall Institute
Das Jane Goodall Institute wurde 1977 von Dr. Jane Goodall gegründet und setzt sich weltweit für den Schutz von Schimpansen und ihrer Lebensräume, wissenschaftliche Forschung, Naturschutz und Umweltbildung ein.
Das JGI verfügt heute über mehr als 30 Büros weltweit und ist darüber hinaus über das Programm Roots & Shoots in 65 Ländern aktiv. Mehr als 400 Mitarbeitende und über 1.600 Volunteers unterstützen die Arbeit der Organisation. In Österreich ist das Jane Goodall Institute mit einem eigenen Chapter vertreten und beschäftigt zehn Mitarbeitende.

Über das Jane Goodall Institute Austria
Das Jane Goodall Institute Austria (JGI Austria) ist eine in Wien ansässige Naturschutzorganisation und Teil des internationalen Jane-Goodall-Netzwerks. Ziel der Arbeit ist der Schutz von Schimpansen und der Erhalt der Artenvielfalt durch ganzheitliche Naturschutzprojekte, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbinden. Seit 2003 setzt das JGI Austria Schutzprogramme für Schimpansen und ihre Lebensräume sowie Bildungsprojekte in Uganda, Südafrika, Tansania, der Republik Kongo und im Senegal um. Mit dem Jugend- und Bildungsprogramm Roots & Shoots fördert das Institut darüber hinaus in Österreich einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur.

 

Kontakt:
Mag.a Nikola Reiner-Rautek
Jane Goodall Institute Austria
Zinckgasse 20-22 | 1150 Wien
T: +43 676 9377557
E: nikola.reiner-rautek@janegoodall.at
http://www.janegoodall.at

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Bilder (4)

Christina Meinl, Co-Vorsitzende JGI Global Board, und Jane Goodall
2 000 x 1 333 © Wirlphoto (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
James Byamukama_Geschäftsführer des JGI Uganda
1 333 x 2 000 © Lennart JGI Uganda (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
Doris Dienst-Schreyvogel_Co-Geschäftsführerin JGI Austria
2 000 x 1 333 © Daniela Matejschek (Abdruck bei Nennung honorarfrei)
Alice Macharia_Vizepräsidentin für Afrika-Programme bei JGI USA
3 000 x 2 000 © Eric Guzzetta the Jane Goodall Institute (Abdruck bei Nennung honorarfrei)



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