Meldung vom 19.03.2025
Inhalt/Gliederung:Der RE/MAX-ImmoSpiegel enthält Zahlen, Daten und Fakten für Gesamtösterreich, jedes Bundesland und jeden einzelnen Bezirk in folgender Reihenfolge:
1. Zahlen-Highlights: Österreich, Bundesländer, Bezirke, Strukturveränderungen
2. Gesamtmarkt Gesamtösterreich: Fakten, Einschätzung, Ausblick
3. Immobilientypen im Vergleich
4. Bundesländer im Überblick und direktem Vergleich
5. Bundesländer- und Bezirks-Detaildaten sortiert nach Anzahl der Verbücherungen
1. ZAHLEN-HIGHLIGHTS
Österreich:
- Die Zahl der Verbücherungen liegt 2024 mit 100.854 Stück unter der Menge von 2023. Allerdings hat sich der Rückgang um zwei Drittel eingebremst, von -25,3 % auf -7,8 %. Zum Rekordjahr 2021 fehlen -62.412 Immobilienverbücherungen.
- Der Verbücherungswert sank von 2023 auf 2024 um weitere -2,54 Mrd. Euro auf 28,77 Mrd. Euro. Auch hier der Rückgang „nur“ mehr -8,1 %, nach -28,9 % im Jahr davor. Wertmäßig war 2022 das All-Time-High. Davon trennen uns 15,24 Mrd. Euro. Historisch betrachtet befand sich der Immobilienmarkt 2024 knapp über jenem von 2017.
Bundesländer:
- Fast alle Bundesländer liegen bei den Verkaufsmengen und Verkaufswerten im Minus – nur Salzburg schafft ein Plus.
- Während der Rückgang auf Bundesländerebene 2023 noch bis -35,9 % reichte, liegt das Bundesland mit dem größten Minus 2024 nur -17,9 % zurück, dazwischen finden sich zwei Bundesländer mit -11 %, drei mit -8 % und zwei mit -1 % und eins sogar im Plus.
- Wertmäßig reicht die Bandbreite beim Rückgang von -1,8 % bis -19,4 %. Im Jahr 2023 lag sie noch zwischen -16,0 % und -41,4 %.
- Wien: stabilisiert sich nach 7,79 Mrd. Euro im Jahr 2023 bei 7,58 Mrd. Euro im Jahr 2024. Auf die 13,30 Mrd. Euro aus 2022 fehlen jedoch 5,72 Mrd. Euro Immobilienwert.
- Stärkste Städte (Top 5) nach Anzahl der Verbücherungen/Veränderung 2024/2023
1. Graz 3.754 Stk. -20,4 %
2. Salzburg 1.730 Stk. -3,3 %
3. Linz 1.697 Stk. -16,7 %
4. Klagenfurt 1.418 Stk. -18,2 %
5. Innsbruck 1.265 Stk. -21,2 %
- Stärkste Landbezirke (Top 10) nach Anzahl der Verbücherungen/Veränderung 2024/2023
1. Innsbruck-Land 2.250 Stk. +5,6 %
2. Graz-Umgebung 2.197 Stk. -9,6 %
3. Salzburg-Umgebung 1.894 Stk. -3,0 %
4. Villach (Stadt + Land) 1.848 Stk. -22,1 %
5. Linz-Land 1.817 Stk. -17,6 %
6. Baden 1.666 Stk. -17,4 %
7. Gänserndorf 1.628 Stk. +2,1 %
8. Bregenz 1.606 Stk. -2,5 %
9. Mödling 1.554 Stk. +0,5 %
10. Vöcklabruck 1.503 Stk. -24,5 %
- Stärkste Landbezirke (Top 10) nach Verkaufswert: 2024/2023
1. Kitzbühel 751 Mio. Euro -20,6 %
2. Innsbruck-Land 694 Mio. Euro -3,8 %
3. Salzburg-Umgebung 630 Mio. Euro -8,7 %
4. Mödling 551 Mio. Euro -2,1 %
5. Linz-Land 537 Mio. Euro +4,1 %
6. Bregenz 522 Mio. Euro -9,9 %
7. Kufstein 463 Mio. Euro -2,7 %
8. Zell/See 460 Mio. Euro -11,0 %
9. Feldkirch 437 Mio. Euro -9,7 %
10. Vöcklabruck 416 Mio. Euro -14,7 %
- Top-Bezirke Wien (Top 5) nach Anzahl der Verbücherungen 2024/2023
1. Donaustadt 2.174 Stk. -9,5 %
2. Floridsdorf 1.507 Stk. -14,1 %
3. Favoriten 1.220 Stk. +1,6 %
4. Leopoldstadt 1.176 Stk. -1,8 %
5. Landstraße 1.101 Stk. -6,9 %
- Top-Bezirke Wien (Top 5) nach Verkaufswert 2024/2023
1. Donaustadt 822 Mio. Euro -26,3 %
2. Landstraße 705 Mio. Euro +26,2 %
3. Leopoldstadt 518 Mio. Euro +13,4 %
4. Innere Stadt 463 Mio. Euro +6,2 %
5. Floridsdorf 429 Mio. Euro -3,9 %
- Strukturveränderungen um mehr als 500 Stk. 2024/2023
gesamt: -8.558 -7,8 %
davon:
Einfamilienhäuser +1.591 +19,4 %
Wohnungen -3.320 -9,1 %
PKW-Abstellplätze -2.307 -13,0 %
Grundstücke -2.430 -11,7 %
Hotel/Pensionen -549
*)
- Verkaufswertveränderungen um mehr als +/- 100 Mio. Euro 2024/2023
gesamt: -2,54 Mrd. Euro -8,1 %
davon:
Einfamilienhäuser +597 Mio. Euro +18,2 %
Gebäude +181 Mio. Euro +3,9 %
Hotelapartments +144 Mio. Euro *)
Hausanteile +110 Mio. Euro +31,0 %
Grundstücke -892 Mio. Euro -20,9 %
Wohnungen -853 Mio. Euro -8,2 %
Hotel/Pensionen -518 Mio. Euro
*) Bürogebäude -273 Mio. Euro -32,4 %
Wald -149 Mio. Euro -45,0 %
Dachgeschoßwhg. -149 Mio. Euro -15,0 %
Landwirtschaften -143 Mio Euro -44,4 %
Geschäftslokale -129 Mio. Euro -30,3 %
*) Trennung von Hotelappartments und Hotel/Beherbergungsgebäude ab 2024 2. GESAMTMARKT: FAKTEN, EINSCHÄTZUNGEN, AUSBLICKIm Jahr 2024 liegt der österreichischen Immobilienmarkt mengenmäßig zwischen jenen der Jahre 2014 und 2015. Ein Jahrzehnt positiver Entwicklung hat sich in nichts aufgelöst. 2024 weist die RE/MAX-Statistik 100.854 verbücherte Objekte aus. Das sind um -8.558 weniger als 2023 (-7,8 %), und um -62.412 weniger als 2021 (-38,2 %). Die schlechte Nachricht: Es ging 2024 noch einmal talwärts, die gute: Nicht überall und wo doch, dann bei weitem nicht mehr so schnell wie zuvor: Nach -25,3 % von 2022 auf 2023 klingen -7,8 % schon nach Erholung.
Die
Ursachen für den Einbruch am Immobilienmarkt seit 2021 sind bekannt: Verunsicherung aufgrund der Inflation durch die Lieferkettenprobleme während und nach Corona, dann der Kriegsschock, die Energiepreissteigerungen und die massiven Kreditzinserhöhungen durch die EZB zur Inflationsbekämpfung und nicht zuletzt, als der Abschwung ohnedies schon voll in Gange war, die in dem Ausmaß hausgemachte Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung). Mittlerweile sind die Energiepreise wieder zurückgegangen, ebenso die Inflation und die Kreditzinsen – zwar nicht auf das Niveau von vor Corona aber erheblich unter die Spitzenwerte.
Die
Aussichten: Die rückläufigen Zinsen, die niedrigere Inflation und die temporären Befreiungen von den Gebühren für die Eintragung von Eigentumsrecht und Pfandrecht im Grundbuch, wie auch gewisse psychologische Gewöhnungseffekte haben die negative Entwicklung zuletzt gebremst, von einer nachhaltigen Erholung des heimischen Immobilienmarktes kann aber noch keine Rede sein.
„Das Ende der KIM-Verordnung mit Ende Juni 2025 nährte die Hoffnung auf spürbare Verbesserung bei der Finanzierung von Immobilien. Allerdings hat das Finanzmarktstabilitätsgremium am 26. Februar 2025 eine Leitlinie für die Banken für die Vergabe von Immobilienfinanzierungen beschlossen. Diese Leitlinien entsprechen den Kriterien wie sie in der KIM-Verordnung erlassen wurden. Es werden weiterhin starr eine Beleihungsquote von maximal 90 %, eine Schuldendienstquote von maximal 40 % und eine Laufzeit von maximal 35 Jahren zwar nicht mehr verordnet, aber immer noch dringend empfohlen“, erläutert der Managing Director von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer.
„Wie bisher würde auch weiterhin eine Haushaltsrechnung, die eine höhere individuelle Leistbarkeit – zum Beispiel aufgrund des verfügbaren freien Einkommens – beweist, in der Regel keine Berücksichtigung finden. Diese Vorgehensweise lässt befürchten, dass es kaum Verbesserungen für die Konsumenten bei der Kreditvergabe geben wird. Dies ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung.“ „Irgendjemand wird auf jeden Fall enttäuscht sein, entweder das Gremium, weil sein Rat nicht befolgt wird, oder die Konsumenten, weil sich ihre Kreditvergabesituation nicht wie angekündigt und erwartet verbessert“, prognostiziert Mag. Anton Nenning, RE/MAX Austria Head of Research.
Die Ankündigung eines bundeseinheitlichen Wohnbaukreditprogramms für junge Menschen ist auf jeden Fall zu begrüßen.
„Die Schaffung von Eigentum während der Berufszeit muss unbedingt gefördert werden – Eigentum bedeutet mehr frei verfügbares Einkommen in der Pension und schützt gleichzeitig vor Altersarmut. Jetzt gilt es abzuwarten, wann und in welcher Form die Ankündigung der Regierung auch tatsächlich umgesetzt wird“, meint Reikersdorfer. Es muss allerdings im gleichen Atemzug auch dringend in die
Schaffung von neuem Wohnraum intensiviert werden, ob durch Neubau, Umbau oder Sanierung sei dahingestellt.
„Wir brauchen bei steigender Nachfrage nach Wohnraum dringend mehr Angebot, damit massive Preissteigerungen aufgrund einer Angebotsknappheit in Zukunft hintangehalten werden“, so Reikersdorfer.
RE/MAX 2024: neuer Rekord bei Anzahl der verkauften Immobilien„Das Jahr 2024 war durchaus herausfordernd, wir haben es aber gemeinsam als Netzwerk sensationell gut gemeistert. Während der Markt nochmals spürbar zurückgegangen ist, haben die Kolleginnen und Kollegen im RE/MAX-Netzwerk 2024 so viele Immobilien verkauft wie noch nie. Mittlerweile sind wir an rund 30 Transaktionen pro Tag beteiligt, d.h. wir haben auch im letzten Jahr unsere Marktstellung deutlich weiter verbessert“, so Reikersdorfer.
Grundbuch als DatenbasisDatenquelle für den RE/MAX-ImmoSpiegel ist seit 2009 die lückenlose Erfassung aller Kaufverträge im öffentlich zugänglichen amtlichen Grundbuch. Diese Zahlen sind daher die verlässlichsten am Markt. IMMOunited – die Experten für Immobiliendaten – haben sie ausgelesen und als Kaufvertrags-Sammlung publiziert. RE/MAX Austria, Österreichs mit Abstand größter und erfolgreichster Immobilienvermittler, analysiert sie für ganz Österreich und veröffentlicht sie exklusiv im RE/MAX-ImmoSpiegel.
„Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten zu vollständigen Transaktionsdatensätzen, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Kunden und Unternehmen der Immobilienwirtschaft wertvolle Entscheidungsgrundlagen darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.
3. AUSGEWÄHLTE IMMOBILIENTYPEN IM VERGLEICH: VON ALPE BIS ZINSHAUSANTEIL 2023 zeigten fast alle Immobilientypen weniger Verkäufe und geringere Umsätze, vereinzelt war der eine oder andere positive Indikator dabei, einzig die Hotelbranche konnte bei Umsatz und Menge um ein Drittel drauflegen, ebenso die wirtschaftlich unbedeutenden Seegrundstücke.
„2024 sind die meisten Immobilientypen noch im Landeanflug, mit einer bedeutend geringeren Sinkrate als 2023, manche auch immer noch im steilen Sturzflug, aber einige starten auch schon wieder kräftig durch“, umschreibt Nenning die Lage.
Vereinfacht dargestellt lassen sich die Immobilienkategorien 2024 in drei Gruppen aufteilen:
-
Häuser: Die Einfamilienhäuser performen am besten, rund ein Viertel positiver als 2023 (Menge: +19,4 %; Wert: +18,2 %), aber auch Doppelhaushälften (-0,8 %; +4,8 %), sonstige Gebäude (-1,8; +3,9 %) und Hausanteile (-2,3 %; +31,0 %) legen wertmäßig zu; Mehrfamilienhäuser (-3,7 %; -5,6 %) bleiben noch einstellig negativ.
-
Gewerbeimmobilien sind noch nicht vom Aufschwung erfasst: Hotel/Beherbergungsbetriebe inkl. Hotelapartments (-78,5 %; -61,7 %), Bürogebäude (-32,4 %; -42,6 %), Zinshausanteile (-41,7 %; -34,6 %), Geschäftslokale (-20,9 %, -30,3 %), Büroflächen (-25,3 %; -22,4 %), liegen um mindestens ein Fünftel oder mehr unter dem Vorjahr. Zinshäuser sind ein Sonderfall (-26,1 %; +3,5 %).
Nur Lagerflächen sind mit einem Drittel mehr (+28,7 %; +35,3 %) klar im Aufwind. Aber auch Landwirtschaften (-36,0 %; -44,4 %) und Wald (+4,4 %, -45,0 %) sind rückläufig, ebenso Luxus am Wasser in Form von Gebäuden (-46,1 %; -24,7 %) und Grundstücken (-44,0 %; -69,1 %).
-
Wohnungen machen mit -9,1 % weniger Menge und -8,2 % weniger Umsatz aufgrund der großen Anzahl die Statistik. Reihenhäuser entwickeln sich parallel (-10,5 %; -7,4 %). Etwas schlechter liegen PKW-Abstellflächen (-13,0 %; -5,0 %), Dachgeschoßwohnungen (-10,5 %; -15,0 %) und vor allem die Grundstücke (-11,7 %; -20,9 %).
Die wichtigsten Immobilienkategorien der IMMOunited Kaufpreissammlung und ihre Entwicklung (in alphabetischer Reihung):BÜROS (Büroflächen) wurden 2024 mit 292 wieder weniger (-25,3 %) als 2023 und die Jahre davor verkauft. 2022 waren es 561. Die Kaufsumme sank 2024 um -22,4 % auf 148 Mio. Euro, nach 191 Mio. Euro (2023) und 239 Mio. Euro (2022).
BÜROGEBÄUDE befinden sich im Abwind: Nach 117 (2022) und 105 Einheiten (2023) wurden 2024 nur mehr 71 verbüchert. Der Handelspreis sank von 639 Mio. Euro (2023) auf 367 Mio. Euro (2024), also um -42,6 %.
DACHGESCHOSSWOHNUNGEN zeigen einen klaren Trend: Nach 3.423 im Jahr 2021, 2.843 (2022), 1.927 (2023) nur mehr 1.725 im Jahr 2024 (-10,5 %). Auch der Verbücherungswert gab von 1,50 Mrd. Euro (2022) und 995 Mio. Euro (2023) auf 846 Mio. Euro (-15,0 %) im Jahr 2024 nach.
DOPPELHAUSHÄLFTEN hielten sich im Vergleich zum Gesamtmarkt sehr gut: -0,8 % bei der Menge (von 1.159 auf 1.150 Einheiten) sind verschmerzbar, nach -36,2 % im Jahr 2023. Der Verkaufswert ist sogar um +4,8 % gestiegen, von 515 Mio. Euro auf 540 Mio. Euro – ziemlich exakt auf den Wert von 2020.
EINFAMILIENHÄUSER sind der Lichtblick der 2024er-Statistik: Ein Plus von 1.591 Einheiten (+19,4 %) bringt die Menge mit 9.812 Stück wieder auf das Level von 2022. Der Gesamtwert steigt bei nahezu konstanten Preisen um +597 Mio. Euro auf 3,88 Mrd. Euro. Das ist allerdings immer noch erheblich unter den Werten von 2022 und 2021.
Sonstige
GEBÄUDE, insbesondere gemischt genutzte Stadthäuser, haben sich nahezu stabilisiert: Die Menge ist noch um -1,8 % auf 7.802 Objekte gesunken, aber der
Transaktionswert ist um +3,9 % auf 4,80 Mrd. Euro angewachsen. Wenngleich, von den rund 12.500 Objekten um 6,7 bis 7,2 Mrd. Euro der Jahre 2020 und 2021 sind wir weit entfernt.
GESCHÄFTSLOKALE rutschen mengenmäßig um weitere -20,9 % auf 827 Einheiten nach unten, wertmäßig von 425 Mio. Euro auf 297 Mio. Euro, ein Rückgang um -30,3 %.
GRUNDSTÜCKE: Von den 32.203 Grundstückskäufen um 5,18 Mrd. im Jahr 2021 sind 2024 nur mehr 18.291 um 3,38 Mrd. Euro übrig. Im Vergleich zu 2023 bedeutet das um -2.430 Stück (-11,7 %) und ein um -892 Mio. Euro (-20,9 %) geringerer Gesamtverkaufswert.
HAUSANTEILE wurden 2024 1.674 gehandelt, um -2,3 % weniger als zuletzt, aber deren Wert ist um +31,0 % angestiegen, nämlich auf 464 Mio. Euro. Damit ist zumindest ein Drittel des Umsatzeinbruchs der Jahre 2023 und 2022 wieder aufgeholt.
HOTEL/PENSION/BEHERBERUNGSBETRIEBE: Diese Statistikgruppe wurde 2024 in zwei geteilt: Einerseits in ganze Häuser und andererseits in einzelne Apartments.
2024 wurden 236 Hotels um 411 Mio. Euro verbüchert und 313 Stück um 144 Mio. Euro bei der neuen Gruppe der Hotelapartments. Damit bleibt bei den Hotels ein realer, bereinigter Rückgang von -549 Einheiten und -518 Mio. Euro.
LANDWIRTSCHAFTEN: Jene 372 Anwesen, die 2024 gehandelt wurden, waren um -209 Stück oder -36,0 % weniger als jene 581 im Jahr 2023 und ihr Gesamtwert mit 179 Mio. Euro um -44,4 % geringer als 2023. Von den rund 1.000 Einheiten und mehr der Jahre 2019 bis 2021 ist auch wertmäßig nur mehr ein gutes Drittel (38,3 % von 2021) übrig.
MEHRFAMILIENHÄUSER haben sich 2024 ziemlich eingebremst: 2023 fehlten auf den Vorjahresumsatz noch -868 Mio. Euro, 2024 nur mehr -28 Mio. Euro. Auch der Mengenrückgang hat sich von -316 auf -20 verlangsamt. Bleiben somit 2024 noch 519 Verbücherungen (-3,7 %) um 483 Mio. Euro (-5,6 %). Aber auch hier ist man vom Glanz vergangener Zeiten weit entfernt: 2020 und 2021: 1.750 und 1.084 Stück um 1,50 und 1,57 Mrd. Euro.
PKW-ABSTELLPLÄTZE, die separat verkauft werden, dürften ihren Boden gefunden haben: Die Menge ist 2024 noch um -13,0 % (-2.307 Stk.) auf 15.429 gesunken, der Wert hat sich aber nur um -5,0 % reduziert, von 334 Mio. Euro auf 317 Mio. Euro. Sobald die Wohnungen wieder anziehen, werden auch die PKW-Abstellplätze wieder Konjunktur bekommen.
REIHENHAUS-Einheiten entwickelten sich 2024 ähnlich den Wohnungen: -10,5 % in der Menge und -7,4 % beim Gesamtwert ergeben 1.859 Reihenhauseinheiten um 765 Mio. Euro.
Zum Vergleich: Die größte Menge der letzten Jahre lautete auf 3.101 Stück (2021) und der größte Umsatz auf 1,25 Mrd. Euro (2022).
WALDSTÜCKE: 2024 stieg die Anzahl der gehandelten Waldstücke um +155 auf 3.671. Der Umsatz sank allerdings um -149 Mio. Euro von 330 Mio. Euro auf 181 Mio. Euro, weil bekanntermaßen 2023 trotz fallender Menge (-6,4 %) vor allem ein Großdeal den Umsatz von 219 Mio. (2022) um +112 Mio. Euro (+51,1 %) nach oben gepusht hatte.
WOHNUNGEN: Die wichtigste, weil mengen- und umsatzstärkste Immobilienkategorie sorgte für 56.119 Verkäufe im Jahr 2021, 50.472 Verkäufe 2022, 36.653 im Jahr 2023 und 33.333 im Jahr 2024. Die schlechte Nachricht: Die Mengen sind weiter gesunken. Die gute: 2024 nur mehr ein Drittel so stark wie 2023, diesmal im einstelligen Prozentbereich (-9,1 %). Dennoch: -3.320 Kaufakte weniger im Vergleich zu 2023 bedeuten auch -853 Mio. Euro weniger Wohnungsumsatz und weniger Folgegeschäft für Handwerker und Einrichter. Von den 14,8 Mrd. Euro von 2022 fehlen 2024 fünf; das Endergebnis 2024: 9,52 Mrd. Euro.
ZINSHÄUSER haben sich 2024 umsatzmäßig wieder erholt: +3,5 % sind noch kein Aufreger im Vergleich zum Absturz um -52,0 % vom Jahr 2023, aber ein möglicher Anfang einer Erholungsphase. Die Menge war mit -26,1 % noch erheblich rückläufig, aber 370 Einheiten entsprechen dem Niveau der Jahre 2019 bis 2021.
ZINSHAUSANTEILE haben sich gegenüber den Zinshäusern 2024 verselbständigt und zeigen eine andere Entwicklung: -41,7 % bei der Menge und -34,6 % beim Wert. 116 Kaufakte 2024 sind nur mehr die Hälfte von jenen 234 im Jahr 2022 und der Umsatz von 136 Mio. Euro nur mehr ein Drittel von damals (408 Mio. Euro).
4. BUNDESLÄNDER IM ÜBERBLICK UND DIREKTEN VERGLEICHVerbücherungszahlen überall im MinusDer Gesamtrückgang von -7,8 % ist regional durchaus unterschiedlich ausgeformt:
Kärnten erleidet den größten Verlust an Verbücherungen zum Vorjahr mit -17,9 %, gefolgt von Tirol -10,6 % und der Steiermark mit -10,5 %. Diesen drei Bundesländern fehlen zusammen -4.507 Immobilien auf das Vorjahr, das ist mehr als die Hälfte (52,7 %) der gesamtösterreichischen Einbuße. Prozentuell spürbar glimpflicher kommen Niederösterreich (-7,6 %), Oberösterreich (-7,5 %) und Wien (-6,5 %) davon. Die anderen drei können sich glücklich schätzen: Burgenland mit -1,5 %, Vorarlberg mit -1,2 % und vor allem Salzburg: +1,1 % mehr Verbücherungen als 2023!
„Klare Trends oder Muster nach Preisniveau oder Lage im Bundesgebiet lassen sich aus den Zahlen diesmal keine ableiten: Das Bundesland mit durchwegs hochpreisigen Wohnimmobilien Vorarlberg steht neben dem Bundesland mit den durchwegs günstigen, dem Burgenland. Also steht auch das Westende Österreichs neben dem Ostende. Auch die Großstadt Wien und das Umland Niederösterreich, also Stadt-Land zeigen sehr ähnlichen Tendenzen“, so Mag. Anton Nenning.
Wien 2024 mengenmäßig wieder zweiterDie Reihenfolge unter den Bundesländern ist nahezu gleichlautend wie 2023. Einzige Ausnahme: Wien ist wieder auf Platz zwei, hat die Steiermark mit +76 Immobilien mehr überholt. Mit 20.899 Verbücherungen auf Rang eins liegt Niederösterreich, dahinter Wien mit 15.539, die Steiermark mit 15.463 und Oberösterreich mit 14.662. Unter 10.000 Einheiten haben Tirol verbüchert (9.151), Kärnten (7.437) knapp vor Salzburg (7.275), dahinter Burgenland mit 5.708 und Vorarlberg mit 4.720.
Weniger Rückgang, nur mehr ein FünftelEin Minus im Umsatz von 2,54 Mrd. Euro ist enorm viel Geld, aber dennoch nur ein Fünftel dessen, was von 2022 auf 2023 an Transaktionswert plötzlich weggefallen war (-12,24 Mrd. Euro).
„So gesehen als Trendkurve ein Lichtblick“, meint Nenning. Die Bundesländer tragen die Rückgänge wertmäßig überraschend gleichverteilt: Niederösterreich -449 Mio. Euro, Steiermark -431 Mio. Euro, Oberösterreich -389 Mio. Euro, Kärnten -377 Mio. Euro, Tirol 328 Mio. Euro. Mit einem etwas größeren Abstand folgt Wien mit -209 Mio. Euro. Der Betrag ist auf gut wienerisch eine Mezzie (neudeutsch: Schnäppchen) im Vergleich zu den -5,51 Milliarden Euro, die ein Jahr zuvor weggebrochen sind. Prozentuell stärker, aber in Euro geringer, hat es Salzburg mit knapp unter -200 Mio. Euro erwischt. Vorarlberg meldet -140 Mio. Euro und am besten hat es das Burgenland geschafft mit nur -14 Mio. Euro, also quasi eine rote Null.
Die absoluten Zahlen und die Prozentrückgänge finden Sie in den Bundesländersplittings.
5. BUNDESLÄNDER IM DETAIL5.1.
WIEN
Seit Beginn des RE/MAX-ImmoSpiegels im Jahr 2009 hat sich in Wien bis zum Jahr 2021 die Zahl der Verbücherungen stetig gesteigert. Von 2021 auf 2022 dann der erste Dämpfer: ein Rückgang von -11,1 %. Seitdem sanken die Transaktionszahlen in der Bundeshauptstadt weiter, so auch von 2023 zu 2024, wenn auch nur um -6,5 % und damit weit weniger drastisch als von 2022 zu 2023 mit -32,7 %. In Summe wurden 2024 in das Wiener Grundbuch 15.539 Immobilien eingetragen und damit knapp mehr als zehn Jahre zuvor (15.189) und -44,0 % weniger als im Spitzenjahr 2021 (27.752). Beim Umsatz stellt sich die Abwärtskurve etwas abgeflachter dar, sowohl gegenüber den Transaktionszahlen als auch gegenüber den Umsatzzahlen aus dem Vorjahr. Von 2022 auf 2023 fiel der Umsatz von 13,30 Mrd. Euro um -41,4 % auf 7,79 Mrd. Euro. 2024 sind es nur mehr um -2,7 % weniger, nämlich: 7,58 Mrd. Euro – somit das zweitschwächste Minus im nationalen Vergleich und ein Stück besser als der Österreich-Durchschnitt (-8,1 %).
WIENER BEZIRKE: MENGE: Sieben Bezirke mit Wachstum, Donaustadt bleibt führend2023 verzeichneten alle Bezirke ein negatives Vorzeichen. 2024 schafften sieben Bezirke wieder ein Plus, jedoch bleibt der Mengenzuwachs jedes Mal geringer als der Mengenabsturz von 2022 auf 2023. Die Bandbreite liegt zwischen +0,1 % in Döbling und +16,4 % in Mariahilf. Mit 1.967 Verbücherungen ist die Donaustadt weiterhin mengenstärkster Bezirk, er fällt aber erstmals seit 2017 wieder unter die 2.000er-Marke.
Sechs Bezirke über 1.000 VerkäufeNeben der Donaustadt erzielten fünf weitere Bezirke mehr als 1.000 Immobilienverkäufe. Zum zweiten Mal in Folge liegt Floridsdorf mit 1.295 Kaufakten (-14,1 %) wieder vor Favoriten an zweiter Stelle. Der zehnte Wiener Gemeindebezirk schafft es auf 1.240 und erhöht damit um +1,6 %. Auf den Rängen vier bis sechs finden sich die Bezirke: Leopoldstadt mit 1.155 Transaktionen (-1,8 %), Landstraße (1.025; -6,9 %) sowie Penzing (1.004; -0,3 %).
Liesing mit Österreichrekord In der Gruppe „unter 1.000 Verkäufe“ rangiert Ottakring auf Rang sieben mit 797 Verbücherungen, was einem Zuwachs von +14,8 % entspricht. 749 Vertragsunterzeichnungen waren es in Döbling und damit um eine mehr als 2023. Erstmals seit 2016 war die Verkaufszahl mit 716 Kaufakten in Liesing nur mehr dreistellig. Der Bezirk verzeichnete mit -34,8 % nicht nur das stärkste Minus unter den Wiener Bezirken, sondern auch unter allen Bezirken Österreichs. Meidling folgt dahinter mit 643 und verzeichnet den zweitstärksten Rückgang in Wien mit -19,3 %. Vier Bezirke melden zwischen 500 und 600 Abschlüsse, angeführt von Brigittenau mit 561 (+4,5 %) und Währing mit 548 (-4,4 %), dicht gefolgt von Simmering mit 542 (-2,7 %). Hietzing schließt die Gruppe mit 515 Kaufakten (+1,4 %) ab. Rudolfsheim-Fünfhaus liegt mit 495 (-5,2 %) Verkäufen vor dem Bezirk Hernals, der prozentual -10,7 % verliert und bei 474 landet. Margareten bleibt mit 430 (-9,7 %) vor Alsergrund, der sein Vorjahresergebnis wiederholt und erneut 308 Verkäufe abschließen konnte. Der Bezirk Neubau reduziert seine Menge um -2,0 %, fällt damit knapp unter die 300er-Marke auf 299 Verbücherungen. Mit 254 liegt Wieden um -6,3 % unter den Vorjahreswerten. Mariahilf hingegen schafft den größten prozentuellen Mengenzuwachs (+16,4 %) und steigert sich auf 234 Verbücherungen, es bleibt aber die bisher zweitschwächste Verkaufszahl. Die Josefstadt kommt auf 156 Vertragsabschlüsse (+6,8 %) und verweist damit die Innere Stadt wieder auf den letzten Rang, die um -16,5 % auf 132 absinkt.
Fünfmal war es noch nie wenigerDamit verzeichnen vier Bezirke (Innere Stadt, Margareten, Neubau und Alsergrund) neue historische Tiefststände (seit 2009) und Wieden wiederholt exakt seinen Tiefstwert von 2013. Vier weitere Bezirke vermelden ihr zweitschlechtestes Ergebnis: Josefstadt, Mariahilf, Hernals und Rudolfsheim-Fünfhaus.
UMSATZ: Mehr Plus als MinusEinen positiven Trend konnten die RE/MAX-Immobilienexperten auch bei den Umsatzzahlen ausmachen. 12 Bezirke, und damit mehr als die Hälfte, liegen im Plus und ein Bezirk zeigt so gut wie keine Veränderung. Auch der Rückgang hat sich im Durchschnitt von -41,4 % im Jahr 2023 auf -2,7 % nahezu verflüchtigt.
Stockerlplätze für Donaustadt, Landstraße und Leopoldstadt Wie bei den Verkaufsmengen liegt auch beim Transaktionswert die Donaustadt ganz vorne, muss sich aber nach fünf Jahren in Folge von einem Milliarden-Umsatz verabschieden. 2024 waren es 822 Mio. Euro, ein Einbruch von -26,3 %.
Rang zwei geht an den Bezirk Landstraße, dessen Umsatz sich 2024 um +26,2 %, von 559 Mio. Euro auf 705 Mio. Euro wieder erholen konnte. Die Leopoldstadt macht die Top-Drei komplett und knackt mit 518 Mio. Euro noch die halbe Euro-Milliarde – ein Plus von 13,4 %.
Viermal über 400 Mio. Euro, viermal über 300 Mio. EuroDie Innere Stadt konnte trotz Mengenverlusten einen Umsatzgewinn vermelden. Die Einbußen von -41,7 % aus dem Jahr 2023 kann sie jedoch bei weitem noch nicht wettmachen: 463 Mio. Euro bedeuten einen vergleichsweise schwachen Anstieg von +6,2 %, womit der erste Bezirk 2024 exakt zwischen den Ergebnissen der Jahre 2010 und 2018 liegt.Im Vorjahr noch auf Rang drei findet sich 2024 Floridsdorf auf Rang fünf wieder: 443 Mio. Euro Transaktionswert ergeben -3,9 % zu 2023 und -48,8 % gegenüber dem Spitzenjahr 2021. Erheblich steigern konnte sich auch wieder Favoriten mit einer Umsatzsumme von 429 Mio. Euro (+21,4 %). Mehr als 400 Mio. Euro schaffte auch Döbling, wo ein Rückgang von -7,9 % in Summe 420 Mio. Euro ergab.
Stärkstes Umsatzplus in Mariahilf und NeubauMit einigem Abstand folgt Penzing. Der 14. Bezirk war 2023 mit -57,9 % der größte Verlierer, ein Jahr später folgt eine Kehrtwende und ein leichter Anstieg um +2,1 % auf 351 Mio. Euro. Weitere Bezirke zwischen 300 und 400 Mio. Euro sind: Liesing mit 335 Mio. Euro (-25,8 %), Neubau (332 Mio. Euro; +43,8 %) und Währing (315 Mio. Euro; -12,7 %). Knapp die 300 Mio. Euro verpasst, hat der Bezirk Ottakring. 299 Mio. Euro sind aber ein Zugewinn von +14,4 %. Hietzing übertrifft sein Vorjahres-Ergebnis und landet mit 267 Mio. Euro einen zarten Anstieg von +0,5 %. Es folgen Alsergrund mit 256 Mio. Euro (+17,7 %), Wieden (228 Mio. Euro; +9,4 %), Meidling (216 Mio. Euro; -23,7 %). Hernals trotzt seinem Mengenverlust (-10,7 %) mit einer unveränderten Umsatzsumme von 212 Mio. Euro. Bleiben noch sechs Bezirke im Bereich zwischen 100 und 200 Millionen Euro: allen voran Brigittenau mit 198 Mio. Euro (+15,7 %). Mariahilf fährt nicht nur bei den Verkäufen, sondern auch beim Umsatz das größte Plus ein: +44,6 % mehr bedeuten in Summe 178 Mio. Euro, aber immer noch nur die Hälfte (-49,5 %) vom Spitzenwert im Jahr 2021. Dem gegenüber steht Simmering mit dem größten prozentuellen Rückgang in Wien (-36,6 %) und 176 Mio. Euro. Fast gleichauf liegen Rudolfsheim-Fünfhaus mit 159 Mio. Euro (-7,6 %) und Margareten mit 158 Mio. Euro (-33,6 %). Den Abschluss bildet der Bezirk Josefstadt mit 103 Mio. Euro (-25,4 %).
5.2. NIEDERÖSTERREICH
Mit einem Minus von 7,6 % bei den
Verkaufszahlen im Jahr 2024 kommt Niederösterreich dem Österreich-Durchschnitt (-7,8 %) von allen Bundesländern am nächsten, dennoch ist es national der prozentuell viertstärkste Rückgang. Mit 20.899 Immobilienverkäufen liegt Niederösterreich historisch gesehen etwas über dem Jahr 2014. Im bundesweiten Mengenranking kann das Bundesland aber den ersten Rang weiterhin verteidigen, Wien liegt mit einem erheblichen Abstand von -5.360 Abschlüssen dahinter. Im Zehnjahresvergleich reiht sich Niederösterreich mit dem viertschwächsten Plus von 3,8 % in die goldene Mitte vor Tirol, Salzburg, Wien und Vorarlberg. Auch die Umsatzzahlen schwächeln noch, aber mit -9,1 % bei weitem nicht mehr ganz so stark wie 2023 (-27,4 %). Mit der Gesamtsumme von 4,47 Mrd. Euro bleibt Niederösterreich im nationalen Vergleich hinter Wien auf Rang zwei.
BEZIRKEMENGEN: ein Drittel der Bezirke positiv2022 blieben 16 niederösterreichische Bezirke unter den Vorjahreskäufen, 2023 waren es bereits 20. 2024 wendete sich das Blatt allmählich: 14 von 21 Bezirken melden Rückgänge, aber sieben einen Mengenzuwachs.
Elf EintausenderIm Jahr 2023 erzielte Baden als letzter niederösterreichische Bezirk mehr als 2.000 Verbücherungen. 2024 ist ihm dies nicht mehr gelungen. Ein Abschwung von -17,4 % ließ die Verkaufsmenge bei 1.666 landen. Das letzte Mal als Baden unter die 2.000er-Grenze gefallen ist, war im Jahr 2015. Gänserndorf auf Platz zwei, der nicht viel, aber immerhin um +2,1 % zulegen konnte, nähert sich mit 1.628 Verbücherungen dem Bezirk Baden weiter an. Dahinter reihen sich weitere neun Bezirke dicht an dicht mit über 1.000 Transaktionen: Mödling bleibt nahezu konstant und erhöht minimal um +0,5 % auf 1.554 Objekte. Mistelbach auf Rang vier schaffte geradeaus 1.400 Kaufakte (+4,4 %), Wr. Neustadt (Stadt und Land) verringert knapp um ein Viertel (-23,1 %) auf 1.365. Weniger steil bergab geht es in Tulln mit -10,6 % auf 1.352 Verbücherungen sowie in Korneuburg mit -10,1 % auf 1.332. Während Bruck/Leitha ein Plus von 1,1 % und 1.318 Vertragsabschlüsse melden kann, verliert St. Pölten-Land -6,0 % und landet mit 1.281 Objekten in etwa auf dem Niveau von 2016. Vierstellig sind außerdem noch Krems (Stadt und Land, mit 1.230; -5,5 %) und Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs (1.012; -3,2 %).
St. Pölten verliert am meistenNeunkirchen verzeichnete seit 2016 immer mehr als 1.000 Transaktionen. 2023 folgte ein erster Dämpfer von -23,5 % auf 1.015 und 2024 genügen weitere -4,2 %, um die Verkaufszahl auf 972 hinunterzudrücken. Auch Hollabrunn war – mit Ausnahme im Jahr 2018 – seit 2015 vierstellig bei den Vertragsabschlüssen. 2024 fällt die Zahl jedoch um -13,7 % und somit wieder unter die 1.000er-Grenze, auf 957. Mengenverluste zeigen sich auch in Melk (784; -15,0 %) und in der Landeshauptstadt, die mit 554 Verkäufen und -29,0 % den relativ höchsten Rückgang verzeichnet. Zwettl liegt über der Vorjahresmenge und kommt auf 531 bei +4,1 %. 515 Transaktionen ergeben in Gmünd ein Minus von 3,6 %, in Horn mit 423 Objekten eines von -18,2 %. Prozentuell am meisten zulegen konnten die Bezirke Waidhofen/Thaya, der auf 368 Kaufakte kommt (+9,2 %) sowie Scheibbs mit 364 und +15,2 %. Bleibt noch Lilienfeld mit einem minimalen Rückgang um -0,7 % auf 293 Objekte.
UMSATZ: Dreimal mehr Bezirke mit Plus als 20232023 vermeldeten nur zwei der 21 Bezirke ein Umsatzplus. 2024 sind es sechs. Dennoch fallen die Rückgänge stärker aus als die Zuwächse: Den größten Umsatzrückgang verzeichnet Wr. Neustadt (Stand und Land) mit -30,7 %. Das größte Plus beträgt hingegen „nur“ +14,9 % in Bruck/Leitha. Im Durchschnitt lag der Umsatzrückgang bei -9,1 %.
Mödling wieder mehr Umsatz als BadenWährend Baden bei der Verkaufsmenge führend ist, hat Mödling bei den Umsatzzahlen wieder die Nase vorne. Mödling knackte 2021 als bisher einziger gelb-blauer Bezirk einmalig die Ein-Milliarden-Euro-Hürde, landete jedoch 2023 mit -41,6 % hart bei 563 Mio. Euro. 2024 folgt ein vergleichsweise harmloser Rückgang um -2,1 % auf 551 Mio. Euro. Baden jedoch konnte seine Verluste aus 2023 von -20,3 % nicht abfedern und fällt 2024 sogar noch steiler, um -25,6 %, auf 497 Mio. Euro auf den zweiten Rang. Der Bezirk Bruck/Leitha freut sich hingegen über 408 Mio. Euro, wie erwähnt, ein Anstieg von +14,9 % und sein viertstärkstes Ergebnis bisher. Mehr als 300 Mio. Euro schaffte 2024 Korneuburg mit einem Transaktionswert von 364 Mio. Euro, +1,5 % über dem Vorjahr, ebenso Tulln (325 Mio. Euro; -18,9 %), Gänserndorf (317 Mio. Euro; +6,2 %) und in St. Pölten-Land mit 301 Mio. Euro (+1,5 %). Wie bereits erwähnt verlor Wr. Neustadt (Stand und Land) fast ein Viertel der Verkaufsmenge und damit auch beinahe ein Drittel des Umsatzes (-30,7 %) und landet erstmals seit 2017 wieder unter 300 Mio. Euro, genauer gesagt bei 293 Mio. Euro. Zwei Bezirke mit nahezu gleich hohen prozentualen Umsatzeinbußen sind Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs mit 219 Mio. Euro (-4,6 %) und Krems (Stadt und Land) mit 203 Mio. Euro (-4,4 %). Dreistellige Millionen-Beträge schafften auch noch: die Stadt St. Pölten mit 182 Mio. Euro – ein Minus zwar von -9,4 %, aber immer noch der vierthöchste Wert. Dahinter folgen Mistelbach mit 170 Mio. Euro (-4,8 %), Neunkirchen mit 165 Mio. Euro (-14,0 %) und Melk mit 112 Mio. Euro (-10,5 %).
Hollabrunn rutscht wieder unter 100 Mio. EuroHollabrunn muss sich 2024 von einer neunstelligen Eurosumme verabschieden und fällt mit 95 Mio. Euro (-23,4 %) auf ein ähnliches Niveau wie 2020 zurück. Nach einigem Abstand folgen die übrigen sechs Bezirke mit Umsätzen zwischen 27 und 58 Mio. Euro: allen voran der Bezirk Scheibbs, der 58 Mio. Euro verzeichnet (+9,8 %), dahinter Horn mit 52 Mio. Euro (-12,7 %), Zwettl mit 45 Mio. Euro (+10,4 %) und Gmünd mit 42 Mio. Euro (-8,6 %). Lilienfeld stach 2023 noch mit einem Umsatzzuwachs von +40,9 % hervor, legt 2024 jedoch eine Kehrtwende hin und verzeichnet – gemeinsam mit Baden – mit -25,6 % den zweitstärksten prozentuellen Umsatzrückgang. Das reicht 2024 für 37 Mio. Euro, und das fünftstärkste bisherige Ergebnis des Bezirks. Den Abschluss bildet Waidhofen/Thaya mit 27 Mio. Euro (-26,9 %) und erzielt damit bis auf -181.159 Euro dieselbe Gesamtsumme wie 2019.
5.3. STEIERMARKDer Menge nach auf Wiener Niveau2023 schaffte die Steiermark erstmals mehr Verkäufe als Wien. Ein Jahr später fällt sie wieder auf den gewohnten dritten Rang zurück. Mit insgesamt 15.463 Vertragsabschlüssen liegt die Differenz zu Wien allerdings nur bei -76 Objekten. Prozentual bedeutet dies einen Rückgang um -10,5 %, ein Wert, der über dem bundesweiten Durchschnitt von -7,8 % liegt.
Wertmäßig hält sich die Steiermark weiterhin auf Rang vier, entfernt sich aber weiter von der von 2019 bis 2022 überschrittenen 4-Milliarden-Euro-Grenze und landet bei 3,39 Mrd. Euro, bedingt durch den prozentuell bundesweit zweitstärksten Rückgang von -11,3 %.
BEZIRKEMENGEN: drei Bezirke im Plus – Graz und Leoben am stärksten im Minus
In den letzten zehn Jahren lag die Verbücherungsmenge von Graz-Umgebung im Schnitt bei 46 % der Landeshauptstadtmenge, 2024 jedoch bei 59 %, so hoch wie noch nie. Die steirische Hauptstadt kommt 2024 auf 3.754 Verkäufe, was einem Minus von 964 (-20,4 %) geschuldet ist – der Spitzenwert lag bei 7.928 im Jahr 2020. Graz-Umgebung verliert zwar auch, aber mit -234 Einheiten (-9,6 %) prozentuell nur etwa halb so viel und absolut nur ein Viertel. Mit 2.197 Kaufakten liegt der Bezirk um -1.557 Objekten weniger hinter der Stadt. Bei ungebrochenem Trend würde Graz-Umgebung in 1,5 Jahren Graz überholen. Vierstellige Verkaufszahlen finden sich 2024 auch in Liezen mit 1.307 Verbücherungen, ein Rückgang von -5,7 %. Es folgen nah beieinander die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag (1.138; +14,0 %), Leibnitz (1.115; -6,8 %) und Hartberg-Fürstenfeld (1.081; +3,5 %). Der Bezirk Südoststeiermark meldet erstmals seit 2013 wieder nur eine dreistellige Anzahl an Vertragsabschlüssen und kommt auf 959 (-14,8 %). Das Murtal liegt nur um -1 Objekt hinter dem Vorjahreswert, schafft demnach 873 Verkäufe (-0,1 %). Weiz war von 2015 bis 2022 vierstellig, seit 2023 wieder dreistellig, so auch 2024 mit 803 Kaufakten, was einem Rückgang von -17,9 % entspricht. Deutschlandsberg kommt auf 704 Verbücherungen (-10,2 %) und Voitsberg auf 576 (-13,3 %). Leoben verliert ein Drittel (-33,7 %) und erreicht mit 485 Kaufakten das Level von 2013. Die geringste Menge, aber das größte Mengenplus, ist in Murau zu finden: 471 verkaufte Objekte sind ein Zuwachs von +38,5 % und die drittgrößte Anzahl im Bezirk seit Beginn des RE/MAX-ImmoSpiegels 2009.
WERT: Graz knapp über 1 Mrd. Euro, Graz-Umgebung über einer halbenObwohl Graz ein Viertel des Umsatzes verliert (-25,8 %), geht sich auch 2024 noch die Euro-Milliarde aus, genaugenommen 1,05 Mrd. Euro. Historisch betrachtet liegt die steirische Hauptstadt damit allerdings zwischen den Jahren 2014 und 2015 und der Hälfte von 2020. Graz-Umgebung ist 2024 umsatzmäßig halb so schwer und meldet einen Umsatz von 512 Mio. Euro (-15,5 %). Mit einigem Abstand und 351 Mio. Euro Umsatz folgt der Bezirk Liezen auf Rang drei, der jedoch um +8,9 % auf das bisher drittbeste Ergebnis zulegen konnte.
Bezirke mehrheitlich zwischen 100 und 200 Millionen Euro VerkaufswertLeibnitz schert noch aus und erzielte 2024 einen Umsatz von 240 Mio. Euro, also um +6,5 % mehr als im Vorjahr. Bruck-Mürzzuschlag fällt bereits in den Umsatz-Bereich zwischen 100 und 200 Millionen Euro, wo die meisten, nämlich acht der dreizehn steirischen Bezirke, zu finden sind. Der Umsatz lag in Bruck-Mürzzuschlag bei 195 Mio. Euro, was einen Zuwachs von +7,9 % bedeutet. Mit nur -479.000 Euro Differenz folgen dicht hintereinander die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld (171 Mio. Euro; +15,1 %) und Weiz (171 Mio. Euro; -7,3 %). Dahinter reihen sich das Murtal (153 Mio. Euro; -9,2 %), Deutschlandsberg (121 Mio. Euro; -5,9 %) und der Bezirk Südoststeiermark (119 Mio. Euro; -9,4 %) ein. Das aufgrund seiner geringen Marktgröße dynamisch-volatile Murau, das immer wieder von großen Schwankungen geprägt ist, erlebt 2024 einen steilen Aufschwung und erzielt erstmals einen dreistelligen Millionen-Umsatz von 110 Mio. Euro – ein Plus von +87,4 % und gleichzeitig ein Spitzenwert. Ebenfalls noch über 100 Mio. Euro erzielt Leoben mit 104 Mio. Euro, aber das stärkste Minus in der Steiermark von -29,6 %. Der Bezirk Voitsberg verpasst knapp die 100 Mio. Euro-Grenze: 95 Mio. Euro (-12,1 %) und damit knapp über dem Niveau von 2019.
5.4. OBERÖSTERREICHVerkaufsmenge: Entwicklung ziemlich im DurchschnittIm Mengen-Ranking zählt Oberösterreich zu den großen vier, verliert aber -1.195 und landet bei 14.662 Verkäufen. In Prozenten ausgedrückt sind dies um -7,5 % weniger, was ziemlich genau dem Österreich-Durchschnitt (-7,8 %) entspricht. Der Abstand zur drittplatzierten Steiermark liegt bei nur -801 und zum zweitplatzierten Wien bei -877 Verbücherungen.
Umsatzrückgang setzt sich fortLaut den RE/MAX-Experten verzeichnete Oberösterreich innerhalb der letzten zehn Jahre nur vereinzelt, nämlich in den Jahren 2017 und 2023 Umsatzrückgänge. 2024 ist demnach das erste Folgejahr mit negativen Vorzeichen. In Zahlen ausgedrückt: -389 Mio. Euro bzw. -9,4 % ergeben eine Gesamtsumme von 3,74 Mrd. Euro. In der bundesweiten Umsatz-Rangfolge schreiben weiterhin nur Niederösterreich und Wien höhere Zahlen. Im Zehnjahresvergleich bedeutet dies mit +69,6 % das zweitstärkste prozentuelle Plus nach dem Burgenland. Im Fünfjahresvergleich ist es mit -6,7 % das drittbeste Ergebnis hinter Burgenland und Kärnten.
BEZIRKE MENGE: Siebenmal statt einmal über dem Vorjahr2023 schaffte es nur ein oberösterreichischer Bezirk seine Verkaufsmenge aus 2022 zu übertreffen. 2024 erreichen immerhin sieben Bezirke mehr als im Vorjahr. Gleichgeblieben ist, dass sechs von 16 Auswertungsbezirken über der 1.000-Immobilien-Grenze liegen. Linz-Land hat dabei die Landeshauptstadt überholt und sichert sich mit 1.817 Verbücherungen (+8,7 %) den ersten Rang. Die Stadt Linz verliert hingegen um -17,6 % und schließt 1.697 Verträge ab. Vöcklabruck bleibt mit einer Verkaufsmenge von 1.503 und -24,5 % noch in den Top-Drei. Über 1.000 Kaufakte fanden außerdem in Stadt und Land Wels (1.296; -6,6 %), Gmunden (1.295; -14,0 %) und in Braunau (1.142; +3,1 %) statt.
Gewinner ist Eferding854 Verbücherungen meldet 2024 Steyr (Stadt und Land) – ein Minus von 5,9 % und der schwächste Wert seit 2014. Stabil geblieben ist die Zahl der Immobilienkäufe in Urfahr-Umgebung (765; -0,9 %) und Grieskirchen (631; +0,6 %). Rohrbach konnte auf 610 und damit um +8,2 % zulegen, der Bezirk Ried jedoch verliert weiter auf 605 Objekte (-18,4 %) und liegt somit -45,1 % unter seinem Spitzenwert aus 2021 (1.103). Wie Wels und Gmunden, trennt auch Freistadt und Schärding nur eine einzige Verbücherung: Freistadt kommt auf 556 (+1,5 %) und Schärding auf 555 (-6,9 %). Dahinter folgt der Bezirk Perg, der mit 501 Abschlüssen +1,2 % dazugewinnen konnte. Kirchdorf fällt wie schon von 2022 auf 2023 um zwei Hunderter-Grenzen, nämlich von 646 Verkäufen auf 499 im Jahr 2024, was einem Minus von -22,8 % entspricht. Schlusslicht, aber Erstplatzierter in puncto prozentuellem Mengenzuwachs, ist Eferding, wo 336 Immobilien an neue Besitzer gingen und damit um +43,0 % mehr als 2023.
UMSÄTZE: Stadt Linz verliert ein Fünftel2022 schielte die Stadt Linz mit 918 Mio. Euro Umsatz schon in Richtung Euro-Milliarde. Davon kann die Landeshauptstadt zwei Jahre später nur träumen. 566 Mio. Euro sind es 2024 geworden, ein Rückgang um -20,6 % gegenüber 2023 und um -38,3 % gegenüber 2022. Damit verkürzt sich auch der Abstand zum zweitplatzierten Bezirk, Linz-Land auf 29 Mio. Euro. Erinnerungen an 2021 werden wach, als der Umlandbezirk vorne lag. 2024 schaffte er mit 537 Mio. Euro einen leichten Aufschwung von +4,1 %. Vöcklabruck erzielte 416 Mio. Euro (-14,7 %) und macht die Top-Drei komplett. Aufwärts ging es Gmunden, und zwar um +2,6 % auf 377 Mio. Euro. Wels (Stadt und Land) fällt jedoch erstmals seit 2017 wieder unter 400 Mio. Euro, landet bei 356 Mio. Euro und damit um -13,9 % unter den Vorjahres-Umsatz.
Was Steyr prozentuell verliert … Eine gute Viertel-Milliarde-Euro Immobilienumsatz ging sich im Bezirk Braunau aus, der sich um +2,3 % auf 255 Mio. Euro steigern konnte. Der Bezirk Steyr (Stadt und Land) – der dank eines Großdeals 2023 einen Rekordwert erzielte – verzeichnet 2024 die größte Umsatzeinbuße und fällt um -39,3 % auf 214 Mio. Euro zurück und unter das Niveau von 2018. Unter der 200 Mio.-Euro-Grenze folgen: Urfahr-Umgebung mit 184 Mio. Euro (+6,3 %), Ried mit 125 Mio. Euro (-18,1 %), Kirchdorf mit 124 Mio. Euro (-11,1 %), Grieskirchen mit ebenfalls 124 Mio. Euro (aber -16,4 %) und der Bezirk Freistadt, der 2024 dank einem Plus von +19,1 % wieder einen dreistelligen Millionen-Betrag schreiben kann und 111 Mio. Euro erzielte.
… gewinnt Eferding2021 und 2022 waren in Oberösterreich nur zwei Bezirke unterhalb der 100-Millionen-Euro-Grenze, 2023 waren es fünf, 2024 sind es vier. Allen voran liegt Perg. Der Bezirk bleibt mit 96 Mio. Euro und einer Konsolidierung von -0,9 % aber recht stabil. Schärding kommt auf 92 Mio. Euro, ein Abschwung von -6,5 %, aber immer noch das bisher viertbeste Ergebnis. Eferding startet eine Aufholjagd und war noch nie so nah an der 100-Millionen-Euro-Grenze: 87 Mio. Euro sind ein Umsatzzuwachs von +39,3 % und neuer lokaler Rekordwert. Damit wird Rohrbach 2024 wieder zum umsatzschwächsten Bezirk in Oberösterreich. Dennoch sind 79 Mio. Euro nicht nur ein Umsatzplus von 14,8 %, sondern auch der zweitbeste Wert nach 2021.
5.5. TIROLVerkaufsmenge wie vor 20159.151 Immobilien
verkäufe wurden in Tirol im Jahr 2024 getätigt. Das sind um -10,6 % weniger als 2023 und das erste Mal nach zehn Jahren, dass die Verkaufsmenge wieder nur im vierstelligen Bereich ist. Im bundesweiten Mengenranking ergibt dies die goldene Mitte mit vier Bundesländern mit mehr und vier Bundesländern mit weniger Transaktionen. Parallel zu den Mengenrückgängen ist auch der
Immobilienumsatz um -9,3 % zurückgegangen und liegt 2024 bei 3,22 Mrd. Euro. Gegenüber dem Rekordjahr 2021, als Tirol noch mit fünf Milliarden Euro liebäugelte, fehlen -34,8 % oder -1,72 Mrd. Euro.
BEZIRKEVerkaufsmenge: drei Bezirke halten gegen den NegativtrendIm Tiroler Durchschnitt sind die Grundbucheintragungen um -10,6 % zurückgegangen. Erste Ausnahme ist der mengenstärkste Bezirk Innsbruck-Land, der gegen den Trend um +5,6 % auf 2.250 zulegen konnte. Die Landeshauptstadt folgt mit einigem Abstand: 1.265 Objekte sind um -21,2 % weniger gegenüber 2023. So nah wie noch nie kommt Kufstein an die Stadt Innsbruck heran. Trotz eines Rückgangs um -18,2 % fehlen Kufstein mit 1.237 Objekten nur -28 auf die Landeshauptstadt. Das größte Minus, nämlich -441 Immobilien oder -29,1 %, findet sich jedoch in Kitzbühel mit 1.072 Kaufakten, das kleinste in Schwaz mit 1.035 und -0,2 %.
Viermal dreistelligNachdem die Verkaufsmenge in Imst von 2022 zu 2023 um -31,4 % eingebrochen ist, herrscht 2024 nahezu Stillstand. 704 Verkäufe sind ein zarter Zugewinn von +2 Stück bzw. +0,3 %. Der dritte Bezirk im Bunde mit positivem Vorzeichen ist Landeck, wo 635 verbücherte Objekte ein Plus von 11,2 % und eine exakte Wiederholung des Ergebnisses aus 2019 bedeuten. Lienz war 2023 die einzige Tiroler Ausnahme mit einem Mengenplus. 2024 änderte sich die Lage und der Bezirk reduziert um -16,5 % auf 532 Verbücherungen. Reutte fiel 2023 mit dem stärksten prozentualen Minus auf und auch 2024 geht es weiter bergab: 421 sind um -19,5 % weniger Objekte als zuletzt und in den letzten zehn Jahren das zweitschwächste Ergebnis.
WERT: Dreiviertel-Milliarde für Kitzbühel, Zehnjahrestief in InnsbruckDrei Jahre in Folge (2020 bis 2022) erzielte Kitzbühel über eine Milliarde Euro Umsatz. 2023 dann der prozentuell zweitstärkste Einbruch unter den Tiroler Bezirken, um -26,9 % auf 946 Mio. Euro. 2024 sinkt der Umsatz um weitere -20,6 % auf 751 Mio. Euro. Innsbruck-Land fällt mit 694 Mio. Euro um -3,8 % auf das Niveau des Jahres 2018. Aufgrund des schwächsten Umsatz-Minus tauscht Kufstein mit der Landeshauptstadt die Ränge und steigt mit 463 Mio. Euro und -2,7 % von Rang vier auf Rang drei auf. Die Stadt Innsbruck fiel bereits 2023 unter die Halbe-Milliarde-Euro-Grenze. 2024 beträgt die Umsatzsumme 425 Mio. Euro – ein Rückgang um -14,9 %. Weniger war es nur in den Jahren vor 2014.
Landeck legt am meisten zu – Lienz: weniger Verkäufe, aber mehr UmsatzSchwaz bleibt mit 304 Mio. Euro (-8,7 %) auf Rang fünf, gefolgt von Landeck mit 215 Mio. Euro und der größten positiven Umsatzdynamik von +21,1 % und Imst mit 151 Mio. Euro (-5,0 %). Der Bezirk Lienz kann trotz der Mengenverluste seinen Umsatz heben und verbessert sich um +5,2 % auf 109 Mio. Euro, der drittstärkste Umsatz nach den Spitzenjahren 2021 und 2022. Wie schon 2019 landet Reutte auch 2024 wieder bei einer Gesamtsumme von 105 Mio. Euro –von 2023 auf 2024 ein Abflauen um -19,1 %.
5.6. KÄRNTENStärkster Rückgang bundesweit, bei Menge und UmsatzDas südlichste Bundesland hatte 2023 noch den geringsten prozentualen Einbruch bei den Immobilienverkäufen – und holte 2024 alles nach. Den RE/MAX-Experten zufolge der höchste prozentuelle Rückgang mit -17,9 % und somit um -10,1 Prozentpunkte schlechter als der Österreich-Durchschnitt. In Summe kommt Kärnten auf 7.437 Transaktionen und liegt damit im bundesweiten Mengenranking an siebter Stelle. Der Vorsprung auf Salzburg hat sich in nur einem Jahr von +1.861 und auf +162 Verkäufe marginalisiert. Im Zehnjahresvergleich schaffte es Kärnten mengenmäßig mit +8,5 % auf Rang zwei, im Fünfjahresvergleich verzeichnete es mit -24,5 % die drittbeste prozentuelle Performance unter den Bundesländern. Auch bei den Umsatzzahlen ist 2024 der Rückgang mit -19,4 % auf 1,57 Mrd. Euro stark und noch deutlicher als bei der Verkaufsmenge spürbar. Historisch gesehen ist es das Niveau von 2019 (1,59 Mrd. Euro). Im Umsatzranking hält sich Kärnten aber auf Rang sieben mit einem Vorspruch von nur 21 Mio. Euro (1,4 % des Gesamtumsatzes) vor Vorarlberg.
Menge in Villach unter 2.000, in Klagenfurt-Land unter 1.000 Stk.Villach (Stadt und Land) liegt 2024 mit 1.848 Verkäufen um -22,1 % unter der Vorjahresmenge und erstmals seit 2017 wieder unter der 2.000er Schwelle. Da es in ganz Kärnten allerdings keinen Bezirk mit Zuwächsen gibt, erzielt Villach trotz Mengenrückgang mehr Verkäufe als die vier Bezirke St. Veit/Glan, Wolfsberg, Völkermarkt und Feldkirchen zusammen. Die Stadt Klagenfurt folgt wie gehabt mit ein paar hundert Objekten Abstand auf Rang zwei. Sie kommt auf 1.418 Verbücherungen (-18,2 %). Wieder etwas mehr Rückgang gibt es im Bezirk Spittal/Drau, der bei 1.067 Kaufakten landet (-21,3 %). 2016 knackte Klagenfurt-Land erstmals die 1.000er-Hürde. 2024 fällt der Bezirk wieder darunter, bedingt durch den stärksten prozentuellen Mengenrückgang (-22,7 %) auf 985 Verkäufe. Ungefähr halb so viele Immobilienkäufe waren es im Bezirk St. Veit, der 481 Objekte meldet (-12,1 %). Fast gleichauf liegen die Bezirke Wolfsberg mit 476 (-3,3 %) und Völkermarkt mit 475 Verbücherungen (-13,2 %). Feldkirchen liegt erstmals seit 2014 wieder unter 400 Kaufakten und kommt auf 392 (-6,7 %). Hermagor freute sich 2022 noch über eine neue Bestleistung, 2023 brachte ein Rückgang um -32,4 % die Ernüchterung. Auch 2024 geht es etwas abwärts: 295 Verkäufe bedeuten -6,3 %.
UMSÄTZE: Landeshauptstadt nach drei Jahren erstmals wieder vor Klagenfurt-Land2023 läutete für Villach (Stadt und Land) eine Trendwende ein: nach +47,7 % (2021) und +4,0 % (2022), folgte 2023 ein Rückgang von -24,3 %. 2024 setzt sich die Talfahrt um weitere -16,3 % fort, was eine Umsatzsumme von 406 Mio. Euro, aber dennoch Rang eins ergibt. Die Landeshauptstadt meldet 2024 einen Transaktionswert von 347 Mio. Euro und damit das einzige einstellige Minus (-5,5 %) im Bundesland. Sie pendelt sich damit auf dem Level von 2016 ein.
Klagenfurt-Land verliert ein gutes Drittel (-35,6 %), positioniert sich mit 260 Mio. Euro unter dem Niveau von 2020, tauscht mit der Stadt Klagenfurt die Plätze und landet auf Rang drei.
Umsatz-Talfahrt: achtmal zweistellige EinbußenSpittal/Drau folgt wie gehabt auf Rang vier und mit einem ähnlichen Umsatz wie 2020. Damals kam der Bezirk auf 196 Mio. Euro, 2024 sind es 195 Mio. Euro (-19,6 % zu 2023). St. Veit und Wolfsberg lagen 2023 mit 103 Mio. Euro gleichauf. Auch ein Jahr später trennt die beiden Bezirke nicht wirklich viel, da beide ähnlich starke Umsatzrückgänge verzeichnen: St. Veit schafft mit 88 Mio. Euro (-14,3 %) etwas mehr als Wolfsberg mit 87 Mio. Euro (-15,3 %). Den zweitstärksten Rückgang um fast ein Drittel (-30,5 %) verzeichnet der Bezirk Feldkirchen und somit erstmals seit 2019 wieder nur einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag, nämlich 79 Mio. Euro, was -48,8 % unter dem Spitzenwert von 2021 liegt. Auch Völkermarkt entfernt sich weiter von seinem Rekord von 115 Mio. Euro im Jahr 2022 und landet nach 87 Mio. Euro im Jahr 2023 bei 72 Mio. Euro (-16,9 %) im Jahr 2024. Nach unten geht es auch für Hermagor: 35 Mio. Euro sind um -14,5 % weniger als 2023.
5.7. SALZBURGEinziges Bundesland mit MengenzuwachsUm +167 Verkäufe lag Kärnten im Jahr 2022 vor Salzburg. 2023 erhöhte Kärnten den Abstand auf +1.861. 2024 geht das Kopf-an-Kopf-Rennen aber wieder weiter: Salzburg konnte als einziges Bundesland entgegen dem negativen Österreich-Durchschnitt zulegen, nämlich um +1,1 %, auf 7.275 Verbücherungen. Somit verkürzt sich der Abstand 2024 wieder auf nur mehr +162 Verkäufe. Bei den Umsatzzahlen bleibt Salzburg deutlich vor Kärnten, fährt aber wie alle anderen Bundesländer auch ein Minus ein, wenn auch das drittschwächste: -7,4 % reichen für 2,50 Mrd. Euro und weiterhin für Rang sechs.
BEZIRKEMENGE: Beruhigung im Flachgau Von 2021 bis 2023 ging es im Flachgau recht turbulent zu: 2021 übersprang der Bezirk als bisher einziger Salzburger Bezirk die 3.000er-Marke. 2022 folgte der größte Mengenzuwachs, nur, um 2023 bei den Vertragsabschlüssen das prozentual höchste Minus außerhalb von Wien einzufahren. 2024 beruhigte sich die Lage. Der Flachgau kommt auf 1.894 Verkäufe, ein moderater Rückgang von -3,0 %. Für Rang eins im Mengenranking reicht es aber nach wie vor.
Pongau und Pinzgau sorgen für bundesweit einzigartige Bundesland-Performance Ähnlich ruhig geht es auch in der Stadt Salzburg zu, wo 1.730 Kaufakte 2024 einen Rückgang von -3,3 % bedeuten. Der Abstand zum Flachgau bleibt mit -164 Objekten exakt gleich wie 2023. Dahinter und recht knapp beieinander folgen der Pongau mit 1.491 Verbücherungen (+7,6 %) und der Pinzgau mit 1.410 (+6,1 %), den beiden wichtigsten Treibern hinter dem positiven Bundesland-Trend. Weit abgeschlagen findet sich der Tennengau, der aber mit einer Verkaufsmenge von 484 und einem Plus von 8,5 % auch noch den positiven Bundesland-Trend stärkt. Der Lungau meldet das prozentuell größte Minus und reduziert die Menge gegenüber 2023 um -9,2 % auf 266, was fast einer Wiederholung von 2018 gleichkommt.
Mengenanteil Stadt plus Flachgau erstmals unter 50 % Der Konzentrationsgrad des Zentralraumes (Anteil Stadt Salzburg plus Salzburg-Umgebung am Bundesland) lag 2022 laut den RE/MAX-Experten noch bei 54,5 % und demnach noch leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 54,0 %. 2023 folgte ein Rückgang auf 52,0 %. 2024 liegt der Anteil bei 49,8 %, womit knapp, aber doch erstmals weniger als die Hälfte der Salzburger Immobilien im Zentralraum gehandelt wurden.
WERT: Stadt Salzburg und Flachgau stellen 60 % des UmsatzesMit 866 Mio. Euro (-10,7 %) Umsatz führt die Landeshauptstadt das salzburgerische Umsatz-Ranking immer noch klar an. Der Flachgau liegt 2024 etwas abgeschlagen mit 630 Mio. Euro (-8,7 %) dahinter, historisch gesehen ein Betrag, der zwischen den Jahren 2016 und 2017 liegt. Damit generieren Stadt und Salzburg-Umgebung 59,8 % des Gesamtumsatzes im Bundesland Salzburg. Seit 2012 war ihr Anteil immer höher und mit Ausnahme von 2021 über 60,0 %. Erstmals seit 2018 wieder unterhalb der Halbe-Million-Euro-Marke findet sich 2024 der Pinzgau wieder, mit einer Gesamtsumme von 460 Mio. Euro, also um -11,0 % weniger, aber immer noch auf Rang drei. Umsatzsteigerungen gibt es im Pongau mit 352 Mio. Euro (+4,1 %) und im Tennengau mit 149 Mio. Euro (+14,0 %). Parallel zum größten relativen Mengenverlust verliert der Lungau auch prozentual im Bundesland beim Umsatz am meisten: -20,3 % ergeben eine Umsatzsumme von 45 Mio. Euro.
5.8. BURGENLANDVerkaufsmenge und Umsatz stabil5.708 und damit um -1,5 % weniger Verkäufe erzielte das Burgenland im Jahr 2024 – das ist um +6,3 Prozentpunkte besser als der Österreich-Durchschnitt und österreichweit die drittbeste Mengenentwicklung. So sichert sich das Burgenland seinen Rang im Mengenranking vor Vorarlberg, dem vorletzten.Bei der Umsatzentwicklung zeigt sich das östlichste Bundesland 2024 noch erfolgreicher: -1,8 % sind hier ebenfalls um +6,3 Prozentpunkte besser als der Österreich-Durchschnitt und der geringste Umsatzrückgang unter allen Bundesländern. In Euro ergibt das einen Umsatzwert von 754 Mio. und den viertbesten Wert aller Zeiten. Im Zehnjahresvergleich ist dies ein Zuwachs von +105,8 %, im Fünfjahresvergleich die einzige Steigerung unter den Bundesländern mit einem Zuwachs von +21,7 %.
BEZIRKEOberwart wieder mit mehr Verkäufen als Eisenstadt 2022 lagen Oberwart und Eisenstadt (Stadt, Umgebung und Rust) bei den Verkaufsmengen noch ex aequo auf dem ersten Rang. 2023 konnte Oberwart das Rennen, wie schon 2013 bis 2015 und 2019 bis 2020, für sich entscheiden – so auch 2024. 1.123 Kaufakte waren es insgesamt, nach einem Rückgang von -5,3 %. Eisenstadt verweist Neusiedl wieder vom zweiten auf den dritten Rang und kommt auf 1.004 (-3,0 %) Verbücherungen. Neusiedl wird 2024 nach zehn Jahren erstmals wieder dreistellig und konnte 953 Immobilienverkäufe im Grundbuch eintragen, was dem größten burgenländischen Rückgang von -10,0 % geschuldet ist. Zu den Gewinnern hingegen zählen die Bezirke Güssing mit 791 (+2,5 %) und Oberpullendorf mit 779 (+4,1 %) Vertragsabschlüssen. Den steilsten Zuwachs gibt es im Bezirk Mattersburg, der sich über 676 Objekte und einen Aufwind von +18,6 % freuen kann, bleibt aber immer noch -17,5 % von seinem Spitzenwert aus 2019 entfernt. Jennersdorf dagegen meldet mit 382 Verkäufen und -9,9 % einen neuen Negativrekord seit 2012.
Eisenstadt wieder umsatzstärkster BezirkSeit 2020 war Neusiedl der Bezirk mit dem höchsten Verkaufswert. 2024 holt sich die Eisenstadt (Stadt + Umgebung + Rust) mit 208 Mio. Euro (+6,7 %) das Zepter wieder zurück. Neusiedl, 2023 noch mit 251 Mio. Euro an der Spitze, bekommt den Mengenverlust zu spüren und fällt auch beim Umsatz mit dem größten prozentualen Rückgang im Bundesland, nämlich -20,2 %, auf, was eine Landung bei 201 Mio. Euro zur Folge hat – ein Umsatzwert, der zwischen den Jahren 2019 und 2020 liegt und immer noch mehr ist als die Summe der Bezirke Güssing, Oberpullendorf und Mattersburg. Rund 100 Mio. Euro hinter der Landeshauptstadt positioniert sich Oberwart weiterhin auf Rang drei mit 109 Mio. Euro (+8,4 %). Mattersburg nähert sich wieder der 100-Millionen-Euro-Schwelle und steigert seinen Umsatz um mehr als ein Viertel (+26,7 %) auf 94 Mio. Euro. Eine leichte Aufwärtstendenz herrscht in Oberpullendorf. Der Bezirk legt um +2,7 % auf 61 Mio. Euro zu. Güssing bleibt mit 45 Mio. Euro um -15,1 % unter dem Vorjahr, kommt aber immerhin noch auf sein fünftbestes Umsatzergebnis. Jennersdorf übertrifft seine Verkaufsumsätze aus 2023 um +5,8 % und meldet mit 36 Mio. Euro (+5,8 %) die bisher dritthöchste Gesamtsumme nach 2021 und 2022.
5.9. VORARLBERGDynamischer Immobilienmarkt im Ländle2013 bis 2016 Aufschwung. 2017 Konsolidierung und danach wieder Aufschwung bis 2021. 2022 Konsolidierung. 2023 meldeten die Immobilienexperten von RE/MAX den stärksten Rückfall, sowohl in der Vorarlberger Historie als auch aktuell unter den neun Bundesländern. 2024 wieder Konsolidierung: Bei der Verkaufsmenge kommt Vorarlberg auf 4.720, was bundesweit sowohl prozentual mit -1,2 % als auch nominal mit -58 das zweitbeste Ergebnis bedeutet. Bei den Umsatzzahlen fällt das Minus etwas stärker aus. -8,3 % kommen aber nahezu dem Österreich-Durchschnitt von -8,1 % gleich und ergeben eine Summe von 1,55 Mrd. Euro, die ziemlich genau jener aus 2017 entspricht. Dennoch: Die Umsätze zwischen 2,26 bis 2,66 Mrd. Euro, die das Ländle von 2020 bis 2022 erzielte, rücken dadurch in noch weitere Ferne.
BEZIRKEZweimal positive, zweimal negative Vorzeichen2023 verzeichneten alle Vorarlberger Bezirke einen deutlichen Mengenrückgang: Bregenz und Feldkirch fielen wieder unter 2.000 Vertragsabschlüsse. Dornbirn und Bludenz wurden nach neun bzw. fünf Jahren wieder dreistellig. 2024 können immerhin zwei Bezirke wieder Mengensteigerungen melden und die Rückgänge sind nicht mehr ganz so steil. In Zahlen ausgedrückt: In Bregenz sind es 1.606 Verkäufe und -2,5 %. Der Bezirk Feldkirch konnte die Anzahl der Verbücherungen um +5,5 % auf 1.393 anheben, auch Dornbirn gewann +3,1 % dazu und schaffte 983. Bludenz hat sich am wenigsten erholt. Statt -26,2 % im Jahr 2023 sind es 2024 aber immer noch -13,8 % und damit 738 Objekte, was seit 2009 – dem Beginn des RE/MAX-ImmoSpiegels – das drittschwächste Ergebnis ist.
Bregenz bleibt über der halben Euro-MilliardeSeit 2018 bewegte sich Bregenz kontinuierlich auf die Eine-Milliarde-Euro-Marke zu und erzielte 2022 noch 879 Mio. Euro. 2023 dann nur mehr eine Gesamtsumme von 579 Mio. Euro. 2024 folgt erneut ein Dämpfer, die halbe Milliarde bleibt aber: 522 Mio. Euro sind ein Minus von 9,9 %. Feldkirch folgt im gleichen Abstand wie zuletzt, verliert ähnlich stark mit -9,7 % auf 437 Mio. Euro. Dornbirn fällt von 374 Mio. Euro auf 355 Mio. Euro (-4,9 %) und der Bezirk Bludenz schafft es mit -6,8 % noch auf 233 Mio. Euro, bleibt damit aber um -47,5 % hinter seinem Spitzenwert von 444 Mio. Euro aus 2022 zurück.