Meldung vom 21.05.2026
Genau hier setzt INTERSPORT an: Die aktuelle Begeisterung rund um den Fußball soll genutzt werden, um mehr Fans selbst in Bewegung zu bringen, vor allem Kinder und Jugendliche. Denn obwohl 64 % der Menschen in Österreich Sport für sehr wichtig halten und 78 % zumindest einmal pro Woche aktiv sind, verliert Ballsport im Laufe des Lebens an Bedeutung. Nur gut ein Drittel (37 %) interessiert sich stark dafür, 41 % können eher wenig damit anfangen.
Überraschend ist, dass nicht Fußball die am weitesten verbreitete Ballsportart ist, sondern Tischtennis. 55 % der Österreicher haben Tischtennis zumindest ein bis zwei Jahre regelmäßig gespielt. Dahinter folgen Fußball mit 49 %, Volleyball mit 46 % und Tennis mit 43 %. Auch Basketball und Handball haben viele Menschen zumindest phasenweise begleitet.
„Tischtennis wird oft unterschätzt, ist aber vom Schulsport über den Hobbykeller bis hin zum Vereinssport eine der am breitesten verankerten Ballsportarten. Für uns ist Tischtennis ein idealer Einstieg in den Ballsport, weil die Hürden niedrig sind, ganze Familien gemeinsam spielen können und sich Kinder ebenso wie Erwachsene dafür begeistern“, sagt Franz Koll, Geschäftsführer von INTERSPORT Austria.
Vom Sofa auf den Platz: Fußball noch zu oft Zuschauersport
Österreich ist zurück auf der großen Fußball-Bühne und das Land fiebert mit. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft hat gezeigt, welche Kraft Fußball hierzulande entfalten kann. Kein anderer Sport löst in Österreich derart starke Emotionen aus. Knapp jeder Zweite (49 %) verfolgt Fußball aktiv im TV, per Streaming oder im Stadion. Doch so groß die Begeisterung ist, so selten wird selbst gekickt. Der INTERSPORT Ballreport zeigt, dass Fußball für viele vor allem ein Zuschauersport ist. 39 % erleben Ballsport in erster Linie vor dem Bildschirm oder auf der Tribüne, rund ein Drittel über Freunde (30 %) oder die eigene Fanrolle (28 %). Die aktive Teilnahme bleibt deutlich dahinter. 43 % sagen sogar, Fußball sei in Österreich eher Zuschauer- als Bewegungssport. „Und doch liegt darin Potenzial!“, sagt Paul Eiselsberg, Senior Research Consultant bei IMAS: „Public Viewing, gemeinsame Matchabende, das Mitfiebern: Genau in diesen Situationen entsteht ein starkes Momentum für den Sport. Denn rund vier von zehn Befragten sagen, dass sie beim Zuschauen von Fußball, Handball und Co. selbst Lust bekommen, mitzuspielen.
„Wir sehen, die Begeisterung ist da, der Funke springt beim Zuschauen über, aber zu selten wird daraus echte Bewegung“, sagt Franz Koll. „Gerade vor der nahenden Weltmeisterschaft ist das eine riesige Chance! Wenn es uns gelingt, Fans auf dem Sofa oder auf der Tribüne für mehr Bewegung zu motivieren, gewinnen alle – die Kinder, die Vereine, die Gesundheit der Bevölkerung und nicht zuletzt auch der Sport insgesamt. Unser Ziel ist es, aus passiver Begeisterung einen aktiven, bewussten Lebensstil zu machen.“ Als größter Sporthändler des Landes versteht sich INTERSPORT dabei nicht nur als Ausrüster, sondern auch als Bewegungspartner: „Unser Anspruch ist, Hürden so niedrig wie möglich zu machen mit fachkundiger Beratung, einem breiten Angebot im Ballsport und engem Schulterschluss mit dem ÖFB und den Vereinen vor Ort“, so Koll.
Kinder- und Nachwuchsarbeit: Vereine als Herz des Fußballs
Wie wichtig frühe Erfahrungen mit Ballsport sind, betont Ex-Teamspieler und Leiter der Nachwuchs-Nationalteams ÖFB, Sebastian Prödl: „Was im Verein passiert, prägt Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang. Der Fußball als Lernschule hilft Kindern ein Teil eines Teams zu sein, Grenzen auszutesten, mit Herausforderungen umzugehen, widerstandsfähig zu werden und das Beste: sie bewegen sich regelmäßig. Genau das brauchen wir in einer Zeit, in der Bildschirmzeit und Bewegungsmangel für viele Kinder zum Alltag gehören.“
Der INTERSPORT Ballreport bestätigt diese Hürden. Vor allem Computer und Smartphone gelten als großes Hindernis, wenn es darum geht, in jungen Jahren eine Ballsportart zu erlernen. 68 % der Befragten sehen in diesen Faktoren einen starken bis sehr starken Einfluss. Auch „fehlendes Interesse“ wird von rund 62 % als bremsender Faktor genannt. „Eltern, Schulen, Politik, Vereine und Handel sind gemeinsam gefordert“, so Prödl. „Wir müssen Kinder neugierig auf Bewegung machen, ihnen unkomplizierten Zugang zum Fußballplatz geben und sie dann mit positiven Erlebnissen dort halten.“ Für die Zukunft des österreichischen Fußballs halten die Befragten bessere Trainingsbedingungen (51 %), mehr Spaßorientierung (44 %) und mehr Angebote in Schulen (38 %) für entscheidend. Wer Fußball in Österreich nachhaltig stärken will, muss früh ansetzen, den Zugang erleichtern und Freude an Bewegung genauso ernst nehmen wie die sportliche Entwicklung.
Mädchen- und Frauenfußball: „Kein Zusatzsortiment, sondern Kernbereich“
Trotz aller Fortschritte ist Fußball in Österreich noch immer stark männlich geprägt: 58 % der Befragten sehen Fußball als männliche Sportart, immerhin 37 % halten Fußball für neutral. Ein besonders deutliches Signal der Umfrage betrifft die Chancengleichheit: 53 % der Befragten sind der Meinung, dass Mädchen in Österreich bei Ballsportarten nicht so stark gefördert werden wie Buben. „Mädchen- und Frauenfußball ist längst kein Nischenthema mehr“, sagt Carina Wenninger, Profifußballerin. „Was wir brauchen, sind gleiche Zugänge zu Trainings, zu Vereinen, zu guter Ausrüstung. Die Ergebnisse der IMAS-Umfrage zeigen, dass viele Menschen spüren, dass Mädchen noch immer weniger gefördert werden. Das ist ein klarer Auftrag an uns alle.“
Auch im Handel ist dieser Wandel klar spürbar. Gefragt sind funktionale, hochwertige und gleichwertige Produkte statt klischeehafter Lösungen. „Im Handel sehen wir sehr klar, dass Mädchen und Frauen heute mit einem ganz anderen Selbstverständnis an Sport herangehen. Sie wollen keine Sonderlösung und kein Klischee in Pink, sondern Produkte, die funktional, hochwertig und gleichwertig sind“, sagt Franz Koll. „Für uns ist Mädchen- und Frauensport deshalb kein Zusatzsortiment, sondern ein gleichwertiger Kernbereich. Dennoch braucht es gemeinsam mit der Industrie noch mehr Tempo, damit Angebot, Passform und Performance mit der Entwicklung auf den Plätzen Schritt halten.“ Dazu hält auch Carina Wenninger fest: „Wenn Mädchen in derselben Qualität ausgerüstet sind wie Buben, senden wir ein wichtiges Signal: Ihr gehört genauso dazu. Das motiviert, dranzubleiben vom ersten Training bis zur Erwachsenenmannschaft.“
Sportliche Ereignisse kurbeln Nachfrage an
Sportliche Großereignisse sind nicht nur emotionale Höhepunkte, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Sporthandel. Sie steigern die Nachfrage nach Ausrüstung, Fanartikeln und personalisierten Produkten und bringen zusätzliche Dynamik in die Shops. Das zeigt sich aktuell im ÖFB-Fanshop: Rund drei Viertel der verkauften ÖFB-Trikots entfallen auf das Heimtrikot, rund ein Viertel auf das Auswärtstrikot. Jedes zweite Trikot wird bereits mit Druck verkauft. Besonders gefragt sind persönliche Schriftzüge: Bei rund jedem dritten bedruckten Trikot wählen Fans den eigenen Namen, einen Spitznamen oder eine individuelle Botschaft. „Fantrikots und Schals haben den Weg vom Stadion in die Freizeit längst geschafft“, sagt Johannes Kastenhuber, Marketingleiter von INTERSPORT Austria. „Dass bereits rund die Hälfte aller ÖFB-Trikots mit Druck verkauft wird, zeigt, wie wichtig Individualisierung geworden ist.“
Auch passende Ausrüstung bleibt ein wichtiger Motivator für aktiven Sport. Gute Schuhe, funktionale Bekleidung und hochwertiges Equipment sorgen für mehr Komfort, Sicherheit und Freude an der Bewegung. INTERSPORT sieht hier vor allem die regionale Nähe als Stärke: Viele Händler und Mitarbeiter sind selbst in Vereinen aktiv und wissen, was Sportlerinnen und Sportler brauchen. Parallel baut INTERSPORT das Service für den organisierten Sport aus. Über die digitale Vereinsplattform team.intersport.at können Vereine Equipment und Ausstattung individualisieren, personalisierbare Online-Shops nutzen und Nachbestellungen einfach abwickeln. „Mit unserer Vereinsplattform entlasten wir Funktionäre und geben Vereinen mehr Zeit für das, worauf es wirklich ankommt, den Sport und die Arbeit mit den Menschen im Verein“, so Kastenhuber.
Für INTERSPORT und den ÖFB ist die WM-Qualifikation damit mehr als ein sportlicher Erfolg. Sie soll die Fußballbegeisterung nutzen, um wieder mehr Menschen in Bewegung zu bringen, vor allem Kinder und Jugendliche. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr Kinder auf dem Platz, mehr Jugendliche im Verein und mehr Erwachsene, die den Ball wieder für sich entdecken“, sagt Franz Koll.
Disclaimer: Keine offizielle Kooperation mit der FIFA oder dem FIFA World Cup.
[1] IMAS International, Online-Panel, n=1.029, Österreichische Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren. Die Interviews wurden von 9. bis 25. März 2026 geführt.