Meldung vom 04.03.2016

Halbjahresbilanz der Spendenaktion „Dach über dem Kopf“ zur Rettung des Flüchtlingswohnheims Rudolfstraße

v.l.n.r. Sarmad Al Delemy, Gunther Trübswasser, Sarah Kotopulos, Thomas Baum

Sarmad Al Delemy, Asylwerber aus dem Irak, Bewohner des Flüchtlingswohn-heims und Stand up Co-Trainer Gunther Trübswasser, Vorsitzender SOS-Menschenrechte Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin SOS-Menschenrechte Thomas Baum, Schriftsteller, Mitbegründer und Botschafter von SOS-Menschenrechte

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Das Flüchtlingswohnheim Rudolfstraße 64

Sechs Monate nach dem ersten Spendenaufruf zur Rettung des Flüchtlingswohnheims Rudolfstraße und dem Start der Aktion „Dach über dem Kopf“ darf sich SOS-Menschenrechte über Geldspenden in einem Ausmaß von über 85.500 Euro freuen. Aber nicht nur finanzielle Unterstützung wurde dem Wohnheim in der Rudolfstraße 64 zu teil. Sachspenden in der Höhe von ca. 40.000 Euro, wie etwa neue Fenster durch die Firma Actual, Malerarbeiten, Einrichtungsgegenstände und mehr, erreichten SOS-Menschenrechte von Firmen wie von Privatpersonen. Die Geschäftsführerin Sarah Kotopulos erhielt auch Emails von NachbarInnen in der Rudolfstraße, wie sie helfen können, damit das Flüchtlingswohnheim weiterhin bestehen bleibt. „Es wurden sogar Spenden in der Nachbarschaft gesammelt, um das Zuhause für 60 Flüchtlinge hier in der Rudolfstraße zu sichern“, betont Kotopulos. „Auch bei Geburtstagsfeiern, selbst bei Hochzeiten und anderen Festen wurden unsere Spendenboxen aufgestellt“, erzählt die Geschäftsführerin begeistert.

Darüber hinaus wurden in den ersten 6 Monaten der Spendenaktion 11 Benefizveranstaltungen – und Konzerte zu Gunsten von SOS-Menschenrechte veranstaltet. Mindestens 5 weitere sind bereits für heuer in Planung.
Durch diese erste Welle der Hilfsbereitschaft konnte ein realistischer Schritt in Richtung Sanierung ge-schafft werden.

„Wir danken allen Spendern und Unterstützern die uns in den vergangen sechs Monaten zur Seite gestan-den sind“ erklärt der Vorsitzende Gunther Trübswasser, „gemeinsam sind wir unserem Ziel näher gekom-men, dennoch wünschen wir uns sehr, dass diese Welle der Hilfsbereitschaft in den nächsten 12 Monaten weiterhin anhält, da wir noch 165.000 EUR an Eigenmittel aufstellen müssen“.

Deswegen ersucht SOS-Menschenrechte im Rahmen der Kampagne „Dach über dem Kopf“ weiterhin um Spenden, um die Sanierung des Wohnheims weiterzuführen. Dabei werden wir wie zuvor von Ehren-amtlichen, Künstlerinnen und Künstlern, Freundinnen und Freunden und auch von Reichl und Partner Public Relations tatkräftig unterstützt.

Zusätzlich haben SpenderInnen die Möglichkeit, einen Baustein zu erwerben:

Mini-Baustein
Mit € 50 finanzieren Sie einen symbolischen Ziegel. Als Dankeschön erhalten Sie einen Mini-Baustein mit dem „Dach über dem Kopf“ Logo.

Kleiner Baustein
Mit € 100 legen Sie einen Grundstein für den
Erhalt des Hauses. Sie erhalten einen Glücksbringer in Form eines Schlüsselanhängers.

Spezial-Bausteine
• Mit € 1.000 tragen Sie wesentlich zur Finanzierung der Sanierung bei. Sie können Ihren Namen auf der Steintafel „Wall of Fame“, die
sich vor dem „Haus der Menschenrechte“ befinden wird, verewigen lassen.

• Für € 2.000 übernehmen Sie die Patenschaft für ein Zimmer im Haus der Menschenrechte, welches Ihren Wunschnamen tragen kann.

• Ab € 5.000 – Informations-Veranstaltung
zum Thema Asyl und Flucht durch SOS-Menschenrechte.

• Ab € 10.000 – Internationales Catering für bis zu 50 Personen durch BewohnerInnen des Hauses von SOS-Menschenrechte.

Es wird auch in den kommenden Monaten zahlreiche Aktionen, Versteigerungen, Solidaritäts- und Benefizveranstaltungen geben, über die wir laufend in unseren Aussendungen und auf unsere Homepage www.sos.at informieren.

Spenden an SOS-Menschenrechte sind seit März 2015 steuerlich absetzbar!
Spendenkonto:
SOS-Menschenrechte, Volkskreditbank AG
IBAN: AT89 1860 0000 1061 6365 / BIC: VKBLAT2L
Verwendungszweck: Dach über dem Kopf

20 Jahre Flüchtlingswohnheim Rudolfstraße

Hier finden viele, die sich verloren glaubten, ein Dach über dem Kopf. Ein Leben in Würde. Hoffnung. Dialog.

Vor etwa 70 Jahren errichtet, beherbergte die heutige Rudolfstraße 64 u.a. das erste Linzer Frauenhaus. Heute blickt SOS-Menschenrechte auf eine 20-jährige Geschichte des Hauses als Flüchtlingswohnheim zurück. Seit 1996 werden hier hilfs- und schutzbedürftige Asylwerbende aus den Krisengebieten dieser Erde untergebracht und betreut. Durch die Verknüpfung von Bildungsangeboten mit dem Wohn- und Betreuungsort von Asylsuchenden wird die Auseinandersetzung mit Menschenrechten spürbar und authentisch.

Der Schriftsteller, Mitbegründer und Botschafter von SOS-Menschenrechte, Thomas Baum, beschreibt die Gründung des Vereins wie folgt: „Wir haben SOS-Menschenrechte als notwendige Initiative gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit gegründet. Und als aktives und engagiertes Forum für Respekt und Solidarität. Weil es zur Wahrung der Menschenrechte eine wachsame und überzeugte Haltung braucht.“

Das Haus in Linz-Urfahr ist neben der Flüchtlingsbetreuung somit auch die Basisstation für die beiden langjährig erfolgreichen, integrativen Projekte „AMIGO“ und „Stand up!“. Das Freiwilligenprojekt „AMIGO“ wurde gegründet, um Flüchtlinge und Zugewanderte bei der Integration in die österreichische Gesellschaft zu begleiten und ÖsterreichInnen die Möglichkeit zu bieten, Fremde in Österreich als "Buddies" ehrenamt-lich zu unterstützen. Das Menschenrechtsbildungsprojekt „Stand up!“ informiert in Form von Vorträgen und Workshops SchülerInnen und Schüler, Jugendliche und Erwachsene über Themen wie Flucht, Rassismus, Antidiskriminierung und interkulturelle Kompetenz und versucht diese mit dem Thema Menschenrechte und Zivilcourage vertraut zu machen.

Diese interaktiven Bildungsangebote, Veranstaltungen wie das traditionelle Sommerfest (Terminaviso: heuer findet das Sommerfest unter dem Motto „20 Jahre Flüchtlingswohnheim Rudolfstraße“ im Garten der Rudolfstraße 64 am Do. 23.6.2016 von 17 bis 22 Uhr statt) und Projektkooperationen wie der interkulturelle Nachbarschaftsgarten machen das Flüchtlingswohnheim zu einem integrativen Ort mitten in der Stadt und zu einem lebendigen Haus der Menschenrechte.

Sarmad Al Delemy, Asylwerber aus dem Irak, wohnt seit 1 ½ Jahren in dem Flüchtlingswohnheim Ru-dolfstraße und ist mittlerweile auch Co-Trainer des Menschrechtsbildungsprojektes „Stand up!“. Der 29-jährige flüchtete aus dem Irak, da sein Leben in Gefahr war – heute erzählt er in Workshops über seine Geschichte und was es bedeutet, ganz alleine nach Österreich zu flüchten und hier während des Asylver-fahrens zum Nichtstun gezwungen zu werden. „Ich warte nun seit 18 Monaten auf mein erstes Interview zu meinen Fluchtgründen im Asylverfahren. Das Warten macht mich manchmal verrückt, aber durch die Mitarbeit im Projekt „Stand up“ kann ich meine Erfahrungen an junge Menschen weitergeben. Das macht mich glücklich“. Die Rudolfstraße ist für Sarmad Al Delemy ein sicherer Zufluchtsort. „Ich freue mich sehr, dass bereits so viele Menschen geholfen haben, um unser neues Zuhause zu retten. Eine Sanierung wäre dringend nötig“, betont Sarmad Al Delemy.

Über SOS-Menschenrechte

Unsere Organisation wurde im Jahr 1993 als Antwort auf das menschenverachtende sogenannte „Auslän-der-Volksbegehren“ gegründet, um neben einem gesellschaftlichen Engagement für das Thema Men-schenrechte auch konkrete Hilfestellungen für die in diesen Jahren (und bis heute) immer prägnanter werdenden Herausforderungen der internationalen Flüchtlingsbewegungen zu geben. Ab 1996 wurde in Linz in der Rudolfstraße ein Flüchtlingswohnheim aufgebaut, das 60 Personen im Rahmen der staatlichen Grundversorgung einen nach humanitären Gesichtspunkten menschenwürdigen Aufenthaltsort wäh-rend der zumindest mehrmonatlichen Dauer eines Asylverfahrens in Österreich gibt. Als weiterer Entwick-lungsschritt wurde im Rahmen dieses Hauses auch eine Wohngemeinschaft für acht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet – als Reaktion auf eine Problemstellung, die sich speziell in den letzten Jahren immer deutlicher zeigt, denn immer mehr Kinder und Jugendliche müssen ohne ihre Familie aus den Krisenregionen dieser Welt flüchten.

Rückfragen bei:

Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin SOS-Menschenrechte
Tel.: 0732 714274
Email: kotopulos@sos.at

Nähere Informationen unter: http://www.sos.at/index.php?id=177
Fotos der Pressekonferenz, sowie das Logo der Kampagne „Dach über dem Kopf“ finden Sie zum Download im Presseservice auf unserer Homepage unter: http://www.sos.at/index.php?id=96

Michael Obermeyr, Reichl und Partner Public Relations
michael.obermeyr@reichlundpartner.com
Mobil: +43 664 2505817
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Dach über dem Kopf
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Sarmad Al Delemy, Asylwerber aus dem Irak, Bewohner des Flüchtlingswohn-heims und Stand up Co-Trainer Gunther Trübswasser, Vorsitzender SOS-Menschenrechte Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin SOS-Menschenrechte Thomas Baum, Schriftsteller, Mitbegründer und Botschafter von SOS-Menschenrechte

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