Meldung vom 12.04.2018

„Die Einstellung zum Alter muss sich ändern“

Neuer Europäischer Standard zur Qualitätssicherheit in Pflege und Betreuung älterer Menschen in Ausarbeitung

Komitee Mitglieder

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Wien, 12. April 2018 –  Vom 9. bis 10. April fand in Wien ein Treffen des Europäischen Normenausschusses CEN/TC 449 des Europäischen Komitee für Normung (CEN) statt, welches einen Europäischen Standard für die Pflege älterer Menschen „Quality of care for older people“ erarbeitet. Im Vordergrund stand das Thema Dienstleistung und nicht Immobilien.  „Der neue Europäische Standard für Qualität von Pflege und Betreuung für ältere Menschen geht vom Anspruch aus, dass alte Menschen das Recht haben in Würde zu altern und als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft respektiert und inkludiert zu werden“, erklärt Dr. Annette Altenpohl, Committee Manager für Dienstleistungen bei Austrian Standards International. „Das Recht älterer Menschen Entscheidungen selbst zu treffen und Kontrolle zu haben, ist ein wesentlicher Anspruch des neuen Standards. Der Standard gibt hierzu Empfehlungen im Hinblick auf die Strukturierung der Kernprozesse der Betreuung von älteren Menschen und deren Management.“Der neue Standard wird auch im Blick auf die großen demoskopischen Veränderungen entwickelt. Geplant ist die Finalisierung des Europäischen Standards (EN) „Quality of care for older people“ bis Ende 2019.

So autonom wie nur möglich
„Der Standard soll zu einer Verschiebung führen, wie Gesellschaften organisiert sind, und zu einer Änderung, wie ältere Menschen und Altern im Allgemeinen wahrgenommen werden“, erklärt Walter Eichinger, Geschäftsführer Silver Living und österreichischer Repräsentant sowie Gastgeber des Normungskomitees. „Aufbauend auf Konzepten vom aktiven Altern und altersfreundlichen Umgebungen betont der Standard, dass alles getan werden muss, um älteren Menschen ihren Bedarf nach Pflege und Betreuung zu ermöglichen.“ Mehr Augenmerk soll auf die Entscheidungsunterstützung gelegt werden, wie den Bedürfnissen, Erwartungen und Präferenzen älterer Menschen entgegengekommen werden kann, damit sie so autonom wie möglich leben können.

Weg von veralteten Ideen
Eichinger weiter: „In den meisten Fällen werden Pflege und Betreuung für ältere Menschen angemessen zur Verfügung gestellt. Trotzdem können veraltete Ansichten dazu führen, dass man sich – anstatt den alten Menschen beim würdevollen Altern zu unterstützen – darauf fokussiert, ihn einfach nur am Leben zu erhalten. Dem tritt der Standard ‚Quality of care for older people‘ entgegen.“

Philosophie des „CEN/TC 449 Quality of care for older people“
  • Pflege und Betreuung hat sich an den Bedürfnissen und Präferenzen älterer Menschen auszurichten.
  • Die Gefühle älterer Menschen müssen respektiert werden.
  • Veraltete Denkmuster in Bezug auf Pflege und Betreuung werden erneuert werden müssen.
  • Pflege und Betreuung müssen als öffentliches Gut der Gesellschaft und Politik anerkannt werden.
  • Anstatt über Pflege und Betreuung als ein minimales und grundlegendes Sicherheitsnetz, welches älteren Personen – die sich nicht mehr um sich selbst kümmern können – nur die lebensnotwendigen Basisdienstleistungen bietet, zu denken, muss die Wahrnehmung in Richtung einer positiven, empathischen und proaktiven Agenda gelenkt werden.
  • Der Standard sieht eine altersfreundliche Umgebung und aktives Altern als Schlüsselkonzepte, um das Denken weg von Langzeitpflege zu bringen. Dazu gehört auch, dass Umgebungen, wie öffentliche Einrichtungen, Arbeitsplätze, Transporteinrichtungen, Unterkünfte etc. gut zugänglich sind.
  • Die Rechte älterer Menschen, wie z.B. die Bekämpfung von Altersdiskriminierung oder ein Recht auf verlässliche und umfassende Information sowie Beratung, sind zu fördern und zu schützen. 
  • Freiwillige Helfer erbringen oft eine große Pflege- und Betreuungsleistung, viele von ihnen für ihre Verwandten. Die Lebensqualität solch eines Helfers kann eng verknüpft sein mit der älteren Person. Derartige – freiwillige – Hilfe sollte daher unterstützt werden, auch durch eine Verbesserung der Kooperation zwischen professionellen Betreuern und freiwilligen Helfern.

Silver Living verfügt über EU-weit anerkannte Expertise
Die Betreuten Wohnobjekte der 2006 gegründeten Silver Living, www.silver-living.com, gehen konform mit der ÖNORM „Betreutes Wohnen für Senioren“. Die ÖNORM CEN/TS 16118 wurde 2012 veröffentlicht und gibt Verbrauchern, Errichtern, Investoren und Trägern die notwendige Transparenz für die Leistungen des Betreuten Wohnens. Walter Eichinger, Gründer und Geschäftsführer von Silver Living, war und ist Teil des zuständigen Europäischen Normungskomitees. Der Marktführer bei freifinanzierten Seniorenimmobilien hat heute mehr als 53 Projekte mit 1.080 Wohneinheiten und einem Projektvolumen von mehr als 145 Mio. Euro konzipiert bzw. selbst umgesetzt. Der Immobilienentwickler errichtet Häuser für ältere Menschen mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung und ist mit seiner langjährigen Erfahrung längst zentrale Anlaufstelle für viele Gemeinden geworden, die nach zukunftsweisenden Wohnformen suchen.

Über Silver Living
2006 gegründet, ist die Silver Living Gruppe www.silver-living.com heute Marktführer im freifinanzierten Wohnbau für Seniorenwohnanlagen in Österreich, und verfügt über das Know-how und die Erfahrung aus über 53 Projekten mit 1080 Wohneinheiten/65.500 m2 Nutzfläche und einem Projektvolumen von mehr als 145 Millionen Euro. Die barrierefreien Wohnanlagen zählen mit ihrer Ausstattung und ihrem Betreuungsangebot zu den innovativsten Einrichtungen in ganz Europa. Das hat sich längst auch in den Bundesländern herumgesprochen, wo Silver Living die zentrale Anlaufstelle für viele Gemeinden ist, die nach zukunftsweisenden Wohnformen für die ältere Bevölkerung suchen.

Neben dem Schwerpunkt von Silver Living – Betreutes Wohnen für ältere Menschen – bietet der Projektentwickler auch andere Serviceimmobilienmodelle, wie z.B. Generationen Wohnen oder Studenten Wohnen, an.
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